DE615582C - Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen aliphatischer Polyamine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen aliphatischer Polyamine

Info

Publication number
DE615582C
DE615582C DEI47401D DEI0047401D DE615582C DE 615582 C DE615582 C DE 615582C DE I47401 D DEI47401 D DE I47401D DE I0047401 D DEI0047401 D DE I0047401D DE 615582 C DE615582 C DE 615582C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
production
aliphatic polyamines
water
acid
trichlorethylene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI47401D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ferdinand Muenz
Dr Otto Bayer
Dr Karl Keller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI47401D priority Critical patent/DE615582C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE615582C publication Critical patent/DE615582C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Macromolecular Compounds Obtained By Forming Nitrogen-Containing Linkages In General (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • ' Verfahren zur Herstellung von Abkömmlingen aliphatischer Polyamine Es wurde gefunden, daß man zu wertvollen Verbindungen gelangt, wenn man auf aliphatische Polyamine solche Körper einwirken läßt, welche zufolge ihrer Konstitution imstande sind, auf das Polyamin. gleichzeitig, ein- oder mehrmals alkylierend und acyliierend einzuwirken. Demgemäß müssen die Körper, um alkylierend -zu wirken, beispielsweise folgende Gruppen enthalten: R-Halogein, R-S 03H, R-S 02Aryl, Alkylen (worin R Alkyl bedeutet). Um acyllerend'zu wirken, müssen die Körper gleichzeitig Gruppen enthalten, wie C O O H, C O O R, CO-Halogen, SO2-Halogen. -Geeignete aderartige Körper sind beispielsweise: Chloracetylchlorid, Mono@chloress@gester, Chloräthansulfonsäiurechlorid, Chlormnethylbenzolsulfonsäurechlorid, Acrylsäure und deren Abkömmlinge, NWeinsäureanhydrid oder -ester, Dihalogenadipinsäure sowie entsprechende Abkömmlinge homologer Säuren.
  • Die nach vorliegendem Verfahren hergestellten Verbindungen sind basischer Natur,. da nur ein Teil der substituierenden Gruppen, die Basizität unter Amidbildung aufhebt, während diejenigen Gruppen, welche alkylierend wirken, die basischen Eigenschaften des Polyamins aufrechterhalten.
  • Da die so erhältlichen Erzeugnisse mit der Mehrzahl der wasserlöslichen Farbstoffe wasserunlösliche Lacke zu bilden vermögen, so können sie beispielsweise zur Herstellung derartiger wasserunlöslicher Lacke, aber auch zum Wasserechtmachen von Färbungen, Verwendung finden. .Werden sie in quaternäre Ammoniumverbindungen übergeführt, so werden Stoffe erhalten, die zur Nachbehandlung substantiver Färbungen. auf pflanzlichen Fasern ebenfalls vorzüglich geeignet sind und insbesondere auch die Waschechtheit der damit nachbehandelten Färbungen wesentlich erhöhen.
  • Beispiel i Zu 146 kg eines PolyätUvlendia.mingemisches, :das von 9o° bis über 350' bei i 5 mm siedet, und etwa i ooo kg Trichloräthylen setzt man unter Kühlung 164 kg Chloräthansulfochlorid zu und erhitzt die Mischung 2 Stunden zum Kochen. Das nach dem Abdestillieren des Trichloräthylens zurückbleibende, leicht wasserlösliche Erzeugnis kann beispielsweise zur Nachbehandlung von sub-stantiven Färbungen auf pflanzlichen Fasern dienen oder auch zu weiteren Umsetzungen Verwendung finden.
  • Beispiel 2 Zu einer Lösung von 146k- Polyäthylendiamin in etwa 5oo kg Wasser läßt man unter starker Kühlung i io kg Chloracetylchlorid zufließen, setzt 53 kg Natriumcarbonat zu und kocht etwa 3 Stunden. Durch Zusatz von Natronlauge läßt sich die entstandene Verbindung als dickflüssiges bräunliches öl abscheiden.
  • Beispiel 3 Zu 146 kg Polyäthylendiamin setzt marr 1o5 kg Monochloressigsäureäthylester zu und erwärmt allmählich auf etwa. 13o°. Man erhält ein ähnliches Erzeugnis wie das in Beispiel z beschriebene. Beispiel ¢ Zu einer Lösung von 15o kg Polyäthylendiamin in etwa 8oo kg Trichloräthylen setzt man allmählich tookg Maleinsäureanhydrid. zu, destilliert das Trichloräthylen ab und erhitzt dann die Mischung auf 17o°.
  • Die erhaltene zähe, harzige Masse stellt im Gegensatz zu der in Beilsteins Handbuch der organischen Chemie, Ergänzungsband III/IV, S.416, beschriebenen, durch Umsetzung von Äthylendiamin mit Maleinsäureanhydrid in der Kälte erhaltenen Mono.acylverbindung ein höhermolekulares Kondensationsprodukt dar, das vermutlich unter Reaktionsb,ebefgun g der @ungesätfigten Bindung der Maleinsäure entstanden ist. Die harzige Masse wird in Wasser gelöst und die Lösung vom. geringen Mengen wasserunlöslicher Kondensationsprodukte abfiltriert. Man erhält eine braun gefärbte Lösung, welche in entsprechender Weise, insbesondere zu weiteren Umsetzungen, Verwendung finden kann, wie die in den Beispielen i bis 3 beschriebenen Produkte. -.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Abkömmlingen aliphatischer Polyamine, dadurch gekennzeichnet, daß man die Amine mit Verbindungen, die gleichzeitig alkylierend und acylierend wirkende Gruppen enthalten, auf Temperaturen über 1 oo° erhitzt.
DEI47401D 1933-06-15 1933-06-15 Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen aliphatischer Polyamine Expired DE615582C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI47401D DE615582C (de) 1933-06-15 1933-06-15 Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen aliphatischer Polyamine

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI47401D DE615582C (de) 1933-06-15 1933-06-15 Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen aliphatischer Polyamine

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE615582C true DE615582C (de) 1935-08-26

Family

ID=7191992

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI47401D Expired DE615582C (de) 1933-06-15 1933-06-15 Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen aliphatischer Polyamine

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE615582C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE752481C (de) * 1939-09-01 1952-11-10 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeureamiden

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE752481C (de) * 1939-09-01 1952-11-10 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeureamiden

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE757294C (de) Verfahren zur Herstellung eines hochpolymeren Polyamids aus einem niedrigmolekularenPolyamid
DE1176362B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyaddukten
DE1543300A1 (de) N-(sek.-Alkyl)-tert.-Aminverbindungen
DE615582C (de) Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen aliphatischer Polyamine
DE907701C (de) Verfahren zur Herstellung von Umwandlungsproldukten von Superpolyamiden
DE694991C (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen, wasn
DE611373C (de) Verfahren zur Darstellung von Fettsaeurederivaten
DE914852C (de) Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazid
DE645882C (de) Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger Verbindungen
DE648002C (de) Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger Verbindungen der Cyanurreihe
DE897091C (de) Verfahren zum gleichmaessigen Faerben von cellulosehaltigen Fasern mit Kuepen- und Schwefelfarbstoffen und zum Abziehen derartiger Faerbungen
DE824209C (de) Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Verbindungen
DE350322C (de) Verfahren zur Herstellung eines zur Farblackbereitung geeigneten gruenen Farbstoffes
DE2241995C2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Harnstoffharzlösungen
CH175676A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen stickstoffhaltigen basischen Produktes.
AT302957B (de) Verfahren zum Färben, Klotzen oder Bedrucken von Fasermaterial aus natürlichen Polyamiden
DE891386C (de) Verfahren zum gleichmaessigen Faerben von cellulosehaltigen Fasern mit Kuepen- und Schwefelfarbstoffen und zum Abziehen derartiger Faerbungen
AT20406B (de) Verfahren zum Beizen von Wolle.
DE372855C (de) Verfahren zur Darstellung von Kunstharzen
DE537023C (de) Verfahren zur Darstellung von gruenen Wollfarbstoffen der Anthrachinonreihe
DE907131C (de) Verfahren zur Herstellung von Polythioharnstoffen
DE1932826A1 (de) Azofarbstoff und Verfahren zu dessen Herstellung
AT162920B (de) Verfahren zur Herstellung von Stickstoffverbindungen
DE1769730C (de) Verfahren zum Anfärben von metallmodifizierten Polyolefinfasern
AT217600B (de) Verfahren zur Herstellung neuer, ein Atom Kobalt an zwei Monoazofarbstoffmoleküle komplex gebunden enthaltender, Azofarbstoffe