DE914852C - Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazid

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DE914852C
DE914852C DEM11082A DEM0011082A DE914852C DE 914852 C DE914852 C DE 914852C DE M11082 A DEM11082 A DE M11082A DE M0011082 A DEM0011082 A DE M0011082A DE 914852 C DE914852 C DE 914852C
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DE
Germany
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hydrazine
water
thiocyanate
thiosemicarbazide
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Expired
Application number
DEM11082A
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Inventor
George E Taylor
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Monsanto Chemicals Ltd
Original Assignee
Monsanto Chemicals Ltd
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C337/00Derivatives of thiocarbonic acids containing functional groups covered by groups C07C333/00 or C07C335/00 in which at least one nitrogen atom of these functional groups is further bound to another nitrogen atom not being part of a nitro or nitroso group
    • C07C337/06Compounds containing any of the groups, e.g. thiosemicarbazides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazid Die Erfindung betrifft ein neues, verbessertes Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazid durch Umlagerung von Hydrazinthiocyanat.
  • Als Ausgangsprodukt hierfür dient vorzugsweise ein Hydrazinthiocyanat, das aus einem wasserlöslichen neutralisierten Hydrazinsalz einer nicht oxydierenden Säure, insbesondere (N H2 - N H2) 2 ' H2 S 0, durch Umsetzung in wäßrigem Medium mit einem wasserlöslichen Thiocyanat, besonders Ammonthiocyanat, das mit diesem reagiert, erhalten worden ist, wobei man das Wasser, das bei dieser Reaktion entsteht, entfernt. Man erhält so einen Rückstand (pH 5 bis 5,5), der Hydrazinthiocyanat (N H2 N H2 H S C N) enthält.
  • Dieser Rückstand wird dann erfindungsgemäß in einer mit Wasser nicht mischbaren inerten organischen Flüssigkeit aufgeschlämmt und dann der so gebildete Schlamm auf einen pH-Wert unterhalb 6 eingestellt und, zwecks Umlagerung des Hydrazinthiocyanats, auf über ioo° erhitzt. Als mit Wasser nicht mischbare Flüssigkeiten, die mit Erfolg bei diesem Verfahren angewandt werden, sind Kohlenwasserstoffe, z. B. Toluol, Xylol, Solventnaphtha und Petroleum geeignet, doch sind auch andere inerte organische Flüssigkeiten mit Siedepunkten zwischen ioo und zoo° geeignet.
  • Bei der Herstellung des als Ausgangsstoff angewandten Hydrazinthiocyanats können auch Alkalithiocyanate verwendet werden; doch ist es dann vorteilhaft, aber nicht unbedingt notwendig, eine geringe Menge eines Ammoniumsalzes, z. B. Ammoniumsulfat oder eine nicht oxydierende Säure, z. B. Schwefelsäure, in den inerten flüssigen Schlamm oder die Suspension des Rückstandes einzuführen.
  • Beispiel i In ein Reaktionsgefäß, das mit einem Thermometer, einem Rührer und einem Rückflußkühler versehen ist, wurden 92 Gewichtsteile (NH. N H2) 2 - H. S O, und 341 Gewichtsteile Wasser gegeben, dann wurden 88 Gewichtsteile :@mmo niumthiocyanat zugefügt und alles gut gemischt. Die Lösung wurde auf einen p11-Wert von 5,o eingestellt; dann wurde das Wassur im Vakuum abdestilliert, wobei ein nahezu wasserfreier Rückstand erhalten wurde.
    (N H,NH..,)1, - H.SO, -t- 2 NH45CN -@
    2 NH@NH@ - HSCN - (NTH4)2SO4
    Der Rückstand wurde in annähernd 385 Gewichtsteilen Leuchtpetroleum (Dichte bei 27° o,77o, Siedepunktbereich 115 bis 2o5') aufgeschlämmt. Dann wurde die blasse am Rückfluß bei vermindertem Druck auf Temperaturen von etwa 12o bis i22° erhitzt. Der Rückstand zeigte während der gesamten Behandlung ein pii von 5,o bis 5,5. Die Suspension wurde dann gekühlt und filtriert. Der so erhaltene sandige Filterkuchen wurde dann in annähernd 375 Ge«-ichtsteilen Wasser aufgeschlämmt und filtriert. Der Filterkuchen wurde von restlichen Sulfaten durch Auswaschen befreit und bei ioo° getrocknet. Man erhielt annähernd 83 Gewichtsteile Thiosemicarbazid (8o°ioige Ausbeute, berechnet auf Hydrazin).
  • Bei dem obigen Beispiel wurde ein bevorzugter p11-Wert von 5,o angewandt; doch ist es möglich, auch bei niedrigeren pii-Werten zu arbeiten. Man stellt den pH-@'v'ert mit Ammoniumcarbonat oder Schwefelsäure ein, je nachdem ob man eine Erhöhung oder Herabsetzung des pii-« ertes für notwendig erachtet.
  • Beispiel 2 Es wurde eine wäßrige Lösung von Hydrazinthiocyanat durch innige Vermischung von i5oo Gewichtsteilen Wasser, 497,3 Gewichtsteilen N H, N H, - H2 S 04, 152,9 Gewichtsteilen Natriumhydroxyd und 3oci,7 Gewichtsteilen Ammoniumthiocyanat hergestellt. Der pH-Wert der Lösung wurde durch Zugabe einer geringen Menge Natriumcarbonat auf einen Wert zwisclen 5,o und 5,5 eingestellt, und daraufhin wurde die Lösung bei einem Vakuum von 2o bis -25:nrn Quecksilber zur Trockne eingedampft. Der so erhaltene wasserfreie Rückstand wurde in zwei gleiche Teile A und B eingeteilt und jeder Teil in Toluol aufgeschlämmt. Zu der Suspension A wurden annähernd o,i Gewichtsteile Schwefelsäure zugegeben. Die Suspensionen wurden dann für sich i Stunde lang auf 1o8° am Rückflußkühler erhitzt. Nach dein Abkühlen und Filtrieren der betreffenden Suspension und nach Isolierung des erhaltenen Produktes wurde festgestellt, daß man bei B eine an sich gute Ausbeute erhielt, daß diese aber bei A um 6 °o höher lag. Man konnte bei jedem der Rückflußverfahren den Reaktionsablauf gut beherrschen.
  • Außer der bei dem obigen Beispiel zur Neutralisation des Hydrazinsulfats gebrauchten Lauge können auch andere Substanzen, z. B. gasförmiges Ammoniak, Ammoniumhydroxyd, Kaliumhydroxyd u. dgl., benutzt werden. Das zuvor erwähnte Hydrazinsulfat kann auch mit Hydrazinhydrat neutralisiert werden. An Stelle von Natriumcarbonat in dem obigen Beispiel kann auch Ammoniumcarbonat zur Einstellung des pH-Wertes benutzt werden.
  • Wenn man bei der Herstellung des Hydrazinthiocyanats Alkalithiocyanate zur Umsetzung mit neutralem Hydrazinsulfat (N H, N H@)2 - HZ S 04 benutzt, so ist es nicht erforderlich, während des Ablaufs der Reaktion die nicht gelösten Sulfate zu entfernen. Auch bei der Verwendung von Ammoniumthiocyanat bei der Umsetzung mit N H, N H2 - H 2 S 01, das mit einem Alkalihydroxyd neutralisiert worden ist, ist es unnötig, die nicht gelösten Sulfate zu entfernen. Vorzugsweise werden konzentrierte Lösungen aller Reaktionsteilnehmer angewandt.
  • Der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorwiegend als Ausgangsstoff angewandte, Hydrazinthiocyanat enthaltende Rückstand kann bis zu 1 °/o Wasser enthalten. Ein Gehalt von über 5 % Wasser ist jedoch nachteilig und vermindert die Ausbeute an Thiosemicarbazid wesentlich.
  • Die Umlagerung des I-Iydrazinthiocyanats in Thiosemicarbazid erfolgt oberhalb ioo°, gewöhnlich bei nicht über 13o° liegenden Temperaturen. Die RückflußbAiandlung wird vorzugsweise bei 115 bis 125° ausgeführt. Obgleich man atmosphärischen Druck anwenden kann, ist es doch vorzuziehen, bei vermindert,-m Druck zu arbeiten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazid durch Umlagerung von Hydrazinthiocyanat, dadurch gekennzeichnet, daß man dieses allein oder im Gemisch, z. B. mit Ammoniumsulfat, in einer mit Wasser nicht mischbaren inerten organischen Flüssigkeit suspendiert, die Suspension auf einen pH-Wert unterhalb 6, besonders auf 5,o bis 5,5, einstellt und sie auf über ioo°, vorzugsweise auf 115 bis r25°, erhitzt.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man als organische Flüssigkeit einen Kohlenwasserstoff mit einem Siedepunkt zwischen ioo und 2oo°, insbesondere Leuchtpetroleum, verwendet.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Hydrazinthiocy anat bzw. das dieses enthaltende Gemisch nicht mehr als 5 0,1., vorzugsweise nicht mehr als i0/, Wasser enthält.
DEM11082A 1950-09-25 1951-09-25 Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazid Expired DE914852C (de)

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DE1099522B (de) * 1955-08-10 1961-02-16 Olin Mathieson Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazid

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