AT104111B - Netzmittel für die Karbonisation, Färberei in saurer Lösung und die mit Säure arbeitenden Zweige der Textil-, Tuch- und Lederindustrie. - Google Patents
Netzmittel für die Karbonisation, Färberei in saurer Lösung und die mit Säure arbeitenden Zweige der Textil-, Tuch- und Lederindustrie.Info
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Description
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Netzmittel Für die Carbonisation, Färberei in saurer Lösung und die mit Säure arbeitenden Zweige der Textil-, Tuch-und Lederindustrie.
In verschiedenen Zweigen der Textilindustrie setzt man zum besseren Netzen z. B. beim Biuchen von vegetabilischen Pflanzenfasern oder zum gleichmässigen Aufziehen von Farbstoffen in der Färberei usw. den in Frage kommenden Laugen, Flotten oder Bädern fettsaure Salze, sulfurierte Öle und daraus hergestellte Präparate zu.
Man hat auch bereits vorgeschlagen, als Zusätze zu Reinigungsmitteln Sulfosäuren verschiedener Art zu verwenden. So sind Reinigungsmittel bekannt, welche aus 1-Dinaphtylmethandisnlfosäure bzw. weiter substituierten Sulfosäuren bestehen.
Auch die Verwendung arylierter Sulfosäuren organischer Basen für diesen Zweck ist bekannt.
Es ist auch ein Verfahren zum Waschen tierischer Gewebe mittels alkalischer Mittel, wie Borax oder Natriumphosphat, beschrieben, bei welchem das Waschen in Gegenwart von Leimsubstanzen statt-
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säure oder Abkömmlinge dieser Säuren hera@gemindert wird.
Die Erfindung betrifft nun ein Netzmittel, das zur Verwendung in mehr oder minder stark sauren Flotten gelangen soll.
Man hatte bisher keine Möglichkeit, die erwähnte Netzwirkung z. B. bei der Karbonisation von Wollwaren zu erreichen, da hier die Säureflotten in verhältnismässig hoher Konzentration angewendet werden.
Das periodisch sich immer wiederholende und in vielen Betrieben überhaupt nicht zu beseitigende Auftreten von Flecken und Streifen, ung'eichmäss'gen Färbungen und Beschädigungen der Wollfaser karbonisierter Waren, das stets zu Verlusten fÜhrt, bildet nun bekanntlich einen Übelstand, den man bisher in Kauf nehmen musste, ohne ein Mittel zu seiner Beseitigung zu haben. Dieser Übelstand hat fast immer seinen Grund in einer unregelmässigen Verteilung und daher Anhäufung von Säure an den fleckigen und beschädigten Stellen, indem entweder die Säure infolge ihrer geringen Netzwirkung ungleichmäss'g in die Ware eindringt oder beim Auswaschen, Trocknen und Schleudern der Ware ungleichmässig aus
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entstehen.
Die gleichm@ssige Verteilung der Säurein der Warewird besonders erschwert, wenn letztere Rückstände von Seifen, Kalkseifen und Fettstoffen, namentlich unverseifbaren, enthält oder bei vorgewaschener Ware das darin enthaltene Spülwasser ungleichmässig verteilt ist. Die Anwendung der bisher bekannten Netzmittel (Seifen, Öl usw.) würde hier den Misserfolg nur vergrössern, indem die durch die Säure aus diesen Mitteln abgeschiedenen Fette und Öle sich auf der Ware festsetzen und ein gleichmässiges Eindringen der Säure erschweren bzw. unmöglich machen würden.
Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, dass die erwähnten Übelstände vollkommen vermieden werden, wenn man der Säureflotte kleine Mengen von Sulfosäuren aromatischer Verbindungen, insbesondere der Naphtalin- oder Tetrahydronaphtalinreihe zusetzt. Diese verleihen der Flotte ein unerwartet hohes Netz-und Durchdringungsvermögen. Schon in dem Augenblick, wo derartig präparierte Flotten mit der Oberfläche der Ware in Berührung kommen, dringen sie vollkommen in die Ware ein und durchnetzen selbst bei Anwesenheit von Seifen- und Feträckständen das Gewebe vollkommen gleich-
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mässig. Die Sulfosäuren können in Anbetracht des sauren Charakters der Flotte auch in Form ihrer Salze zur Anwendung kommen.
Man kann auch die Netzmittel in Verbindung miteinander oder in Verbindung mit Kohlenwasserstoffen, Alkoholen oder Ketonen verwenden. Beispielsweise fügt man einem Liter Säureflotte einige Gramm tetrahydronaphtalin-ss-sulfosaures Natrium hinzu, das zuvor auch mit Kohlenwasserstoffen oder höher molekularen Alkoholen in Verbindung gebracht sein kann.
Mit gleichem Erfolge lassen sich auch die Alkylderivate der Tetrahydronaphtalinsulfosäure oder auch die Alkylderivate der Naphtalinsulfosäure, wie beispielsweise das isopropylnaphtalinsulfosaure Natrium, verwenden.
Wie bei der Karbonisation so sind die genannten Salze auch vorzuglieh geeignet als Zusatz bei sauren Ausfärbungen (Wollfärberei), da sie ein gleichmässiges Aufziehen und Durchfärben gewährleisten.
Des ferneren bieten sich für diese Körper infolge ihrer Säurebeständigkeit weitere Anwendungsmöglichkeiten auf allen Gebieten der Textil-, Tuch-, Lederindustrie usw., sofern es sich darum handelt, den betreffenden Flotten und Bädern ein grosses Netz-und Egalisierungsvermogen zu geben und bei denen Seifen oder seifenähnliche Produkte infolge ihrer Zersetzlichkeit, infolge Abscheidung von Kalkseifen u. dgl. nicht in Frage kommen, d. h. also beispielsweise bei der sauren Walke der Tuch-und Filzindustrie, als Netzmittel bei Säureimprägnierungen jeder Art, als Zusatz zu sauren Appreturen usw.
Die neuen Netzmittel zeichnen sich durch vollkommene Säurebeständigkeit aus. Sie entsprechen daher allen technischen Anforderungen. Sie lassen die Mängel vermissen, die man bei Verwendung der bekannten Netzmittel bisher beobachtet hat.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Netzmittel für die Karbonisation, Färberei in saurer Lösung und die mit Säure arbeitenden Zweige der Textil-, Tuch-und Lederindustrie, bestehend aus den Sulfosäuren aromatischer Verbindungen oder deren Salzen.
Claims (1)
- 2. Netzmittel nach Anspruch 1, bestehend aus den Sulfosäuren der Naphttlin-oder Tetrahydro- naphtalinreihe.3. Netzmittel nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch den Zusatz von Kohlenwasserstoffen, Alkoholen oder Ketonen.4. Netzverfahren für Karbonisation, Färberei in saurer Lösung und die mit Säure arbeitenden Zweige der Textil-, Tuch-und Lederindustrie, dadurch gekennzeichnet, dass den sauren Flotten kleine Mengen von Sulfosäuren aromatischer Verbindungen oder deren Salze entweder für sich oder in Verbindung mit Kohlenwasserstoffen, Alkoholen oder Ketonen zugesetzt werden.
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