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Strömungskraftmaschine.
Vorliegende Erfindung hat eine weitere Ausgestaltung der mit Patent Nr. 101524 geschützten Stromungskraftmaschine zum Gegenstandes welche sich insbesondere auf die Ausbildung der Steuerung bezieht.
Zu diesem Zweck ist gemäss der Erfindung eine den frei drehbaren Flügel tragende Schubstange um ihre Längsachse drehbeweglich gelagert, so dass bei deren Verdrehung die Richtung des auf das Mittel ausgeübten Druckes und damit die Fahrtrichtung geändert wird. Zur Ermöglichung der Höhensteuerung sind die am Gestell angeordneten, die Flügelbewegung steuernden Anschlagflächen verstellbar ausgebildet.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt
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steuerung, während Fig. 3 einen Flügel und Fig. 4 ein Detail in Oberansicht darstellt.
1\ n einem Ende eines Balanciers 1 greift ein Kurbeltrieb 2 oder eine Kolbenstange an, welche den Balancier in schwingende Bewegung versetzt.
Das andere Ende des Balanciers ist zweckmässig als Gabel J'ausgebildet, deren Zinken mit je einem Luger versehen sind, in welchen Zapfen 4 gelagert sind, die mit der den Flügel tragenden Stange 5 auf Axialbewegung gekuppelt sind. Zu diesem Zweck sind die Zapfen 4 vorteilhaft an einer Platte 6 angeordnet, die in der Mitte eine Öffnung 6'aufweist, durch welche die Stange 5 hindurchtritt. Oberund unterhalb dieser Platte 6 sind nun an der Stange 5 Druckplatten 7 bzw. 8 fest angeordnet, welche an die Platte 6 dicht einliegen und die Öffnung 6'allseitig überdecken.
Der Durchmesser der Öffnung 6' sowie deren Überdeckung durch die Platten 7, 8 muss so gross sein, dass be'm Ausschlag des Balanciers entsprechend einem Hub die Stange 5 nicht an den Rand der Öffnung 6'anstösst und diese durch die Platten 7, 8 noch vollständig überdeckt wird (Fig. 4). Durch diese ein sehr robustes Doppebpur13ger bildende Einrichtung ist einerseits Balanzier und Stange auf Axialbewegung gekuppelt, anderseits die Stange 5 um ihre Achse verdrehbar. Bei 7 und 8 sind Geradführungen für die Stange 5 angeordnet.
Am unteren Ende der Schubstange j ist der Flügel 9 in selner Längenmitte angelenkt. Um nun die Widerstände des Mittels auf beiden Flügelseiten voneinander verschieden zu halten, besitzt der Flügel zweckmässig : g halbell ; ptische oder parabolische Form, wobei die zu beiden Seiten der Flügeldrehael se sich erstreckenden Flügelteile gleiche Länge besitzen (Fig. 3). Die FlÜgelform ergibt die günstigsten Widerstandverhältnisse. 10 und 11 sind am Gestell angeordnete Anschlsgfläehen, welche in Ebenen liegen, die in den Umkehrlagen der hin und her gehenden Stange durch die Flügelschwenkaehse hindurehgehen.
Diese Anschlagflächen 10, 11 sind gemeinsam und parallel zueinander um die Flügeldrehachse ververschwenkbar.
Befindet sich die Schubstange J bei horizontaler Fahrt in ihrer oberen Totpunktlage, so steht der Flügel 9 senkrecht zur Geradeführung (Schubstange) und liegt an den Anschlagflächen 10 an. Bewegt sich die Schubstange nach abwärts, so dreht sich der Flügel zufolge des an einer Flügelseite grösseren Widerstandes des Mittels um seine Schwenkachse so lange, bis das Ende der den kleineren Bewegungzwiderstand aufweisenden Flügelseite auf die Anschlagfläche 11 auftrifft. Beim weiteren Niedergang der Schubstange schwingt der Flügel um seine Achse so lange, bis das Ende der den grösseren Bewegungswiderstand aufweisenden Flügelseite ebenfalls auf die Anschlagfläche 11 aufsitzt(Keilauspressen).
Dabei
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muss der Abstand der Anschlagflächen 10 und 11 bzw. die Flugellänge so gewählt werden, dass im Hubmittel das Ende der den grösseren Widerstand aufweisenden Flügelseite an einer Anschlagfläche 10 anliegt, während das Ende der zweiten Flügelseite auf der Anschlagfläche 11 aufsitzt. Bei dieser Anordnung können auch die an der Schubstange vorgesehenen Anschläge zur Begrenzung der Hubbewegung entfallen.
Beim Aufwärtsgang verläuft die Bewegung bis zur oberen Totpunktlage in analoger Weise wie beim Abwärtsgang, worauf sich das Spiel wiederholt. Will man nun die Richtung der Fahrt ändern, so verdreht man die Schubstange 5 und damit den Flügel um ihre Achse, wodurch die Richtung, in der der Druck auf das Mittel ausgeübt wird, geändert wird. Dieses Verdrehen kann zweckmässig durch eine direkt auf der Schubstange sitzende SchleppkurbeHbzw. über einzwischengeschaltetes SeMeppkegelrad erfolgen. Verschwenkt man die Schubs. tango und damit den Flügel um 180 , so wird der Druck auf das Mittel in entgegengesetztem Sinn übertragen, die Fahrtrichtung also umgekehrt.
Um nun dieses Treibwerk auch bei Unterwasserfahrzeugen anwenden zu können, sind die Anschlagflächen 10 und 11 gemeinsam um eine zur Flügelschwenkachse parallele Achse verdrehbar, so dass zu Beginn der Abwärtsbewegung des Fahrzeuges der Flügel in einer Totpunktlage beim Anliegen an eine der Anschlag-flachen-M oder. H nichtmehr senkrecht auf die Geradführung steht, sondern einen entsprechen- den Winkel mit derselben einschliesst.
DurchdieerfindungsgemässeAusbildungdesTreibwerkeserreichtmanausserdemeingangserwähnten Vorteil, nämlich Unabhängigkeit in der Wahl und Aufstellung des Antriebes, noch den besonderen Vorteil, das Antriebs-und Steuereinrichtung vereinigt sind, eine besondere Steuereinrichtung also entfallen kann.
Selbstverständlich kann die Art der gerade geführten Schubstange auch durch Zahnstange und Ritzel oder Eurbelschleife erfolgen, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Auch kann man die Anschlagflächen 10 und 11 wohl mit der Schubstange auf Drehung kuppeln, gegen Axialversehiebung jedoch sichern, so dass bei Seitensteuerung die Anschläge zugleich mit dem Flügel verschwenkt werden.
PATENT-AN SPRÜCHE :
1. Stromungskraftmasehine nach Patent Nr. 101524, dadurch gekennzeichnet, dass die den Flügel tragende Schubstange um ihre Längsachse drehbeweglich ist, so dass bei axialer Verdrehung dieser Stange die Richtung des auf das Mittel übertragenen Druckes und damit auch die Fahrtrichtung geändert wird.