AT103497B - Verfahren zur Darstellung von Äthylchlorid. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Äthylchlorid.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von   ithylehlorid.   



   Dass Äthylehlorid durch Vereinigung von trockenem Chlorwasserstoff mit Äthylen bei Temperaturen von über   1000 sowohl   bei gewöhnlichem als auch bei erhöhtem Druck, gegebenenfalls unter Anwendung von Kontaktsubstanzen, entsteht, ist aus den D. R. P. Nr. 361041 und Nr. 369702, aus   den Berichten 1924,   Band 57, S. 95, sowie aus dem brit. Patent Nr. 209722 (J. P. Wihaut) bekannt. Aus den genannten Veröffentlichungen ergibt sich auch die Verwendbarkeit von   Metallchloridkatalysatoren   für diesen Zweck. 



  Ferner bildet die Verwendung einer   Metallchlorid-Äthylendoppelverbindung   als Katalysator bei gewöhn- lichem oder erhöhtem Druck, aber bei Temperaturen von über 50 , den Gegenstand eines älteren Patentes des Erfinders. 



   In allen genannten Fällen wird bei gewöhnlichem oder erhöhtem Druck, aber stets bei wesentlich erhöhter Temperatur gearbeitet, und ist gerade diese   Temperaturerhöhung   die Vorbedingung für den Verlauf des Verfahrens im gewünschten Sinne. 



   Es wurde nun gefunden, dass ganz überraschenderweise die Vereinigung von Chlorwasserstoff und Äthylen zur   Äthylehlorid   schon bei wesentlich tieferen, unterhalb 500 liegenden Temperaturen, ja auch bei Temperaturen unter dem Nullpunkt, bei Anwendung von   Metallehloridkatalysatoren   und von erhöhtem Druck in ausgezeichneter Weise gelingt. Dadurch wird es also möglich, die Synthese des   Äthylehlorits   bei nicht erhöhten, ja sogar bei ganz niedrigen Temperaturen vorzunehmen und eine alle   bisherigen Angaben weit übertreffende Ausbeute   und Reaktionsgeschwindigkeit bei gleichzeitiger Schonung der Katalysatoren zu erzielen. Denn im allgemeinen haben die bei den bekannten Verfahren bisher verwendeten   Metallchloridkatalysatoren   nur eine relativ kurze Lebensdauer.

   Auch wird bei dem vorliegenden Verfahren ein insbesondere bei der Anwendung von erhöhtem Druck leicht eintretendes Angreifen der   Reaktionsgefässe durch   den Chlorwasserstoff infolge der angewendeten tiefen Temperaturen fast ganz vermieden. So wird die Verwendung von Eisenapparaturen nunmehr ganz unbedenklich. 



   Dass derartige Vorteile bei dem vorliegenden Verfahren eintreten würden, war keineswegs vorauszusehen, da die Reaktionsgeschwindigkeit im vorliegenden Falle mit sinkender Temperatur im allgemeinen so rasch abnimmt, dass man bei allen bekannten einschlägigen Verfahren stets bis auf eine Temperatur von nahe an   100    gehen musste, um praktisch in Frage kommende Erfolge zu erzielen. Anscheinen tritt bei Anwendung der Tieftemperaturen des vorliegenden Verfahrens ein von dem Reaktionsverlauf der bisherigen Arbeitsweisen wesentlich verschiedener Reaktionsverlauf ein.

   Dies findet anscheinen seine Begründung darin, dass bei diesen tiefen Temperaturen das gebildete Chloräthyl vorwiegend in flüssiger Form vorhanden ist, so dass sich, wenn einmal etwas Chloräthyl gebildet wurde, der Metallchloridkatalysator und auch die zugeführten Gase teilweise in dem   Äthylehlorid   gelöst vorfinden, dass sich also die Reaktion nicht mehr, wie bei den bekannten Verfahren, ausschliesslich oder fast ausschliesslich in einer Gasphase, sondern grossenteils oder ausschliesslich in einer flüssigen Phase vollzieht. 



   Der Prozess lässt sich   diskontinuierlidiund kontinuierlich durchführen   und eignen sich für denselben Metallehloridkatalysatoren, wie Eisenchlorid, Aluminiumchlorid, Antimonchlorid und ähnliche Chloride zweiwertiger und dreiwertiger Schwermetalle. 



   Beispiel 1 : 5 g feingepulvertes Aluminiumchlorid werden in einen Autoklaven eingebracht und nun ein   Mischgas,   enthaltend gleiche   Volnmteile   Äthylen und Chlorwasserstoff, unter 30 Atm. Druck eingepresst. Man kühlt den Autoklaven, so dass die Temperatur im Inneren   100 nicht   übersteigt, und   drückt so lange Mischgas ein, als der Druck im Aatoklaven noch merkbar freiwillig zurückgeht. Schliesslich   

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 erwärmt man auf 20  und lässt durch ein Ventil etwa unverbrauchtes Rohgas und gebildetes Äthyl- chlorid entweichen, welches man auf bekannte Weise kondensiert und so rein abscheidet.

   Man erhält so aus 32   !   Äthylen und 32   I   trockenem Chlorwasserstoff (bezogen auf eine Atmosphäre Druck) 85 g Äthyl- chlorid, also etwa   85%   Ausbeute, bezogen auf Äthylen. 



  Beispiel 2 : Man beschickt auf gleiche Weise einen Autoklav mit 3 g Eisenchlorid, presst   Mischgas   ein, wie im vorigen Beispiel, und gewinnt so bei einer Reaktionstemperatur von z.   B.-20  aus 24     Äthylen und   24   I   trockenem Chlorwasserstoff innerhalb einer Stunde leicht   52-60     Äthylehlorid, was   einer Ausbeute von   80-90%, bezogen   auf Äthylen, entspricht. 



   Führt man das in den Beispielen erläuterte Verfahren bei höheren Temperaturen, also etwa über   500,   sonst aber unter gleichen Bedingungen durch, so ist die Ausbeute wesentlich geringer und der Kataly- sator wird viel rascher unwirksam, woraus deutlich der durch die vorliegende besondere Arbeitsweise erzielte Fortschritt beleuchtet wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Äthylehlorid aus Äthylen oder äthylenhaltigen Gasen und trockenem Chlorwasserstoffgas und unter Anwendung von Metallchloridkatalysatoren bei erhöhtem Druck, darin bestehend, dass man die Reaktion bei Temperaturen unter 50 , sogar bis unter dem Nullpunkt vornimmt.
AT103497D 1924-02-11 1924-02-11 Verfahren zur Darstellung von Äthylchlorid. AT103497B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1135874B (de) * 1954-09-01 1962-09-06 Gulf Research Development Co Verfahren zur Anlagerung von Chlorwasserstoff an olefinisch ungesaettigte aliphatische Verbindungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1135874B (de) * 1954-09-01 1962-09-06 Gulf Research Development Co Verfahren zur Anlagerung von Chlorwasserstoff an olefinisch ungesaettigte aliphatische Verbindungen

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