AT120867B - Verfahren zur Darstellung sekundärer Alkohole aus Propylen oder dessen Homologen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung sekundärer Alkohole aus Propylen oder dessen Homologen.

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AT120867B
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  Verfahren zur Darstellung sekundärer Alkohole ans Propylen oder dessen Homologen. 



   Es ist bekannt, dass durch Einwirkung von Wasser oder angesäuertem Wasser auf Olefine unter hohen Drucken und Temperaturen über   150  C Hydratationsprodukte   der Olefine entstehen (siehe britische
Patentschrift Nr. 238900). 



   Es wurde nun gefunden, dass die Herstellung sekundärer Alkohole aus Propylen oder dessen Homo- logen, sei es dass diese Substanzen rein, in Mischungen oder in Verdünnung mit andern, inerten Gasen vor- liegen, besonders glatt ohne Auftreten messbarer Mengen von Alkylehloriden erfolgt, wenn man Salzsäure niedriger Konzentration, nämlich etwa 2 % oder weniger, und bestimmte Katalysatoren, die zum Teil auch die Anlagerung von Chlorwasserstoff an Olefine in der gasförmigen Phase vermitteln, oder   Kataly-   satormischungen anwendet. 



   Unter diesen Bedingungen vollzieht sich die Wasseranlagerung an die Olefine ausserordentlich rasch und   vollständig.   



   Weiter wurde gefunden, dass man der Reaktionsmischung nicht unbedingt freie Salzsäure zuzusetzen braucht, sondern dass man Lösungen der als Katalysatoren günstig erkannten Salze oder Salz-   misehungen   verwenden und auf diese direkt die Olefine einwirken lassen kann. 



   Als besonders wirksame Katalysatoren wurden erkannt : Aluminiumehlorid,   Wisl1lutchlorid,   Wismutoxychlorid, Eisenchlorid, Zinnehlorid,   Zinnchlorür,   Kupfersalze oder Mischungen dieser Katalysatoren, ferner wurde gefunden, dass durch Zugabe der Oxyde oder Nitrate von Titan, Wolfram, Thorium, Cerium, Vanadium, Zirkonium, Uran   u.   a. die Hydratation der Olefine in noch kürzerer Zeit und noch vollständiger erfolgt. 



   Durch die letztgenannte Verfahrensweise wird ein besonderer technischer Vorteil einerseits dadurch erzielt, dass man infolge der geringen Azidität der Reaktionsmischungen das Apparatematerial schont. anderseits wird die Geschwindigkeit der Reaktion wesentlich erhöht und die Bildung von Alkylehloriden praktisch vollständig vermieden. 



   Das Verfahren sei an folgenden Beispielen erläutert :
Beispiel 1 : In einem säurefesten   Druckgefäss   wird bei einer Temperatur von über   100  Pro-   pylengas unter einem Druck von 40 bis 50 Atm. in   2% ige Salzsäure, welche 1% Eisenehlorid   enthält, eingeleitet. Die Reaktion setzt nach kurzer Zeit heftig ein. was an dem Druckabfall zu verfolgen ist, und st nach einer halben Stunde zum grössten Teil beendet. Nach Verlauf einer Stunde destilliert man den gebildeten Isopropylalkohol ab, ergänzt das durch den abdestillierten Alkohol der Reaktionsmischung 
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 n Isopropylalkohol benutzen. 



   Beispiel 2 : Es wird wie im Beispiel   1 gearbeitet, jedoeh nur eine l'5% ige   Salzsäure vorgelegt, welche 1% Wismutehlorid gelöst enthält. Man   drückt   bei einer Temperatur von über   100  ein   rohes   Olefingemisch, welches im wesentlichen   Propylen   und   Butylen enthält, ein und erhält nach einer Reak- ; ionsdauer von einer halben Stunde beim Abdestillieren eine Mischung von Isopropyl-und Isobutylalkohol, velche keine nachweisbaren Mengen von sekundären Chloriden enthält. 



   Beispiel 3 : In einem senkrecht stehenden, druck-und säurefesten Zylinder befindet sich 2% ige   Salzsäure,   in welcher   2% Wismutchlorid   gelöst und 2%   Titansäureanhydrid aufgeschlämmt   wurden. 



  Man heizt auf etwa   150  und   presst von unten durch die Flüssigkeitssäule ein Gemisch von rohem 

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 Bildung von Isopropylalkohol der wässerigen Lösung im Zylinder an Wasser entzogen wird. Man arbeitet zweckmässig bei einem Druck von 50 Atm. Der Kopf des Zylinders ist durch ein Rohr mit einem unter gleichem Druck stehenden Rückflusskühler   verbunden,   der sein Kondensat in das Reaktionsrohr zurückfliessen lässt und an dessen oberem Ende sich ein Drosselventil befindet.

   Durch dieses Drosselventil entweicht bei richtiger Einstellung des Druckkühlers dampfförmiger Isopropylalkohol mit etwasunverändertem   Gas : diese Dampf-Gas-Misehung kann durch Kühlen   bei normalem Druck in Isopropylalkohol und dampffreies Gas, welch letzteres in den Reaktionsraum zurückgepumpt wird, getrennt werden. Nach diesem Beispiel kann man aber ebensogut diskontinuierlich arbeiten. 



   Es   zegt sich,   dass bei Anwendung des   Mischkatalysators im Vergleich   zu den vorhergehenden Beispielen die Reaktionsgeschwindigkeit noch wesentlich erhöht wird. 



   Beispiel 4 : In einem druckfesten Gefäss wird eine 8%ige wässerige Wismutchloridlösung auf   150-2000 erhitzt.   Man presst rohes, die Homologen des Äthylens enthaltendes Olefingas ein und erhält im Verlaufe von zwei Stunden eine befriedigende Umsetzung zu Isopropylalkohol und höheren sekundären Alkoholen, wobei keine Spuren von Chloriden gebildet werden. 



   Beispiel 5 : Man arbeitet so wie im Beispiel 4 und verwendet eine   3#5%ige   wässerige   Aluminium-     chloridlösung.   Die Umsetzung zu den Alkoholen erfolgt in analoger Weise. 
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 nitrat gelöst sind und arbeitet mit Propylengas oder Olefingas bei einer   1000 Übersteigenden Temperatur   und bei einem Druck, der   zweckmässig höher   als bei 40 Atm. liegt. Die Umsetzung erfolgt sehr rasch, es bilden sieh nur die sekundären Alkohole. 
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   enthii. lt, auf etwa 1700 an   und presst   unter 40-50 Atm. Druck Propylengas   ein. Bereits nach fünf Minuten haben sich 60-80% der dem Gleichgewicht entsprechenden Menge Isopropylalkohol gebildet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung sekundärer Alkohole aus Propylen oder dessen Homologen oder solche enthaltenden Gasen durch Erhitzen derselben mit Wasser unter allfälligem Säurezusatz auf über   1000   liegende Temperaturen unter Druck, dadurch gekennzeichnet, dass man an Stelle von Säure oder neben der Säure Metallsalze zusetzt, wobei als Säure Salzsäure in einer Konzentration von   unter 2% an-   gewendet wird. 
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AT120867D 1927-10-29 1928-10-09 Verfahren zur Darstellung sekundärer Alkohole aus Propylen oder dessen Homologen. AT120867B (de)

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