AT102793B - Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, nicht färbenden Derivaten der geschwefelten Phenole. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, nicht färbenden Derivaten der geschwefelten Phenole.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen   nicht färbenden Derivaten der   geschwefelten Phenole. 
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 zum Schluss nur noch schwache Kongoreaktion vorhanden ist, erwärmt kurze Zeit gelinde bis etwa   600,   saugt dann ab, und wäscht mit   kaltem Wasser nach,   Die Thiosulfosäure ist in reinem heissem Wasser leicht löslich, wird durch   mässige Mengen Mineralsäure, auch durch Kochsalz leicht   in weissen voluminösen Flocken gefällt. In Alkohol löst sie sich ebenfalls leicht, in Äther oder Benzol hingegen nicht. 



   Beispiel 4. Verbindungen von gleichen Eigenschaften werden erhalten, wenn man in obigem Beispieldas   o-KresoI durch   seine   m-und p-Isomeren   ersetzt, von denen das erstere besonders leicht reagiert. 



   Beispiel 5. Man verschmilzt, wie in Beispiel 1 angegeben, 103 Gewichtsteile p-Chlorphenol, bringt den aus der Schmelze abgesetzten Harzkuchea mit etwa 1000 Gewichtsteilen Wasser unter allmählichem Zusatz der eben zur Lösung erforderlichen Menge Natronlauge wieder in Lösung und lässt nach dem Zusatz von 120 Gewichtsteilen Natriumsulfit und weiterem allmählichem Zusatz von 12-20 Gewichtsteilen Natriumsuperoxyd bis zum Eintritt der Wasserlöslichkeit in mässiger Wärme stehen. Man rührt dann in   verdünnte,   etwas überschüssige Salzsäure ein, bringt die Fällung durch Erwärmen auf   40-50    
 EMI2.1 
 



   Beispiel 6. Die aus 103 Gewichtsteilen o-Chlorphenol nach vorigem Beispiel erhaltene Schmelze wird in einem mehrfachen Volum Wasser verdünnt, angesäuert bis zur lacksauren Reaktion und mit 120 Gewichtsteilen Natriumsulfit unter Einblasen von Luft bei mässiger Erwärmung verrührt, bis eine verdünnte Probe beim Aufkochen in Lösung geht. Man säuert darauf an und salzt aus. Die weisse, feinpulverige Fällung löst sich in salzfreiem Wasser leicht   und   farblos wieder auf. 



   Beispiel 7. Man verschmilzt 86'5 Gewichtsteile Rohkresol nach den Angaben von Beispiel 1 und bringt dann die fertige Schmelze unter Zusatz von etwas Natronlauge mit 1000 Gewichtsteilen Wasser in Lösung, löst 120 Gewichtsteile Natriumsulfit darin auf und leitet bei ungefähr   700 Luft   unter Rühren bis zu der nach einigen Tagen eintretenden Wasserlöslichkeit ein. Die Aufarbeitung geschieht nach Beispiel 3. Man erhält   schliesslich   eine rötliche bei gewöhnlicher Temperatur harte und pulverisierbare Masse, die sich in heissem Wasser und Alkohol leicht mit rötlicher Färbung löst und durch wenig Kochsalz wieder   ausgeflockt   wird. Geringe Mengen Säure entfärben und erzeugen eine weisse, beim Schütteln wieder in Lösung gehende Fällung. 



   Beispiel 8. Zu 76 Gewichtsteilen Phenol lässt man entweder für sich oder gelöst in Tetrachlorkohlenstoff 120 Gewichtsteile Chlorschwefel unter Rühren bei einer bis gegen 1000 ansteigenden Temperatur zulaufen, bringt mit der etwa sechsfachen Menge Wasser und der erforderlichen Menge Natronlauge in Lösung, löst hierin 120 Gewichtsteile kristallisiertes Natriumsulfit und lässt unter Einleiten von Luft etwa 1-2 Tage bei Wasserbadtemperatur stehen, bis eine herausgenommene verdünnte Probe mit Säurenicht mehr gefällt wird. Man rührt dann das Ganze in so viel kalte,   verdünnte     Salz-oder Schwefelsäure   ein, dass die Reaktion zum Schluss kongosauer bleibt, vervollständigt die Fällung durch Salzzugabe, saugt ab und trocknet. Die so erhaltene, fast weisse Masse ist in warmem Wasser mit schwach gelbliche Farbe leicht löslich.

   Sie fällt Leimlösung kräftig in dichten, weissen Flocken aus. 



   Beispiel 9. Zu 88 Gewichtsteilen   Rohkresol lässt   man unter Rühren bei   anfänglich   gewöhnlicher, später bis gegen 80  ansteigender Temperatur 58 Gewichtsteile Chlorschwefel innerhalb etwa 1 Stunde zufliessen und behandelt das abgeschiedene gelbliche Harz wie in Beispiel 1. 



   Die erhaltene Thiosulfosäure ist eine   rötliche,   harte Masse, die sich in heissem Wasser und Alkohol leicht mit rötlicher Farbe löst und durch wenig Kochsalz wieder gefällt wird. 



   Statt vom Phenol selbst kann man von ändern Phenolen, wie von   2-oder 4-Chlorphenol, Oxy-   benzoesäure usw. ausgehen,
Der Zwischenkörper aus Phenol und   Chlorschwefel   ist in verdünnter Natronlauge leicht mit bräunlieh-gelber Farbe löslich und wird durch Säure als farblose, flockig voluminöse Masse wieder gefällt, die sich beim Erwärmen harzig zusammenballt, in Alkohol und Azeton grösstenteils mit gelblicher Farbe löst, in Eisessig und Benzol kaum löslich ist und durch Schwefelsäure bei mässiger Erwärmung nicht angegriffen wird. 



   Der   Zwischenkörper   aus Rohkresol und Chlorschwefel stellt ein bei gewöhnlicher Temperatur weiches,   rötlich-br unliches   Harz dar, dass sich in Alkohol, Äther, Azeton sehr leicht schwach orangefarben löst, mässig leicht in heissem Eisessig, schwer in Benzol und mit Schwefelsäure   66  bei   Wasserbadtemperatur allmählich eine schwärzliche Lösung gibt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, nicht färbenden Derivaten geschwefelte Phenole, dadurch gekennzeichnet, dass man entweder die Thioderivate, die man durch Behandeln von Phenolen, ihren Homologen oder Substitutions produkten mit mehr als molekularen Mengen von Schwefel und wässrigem Alkali erhält, oder die durch Einwirkung von Chlorschwefel auf Phenole erhältlichen Thioderivate der Phenole zweckmässig unter gleichzeitiger Anwendung von Oxydationsmitteln mit Alkalisulfiten behandelt.
AT102793D 1923-02-09 1923-12-11 Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, nicht färbenden Derivaten der geschwefelten Phenole. AT102793B (de)

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