AT130939B - Verfahren zur Darstellung nichtfärbender Thioderivate der Phenole. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung nichtfärbender Thioderivate der Phenole.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung   nichtfärbender   Thioderivate der Phenole. 



   Verfahren zur Darstellung nichtfärbender Thioderivate von Phenolen sind in den deutschen Patentschriften Nr.   400 242   und Nr. 409 782 beschrieben. Danach werden die Phenole mit wässerigen Alkalien und Schwefel, u. zw.   zweckmässig   unter Anwendung von mehr als 1 Mol des letzteren auf 1 Mol Phenol, längere Zeit erhitzt, wobei Produkte entstehen, welche in ihrer Zusammensetzung je nach der Menge des zur Anwendung gelangenden Alkalis bzw. Schwefels und entsprechend der Temperaturführung wechseln. Hiezu ist zu bemerken, dass der Siedepunkt der Flüssigkeiten nicht konstant ist, sondern fortwährend steigt, weil sich diese immer mehr an löslichen Schwefelungsprodukten anreichern. 



   Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun ein Verfahren, das darin besteht, dass man die Umsetzung der Phenole (Phenol, dessen Homologe oder Substitutionsprodukte, wie Kresole, Halogenphenole oder   Phenolcarbonsäuren)   mit Schwefel in einer wässerigen Aufschlämmung von Calcium- 
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 verwenden. 



   Von den bekannten Verfahren unterscheidet sich das vorliegende grundsätzlich dadurch, dass die Reaktionsprodukte nicht in Lösung bleiben, sondern sich nach Massgabe ihrer Entstehung in Form der schwer löslichen Kalksalze ausscheiden und dadurch unerwünschten Nebenreaktionen entzogen werden. Infolgedessen bleibt z. B. der Siedepunkt der Flüssigkeit konstant ; er beträgt ständig etwa   1000.   



   Die Schwefelung vollzieht sich somit bei wesentlich tieferen Temperaturen als bei den bekannten Ver- fahren. Diese beiden Faktoren zusammen bilden jedenfalls die Ursache des überraschend günstigen
Verlaufs der Schwefelung, wozu noch der unerwartete Umstand hinzutritt, dass das Caleiumphenolat an sich mit dem Schwefel leichter reagiert als die Alkaliphenolate. 



   Das neue Verfahren, welches technisch leicht   durchführbar   ist und den bekannten gegenüber den Vorteil aufweist, dass an Stelle von Alkalien der billige Kalk verwendet werden kann, liefert die Thio- körper in Form der Calciumsalze, welche durch Umsetzung, z. B. mit Soda, in die leicht löslichen Natrium- salze übergeführt werden können. Diese, aus den Lösungen durch Eindampfen, Aussalzen usw. in fester
Form gewonnen, stellen grünlichgelbe bis bräunlichgelbe Pulver dar, welche mit Wasser ebenso gefärbte klare Lösungen ergeben. 



   Die so erhaltenen amorphen Produkte ziehen in schwach alkalischer Lösung farblos auf Baumwolle, der sie die Eigenschaft verleihen, basische Farbstoffe waschecht zu fixieren. 



   Aus den wässerigen Lösungen können die freien Thiophenolderivate durch Säure als grauweisse flockige Massen gefällt werden. Sowohl die Natriumsalze, als auch die freien Thiophenolderivate sind in Aceton und Alkohol leicht löslich. 



   Von den Produkten, die nach den obengenannten bekannten Verfahren gewonnen werden, unter- scheiden sich die nach dem vorliegenden Verfahren dargestellten Verbindungen dadurch, dass sie die
Eigenschaft, basische Farben auf vegetabilischen Fasern zu fixieren, in viel stärkerem Grade besitzen, so dass man mit etwa der halben Menge der neuen Verbindung auskommen kann. Es ist dies ein Beweis dafür, dass die neuen Verbindungen ihrer Zusammensetzung nach von den vorhin genannten verschieden sein müssen. 



   Beispiel :
190 Teile technische Carbolsäure werden unter gutem Rühren mit 56 Teilen gebranntem Kalk,   I 160   Teilen gepulvertem Schwefel und 150 Teilen Wasser am   Rückflusskühler   so lange gekocht, bis die 

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 Entwicklung von Schwefelwasserstoff nachgelassen hat, was nach etwa 30-50 Stunden der Fall ist. Die Temperatur der Reaktionsmasse bleibt während der ganzen Zeit auf 100  C. Am Schlusse der Reaktion gibt man der Schmelze unter gutem Rühren 100 Teile kalzinierte Soda und 300 Teile Wasser zu, kocht noch eine Stunde und filtriert von der gebildeten Ereide ab. Zur Abscheidung des entstandenen Thioderivates wird die Lösung eingedampft und der   Rückstand   im Vakuum getrocknet. 



   Das erhaltene Produkt ist ein braungelbes, in Wasser sehr leicht lösliches Pulver, welches ohne weitere Reinigung zu Beizzwecken verwendet werden kann, wenn man nach folgender Methode arbeitet :
Baumwolle oder Viscose wird mit einer Lösung von 3% des geschwefelten Produktes bei   70-90  C   dreiviertel Stunden unter Zusatz von 30-40% Glaubersalz behandelt, dann ausgeschwungen, gespült und in üblicher Weise mit einem basischen Farbstoff überfärbt. Man erhält leuchtende und waschechte   Färbungen ;     Verwendet man an Stelle vonPhenol z.   B. Chlorphenol,   p- Kresol, Resorcin, Salicylsäure, ss- Naphthol     usw.,   so werden ähnliche Verbindungen mit ausgesprochen beizenden Eigenschaften erhalten.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung nichtfärbender Thioderivate der Phenole durch Umsetzung von Phenol, dessen Homologen oder Substitutionsprodukten in wässerig-alkalischer Lösung mit Schwefel unter längerem Erhitzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung der Phenole mit Schwefel in einer wässerigen EMI2.1
AT130939D 1929-02-13 1930-02-11 Verfahren zur Darstellung nichtfärbender Thioderivate der Phenole. AT130939B (de)

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