AT120415B - Verfahren zur Darstellung von Oxy-di- und -triarylmethanverbindungen aus Aldehyden und Phenolen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Oxy-di- und -triarylmethanverbindungen aus Aldehyden und Phenolen.

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AT120415B
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  Verfahren zur Darstellung von   Öxy-di-und-triarylmethanverbindungen ans Aldehyden   und Phenolen. 



   Es wurde gefunden, dass durch Kondensation von Aldehyden mit p-Chlorphenol oder p-Bromphenol oder deren Abkömmlingen mit indifferenten Substituenten in Säuren geeigneter Konzentration oder ähnlich wirkenden, sauer reagierenden Salzen schwefelfreie Oxy-di-und-triarylmethaneer halten werden, sofern die Ausgangsmaterialien schwefelfrei sind. Die Konzentration der Säuren ist hiebei abhängig von den zur Reaktion gebrachten Komponenten, wie dies aus den angeführten Beispielen erkenntlich ist.

   Die Möglichkeit, derartige Körper unter den üblichen Kondensationsbedingungen zu erhalten, war nicht vorauszusehen, da nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift Nr. 423093 und ihrem Zusatzpatent Nr. 430832 unter ähnlichen Kondensationsbedingungen und nachfolgender Oxydation unter Ringschluss sogleich Farbstoffe der Pyronreihe erhalten werden, während hier der   Pyronringschluss   nicht stattfindet. 



   Beispiel l : 16-3 Gewichtsteile 2,4-Dichlorphenol werden in einer Mischung von 60 Gewichtsteilen Eisessig und 40 Gewichtsteilen   100% iger Schwefelsäure gelost   und mit 5'5 Gewiehtsteilen 29% igem Formaldehyd versetzt. Nachdem man einige Stunden auf   50-700 erwärmt   hat, giesst man in Wasser und filtriert die Ausscheidung ab. Zur Entfernung geringer Mengen von Dichlorphenol kann man mit Dampf abblasen oder in Natronlauge lösen und in verdünnte Säure eintragen. Das Produkt löst sich ziemlich leicht in Ligroin. 



   Die Kondensation kann auch z. B. mit   50% iger wässeriger Schwefelsäure ausgeführt   werden. 



   In ähnlicher Weise können auch   2-Methyl-4-chlorphenol,     p-Chlorphenol,. p-Bromphenol   usw. mit Formaldehyd kondensiert werden. Beim p-Chlorphenol kann das Endprodukt ausser dem normalen, in heissem Ligroin vollkommen löslichen Körper noch geringere oder grössere Mengen eines, in Ligroin 
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 dauer, dem Mengenverhältnis der beiden Ausgangsmaterialien sowie der Menge und Konzentration des Kondensationsmittels wechselt. 



   Statt des Formaldehyds können auch andere aliphatische Aldehyde, z. B. Azetaldehyd oder Chloral usw. mit den genannten Phenolen kondensiert werden, wobei man zweckmässig die bei Kondensationen dieser Aldehyde mit andern Phenolen angewandten sauren Kondensationsmittel benutzt. 



   Beispiel 2 : In eine Mischung von 80 Gewichtsteilen Eisessig und 320 Gewichtsteilen 100% iger Schwefelsäure trägt man 51-4 Gewichtsteile p-Chlorphenol und   28'7 Gewichtsteile p-Chlorbenzaldehyd   ein. Wenn nach mehrstündigem Rühren bei   20-25'die   Menge des Kondensationsproduktes nicht mehr zunimmt, wird die Schmelze in Wasser gegossen. Das abfiltrierte Reaktionsprodukt wird in Natronlauge gelöst, von einer sehr geringen Menge ungelöster Substanz abfiltriert und in verdünnte Säure eingetragen. Statt des Säuregemisches können auch wässerige Schwefelsäure, andere Säuren, Chlorzink, Aluminiumchlorid, Eisenchlorid usw. verwandt werden. 



   Das p-Chlorphenol kann durch die in der Einleitung genannten Phenole ersetzt werden. Statt des p-Chlorbenzaldehyds können andere aromatische Aldehyde, z. B. Benzaldehyd, 2'6   Dichlor-3-oxy-   benzaldehyd, 2.4.   6-Trichlor-3-oxybenzaldehyd,   Oxynaphthaldehyde usw. verwandt werden. 



   Beispiel 3 : In 800 Teilen   80% iger Schwefelsäure   werden 75 Gewichtsteile   o-Sulfobenzaldehyd   gelöst. Danach gibt man 103 Gewichtsteile p-Chlorphenol zu und rührt solange zirka 24 Stunden bei zirka   30 ,   bis die Menge des Kondensationsproduktes nicht mehr zunimmt. Man gibt die Schmelze auf Wasser, neutralisiert mit gelöschtem Kalk und filtriert vom Gips ab. Der Gips wird gut ausgewaschen (das Kalksalz des Kondensationsproduktes ist verhältnismässig   schwer löslich)   und die Filtrate mit Soda versetzt, um das Kalksalz ins Natronsalz zu verwandeln. Man filtriert vom kohlensauren Kalk ab, dampft das Filtrat soweit wie möglich ein und trocknet zum Schluss im Trockenschrank. Das Natronsalz des Kondensationsproduktes ist in Wasser leicht löslich, desgleichen auch die freie Sulfosäure.

   Statt des o-Sulfobenzaldehydes können andere Sulfobenzaldehyde verwendet werden, wie z. B.   m-Sulfobenzaldehyd,   
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   Statt der Sulfobenzaldehyde selbst kann zur Kondensation, nach entsprechender Verdünnung, auch direkt die Sulfierungsmasse verwandt werden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Oxy-di-und-triarylmethanverbindungen aus Aldehyden und Phenolen, dadurch gekennzeichnet, dass man Aldehyde mit p-Chlorphenol oder p-Bromphenol oder ihren indifferente Substituenten enthaltenden Abkömmlingen in Säuren geeigneter Konzentration zwischen etwa 40 und 100% oder Säuregemischen oder sauer reagierenden Salzen kondensiert. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT120415D 1927-03-25 1930-07-15 Verfahren zur Darstellung von Oxy-di- und -triarylmethanverbindungen aus Aldehyden und Phenolen. AT120415B (de)

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