AT153026B - Verfahren zur Herstellung leicht wasserlöslicher, schwer spaltbarer Metalleiweißtanninesterverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung leicht wasserlöslicher, schwer spaltbarer Metalleiweißtanninesterverbindungen.

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AT153026B
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Henryk Dr Cohn
Conrad Dr Siebert
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Henryk Dr Cohn
Conrad Dr Siebert
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  Verfahren zur llerstellung leicht   wasserlöslicher,   schwer spaltbarer Metalleiweisstanninester- verbindungen. 



   Es ist bekannt, dass eine   Silbereiweisstanninesterverbindung   durch   Umsetzung   einer schwach sauer reagierenden Lösung von Diacetyltannin in Natriumcarbonatlösung mit einer wässerigen Lösung einer Silbereiweissverbindung und Eindampfen der so erhaltenen Lösung im Vakuum hergestellt werden kann (deutsche Patentschrift Nr. 519531). 



   Dieses Verfahren kann auch in der Weise abgeändert werden, dass man auf wässerige Lösungen von Silberalbumosen alkoholische Lösungen von Diacetyltannin einwirken lässt und die Gesamtlösung im Vakuum zur Trockne einengt (deutsche Patentschrift Nr. 535150). Dieses Verfahren hat den Vorzug, dass durch die Vermeidung des   Natriumcarbonats   keine Spaltung des Tanninesters eintritt. 



   Weiterhin hat man auch schon vorgeschlagen, Tanninester, wie z. B. Di-, Triacetyl-bzw. 



  Benzoyltannin, mit Silbereiweissverbindungen in Gegenwart von Formamid als Lösungsmittel in der Wärme umzusetzen und durch Fällen mit Aceton oder organischen Lösungsmitteln die entstandenen, in Wasser unlöslichen Verbindungen zu gewinnen. Diese wasserunlöslichen Verbindungen können gegebenenfalls durch Lösen in einer Natriumcarbonatlösung in wasserlösliche Form gebracht werden (deutsche Patentschrift Nr. 549726). 



   Es wurde nun gefunden, dass man unter Anwendung von bei gewöhnlicher Temperatur durch   n-Natriumcarbonatlösung   schwer verseifbaren, freie phenolisehe Hydroxylgruppen enthaltenden Tanninestern zu   Metalleiweisstanninestern   gelangt, bei welchen die Haftfestigkeit der Säurereste erheblich   grösser   ist als bei den bereits bekannten   Silbereiweissacetyltanninverbindungen.   Diese Tatsache gewährleistet die unveränderliche therapeutische Wirkung der erfindungsgemäss herstellbaren Produkte. 



   Das Verfahren wird in der Weise ausgeführt, dass Lösungen von Tanninestern der oben angegebenen Art, wie z. B. Benzoyltannin, Acetylsalicyltannin, Lactyltannin u. dgl., in wässerigen Alkalilösungen, wie z. B.   Alkaliearbonat-,-bicarbonat-oder-hydroxydlösung,   bei Zimmertemperatur mit Lösungen von Eiweissverbindungen therapeutisch wertvoller Schwermetalle, wie z. B. Silber, Gold, Wismut, Zink, Kupfer, Mangan, zur Umsetzung gebracht werden. 



   Auf diese Weise ist es möglich, Metalleiweisstanninesterverbindungen von hoher Wasserlöslichkeit in einfacher Weise in einem einzigen Arbeitsgang herzustellen. 



   Die so erhältlichen Verbindungen lösen sich bis zu ungefähr   70-80% in   Wasser ; diese Lösungen stellen   dünn-bis dickflüssige   Pasten dar. Die grössere Wasserlöslichkeit ist von therapeutischer Bedeutung, da sie die Anwendung der Verbindungen in so konzentrierten Lösungen ermöglicht, wie sie bisher nicht bekannt waren ; es ist sogar die Anwendung der Stoffe in fester Form möglich, weil sie von den Körpersäften vollständig resorbiert werden. 
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 Lösung entsteht das metallisch glänzende und in Wasser   lösliehe   Silbereiweissbenzoyltannin, das ungefähr   6. 20 Silber en1lält.   



   Beispiel 2 : Eine Lösung von 1 g Benzoyltannin in 10 g 2   n-Natriumcarbonatlösung   wird unter Rühren in eine möglichst konzentrierte wässerige Lösung von 6 g Goldeiweiss eingetragen und aus der so erhaltenen Lösung das entstandene wasserlösliche Goldeiweissbenzoyltannin durch Eindampfen im Vakuum bei niederer Temperatur gewonnen. 



   Zur Herstellung der Goldeiweissverbindung werden 50   g   Casein mit 250 ems Wasser und 22 g 33% iger Natronlauge einige Stunden gekocht und dann filtriert ; dann wird so lange verdünnte Salpeter- 

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 sehlag wird zunächst mit Wasser gewaschen und dann mit reiner   35% niger   Natronlauge in Lösung gebracht). Nun werden in der Kälte unter gutem Rühren 150   g 10% ige Goldchloridlösung   zugegeben ; die Masse wird auf etwa   90  erhitzt,   bis eine klare Lösung entsteht, die nach dem Abkühlen dialysiert und dann im Vakuum getrocknet wird. 



   In gleicher Weise kann auch das ebenfalls wasserlösliche   Wismuteiweissbenzoyitannin   hergestellt werden. 



   Zur Herstellung der Wismuteiweissverbindung wird eine   Wismutnitratlösung   verwendet, der so viel Mannit zugesetzt wurde, dass eine klare Lösung entsteht. 



   Beispiel 3 :   2-5 Gew.-Teile Lactyltannin   werden in 30   Raumteilen   2   triumearbonatlösung   gelöst und dann 15   Gew.-Teile   proteinsaures Silber zugesetzt. Nach erfolgter Lösung scheidet man das entstandene   Silbereiweisslactyltannin   aus dem noch sauren Reaktionsgemiseh durch Eintrocknen desselben im Vakuum bei niederer Temperatur ab. Silbergehalt des Silbereiweisslactyltannins ungefähr 6-4%. 



   Zur Darstellung des   Laetyltannins   werden 20 Gew.-Teile Tannin mit 10 Gew.-Teilen hochkonzentrierter wässeriger   Milchsäure   innig vermischt und durch sorgfältiges Erwärmen zur Reaktion gebracht. Das entstehende Lactyltannin ist eine dunkle zähe Masse, die in Wasser und   verdünnten   wässerigen Lösungen alkalisch reagierender Alkalisalze leicht löslich ist. 



   Beispiel 4 :   2-5 Gew.-Teile Acetylsalicyltannin werden   in 30   Raumteilen   2 n-Natriumearbonatlösung gelöst und 12   Gew.-Teile   proteinsaures Silber zugesetzt. Nach erfolgter Lösung wird das Reaktionsgemisch bei niederer Temperatur getrocknet. Der Silbergehalt des so   erhältlichen   Silber-   eiweissacetylsalicyltannins   beträgt ungefähr   6. 4%.   



   Zur Darstellung des Aeetylsalicyltannins werden 20 Gew.-Teile Tannin in die methylalkoholische Lösung von 10   Gew.-Teilen Acetylsalicylsäure   eingetragen ; hierauf wird 24 Stunden am Rückfluss gekocht und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Überschüssige   Acetylsalicylsäure   wird durch Waschen mit wenig Äther, noch vorhandenes, nicht umgesetztes Tannin durch Waschen mit Wasser entfernt. Der so erhaltene Ester ist schwer löslich in Wasser, in wässerigen   Alkalicarbonatlösungen   dagegen leicht löslich.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung leicht wasserlöslicher, schwer spaltbarer Metalleiweisstanninester- verbindungen durch Umsetzung von schwach sauer reagierenden Lösungen von freie phenolische Hydroxylgruppen enthaltenden Tanninestern in wässeriger Alkalilösung mit Lösungen von Eiweiss- verbindungen therapeutisch wertvoller Schwermetalle, dadurch gekennzeichnet, dass Tanninester, die bei gewöhnlicher Temperatur durch n-Natriumcarbonatlösung nur schwer verseifbar sind, wie beispielsweise Benzoyltannin, Acetylsalicyltannin und Lactyltannin, als Ausgangsstoffe zur Anwendung kommen.
AT153026D 1933-09-27 1933-09-27 Verfahren zur Herstellung leicht wasserlöslicher, schwer spaltbarer Metalleiweißtanninesterverbindungen. AT153026B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2421117A (en) * 1943-03-06 1947-05-27 Univ Minnesota Process for producing plant extracts

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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