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gitter-, anoden- oder kathodenseitig getastet bzw. beeinflusst wird. Selbstverständlich tut ein Lichtbogen-, Maschinen-oder Funkensender dieselben Dienste. Ein solcher Rufsender hat besondere Vorteile. Denn es ist klar, dass man bei Anruf einer andern Station, die aus wirtschaftlichen Gründen zwecks Herabsetzung der Betriebskosten im Zustande der Anrufsbereitsehaft mit geringere111 Verstärkungsgrad arbeitet, mit grösserer Energie wird senden müssen. Man'müsste daher einen gewöhnlichen Verkehrssender stärker bauen, als für normalen Betrieb erforderlich ist und würde also seine Anlagekosten unnötig vergrössern.
Ferner wurde seine Schaltung in ungewünschter Weise kompliziert werden, sollte er einmal für starkes und dann für normales Senden benutzt werden, um anderseits das Anrufzeichen im erforderlichen Takte und auf der erforderlichen Welle geben zu können. Denn das Amufszeiehen kann wohl auch auf der Verkehrswelle gegeben werden, es wird aber zweckmässig auf einer ausserhalb des Bereiches sämtlicher Verkehrswellen liegenden Welle ausgesandt, um nämlich ein gerade stattfindendes Gespräch nicht zu stören. Es müsste also auch der Wellenbereich des Verkehrssenders unnötig und kostspielig vergrössert werden.
Der Rufsender hingegen braucht nur auf die Amufwelle, die für alle Stationen die gleiche sein kann, oder die wenigstens nicht in erheblichem Masse voneinander verschieden sein müssen, entworfen werden und er kann auch für die ganz kurze Zeit des Anrufes überlastet sein, ohne Schaden für die Apparatur. Er wird also von vornherein in einer Schaltung entworfen werden können, welche nur für die einzige oder den geringen Bereich der Anrufswelle bestimmt ist, und ferner einen überlasteten Sender enthält, so dass seine Anlagekosten erheblich herabgesetzt werden und nicht die Verteuerung der Apparatur für normales Verkehrssenden erreichen, die aus den erwähnten Gründen sonst erforderlich wäre.
Ein solcher Rufsender kann aber auch zur Übermittlung von Zeichen entlang von zwei oder
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die in dieser Station gerade zusammenlaufen. Der erwähnte Fall ist besonders häufig bei Elektrizität- werken, z. B. Zweigstationen, in denen eine Hauptleitung einläuft und von denen aus sich diese Leitung nach mehreren Richtungen verzweigt. Ebenso ist es aber auch möglich, entlang den einzelnen Leitungen eines Leitungsbündels, z. B. einer Dreileiterübertragung für Drehstrom, Nachrichten zu übermitteln, indem man die Sende-und Empfangsapparatur mit einer Leitung besonders fest koppelt, beispielsweise über Kondensatoren.
Dann kann man beispielsweise über jede Leitung ein Gespräch leiten und der Rufsender kann wahlweise mit einer dieser drei Leitungen gekoppelt werden, beispielsweise mittels eines Umschalters und somit für den Anruf auf allen drei Leitungen benutzt werden.
Bei Benutzung eines besonderen Anrufempfängers wird vorteilhaft ein einziger Rufempfänger vorgesehen, der dann ebenfalls entweder gleichzeitig mehreren Leitungen oder aber wahlweise zwei oder mehreren Leitungsbündeln zugeschaltet werden kann, beispielsweise durch einen Wahlschalter, welcher den Rufempfänger mit den zugehörigen Antennen oder sonstigen Kopplungen der Leitungen verbindet
Das Gleiche gilt sinngemäss von einem zwecks Anrufsbereitschaft umgeschalteten Empfänger.
Diese Anordnung ist in der Zeichnung des Näheren dargestellt. Hierin werden die drei Kopplungsleitungen über Kondensatoren als Kopplungsglieder von den drei Hochspannungsleitungen an einen Umschalter geführt, mit Hilfe dessen jede Leitung mit dem Rufsender verbunden werden kann. Die Zuschaltung des Rufsenders zu einer bestimmten Leitung oder einem bestimmten Leitungsbündel kann insbesondere durch eine Anruftaste erfolgen, welche den Rufsender einerseits in Betrieb setzt, also die Heiz- und Anodenbatterie einschaltet, die ferner aber auch zwangläufig die Einstellung des Rufsenders auf die Anrufswelle herbeiführt, falls die letztere verschieden ist für verschiedene anzurufende Stationen und die schliesslich auch gleichzeitig die selbsttätige Abgabe des Anrufzeichens herbeiführt.
In den beiden letzteren Fällen muss natürlich für jede anzurufende Station eine besondere Anruftaste zur
Steuerung und Einstellung des Rufsenders vorgesehen sein. Beim Loslassen der Anruftaste wird der
Rufsender abgeschaltet, die Abschaltung kann aber auch selbsttätig erfolgen, sobald der Verkehr eingeleitet worden ist, beispielsweise durch Abnehmen des Hörers von der Gabel oder dem Haken durch die Bewegung dieser Elemente.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Nachrichtenübermittlung mit elektrischen Wellen längs Leitungen, dadurch gekennzeichnet, dass der für den Empfang der Verkehrswellen benutzte Empfänger selbsttätig oder von Hand betrieben zwangläufig durch Herabsetzung des für den Verkehr benötigten Verstärkungsgrades, insbesondere durch Abschaltung von Verstärkereinrichtungen bzw. Verstärkern in einen Zustand der Anrufbereitschaft übergeführt wird und gegebenenfalls gleichzeitig die Einstellung auf die von der Verkehrswelle verschiedene Aurufswelle erfolgt.