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Maschine zur Herstellung von Pressglaswaren.
Die Erfindung bezieht sich auf Maschinen zur Herstellung von Pressglaswaren, bei welchen geschmolzenes Glas durch Saugwirkung aus einem Vorratsbehälter in einen darin eintauchenden Entnehmer gefördert wird, der die entnommene bestimmte Menge an Glas einer Form zuführt, in welcher mittels Stempel die Formgebung erfolgt, und hat eine Einrichtung zum Gegenstand, um Verluste an Unterdruck in der Saugleitung hintanzuhalten, mit Hilfe welcher die Glasentnahme aus dem Vorrat bewerkstelligt wird. Erfindungsgemäss sind in der Saugleitung hintereinander ein Haupt-und ein Hilfsventil angeordnet, die derart gesteuert sind, dass das Hauptventil während der ganzen Zeit des Eintauchens des Entnehmers in den Vorrat geöffnet bleibt, während das Hilfsventil geschlossen wird, bevor der Entnehmer austaucht.
In der Zeichnung ist ein Teil einer Maschine zur Herstellung von Pressglas in einem lotrechten Schnitt bzw. in Ansicht dargestellt, der die erfindungsgemässe Einrichtung zeigt.
Ein in Umdrehung versetzter Rahmen, welcher die beweglichen Teile der Maschine trägt,
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bar gelagert ist. Dieser Gleitblock ist mit Hilfe eines einstellbaren Lenkers 32 an das eine
Ende eines bei 34 zwischen den Ständern 29 des Rahmens drehbaren Hebels 33 angeschlossen.
Das andere Ende des Hebels ist mittels eines Lenkers 35 mit einem Gegengewicht verbunden.
Die Welle 34 oder der Hebel 33 besitzt ein Zahnsegment 38, das in eine in einem Lager 40 zwischen einem Ständerpaar geführte Zahnstange 39 eingreift. Die Zahnstange ist einstellbar mit einem geeigneten Spannschloss 41 mit einem in einen Block 43 verschieblichen Ansatzteil 42 verbunden. Dieser Block trägt eine Rolle 44, die in einer Unrundnut einer feststehenden Führungsscheibe 45 läuft. Der Ansatz-oder Verlängerungsteil 42 trägt einen Bund 48, der durch eine Feder 49 gegen das Ende des Blocks 43 angehalten wird. Dieser Block besitzt einen lösbaren Kopfteil 50, um die Zusammenstellung zu ermöglichen.
Beim Umlaufen des Rahmens wird durch den Eingriff der Rolle 44 mit der Nut der feststehenden Führungsplatte 45 eine Hin-und Herbewegung der Zahnstange 39 hervorgerufen, die infolge der Verbindungen mit dem Gleitblock eine vertikale Hin-und Herbewegung desselben verursacht.
An einem Achsstummel 51 am Gleitblock ist ein Armpaar 52 angelenkt, dessen einzelne Arme an ihren äusseren Enden, wie bei 53 dargestellt, verbreitert sind und dort einen geteilten Behälter 54 zur Aufnahme des'entnommenen Glases bilden. Die Enden dieses geteilten Be- hälters sind ausgenommen und greifen in die Unterf1äche eines Kopfes 55 des Gleitblock spin, so dass sie damit einen dichten Abschluss herstellen.
An jedem Arm 52 ist ein Zahnsektor 56 befestigt, der mit einer in einer Führung 58 beweglichen Zahnstange 57 in Eingriff steht. Die Zahnstangen 57 eines Armpaares sind an einem gemeinsamen Querstück 61 mit einer Spindel 62 angeschlossen, welch letztere mit Hilfe einer Spannschraube 63 mit einem Block 64 verbunden ist. Dieser Block trägt eine Rolle 65, die in eine Unrundnut einer feststehenden Führungsplatte 66 eingreift. Die Verbindung zwischen der Spindel 62 und dem Block 64 ist gleich jener zwischen der Spindel 42 und dem Block 43. Während des Umlaufes des beweglichen Rahmens in bezug auf die feststehende Führungsplatte 66 werden die Behälterteile auf den Armen 52 in solcher Weise betätigt, dass der Behälter geschlossen oder geöffnet wird.
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Im Kopfe 55 sind Bohrungen 6"7 und 68, welche die Vakuum-bzw. die Druckluftbohrungen bilden. Im Kopf 55 ist ein rohrförmiges Ventil 69 (Hauptventil) verschiebbar, dessen Bohrungen mit den Bohrungen oder Kanälen 67 und 68 zusammenarbeiten. Der Boden dieses Ventils ist nahezu vollständig durch einen Pfropfen 70 abgeschlossen, der nur einen schmalen ringförmigen Raum zwischen Pfropfen und Ventil freilässt. Dieser ringförmige Zwischenraum ist für den Durchgang von Luft breit genug, dagegen doch so schmal, dass das Eintreten von
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Druckluftrohr verbunden.
Die Spindel 73 des Ventils a9 besitzt ein Gleitlager im Gleitblock 31 und ist mit einer Zahnung versehen, welche mit einem Zahnsegment 74 in Eingriff stellt, das im Gleitblock drehbar gelagert ist und ein konaxiales Zahnsegment nicht dargestellt besitzt, das in eine ebenfalls im Gleitblock gelagerte Zahnstange eingrpift. Diesp Zahnstangp ist in dpr bereits vorhin beschriebenen Weise nachgiebig mit einem Block verbunden, der mit einer Rolle in die Nut einer feststehenden Unrundführungsplatte 7. 9 eingreift. Bei der Drehung des beweg- lichen Rahmens wird infolge der Verbindungen zwischen der feststehenden Unrundführungs scheibe 79 und dem Ventil 69 letzteres hin-und herbewegt und dadurch die Steuerung der Kanäle 67 und 68 in der nachbeschriebenen Weise bewirkt.
Am beweglichen Rahmen ist zwischen einem Paar von Ständern, 29 ein Absaugrohr 80 angeordnet, an dessen äusserem Ende eine Ventilkammer 81 angeordnet ist. mit der das Absaugrohr 71 verbunden ist. Um zwischen der Ventilkammer 81 und dem Absaugrohr 71, das mit dem Gleitblock 31 verbunden ist und mit'ihm hin-und hergeht, eine verschiebbare Verbindung zu schaffen, ist die Ventilkammer so bearbeitet, dass das Rohr 71 in ihr gleiten kann : die Abdichtung zwischen beiden wird durch eine Stopfbüchse 82 geschaffen. Um die Ventilkammer und das Absaugrohr 71 vom Absaugrohr SO abzuschliessen, besitzt diese Ventilkammer einen durch ein Hilfsventil 84 zu öffnenden und zu schliessenden Kanal 83.
Die Spindel des Ventils 84 ist mit einem Arm eines an der Ventilkammer drehbar gelagerten Winkelhebels 85 verbunden, dessen anderes Ende mit einem einstellbaren Lenker 86 in Verbindung steht, der in einem zwischen einem Ständerpaar 29 befindlichen Lager 87 verschiebbar ist. Dieser Lenker besitzt eine Rolle 88, die in Eingriff mit einer Nut einer feststehenden Führungsplatte 89 steht. Infolge dieser Konstruktion wird bei umlaufendem Rahmen die Verbindung zwischen den Absaugrohren 71 und 80 geöffnet und geschlossen.
Der geteilte Behälter wird von Abschneidblättern umhüllt, die seinen Boden abschliessen und deren Bewegung durch einen Mechanismus gesteuert wird, der aus den die Blätter tragenden Wellen 90, Kegelrädern 92. 93, Wellen 94 mit Spurrädern 95, Zahnstangen 96, Lenkern 97, Querstück 98, Spindel 99 besteht, die in der vorhin beschriebenen Weise mit einem Block 100 mit Rolle 101 verbunden ist, die in eine Unrundnut einer feststehenden Führungsplatte 102 eingreift. Die Drehung des beweglichen Rahmens ruft sohin eine Bewegung der Schneidblätter gegen und voneinander hervor, wodurch der Behälter geöffnet und geschlossen und die vom Vorratsbehälter eingesaugte Glasmenge abgeschnitten wird.
Beim Drehen des beweglichen Rahmens wird der Gleitblock 31 unter Vermittlung seiner Verbindungen mit der feststehenden Unrundführungsscheibe 45 auf-und abbewegt. Der Gleitblock wird in gehobener Stellung solange gehalten, bis er sich über den Vorratsbehälter 8 hinwegbewegt hat ; der Gleitkopf senkt sich hierauf, um den Behälter 53 in den im Behälter 8 enthaltenen Glasfluss einzutauchen ; während dieser Zeit sind die Schneidblätter auseinandergespreizt oder geöffnet. Das Ventil a9 wird hierauf durch seine Verbindung mit der Unrundscheibe 79 nach abwärts bewegt, um seine Bohrung mit dem Kanal 6 ì in Übereinstimmung zu bringen und dadurch den Behälter mit dem Absungrohr 71 zu verbinden.
Zu dieser Zeit ist das Ventil 84 infolge seiner Verbindung mit der Unrundscheihe 89 geöffnet worden, damit das Absaugrohr 71 mit dem Abzugrohr 80 in Verbindung gebracht wird. Dadurch wird die Luft aus dem Behälterinnern 54 abgesaugt, so dass dieses mit geschmolzenem Glas gefüllt wird. Diese" Füllen des Behälters erfolgt, während der bewegliche Rahmen rotiert ; wenn der Gleitkopf 31 sich der Kante des Vorratsbehälters nähert, wird er wieder infolge der zwangläuigen Verbindung mit der Unrundscheibe 45 angehoben und hebt dadurch den Behälter samt dem darin befindlichen geschmolzenen Glas über die Oberfläche des Glases im Vorratsbehälter.
Nun werden die Schneidblätter 91 infolge ihrer Verbindungen mit der Unruudscheibe 10. 8 in die Schliesslage gebracht, so dass sie das in den Behälter aufgenommene geschmolzene Glas von jenem im Vorratsbehälter abtrennen und das untere Ende des Behälters abschliessen. Wenn der Behälter 53 den Vorratsbehälter 8 verlässt, wird das Ventil 69 mit Hilfe seiner Verbindung mit der Umrundscheibe 69 teilweise gehoben, schliesst den Kanal 67 ab. Vorher ist das Ventil 84 mit Hilfe seiner Verbindung mit der Unrundscheibe 89 behufs Schliessens des Kanals 83 herabgesenkt worden.
Dadurch ist die Hauptsaugleitung 80 abgeschlossen und etwaige Undichtheiten bei der Stopfbüchse 82 oder beim Ventil 69 können keinen Druckabfall in den zusammen-
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arbeitenden Saugleitungssystemen der einzelnen Entnahmevorrichtungen zur Folge haben. Durch den Abschluss des Saugrohres 71, dann. wenn der Behälter 53 der Atmosphäre ausgesetzt ist, werden Druckverluste in weitestgehendem Masse vermieden.