LU84380A1 - Verbindungsmuffe zum loesbaren befestigen des endes eines ersten stabes an einem zweiten stab - Google Patents
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Description
- 1 -
Verbindungsmuffe zum lösbaren Befestigen des Endes eines ersten Stabes an einem zweiten Stab
Die Erfindung betrifft eine Verbindungsmuffe nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Dabei ist unter dem Begriff "Stab" ein langgestrecktes 5 Element mit im wesentlichen gleichen Querschnitt über seine Länge zu verstehen. Im vorstehenden Zusammenhang sollen daher unter den Begriff "Stab" sowohl Vollprofile als auch Rohre verstanden werden.
10 Bei bekannten Verbindungsmuffen dieser Art werden die aneinander zu befestigenden Stäbe mittels besonderer Klemmorganen, z.B. Klemmschrauben, oder durch Ver-stiftung im zugeordneten Muffenteil verankert. Die bekannten Verbindungsmuffen sind somit mehrteilig und 15 die Befestigung der Stäbe miteinander bedarf entsprechend zahlreicher Operationen, wobei der Kraft-bzw. Formschluss zwischen Verbindungsmuffe einerseits und Stab andererseits auf vergleichsweise kleine Stellen begrenzt ist.
Es ist daher ein Zweck der Erfindung, eine Verbindungsmuffe der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 ge- / nannten Art zu schaffen, die einteilig, ja sogar ein-f .
20
V
•v - 2 - stückig ausgebildet sein kann und die eine zuverlässige, zumindest kraftschlüssige Befestigung der Stäbe miteinander gewährleistet.
5 Zu diesem Zweck weist die vorgeschlagene Verbindungsmuffe die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 definierten Merkmale auf.
Merkmale bevorzugter Ausführungsformen sind den ab- 10 hängigen Patentansprüchen zu entnehmen.
Ein Ausführungsbeispiel· der Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt: 15 Fig. 1 in perspektivischer Darstellung ein mit einer Ausführungsform der vorgeschlagenen Verbindungsmuffe aneinander befestigtes Paar Stäbe, 20 Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellte Ver bindungsmuffe vor der Montage, ebenfalls in perspektivischer Darstellung, 25 Fig. 3 einen Querschnitt durch die Ver bindungsmuffe der Fig. 1 während der Montage mit dem einzuführenden Ende des ersten Stabes, und 30 Fig. 4 einen Schnitt durch die in Fig. 1 gezeigte Verbindung in einer durch die Achse des ersten Stabes gelegten und zu der Achse des zweiten Stabes rechtwinkligen f\j - 3 -
Schnittebene.
Man erkennt in Pig. 1 einen ersten Stab 10, der mit seinem nicht sichtbaren Ende mittels einer als Ganzes 5 mit 11 bezeichneten Verbindungsmuffe an einem zweiten Stab 12 befestigt ist. Wie bereits erwähnt, können die Stäbe Vollprofile (wie dargestellt), aber auch Rohre sein. Die Verbindungsmuffe 11 weist (in montiertem Zustand) einen zur Aufnahme des Endes des Stabes 10 10 bestimmten Muffenteil 13 sowie einen zu diesem rechtwinkligen Muffenteil 14 auf.
Der Muffenteil 14 weist eine durchgehende Längsbohrung 15 (vergleiche auch Pig. 3 und 4) zur Aufnahme des 15 Stabes 12 auf und ist überdies über seine ganze Länge und parallel zur Bohrung 15 längsgeschlitzt, wobei der geradlinig verlaufende und in Pig. 3 und 4 deutlich sichtbare Längsschlitz mit 16 bezeichnet ist.
20 Der Muffenteil 13 weist (vergleiche Fig. 3) eine zur Aufnahme des Endes des Stabes 10 bestimmte Bohrung 17 auf und ist (einschliesslich der Bohrung 17) in einer quer zur Bohrung 17 verlaufenden Richtung in zwei Abschnitte 18, 19 unterteilt, wobei der Abschnitt 18 25 an den einen und der Abschnitt 19 an den anderen der an den Längsschlitz 16 angrenzenden Endbereiche des Muffenteils 14 angeformt ist. Der im Abschnitt 18 befindliche Teil der Bohrung 17 ist eine Sackbohrung 20.
Im Abschnitt 19 ist der Teil der Bohrung 17 durch-30 gehend und dieser Abschnitt 19 ist an dem entsprechenden, an den Längsschlitz 16 angrenzenden Endbereich des Muffenteiles 14 über einen elastisch beschränkt verbiegbaren, den Abschnitt 18 schalenartig y etwa zur Hälfte seitlich umgreifenden (vergleiche auclpH/ I ί - 4 -
Fig. 1) Verbindungssteg 21 angeformt.
An einem am Abschnitt 18 angeformten, den Abschnitt 19 schalenartig etwa zur Hälfte umgreifenden weiteren 5 VerbindungsSteg 22, ist ein den Abschnitt 19 axial übergreifender Ringteil 23 angeformt, dessen Bohrung 24 mit der Sackbohrung 20 im Abschnitt 18 fluchtet.
Aus dem bisher Gesagten und auch aus der in Fig. 3 10 und 4 ersichtlichen Schraffur ergibt sich, dass die dargestellte Verbindungsmuffe 11 einstückig aus Kunststoff hergestellt ist. Die Fig. 2 zeigt nun, wie sich die Verbindungsmuffe vor ihrer Montage etwa präsentiert. Jener Teil, der - nach der Montage - den Muffenteil 14 15 bildet, ist ein langgestrecktes, in seinem Querschnitt etwa U-förmiges, um zu seiner Längsrichtung parallele Biegeachsen biegbares Mittelstück 25, dessen Randbereiche 25', 25'1, an denen die Abschnitte 18 und 19 (letzterer über den Verbindungssteg 21) angeformt 20 sind, eine grössere Dicke aufweisen, als dessen Mittelbereich 25 ' ’ ' . Dadurch kann insbesondere der Mittelbereich 25''' in Umfangsrichtung auch beschränkt elastisch dehnbar sein und diese elastische Dehnbarkeit erhält ihre besondere Bedeutung - wie noch dar-25 zulegen sein wird - bei montierter Verbindungsmuffe 11.
Schlingt man nun das in Fig. 2 dargestellte Mittelstück 25 im Sinne der Pfeile 26 um den Stab 12 und drückt man im Sinne der Pfeile 27 (Fig, 3) auf den Ab-30 schnitt 19 und den Verbindungssteg 22, so fluchtet der im Abschnitt 19 vorhandene Teil der Bohrung 17 mit der Sackbohrung 20 und der Bohrung 24. Zugleich wird der Verbindungssteg 21 elastisch verbogen und / oder der Mittelbreich 2511' des Mittelstückes 25 elastisch/ /
J
- 5 - gedehnt. Der Abschnitt 19 hat somit das Bestreben, sich seitlich wieder aus dem Zwischenraum zwischen dem Abschnitt 18 und dem Ringteil 23 zu entfernen. Der Längsschlitz 16 ist beinahe zusammengedrückt. Diese 5 zur Aufnahme des Endes'des Stabes 10 bereite Situation ist in Fig. 3 dargestellt.
Am Ende des Stabes 10 ist, wie der Fig. 3 unten zu entnehmen ist, eine nach aussen, offene Ringnut 28 ein-10 gedreht, deren Breite im wesentlichen der Länge des Abschnittes 19 entspricht. Der eigentliche Abschluss des Stabes 10 bildet somit ein an die Ringnut 28 anschliessender Kopf 29, dessen Durchmesser demjenigen der Sackbohrung 20 und dessen Länge etwa der Tiefe der 15 Sackbohung 20 entspricht, oder diese um ein geringes Mass übersteigt.
In der in Fig. 3 dargestellten Stellung der Verbindungsmuffe 11 lässt sich das auf die beschriebene Art aus-20 gestaltete Ende des Stabes 10 ohne weiteres durch die Bohrung 24 in die Bohrung 17 bis auf den Grund der Sackbohrung 20 einführen. Wird nun der Druck in Richtung der Pfeile 27 aufgebhoben, verschiebt sich der Abschnitt 19 seitlich in bezug auf den Abschnitt 25 18 (und den Ringteil 23), so dass der Abschnitt 19 auf der einen Seite in die Ringnut 28 eindringt, wie in Fig. 4 dargestellt. Zugleich verbreitert sich der Längsschlitz 16 um ein geringes Mass, jedoch nicht so weit, als dass der Mittelbereich 25 *'* , nämlich der in 30 Fig. 4 den Stab 12 oben umschlingende Teil des Muffenteils 14, nicht mehr, wenn auch nur wenig, gedehnt wäre. Diese Dehnung hat zur Folge, dass die Kraft, unter . deren Wirkung der Abschnitt 19 steht, nicht nur eine / r j
seitliche Komponente sondern auch eine zum Stab 12 j I
I / i / - 6 - bzw. zur Bohrung 15 hin gerichtete Komponente hat.
Damit dringt der Abschnitt 19 nicht nur seitlich in die Ringnut 28 ein, sondern drückt den Kopf 29 am Ende des Stabes 10 auch satt in die Sackbohrung 20.
5 Damit ist der Stab 10 in axialer Richtung formschlüssig im Muffenteil 13 verankert, während der Stab 12 im Kraftschluss über die gesamte Länge des Muffenteils 14 verankert ist.
10 Zur Erleichterung des Einführens des Stabes 10 in den Muffenteil 13, kann der Kopf 29 eine kegelige Abschrägung aufweisen, wie in Fig. 3 unten gestrichelt angedeutet.
15 Es ist auch möglich, den Stab 12 mit axialem Formschluss im Muffenteil 14 zu verankern. Dazu kann, wie in Fig. 2 gestrichelt beispielsweise angegeben, an jener Seite des Mittelteils 25, die nach der Umschlingung auf den Stab 12 zu liegen kommt, ein Form- 20 Schlusselement 30 angeformt sein. Es versteht sich, dass in diesem Falle auch am Stab 12 eine zum Formschlusselement 30 gegengleich profilierte Ausnehmung einzudrehen ist.
25 Die beschriebene Verbindungsmuffe lässt sich überall dort verwenden, wo Stäbe mit vergleichsweise geringen Querabmessungen im Winkel miteinander zu verbinden sind. Dies ist zum Beispiel der Fall beim Bau von Regalgesteilen aus Stabelementen, beim Bau von 30 Gittern aus Stabelementen und auch beim Fahrradbau, insbesondere bei Gepäckträgern.
/
Dementsprechend kann bei einem mit einer vorgeschlagene^i Verbindungsmuffe verbundenen Stabpaar das Ende des i u -7-.- » ersten Stabes eine Stützstrebe eines Fahrrad-Gepäckträgers sein, während der zweite Stab eine Querstrebe der Tragfläche des Gepäckträgers sein kann. / (
Claims (11)
1. Verbindungsmuffe zum lösbaren Befestigen des Endes eines ersten Stabes (10) an einem zweiten Stab (12) mit zwei, je eine Bohrung (15, 17) zur Aufnahme eines der Stäbe aufweisenden, in einem Winkel zuein- 5 ander stehenden Muffenteilen (14, 13), dadurch gekennzeichnet, dass der zur Aufnahme des zweiten Stabes (12) dienende Muffenteil (14) über die Länge seiner Bohrung (15) durchgehend längsgeschlitzt ist und an seinen an den Längsschlitz (16) angrenzenden 10 Endbereichen je einen Abschnitt (18, 19) des quer zu seiner Bohrung (17) in zwei Abschnitte (18, 19) unterteilten, zur Aufnahme des Endes des ersten Stabes (10) dienenden Muffenteiles (13) trägt, wobei die Abschnitte (18, 19) unter der Wirkung einer Federkraft 15 stehen, die bestrebt ist, die beiden Abschnitte (18, 19. quer zur Richtung ihrer Bohrung (17) in bezug aufeinander zu versetzen.
2. Verbindungsmuffe nach Patentanspruch 1, dadurch 20 gekennzeichnet, dass der längsgeschlitzte Muffenteil (14) in seiner Umfangsrichtung elastisch dehnbar ist.
3. Verbindungsmuffe nach Patentanspruch 1 oder 2, ; dadurch gekennzeichnet, dass der Längsschlitz (16) im/' J 5 - 9 - längsgeschlitzten Muffenteil (14) geradlinig verläuft.
4. Verbindungsmuffe nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der in dem näher am längsge- 5 schlitzten Muffenteil (14) liegenden Abschnitt (18) vorhandene Teil der Bohrung (17) eine Sackbohrung (20) ist.
5. Verbindungsmuffe nach Patentanspruch 4, dadurch 10 gekennzeichnet, dass der näher am längsgeschlitzten Muffenteil (14) liegende Abschnitt (18) einen seitlich am anderen Abschnitt (19) vorbei führenden Verbindungsteil (22) trägt, an dessen Ende ein den anderen Abschnitt (19) -übergreifender Ringteil (23) vorgesehen 15 ist, dessen Bohrung (24) mit der Sackbohrung (20) fluchtet.
6. Verbindungsmuffe nach. Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der längsgeschlitzte Muffenteil 20 (14) um zu seiner Bohrung (15) im wesentlichen parallele Biegeachsen biegsam ist.
7. Verbindungsmuffe nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der näher am längsgeschlitzten
25 Muffenteil (14) liegende Abschnitt (18) von einem schalenförmigen, an seinem Ende den anderen Abschnitt (19) tragenden Verbindungsteil (21) umgeben ist.
8. Verbindungsmuffe nach Patentanspruch 6, dadurch 30 gekennzeichnet, dass in der Bohrung (15) des längsgeschlitzten Muffenteils (14) in achsialer Richtung wirksame Formschlusselemente (30) vorhanden sind. j
9. Verbindungsmuffe nach einem der Patentansprüche . rii * % -ΙΟΙ bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie einstückig aus Kunststoff besteht.
10. Mit einer Verbindungsmuffe gemäss Patentanspruch 5. verbundenes Stabpaar, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende des ersten Stabes (10) mit einer Umfangsnut (28) versehen ist, deren Länge im wesentlichen der Länge des vom längsgeschlitzten Muffenteil (14) entfernteren Abschnittes (19) des quer zu seiner Bohrung 10 (17) unterteilten Muffenteils (13) entspricht.
11. Stabpaar nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste, an seinem Ende mit einer Umfangsnut (28) versehene Stab (10) eine Stützstrebe 15 eines Fahrrad-Gepäckträgers ist, während der zweite Stab (12) eine Querstrebe der Tragfläche des Gepäckträgers ist. Dessins : —A-— planches _ Mi— pages dont........J.......Pa9e de 9arde ...........pages de description ..........3......pages de revendications λ.....abrégé descriptif Luxembourg, le 1 jf SEP, 1982 Charles München
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