EP3441527B1 - Absperrvorrichtung zum verhindern der durchfahrt von landfahrzeugen - Google Patents

Absperrvorrichtung zum verhindern der durchfahrt von landfahrzeugen Download PDF

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EP3441527B1
EP3441527B1 EP18188027.9A EP18188027A EP3441527B1 EP 3441527 B1 EP3441527 B1 EP 3441527B1 EP 18188027 A EP18188027 A EP 18188027A EP 3441527 B1 EP3441527 B1 EP 3441527B1
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EP
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barrier
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anchoring devices
arrangement
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Christoph Hassenbach
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Christoph Hassenbach
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    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01FADDITIONAL WORK, SUCH AS EQUIPPING ROADS OR THE CONSTRUCTION OF PLATFORMS, HELICOPTER LANDING STAGES, SIGNS, SNOW FENCES, OR THE LIKE
    • E01F13/00Arrangements for obstructing or restricting traffic, e.g. gates, barricades ; Preventing passage of vehicles of selected category or dimensions
    • E01F13/12Arrangements for obstructing or restricting traffic, e.g. gates, barricades ; Preventing passage of vehicles of selected category or dimensions for forcibly arresting or disabling vehicles, e.g. spiked mats
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    • E01F13/02Arrangements for obstructing or restricting traffic, e.g. gates, barricades ; Preventing passage of vehicles of selected category or dimensions free-standing; portable, e.g. for guarding open manholes ; Portable signs or signals specially adapted for fitting to portable barriers
    • E01F13/024Removable barriers with permanently installed base members, e.g. to provide occasional passage
    • E01F13/026Detachable barrier bollards or parking posts

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen zum Verhindern der Durchfahrt von Landfahrzeugen, insbesondere von Lastkraftwagen, wobei jede Absperrvorrichtung wenigstens einen Absperrpfahl aufweist und wobei jede Absperrvorrichtung eine als Fertigteil, insbesondere Betonfertigteil, ausgebildete Verankerungsvorrichtung aufweist, an der ein Befestigungsende des Absperrpfahles festgelegt ist oder festlegbar ist und die dazu ausgebildet und bestimmt ist, derart unter der Erdoberfläche angeordnet zu werden, dass der Absperrpfahl vertikal aus der Erdoberfläche herausragt, und dass jeweils benachbarte Absperrvorrichtungen jeweils mit mindestens einem Verbindungselement unterirdisch fest miteinander verbunden sind, wobei die Verankerungsvorrichtungen Ankopplungselemente, nämlich Öffnungen (25), zum Ankoppeln wenigstens eines der Verbindungselemente zum formschlüssigen, insbesondere wieder lösbaren, Verbinden benachbarter Absperrvorrichtungen aufweisen.
  • Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Herstellen einer Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen, wobei jede Absperrvorrichtung wenigstens eine Verankerungsvorrichtung aufweist, an der jeweils ein Befestigungsende eines Absperrpfahles festgelegt ist oder festlegbar ist, und wobei jede Verankerungsvorrichtung als Fertigteil, insbesondere als Betonfertigteil, ausgebildet ist, und die Verankerungsvorrichtungen Ankopplungselemente, nämlich Öffnungen, zum Ankoppeln wenigstens eines Verbindungselements zum formschlüssigen und wieder lösbaren Verbinden benachbarter Absperrvorrichtungen aufweisen, und wobei eine Grube im Erdreich hergestellt wird und mehrere Verankerungsvorrichtungen (3), insbesondere horizontal nebeneinander, in der Grube abgelegt werden.
  • Um die Durchfahrt von Landfahrzeugen zu verhindern, werden üblicherweise Absperrvorrichtungen eingesetzt, die derart ausgebildet sind, dass sie wenigstens für Fahrzeuge bis zu einer bestimmten Größe und wenigstens bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit nicht gewaltsam überfahren werden können. Derartige Absperrvorrichtungen werden üblicherweise eingesetzt, um Gebäude oder Personen vor dem Anprall von Fahrzeugen zu schützen. Um zu gewährleisten, dass die Absperrvorrichtung ausreichend Widerstand bildet, werden oftmals massive Absperrpfosten zumeist sehr tief im Erdreich, beispielsweise durch einbetonieren, verankert. Allerdings ist eine solche Art der Verankerung gar nicht oder nur mit ganz erheblichen Aufwand möglich, wenn im Erdreich bereits Gegenstände, wie beispielsweise elektrische Leitungen, Wasserleitungen, Gasleitungen oder Erdtanks, in geringer Tiefe vorhanden sind, die einer tiefen Verankerung von Absperrpfählen entgegenstehen. In derartigen Fällen blieb bislang lediglich die Möglichkeit, die im Boden bereits vorhandenen Gegenstände, falls überhaupt möglich, an eine andere Stelle zu verlegen oder auf die Installation der Absperrpfosten gänzlich zu verzichten.
  • Aus WO 2007/091977 A1 ist ein System mit mehreren Absperrpfosten bekannt. Das System beinhaltet ein aus Stahlbeton hergestelltes Fundament, in das die Absperrpfosten eingegossen sind. Die Installation des Systems ist sehr umständlich und zweitaufwändig. Ein ähnliches System ist aus WO 2007/091978 A1 bekannt.
  • US 2006/0090408 A1 offenbart ein modulares Fahrzeugsperrensystem, dass eine Reaktionsmasse zur Installation in der Erde mit mindestens einer Stütze, die unbeweglich in der Reaktionsmasse verankert ist und sich davon ausgehend nach oben erstreckt, umfasst. Die Reaktionsmasse hat ein vorderes Element zum Konfrontieren und Komprimieren der umgebenden Erde und zum Absorbieren von Energie aus dem Aufprall des Fahrzeugs auf den Pfosten.
  • WO 2012/101451 A1 offenbart eine Pollervorrichtung zur Verwendung als eine Fahrzeugbarriere, die ein oder mehrere Pollerelemente und ein oder mehrere separate Fußelemente umfasst. Die Fußelemente sind jeweils für den Bodeneingriff durch Platzieren auf einer Boden- oder Bodenfläche (oder einer flachen Befestigung in einer Bodenfläche) angepasst. An jedem der Fußelemente ist mindestens ein davon hochstehendes Pollerelement befestigt. Mindestens ein Kragenelement ist innerhalb einer jeweiligen Durchgangsöffnung in einem jeweiligen Fußelement positioniert, wobei das Kragenelement an dem Basisende eines Pollerelements befestigt ist und das Pollerelement dort umgibt. Das Kragenelement steht von der Oberfläche des Fußelements hoch.
  • Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anordnung von Absperrvorrichtungen anzugeben, die auch dann einsetzbar ist, wenn nur in geringen Umfang vertikaler Bauraum im Erdreich zur Verfügung steht und die schnell zu installieren ist.
  • Die Aufgabe wird durch eine Anordnung der eingangs genannten Art gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass
  1. a. das Verbindungselement u-förmig ausgebildet ist und zwei, insbesondere zueinander parallele, Schenkel aufweist, wobei ein Schenkel von oben in die Öffnung einer der Verankerungsvorrichtungen einsteckbar ist und der andere Schenkel von oben in die Öffnung einer benachbarten Verankerungsvorrichtung einsteckbar ist, und dass
  2. b. jede Verankerungsvorrichtung ein Aufnahmeelement aufweist, in das das Befestigungsende des Absperrpfahles zerstörungsfrei wieder entnehmbar einfügbar ist.
  • Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen einer Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen, insbesondere einer erfindungsgemäßen Anordnung, anzugeben, das es ermöglicht, schnell mehrere Absperrpfähle sicher im Erdreich zu verankern, wenn lediglich ein geringer vertikaler Bauraum im Erdreich zur Verfügung steht.
  • Die weitere Aufgabe wird durch ein Verfahren gelöst, das gekennzeichnet ist durch den weiteren Schritt des unterirdischen Verbindens jeweils benachbarter Verankerungsvorrichtungen, wobei jede Verankerungsvorrichtung ein Aufnahmeelement aufweist, in das das Befestigungsende des Absperrpfahles zerstörungsfrei wieder entnehmbar einfügbar ist, mittels wenigstens eines Verbindungselements, das u-förmig ausgebildet ist und zwei, insbesondere zueinander parallele, Schenkel aufweist, wobei ein Schenkel von oben in die Öffnung einer der Verankerungsvorrichtung eingesteckt wird und der andere Schenkel von oben in die Öffnung einer benachbarten Verankerungsvorrichtung eingesteckt wird.
  • Dadurch, dass die Verankerungsvorrichtungen als Fertigteile, insbesondere Betonfertigteile, ausgebildet sind, ist eine schnelle und zuverlässige Installation ermöglicht, wobei insbesondere vermieden ist, dass bei der Installation auf das Aushärten einer aushärtbaren Masse, wie beispielsweise Beton, gewartet werden muss. Unter einem Fertigteil wird hierbei insbesondere ein Teil verstanden, das unter Verwendung eines aushärtbaren Materials, beispielsweise Beton entstanden ist. Insbesondere kann das Fertigteil Streben und/oder Träger, insbesondere aus Stahl, beinhalten. Die Verankerungsvorrichtungen können vorteilhaft Ösen, insbesondere aus Stahl, aufweisen, die es erlauben, die Verankerungsvorrichtungen an einen Kran anzuhängen, um sie in ihre endgültige Lage in einer zuvor ausgehobenen Grube zu verbringen. Alternativ kann vorteilhaft auch vorgesehen sein, dass die Verankerungsvorrichtungen eingegossene Anker aufweist, in die Ösen eingeschraubt werden können. Dies hat den Vorteil, dass die Ösen nach dem Verlegen einer Verankerungsvorrichtung in der Grube einfach wieder entfernt können. Wenn die Verankerungsvorrichtung wieder entfernt werden soll, können die Ösen wieder eingeschraubt werden.
  • Die Erfindung hat den ganz besonderen Vorteil, dass auch in solchen baulichen Situationen ein oder mehrere Absperrpfähle sicher gegen ein Überfahren mit einem Landfahrzeug installiert werden können, in denen im Erdreich lediglich ein geringer vertikaler Bauraum, beispielsweise ein Bauraum kleiner 1.000 mm, insbesondere kleiner 700 mm, oder von ca. 600 mm zur Verfügung steht. Hierbei wirkt sich vorteilhaft aus, dass die erfindungsgemäße Absperrvorrichtung wenig vertikalen Bauraum benötigt und dennoch einen sicheren Schutz gegen ein gewaltsames Überfahren mit Landfahrzeugen bietet.
  • Beispielsweise kann die erfindungsgemäße Absperrvorrichtung ohne weiteres derart ausgebildet sein, dass sie lediglich eine vertikale Bauraumtiefe von 600 mm in Anspruch nimmt und dennoch die Überfahrt eines Lastkraftwagens von 7,5 Tonnen Gewicht bei einer Fahrgeschwindigkeit von 80 km/h oder sogar, bei entsprechend größerer Dimensionierung die Überfahrt eines Lastkraftwagens von 40 Tonnen Gewicht bei einer Fahrgeschwindigkeit von 50 km/h oder 80 km/h sicher verhindert.
  • Insoweit kann die erfindungsgemäße Anordnung von Absperrvorrichtungen vorteilhaft oberhalb von bereits vorhandenen Strukturen, wie Leitungen oder Tanks, verbaut werden kann, ohne dass die Strukturen beschädigt werden oder an einen anderen Ort verlegt werden müssten. Außerdem kann die erfindungsgemäße Anordnung von Absperrvorrichtungen vorteilhaft mit vergleichsweise geringem Aufwand wieder entfernt werden. Beispielsweise kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Verankerungsvorrichtungen zunächst lose in der Grube abgesetzt und dann mittels der Verbindungselemente, vorzugsweise zerstörungsfrei und/oder werkzeugfrei wieder lösbar, miteinander verbunden werden. Die Verbindungselemente können beispielsweise als u-förmige Klammern ausgebildet sein, die lediglich eingesteckt werden und die einfach wieder herausgezogen werden können, wenn die Verbindungselemente wieder entfernt werden sollen.
  • Eine einfache Entfernbarkeit und ein einfaches Wiedereinsetzen der erfindungsgemäßen Anordnung oder von Teilen davon ist besonders vorteilhaft, wenn es beispielsweise in einem Stadtgebiet erforderlich sein sollte, an die darunter liegenden Versorgungsleitungen zu kommen. Eine einfache Entfernbarkeit und ein einfaches Wiedereinsetzen von Teilen der Anordnung ist besonders vorteilhaft, wenn durch einen Anschlag eines oder mehrere Verbindungselemente beschädigt wurden, weil diese einfach und schnell ausgetauscht werden können, ohne die gesamte Anordnung abbauen zu müssen.
  • Darüber hinaus hat die erfindungsgemäße Anordnung von Absperrvorrichtungen den weiteren ganz besonderen Vorteil, dass sie modular ausgebildet ist, so dass es durch Zusammenfügen mehrerer, insbesondere gleicher, Module möglich ist, auch größere Areale gegen das Überfahren mit einem Landfahrzeug zuverlässig zu sichern. Hierzu ist, was weiter unten noch im Detail beschrieben ist, vorteilhaft vorgesehen, dass jeweils benachbarte Module nach dem Verbringen in eine Grube im Erdreich fest, insbesondere formschlüssig und/oder stoffschlüssig, miteinander verbunden werden. Es ist im Hinblick auf die Dauer bis zur Fertigstellung einer Installation nicht vorteilhaft, jedoch auch nicht ausgeschlossen, dass der Raum zwischen oder über den Verankerungsvorrichtungen wenigstens teilweise mit Beton ausgegossen wird.
  • Erfindungsgemäß ist das Verbindungselement als Steckelement ausgebildet, das zum Verbinden benachbarter Verankerungsvorrichtungen lediglich eingesteckt zu werden braucht. Das Verbindungselement ist u-förmig ausgebildet und weist zwei, insbesondere zueinander parallele, Schenkel auf. Zum Verbinden benachbarter Verankerungsvorrichtungen wird hierbei von oben ein Schenkel in eine Öffnung eine der Verankerungsvorrichtungen eingesteckt, während der andere Schenkel in eine Öffnung einer benachbarten Verankerungsvorrichtung eingesteckt wird. Die Öffnungen dienen hierbei als Ankopplungselemente zum Ankoppeln des Verbindungselements. Dies hat den ganz besonderen Vorteil, dass eine formschlüssige, insbesondere ausschließlich formschlüssige, Verbindung zwischen benachbarten Verankerungsvorrichtungen schnell und zuverlässig hergestellt werden kann. Außerdem besteht der ganz besondere Vorteil, dass die Verbindung einfach, schnell und zerstörungsfrei wieder gelöst werden kann. Dies beispielsweise, wenn die Anordnung wieder entfernt werden soll.
  • Insbesondere können zum Verbinden zweier benachbarter Verankerungsvorrichtungen gleich große Verbindungselemente verwendet werden, wenn die Verankerungsvorrichtungen parallel zueinander ausgerichtet sind. Alternativ ist es möglich, ungleich große Verbindungselemente zu verwenden, wenn zwei Verankerungsvorrichtungen nicht parallel zueinander ausgerichtet werden, beispielsweise um eine bogenförmige Anordnung mehrerer Verankerungsvorrichtungen zu erreichen.
  • Die Verankerungsvorrichtungen werden als voneinander separate Fertigteile vorzugsweise horizontal nebeneinander in einer Grube abgesetzt. Um dies zu erreichen kann zunächst eine Grube ausgehoben werden, die einen Ebenen, horizontalen Boden aufweist, auf dem die Verankerungsvorrichtungen abgelegt werden. Anschließend kann der darüber liegende Raum bis zur Erdoberfläche aufgefüllt und/oder mit einem Verkehrsflächenbelag, insbesondere einem Pflasterbelag oder einem Asphaltbelag, versehen werden.
  • Besonders stabil ist eine Ausführung, bei der jede Verankerungsvorrichtung Streben beinhaltet. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Streben von einem ausgehärteten Füllmaterial, insbesondere Beton, umgeben sind.
  • Es wurde außerdem erkannt, dass durch die Verwendung einer speziellen Verankerungsvorrichtung, die mehreren Streben, deren Längserstreckungsrichtung senkrecht zum Absperrpfahl und in Richtung auf das Befestigungsende ausgerichtet sind, eine ganz besonders überfahrsichere Verankerung des Absperrpfahl auch dann erreicht werden kann, wenn die Verankerungsvorrichtung im Erdreich lediglich in geringer Tiefe angeordnet ist.
  • Durch das Festlegen des unteren Befestigungsendes des Absperrpfahles an mehreren unterschiedlich ausgerichteten Streben der Verankerungsvorrichtung, insbesondere an Streben, die Teil eines Fachwerks sind, ist gewährleistet, dass die bei Anprall eines Landfahrzeugs gegen den Absperrpfahl auftretenden Kräfte auf unterschiedliche Bereiche der Verankerungsvorrichtung verteilt werden. Insbesondere ist auf diese Weise wirkungsvoll erreicht, dass sich der Absperrpfahl bei einem Anprall eines Landfahrzeugs nicht von der Verankerungsvorrichtung löst.
  • Simulationsversuche haben gezeigt, dass sich die einzelnen Komponenten der Absperrvorrichtung bei Anprall eines Landfahrzeuges zwar dauerhaft verformen, wobei jedoch ein Auseinanderreißen der Strukturen durch die erfindungsgemäße Anordnung der, insbesondere unterschiedlich ausgerichteten, Streben und die damit einhergehende Verteilung der auftretenden Kräfte wirkungsvoll vermieden ist. Dies insbesondere dann, wenn die Verankerungsvorrichtung zusätzlich mit einem aushärtbaren Material, insbesondere Beton, ausgegossen ist, der die Verankerungsvorrichtung zusätzlich aussteift.
  • Bei einer besonderen Ausführungsform sind die Streben fest, insbesondere formschlüssig und/oder stoffschlüssig, mit dem Befestigungsende des Absperrpfahles verbunden.
  • Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Verankerungsvorrichtung ein Aufnahmeelement aufweist, in das das Befestigungsende des Absperrpfahles bei Bedarf eingefügt werden kann. Bei einer solchen Ausführung ist statt dem Absperrpfahl das Aufnahmeelement, das beispielsweise als Hülse ausgebildet sein kann, fest, insbesondere formschlüssig und/oder stoffschlüssig, mit dem Streben verbunden, insbesondere verschweißt.
  • Beispielsweise im Hinblick auf das Verhindern des Überfahrens der erfindungsgemäßen Absperrvorrichtung mit einem Lastkraftwagen von 7,5 Tonnen Gewicht bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h kann die Hülse beispielsweise aus Stahl bei einer Wanddicke im Bereich von 20 mm bis 40 mm und mit einer Höhe von 600 mm ausgebildet und unmittelbar mit dem Streben verschweißt sein. Die Hülse kann einen Innendurchmesser von 254 mm aufweisen, so dass ein Absperrpfahl mit passendem Außendurchmesser von beispielsweise 250 mm, der insbesondere als Vollmaterialpfosten aus Stahl ausgebildet sein kann, von oben eingelassen und bei Bedarf wieder entfernt werden kann. Beispielsweise kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Hülse beispielsweise aus Stahl gefertigt ist und eine Wanddicke im Bereich von 40 mm bis 60 mm aufweist. Die Hülse kann hierfür einen Innendurchmesser im Bereich von 200 mm bis 300 mm, insbesondere von 254 mm, aufweisen, so dass ein Absperrpfahl mit entsprechendem Außendurchmesser, der insbesondere als Vollmaterialpfosten aus Stahl ausgebildet sein kann, von oben eingelassen und bei Bedarf wieder entfernt werden kann.
  • Eine zusätzliche Befestigung des Absperrpfahls ist zwar möglich, aber in der Regel nicht erforderlich, da der Absperrpfahl bereits selbst ein sehr hohes Eigengewicht aufweist und da sich der Absperrpfahl bei dem Anprall eines Landfahrzeuges automatisch derart in der Hülse verklemmt, dass ein ungewolltes Herausreißen aus der Hülse nicht auftritt.
  • Der Absperrpfahl kann ein, insbesondere unter einer abnehmbaren Abdeckung angeordnetes, Innengewinde aufweisen, in das ein Haken eingeschraubt werden kann. Der Schraubhaken ermöglicht es, den Absperrpfahl an einen Kranhaken anzubringen, um diesen zu installieren oder zu entnehmen.
  • Wie bereits erwähnt, kann die Verankerungsvorrichtung vorteilhaft als Fertigteil mit einem aushärtbaren Material, insbesondere mit flüssigem Beton, ausgegossen sein. Hierzu kann die Verankerungsvorrichtung beispielsweise einen äußeren Rahmen und eine Bodenplatte aufweisen, die gemeinsam eine nach oben offene Wanne für das aushärtbare Material bilden. Da das Ausgießen mit einem aushärtbaren Material bereits bei der Herstellung des Fertigteils erfolgt, entsteht auf der Baustelle beim Installieren der erfindungsgemäßen Anordnung kein Zeitverlust, weil nicht auf ein Aushärten, wie beispielsweise das Aushärten von Beton, gewartet werden muss.
  • Wie bereits erwähnt, können die Streben vorteilhaft Teil eines Fachwerks sein. Insbesondere kann der Rahmen zusammen mit den Streben Teil einer Fachwerkstruktur der Verankerungsvorrichtung sein. Insbesondere ist es vorteilhaft möglich, dass wenigstens eine der Streben gleichzeitig auch ein Rahmenteil des Rahmens ist.
  • Der Rahmen kann aus mehreren Rahmenteilen gebildet sein, die miteinander form- und/oder stoffschlüssig verbunden, insbesondere verschweißt, sind. Außerdem sind die Rahmenteile vorzugsweise fest mit der Bodenplatte verbunden, insbesondere verschweißt. Ganz allgemein kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Rahmen aus Rahmenteilen zusammengefügt, insbesondere geschweißt, ist, wobei wenigstens eines der Rahmenteile als Breitflanschträger und/oder als Profilträger und/oder als T-Träger oder als Doppel-T-Träger oder als ebene Platte ausgebildet ist.
  • Bei einer besonderen Ausführung ist die Verankerungsvorrichtung im Wesentlichen, abgesehen von eventuell vorhandenen Aufnahmeelementen zum Einfügen von Absperrpfählen, quaderförmig ausgebildet.
  • Es hat sich gezeigt, dass eine Ausführung der Verankerungsvorrichtung, die eine Länge im Bereich von 1.500 mm bis 2.800 mm, insbesondere von 2.000 mm, eine Breite im Bereich von 1.000 mm bis 1.400 mm, insbesondere von 1.200 mm aufweist, besonders kompakt und dennoch besonders stabil ausgebildet werden kann. Insbesondere kann die Verankerungsvorrichtung eine Höhe im Bereich von 100 mm bis 500 mm, insbesondere von 450 mm, aufweisen. Die Verankerungsvorrichtung kann vorteilhaft Insbesondere im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet sein. Insbesondere kann die Verankerungsvorrichtung vorteilhaft ein Gewicht im Bereich von 2 t bis 4 t, insbesondere von 2,9 t aufweisen. Eine solche Ausführung erlaubt einerseits eine ausreichend gute Handhabbarkeit beim Anliefern und Ablegen in die Grube und andererseits eine ausreichend große Massenträgheit.
  • Insbesondere kann eine solche Ausführung unter Verwendung Bauteilen aus DIN-Rohmaterial derart hergestellt werden, dass die installierte Absperrvorrichtung von einem LKW mit einem Gewicht von 7,5 Tonnen bei einer Fahrgeschwindigkeit von 80 km/h nicht überfahren werden kann.
  • Bei einer besonderen Ausführung weist die Absperrvorrichtung wenigstens einen weiteren Absperrpfahl auf, dessen Befestigungsende an der Verankerungsvorrichtung festgelegt ist oder festlegbar ist. Hierzu kann die Verankerungsvorrichtung vorteilhaft mehrere weitere Streben aufweisen, deren Längserstreckungsrichtung senkrecht zum weiteren Absperrpfahl und in Richtung auf das Befestigungselement des weiteren Absperrpfahles ausgerichtet sind. Eine solche Ausführung kann entsprechend breiter ausgebildet sein.
  • Der weitere Absperrpfahl entweder unmittelbar fest mit den Streben verbunden, insbesondere verschweißt sein, oder indirekt über ein fest mit den weiteren Streben verbundenes Aufnahmeelement eingefügt werden. Letzteres hat den besonderen Vorteil, dass auch der weitere Absperrpfahl bei Bedarf vorübergehend entfernt werden kann.
  • Vorzugsweise sind die Verankerungsvorrichtungen der erfindungsgemäßen Anordnung gleich, insbesondere wenigstens gleich groß, ausgebildet. Eine solche Ausführung erlaubt eine kostengünstige Herstellung, weil Gleichteile hergestellt werden können. Dennoch ist eine solche Ausführung besonders flexibel einsetzbar wie bereits erwähnt, durch die Verwendung unterschiedlicher Verbindungselemente insbesondere eine Verlegung der Verankerungsvorrichtungen in Bogenform genauso möglich, wie eine geradlinige Verlegung, wobei bei einer gradlinigen Verlegung vorzugsweise gleichgroße Verbindungselemente verwendet werden.
  • Hinsichtlich des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt das Herstellen der Grube vorzugsweise derart, dass am Grund der Grube ein ebener, horizontaler Boden entsteht. Vorzugsweise wird eine Grube mit senkrechten Wänden hergestellt. Ein horizontaler, ebener Boden der Grube kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass ein feinkörniges Granulat, wie beispielsweise Kies oder Sand, in nach dem Ausheben von Erdreich in die Grube eingefüllt und anschließend horizontal abgezogen wird. Auf den ebenen und horizontalen Boden der Grube können anschließend die Verankerungsvorrichtungen aufgelegt werden.
  • Nach dem Ablegen der Verankerungsvorrichtungen in der Grube erfolgt das Verbinden jeweils benachbarter Verankerungsvorrichtungen mittels wenigstens eines Verbindungselements. Auf diese Weise wird vorteilhaft erreicht, dass eine Krafteinwirkung auf den Absperrpfahl einer Absperrvorrichtung nicht allein von der betroffenen Absperrvorrichtung aufgefangen werden muss, sondern dass vielmehr eine teilweise Weiterleitung der Kraft auf die benachbarten Verankerungsvorrichtungen und ggf. von diesen auf die übernächsten Verankerungsvorrichtungen erfolgt, so dass sich die Absperrvorrichtungen insgesamt gegenseitig stützen.
  • Bei einer besonderen Ausführung sind benachbarte Verankerungsvorrichtungen (abgesehen davon, dass sie über das Erdreich oder das Füllmaterial oder den Verkehrsbelag indirekt miteinander in Kontakt sind) ausschließlich mittels eines Verbindungselements oder mehrerer Verbindungselemente formschlüssig oder ausschließlich formschlüssig miteinander verbunden. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass benachbarte Verankerungsvorrichtungen ausschließlich mittels eines Verbindungselements oder mehrerer Verbindungselemente derart verbunden, dass Zugkräfte übertragbar sind.
  • Vorzugsweise werden der Raum zwischen den Verankerungsvorrichtungen und/oder wenigstens ein Teil des Raumes oberhalb der Verankerungsvorrichtungen und oberhalb der Zwischenräume mit einem Füllmaterial aufgefüllt. Das Füllmaterial beinhaltet vorzugsweise kein aushärtendes Material, wie beispielsweise Beton. Dies hat den besonderen Vorteil, dass nicht auf das Aushärten gewartet werden muss. Vielmehr ist es möglich, unmittelbar auf dem Füllmaterial einen Verkehrsflächenbelag, insbesondere ein Pflasterbelag oder ein Asphaltbelag, herzustellen. Das Füllmaterial kann beispielsweise aus dem Aushub bestehen oder Teile des Aushubs beinhalten, der beim Herstellen der Grube ausgehoben wurde. Alternativ oder zusätzlich ist es auch möglich, dass das Füllmaterial Kies oder Schotter oder Sand beinhaltet.
  • Vorzugsweise werden die Räume zwischen den Verankerungsvorrichtungen Füllmaterial wie es im Straßenbau verwendet wird, insbesondere mit Kies oder Schotter, aufgefüllt und das Füllmaterial auf eine Proctordichte von mindestens 98% bis 103 % verdichtet. Das Auffüllen der Räume zwischen den Verankerungsvorrichtungen erfolgt vorzugsweise bis zur Oberkante der Verankerungsvorrichtungen, so dass insgesamt eine plane Oberfläche entsteht. Anschließen kann auf die plane Oberfläche ein Verkehrsflächenbelag aufgebracht werden. Für den Verkehrsflächenbelag kann insbesondere eine Bauhöhe von 15 cm vorgesehen sein.
  • Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung wird oberhalb der Verankerungsvorrichtungen und oberhalb der, vorzugsweise aufgefüllten, Zwischenräume zwischen den Verankerungsvorrichtungen ein Verkehrsflächenbelag, insbesondere ein Pflasterbelag oder ein Asphaltbelag, hergestellt, wobei der Verkehrsflächenbelag unmittelbar auf den Verankerungsvorrichtungen aufliegt. Bei einer solchen Ausführung ist es lediglich nötig, die Zwischenräume zwischen den Verankerungsvorrichtungen mit einem Füllmaterial auszufüllen. Auch hierbei gilt, dass es vorteilhaft nicht nötig ist, ein aushärtendes Füllmaterial zu verwenden. Das Füllmaterial kann beispielsweise aus dem Aushub bestehen oder Teile des Aushubs beinhalten, der beim Herstellen der Grube ausgehoben wurde. Das Füllmaterial kann auch Kies oder Schotter oder Sand sein.
  • Bei einer besonderen Ausführung ist wenigstens eine der Verankerungsvorrichtungen auf der Oberseite aufgeraut oder weist eine Anti-Rutsch-Beschichtung auf. Eine solche Ausführung hat den besonderen Vorteil, dass der unmittelbar angrenzende Verkehrsflächenbelag, insbesondere ein Pflasterbelag oder ein Asphaltbelag, nicht verrutscht, beispielsweise wenn ein Fahrzeug darüber fährt.
  • In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielhaft und schematisch dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend beschrieben, wobei gleiche oder gleich wirkende Elemente auch in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen mit denselben Bezugszeichen versehen sind. Dabei zeigen:
  • Fig. 1
    eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen zum Verhindern der Durchfahrt von Landfahrzeugen, insbesondere von Lastkraftwagen,
    Fig. 2
    eine perspektivische Darstellung einer der Absperrvorrichtungen der in Fig. 1 gezeigten Anordnung,
    Fig. 3
    eine Querschnittsdarstellung durch eine in einer Grube verbauten Absperrvorrichtung,
    Fig.4
    eine Detaildarstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Absperrvorrichtung einer erfindungsgemäßen Anordnung ohne seinen Betonguss,
    Fig.5
    das zweite Ausführungsbeispiel ohne Absperrpfahl, und
    Fig. 6
    drei miteinander verbundene Absperrvorrichtungen gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel, wobei zur besseren Illustration bei einer der Absperrpfahl und bei einer der Betonguss nicht dargestellt ist.
  • Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen 21 zum Verhindern der Durchfahrt von Landfahrzeugen, insbesondere von Lastkraftwagen. Jede Absperrvorrichtung 21 weist einen Absperrpfahl 1 auf. Darüber hinaus weist jede Absperrvorrichtung 1 eine als Fertigteil, insbesondere Betonfertigteil, ausgebildete Verankerungsvorrichtung 3 auf, an der ein Befestigungsende des Absperrpfahles 1 festgelegt ist oder festlegbar ist und die dazu ausgebildet und bestimmt ist, derart, insbesondere unsichtbar, unter der Erdoberfläche angeordnet zu werden, dass der Absperrpfahl 1 vertikal aus Erdoberfläche herausragt.
  • Nach dem Ablegen der Verankerungsvorrichtungen 3 in der Grube erfolgt das Verbinden jeweils benachbarter Verankerungsvorrichtungen 3 mittels wenigstens eines Verbindungselements 22. Jeweils benachbarte Verankerungsvorrichtungen 3 der Absperrvorrichtungen 21 sind jeweils mit zwei Verbindungselementen 22 miteinander verbunden. Die Verbindungselemente 22 sind als Steckelemente ausgebildet, die zum Verbinden benachbarter Verankerungsvorrichtungen 3 lediglich eingesteckt zu werden braucht. Die Verbindungselement 22 sind u-förmig ausgebildet und weisen zwei zueinander parallele Schenkel 23 auf, die über einen Steg 24 fest miteinander verbunden sind.
  • Zum Verbinden benachbarter Verankerungsvorrichtungen wird ein Schenkel 23 von oben in eine Öffnung 25 eines der Verbindungselemente eingesteckt, während der andere Schenkel 23 in eine Öffnung 25 einer benachbarten Verankerungsvorrichtungen eingesteckt wird. Die Öffnungen 25 dienen hierbei als Ankopplungselemente zum Ankoppeln des Verbindungselements 22.
  • In dem gezeigten Ausführungsbeispiel werden jeweils zum Verbinden zweier benachbarter Verankerungsvorrichtungen 3 gleich große Verbindungselemente 22 verwendet, weil die Verankerungsvorrichtungen 3 parallel zueinander ausgerichtet sein sollen. Alternativ wäre es möglich, ungleich große Verbindungselemente 22 zu verwenden, wenn zwei Verankerungsvorrichtungen 3 nicht parallel zueinander ausgerichtet werden, beispielsweise um insgesamt eine bogenförmige Anordnung der Verankerungsvorrichtungen 3 zu erreichen.
  • Figur 2 zeigt eine perspektivische Darstellung einer der Absperrvorrichtungen 21 der in Fig. 1 gezeigten Anordnung, wobei der Absperrpfahl 1 mit seinem Befestigungsende 4 in ein Aufnahmeelement 19, nämlich eine Hülse, der Verankerungsvorrichtung 3 eingesteckt ist.
  • Figur 3 zeigt eine Querschnittsdarstellung durch eine in einer Grube 17 verbauten Absperrvorrichtung 21 einer erfindungsgemäßen Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen 21. Die Verankerungsvorrichtung 3 der Absperrvorrichtungen 21 ist am Boden der Grube 17, die beispielsweise mit einer Tiefe von 600 mm hergestellt wurde. abgelegt. Die Grube 17 wurde derart hergestellt, dass sie einen ebenen, horizontalen Boden aufweist, auf dem die Verankerungsvorrichtungen 3 horizontal ausgerichtet ausgelegt werden können. Es ist insbesondere nicht notwendig, am Boden der Grube 17 vor dem Einbringen der Absperrvorrichtung aufwendig 21 ein Fundament zu erstellen. Vorzugsweise wird lediglich ein Schüttgut, beispielsweise feinkörniger Kies, eingefüllt und horizontal abgezogen, so dass die abgezogene Oberfläche des Schüttgutes den horizontalen und ebenen Grubenboden bildet, auf den die Verankerungsvorrichtungen 3 aufgelegt werden können.
  • Oberhalb der Verankerungsvorrichtung 3 und oberhalb der (nicht dargestellten), vorzugsweise aufgefüllten, Zwischenräume zwischen den Verankerungsvorrichtungen 2 ist ein Verkehrsflächenbelag 26, insbesondere ein Pflasterbelag 27 verlegt, wobei der Verkehrsflächenbelag unmittelbar auf der Verankerungsvorrichtung 3 aufliegt.
  • Figur 4 zeigt eine Detaildarstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Absperrvorrichtung 21 einer erfindungsgemäßen Anordnung ohne ihren Betonguss. Es ist ein Aufnahmeelement 19 in Form einer Hülse vorhanden, in das ein Absperrpfahl 1 eingesteckt ist. Die Verankerungsvorrichtung 3 weist mehrere plattenförmige Streben 5, insbesondere aus Stahl, auf, die von einem (in dieser Figur nicht dargestellten) ausgehärteten Füllmaterial, nämlich Beton, umgeben sind und deren Längserstreckungsrichtung senkrecht zum Absperrpfahl 1 und in Richtung auf das Befestigungsende 4 ausgerichtet sind. Zusätzlich sind Verstrebungen 28 aus einem, insbesondere im Querschnitt kreisrunden, Stangenmaterial, insbesondere Stahlstangen, in die Verankerungsvorrichtung 3 eingefügt und von Beton umgeben.
  • Es ist vorgesehen, dass mehrere der in Figur 4 dargestellten Verankerungsvorrichtungen 3 so miteinander verbunden werden, wie dies bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt. Zum Verbinden benachbarter Verankerungsvorrichtungen 3 wird ein Schenkel 23 eines Verbindungselements 22 von oben in eine Öffnung 25 der Verankerungsvorrichtung 3 eingesteckt, während der (in dieser Figur nicht dargestellte) andere Schenkel 23 in eine Öffnung 25 einer benachbarten Verankerungsvorrichtung 3 eingesteckt wird. Die Öffnungen 25 dienen hierbei als Ankopplungselemente zum Ankoppeln des Verbindungselements 22.
  • Figur 5 zeigt das zweite Ausführungsbeispiels einer Absperrvorrichtung 21 ohne Absperrpfahl 1. In Figur 6 sind exemplarisch drei miteinander verbundene Absperrvorrichtungen 21 dargestellt, wobei jede gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel ausgebildet ist und wobei zur besseren Illustration bei der linken Verankerungsvorrichtung 3 der Absperrpfahl 1 und bei der rechten Verankerungsvorrichtung 3 der Betonguss nicht dargestellt ist. Die Absperrvorrichtungen 21 bilden eine erfindungsgemäße Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen 21. Die Öffnung des Aufnahmeelements 19 kann mit einer Abdeckkappe 29 abgedeckt werden, wenn kein Absperrpfahl 1 eingesetzt ist.
  • Bezugszeichenliste:
  • 1
    Absperrpfahl
    3
    Verankerungsvorrichtung
    4
    Befestigungsende des Absperrpfahles 1
    5
    Strebe
    15
    Rahmenteile
    16
    Bodenplatte
    19
    Aufnahmeelement
    21
    Absperrvorrichtung
    22
    Verbindungselement
    23
    Schenkel des Verbindungselements 22
    24
    Steg des Verbindungselements 22
    25
    Öffnung
    26
    Verkehrsflächenbelag
    27
    Pflasterbelag
    28
    Verstrebungen
    29
    Abdeckkappe

    Claims (14)

    1. Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen zum Verhindern der Durchfahrt von Landfahrzeugen, insbesondere von Lastkraftwagen, wobei jede Absperrvorrichtung wenigstens einen Absperrpfahl (1) aufweist, und wobei
      a. jede Absperrvorrichtung eine als Fertigteil, insbesondere Betonfertigteil, ausgebildete Verankerungsvorrichtung (3) aufweist, an der ein Befestigungsende (4) des Absperrpfahles (1) festgelegt ist oder festlegbar ist und die dazu ausgebildet und bestimmt ist, derart, insbesondere unsichtbar, unter der Erdoberfläche angeordnet zu werden, dass der Absperrpfahl (1) vertikal aus der Erdoberfläche herausragt, und wobei
      b. jeweils benachbarte Absperrvorrichtungen jeweils mit mindestens einem Verbindungselement (22) unterirdisch fest miteinander verbunden sind, wobei die Verankerungsvorrichtungen (3) Ankopplungselemente, nämlich Öffnungen (25), zum Ankoppeln wenigstens eines der Verbindungselemente (22) zum formschlüssigen, insbesondere wieder lösbaren, Verbinden benachbarter Absperrvorrichtungen aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass
      c. das Verbindungselement (22) u-förmig ausgebildet ist und zwei, insbesondere zueinander parallele, Schenkel (23) aufweist, wobei ein Schenkel (23) von oben in die Öffnung (25) einer der Verankerungsvorrichtungen (3) einsteckbar ist und der andere Schenkel (23) von oben in die Öffnung (25) einer benachbarten Verankerungsvorrichtung (3) einsteckbar ist, und dass
      d. jede Verankerungsvorrichtung (3) ein Aufnahmeelement (19) aufweist, in das das Befestigungsende (4) des Absperrpfahles (1) zerstörungsfrei wieder entnehmbar einfügbar ist.
    2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
      a. mittels des Verbindungselement (22) eine formschlüssige Verbindung, insbesondere eine ausschließlich formschlüssige, Verbindung hergestellt ist, und/oder dass
      b. das Verbindungselement (22) zerstörungsfrei von den Verankerungsvorrichtungen (3) lösbar ist, und/oder dass
      c. benachbarte Verankerungsvorrichtungen (3) ausschließlich mittels wenigstens eines Verbindungselements (22), insbesondere formschlüssig oder ausschließlich formschlüssig, miteinander verbunden sind.
    3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verankerungsvorrichtungen (3) als voneinander separate Fertigteile horizontal nebeneinander in einer Grube (17) abgesetzt sind und dass der darüber liegende Raum bis zur Erdoberfläche aufgefüllt ist und/oder mit einem Verkehrsflächenbelag (26), insbesondere einem Pflasterbelag (27) oder einem Asphaltbelag, versehen ist.
    4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
      a. jede Verankerungsvorrichtung (3) Streben beinhaltet, die von einem ausgehärteten Füllmaterial, insbesondere Beton (18), umgeben sind, und/oder dass
      b. jede Verankerungsvorrichtung (3) mehrere Streben (5) aufweist, deren Längserstreckungsrichtung senkrecht zum Absperrpfahl (1) und in Richtung auf das Befestigungsende (4) ausgerichtet sind, und/oder dass
      c. die Streben fachwerkartig angeordnet sind und/oder dass die Streben ein Fachwerk bilden, und/oder dass
      d. die Streben fest, insbesondere formschlüssig und/oder stoffschlüssig, mit dem Aufnahmeelement (19) verbunden sind.
    5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
      a. das Aufnahmeelement (19) als Hülse ausgebildet ist, und/ oder dass
      b. das Aufnahmeelement (19) als Hülse aus Stahl ausgebildet ist, die eine Höhe im Bereich vom 500 mm bis 700 mm, insbesondere von 600 mm, aufweist, und/oder dass
      c. das Aufnahmeelement (19) als Hülse aus Stahl ausgebildet ist, die eine Wanddicke im Bereich von 20 mm bis 40 mm, insbesondere von 25 mm, oder im Bereich von 40 mm bis 60 mm, aufweist.
    6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
      a. jede Verankerungsvorrichtung (3) einen äußeren Rahmen in einer zum Absperrpfahl (1) senkrechten Ebene aufweist und/oder dass jede Verankerungsvorrichtung (3) eine Bodenplatte (16) in einer zum Absperrpfahl (1) senkrechten Ebene aufweist, und/oder dass
      b. jede Verankerungsvorrichtung (3) einen äußeren Rahmen in einer zum Absperrpfahl (1) senkrechten Ebene aufweist und/oder dass jede Verankerungsvorrichtung (3) eine Bodenplatte (16) in einer zum Absperrpfahl (1) senkrechten Ebene aufweist, wobei der Rahmen und die Bodenplatte (16) gemeinsam eine Wanne bilden, die mit einem Material, insbesondere Beton, das bereits bei der Herstellung der Verankerungsvorrichtung (3) als Fertigteil ausgehärtet ist, gefüllt ist und/oder dass
      c. jede Verankerungsvorrichtung (3) einen äußeren Rahmen in einer zum Absperrpfahl (1) senkrechten Ebene sowie Streben aufweist und/oder dass jede Verankerungsvorrichtung (3) eine Bodenplatte (16) in einer zum Absperrpfahl (1) senkrechten Ebene aufweist, wobei sowie Streben (5) aufweist, wobei der Rahmen und/oder die Streben (5) eine vertikale Höhe im Bereich von 100 mm bis 200 mm, insbesondere von 150 mm aufweisen, und/oder dass
      d. jede Verankerungsvorrichtung (3) einen äußeren Rahmen in einer zum Absperrpfahl (1) senkrechten Ebene sowie Streben (5) aufweist und/oder dass jede Verankerungsvorrichtung (3) eine Bodenplatte (16) in einer zum Absperrpfahl (1) senkrechten Ebene aufweist, wobei sowie Streben (5) aufweist, wobei der Rahmen und/oder die Streben (5) eine vertikale Höhe aufweisen, die um mehr als das achtfache, insbesondere um mehr als das zehnfache kleiner ist, als die vertikale Höhe des Absperrpfahles (1).
    7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
      a. wenigstens ein Absperrpfahl (1) nicht hohl ausgebildet ist oder dass alle Absperrpfähle (1) nicht hohl ausgebildet sind, und/oder dass
      b. wenigstens ein Absperrpfahl (1) kreiszylinderförmig mit einem Durchmesser im Bereich vom 120 mm bis 150 mm, insbesondere im Bereich vom 130 mm bis 140 mm, insbesondere von 130 mm, oder im Bereich vom 200 mm bis 300 mm, insbesondere von 250 mm, ausgebildet ist, oder dass alle Absperrpfähle (1) kreiszylinderförmig mit einem Durchmesser im Bereich vom 120 mm bis 150 mm, insbesondere im Bereich vom 130 mm bis 140 mm, insbesondere von 130 mm, oder im Bereich vom 200 mm bis 300 mm, insbesondere von 250 mm, ausgebildet sind und/oder dass
      c. wenigstens ein Absperrpfahl (1) aus Stahl hergestellt ist oder dass alle Absperrpfähle (1) aus Stahl hergestellt sind.
    8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
      a. die Absperrvorrichtungen gleich sind, und/oder dass
      b. die Verankerungsvorrichtungen (3) auf der Oberseite aufgeraut sind oder eine Anti-Rutsch-Beschichtung aufweisen.
    9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
      a. wenigstens eine der Verankerungsvorrichtungen (3) im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet ist, und/oder dass
      b. wenigstens eine der Verankerungsvorrichtungen (3) im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet ist und eine Länge im Bereich von 1500 mm bis 2800 mm, insbesondere von 2000 mm, und ein Breite im Bereich von 1000 mm bis 1400 mm, insbesondere von 1200 mm, aufweist, und/oder dass
      c. der Abstand der Absperrpfähle benachbarter Absperrvorrichtungen im Bereich von 1000 mm bis 1400 mm liegt, insbesondere 1200 mm beträgt.
    10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Fertigteil ein Teil ist, das unter Verwendung eines aushärtbaren Materials, beispielsweise Beton, entstanden ist.
    11. Verfahren zum Herstellen einer Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen, insbesondere einer Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei jede Absperrvorrichtung wenigstens eine Verankerungsvorrichtung (3) aufweist, an der jeweils ein Befestigungsende (4) eines Absperrpfahles (1) festgelegt ist oder festlegbar ist, und wobei jede Verankerungsvorrichtung (3) als Fertigteil, insbesondere als Betonfertigteil, ausgebildet ist, und die Verankerungsvorrichtungen (3) Ankopplungselemente, nämlich Öffnungen (25), zum Ankoppeln wenigstens eines Verbindungselements (22) zum formschlüssigen und wieder lösbaren Verbinden benachbarter Absperrvorrichtungen aufweisen, und wobei eine Grube im Erdreich hergestellt wird und mehrere Verankerungsvorrichtungen (3), insbesondere horizontal nebeneinander, in der Grube abgelegt werden, gekennzeichnet durch den weiteren Schritt des unterirdischen Verbindens jeweils benachbarter Verankerungsvorrichtungen, wobei jede Verankerungsvorrichtung ein Aufnahmeelement aufweist, in das das Befestigungsende des Absperrpfahles zerstörungsfrei wieder entnehmbar einfügbar ist, mittels wenigstens eines Verbindungselements, das u-förmig ausgebildet ist und zwei, insbesondere zueinander parallele, Schenkel aufweist, wobei ein Schenkel von oben in die Öffnung einer der Verankerungsvorrichtung eingesteckt wird und der andere Schenkel von oben in die Öffnung einer benachbarten Verankerungsvorrichtung eingesteckt wird.
    12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass
      a. der Raum zwischen den Verankerungsvorrichtungen (3) und/oder wenigstens ein Teil des Raumes oberhalb der Verankerungsvorrichtungen (3) und oberhalb der Zwischenräume mit einem Füllmaterial aufgefüllt wird, oder dass
      b. der Raum zwischen den Verankerungsvorrichtungen (3) und/oder wenigstens ein Teil des Raumes oberhalb der Verankerungsvorrichtungen (3) und oberhalb der Zwischenräume mit einem Füllmaterial aufgefüllt wird, wobei das Füllmaterial kein aushärtendes Material beinhaltet und/oder dass das Füllmaterial keinen flüssigen Beton beinhaltet und/oder dass das Füllmaterial aus dem Aushub besteht oder Aushub beinhaltet, der beim Herstellen der Grube (17) ausgehoben wurde, und/oder dass das Füllmaterial Kies oder Schotter oder Sand beinhaltet.
    13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass
      a. oberhalb der Verankerungsvorrichtungen (3) und oberhalb der, vorzugsweise aufgefüllten, Zwischenräume zwischen den Verankerungsvorrichtungen (3) ein, insbesondere befahrbarer, Verkehrsflächenbelag (26), insbesondere ein Pflasterbelag (27) oder ein Asphaltbelag, hergestellt wird, oder dass
      b. oberhalb der Verankerungsvorrichtungen (3) und oberhalb der, vorzugsweise aufgefüllten, Zwischenräume zwischen den Verankerungsvorrichtungen (3) ein Verkehrsflächenbelag (26), insbesondere ein Pflasterbelag (27) oder ein Asphaltbelag, hergestellt wird, wobei der Verkehrsflächenbelag (26) unmittelbar auf den Verankerungsvorrichtungen aufliegt, oder dass
      c. oberhalb der Verankerungsvorrichtungen (3) und oberhalb der, vorzugsweise aufgefüllten, Zwischenräume zwischen den Verankerungsvorrichtungen (3) ein Verkehrsflächenbelag (26), insbesondere ein Pflasterbelag (27) oder ein Asphaltbelag, hergestellt wird, wobei der Verkehrsflächenbelag (26) unmittelbar auf dem Füllmaterial aufliegt.
    14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass
      a. die Grube (17) mit einer Tiefe im Bereich von 400 mm bis 800 mm, insbesondere mit einer Tiefe von 600 mm ausgehoben wird, und/oder dass
      b. die Grube (17) derart ausgehoben wird, dass sie einen ebenen, horizontalen Boden aufweist, und/oder dass
      c. kein Fundament, insbesondere kein Betonfundament, in der Grube (17) hergestellt wird, und/oder dass
      d. außer zum Herstellen der Verankerungsvorrichtungen (3) als Fertigteile nicht betoniert wird.
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