Faltschachtel
[0001] Die Erfindung betrifft eine Faltschachtel, deren Verwendung sowie ein Verfahren zum Herstellen der Faltschachtel.
[0002] Es sind bereits diverse Faltschachteln bekannt, die zur Aufnahme von Waren oder Packgut dienen. In der WO2005/075300 ist eine quader- oder würfelförmige oder sechsseitige Klapp- oder Faltschachtel mit einem viereckigen Grundriss offenbart, die eine Bodenwand und sechs Seitenwände aufweist. Die Seitenwände sind scharniergelenkig über Faltbälge miteinander verbunden, so dass die Faltschachtel aus einer flachen Stellung in eine erhabene Stellung aufstellbar ist. Eine der Seitenwände ist zusammen mit zwei Faltbälgen an der Bodenwand scharniergelenkig befestigt, wobei die Faltbälge sich jeweils an einem Ende der Seitenwand befinden.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Faltschachtel, deren Verwendung und Herstellungsverfahren anzugeben, bei denen die Transportfähigkeit sowie Lagerungsfähigkeit verbessert wird und die Aufnahme von rundlichem Aufnahmegut sichergestellt wird.
[0004] Zur Lösung werden die im Patentanspruch 1 angegebene Faltschachtel, deren Verwendung im Patentanspruch 10 und ein Verfahren zum Herstellen einer Faltschachtel im Patentanspruch 16 vorgeschlagen. Vorteilhafte, optionale Ausbildungen ergeben sich ganz oder teilweise aus den abhängigen Ansprüchen.
[0005] Die Faltschachtel weist eine vieleckige Bodenwand und entsprechend, aneinander scharnierte Seitenwänden auf, welche in einer geschlossenen Reihe die Bodewand umgeben. Die Seitenwandanzahl ist eine gerade und die Hälfte der Seitenwandanzahl eine ungerade Zahl. Des Weiteren weist die Bodenwand ein Bodenscharnier auf, das von einem Eck bis zu einem gegenüberliegenden Eck verläuft. Dieses Bodenscharnier kann eine eingeprägte Falt- oder Knicklinie oder -kante sein. Das bedeutet, dass die Bodenwand aus
einem Einzelteil hergestellt ist. Möglich wäre jedoch auch, dass die Bodenwand aus zwei identischen Bodenwandteilen besteht. Das bedeutet, dass das Bodenscharnier die Bodenwand durchsetzt und somit die zwei Bodenwandteile miteinander verbindet. Die Bodenwand weist außerdem mindestens 2 Ecken auf, vorzugsweise sechs Ecken, d.h. sie stellt ein Sechseck bzw. ein Hexagon dar.
[0006] Erfindungsgemäß ist an jeder Seitenwand unterhalb der Bodenwand mindestens ein Anschlagelement befestigt. Die Befestigung der Anschlagelemente an den Seitenwänden wird vorzugsweise durch eine stoffschlüssige Verbindung, wie zum Beispiel Kleben, hergestellt. Die Anordnung der Anschlagelemente unterhalb der Bodenwand ist vorhanden, um das Abrutschen der Bodenwand nach unten hin zu verhindern. Das bedeutet, dass die Anschlagelemente eine Auflage oder Auflagefläche für die Bodenwand darstellen.
[0007] Es ist ebenfalls zweckmäßig, dass die Bodenwand mindestens zwei Klebelaschen oder sonstige Befestigungselemente, die parallel zum Bodenscharnier verlaufen, aufweist. Eine Klebelaschenlänge oder Befestigungselementlänge entspricht einer Seitenkantenlänge der Bodenwand. Die Klebelaschen oder die Befestigungselemente sind an gegenüberliegenden Seitenkanten der Bodenwand angeordnet, die parallel zum Bodenscharnier oder zur Falt- oder Knicklinie oder -kante verlaufen. Das bedeutet, dass beidseitig zum Bodenscharnier bzw. Falt- oder Knicklinie oder -kante die Klebelaschen oder die Befestigungselemente ausgebildet sind. Es können auch mehr als zwei Klebelaschen oder Befestigungselemente vorhanden sein. Jedoch können die Klebelaschen oder Befestigungselemente nur an zwei Seitenkanten der Bodenwand, die parallel zum Bodenscharnier verlaufen, angeordnet sein, damit die Schachtel faltbar bleibt.
[0008] Des Weiteren ist es zweckmäßig, dass die Klebelaschen oder die sonstigen Befestigungselemente der Bodenwand zwischen Seitenwand und Anschlagelement befestigt sind. Dies kann vorzugsweise mittels einer stoffschlüssigen Verbindung erreicht werden. Denkbar sind aber auch kraft- oder formschlüssige Verbindungen. Die auf den Klebelaschen oder auf den
Befestigungselementen aufgebrachten Anschlagelemente stabilisieren die Verbindung zwischen Bodenwand und der Seitenwandreihe.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Anschlagelemente, die auf den Klebelaschen oder auf sonstigen Befestigungselementen der Bodenwand befestigt sind, über die gesamte Seitenwandkantenlänge angeordnet. Dadurch wird eine erhöhte Stabilität und Tragfähigkeit erreicht, so dass die Faltschachtel mit mehr Packgut oder wuchtiger Ware beladen werden kann.
[0010] In einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel sind die Anschlagelemente bündig mit der jeweiligen Seitenwandkante angeordnet. Des Weiteren weisen alle Anschlagelemente die gleiche Höhe auf, so dass die Bodenwand eben auf den Anschlagelementen aufliegt. Dadurch wird ein rechter Winkel zwischen Seitenwände und Bodenwand sichergestellt.
[0011] Bei einem weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel sind die Seitenwände, die Bodenwand und die Anschlagelemente aus Packstoff, vorzugsweise aus Pappe und/oder Papier, ausgebildet. Unter Packstoff wird ein Werkstoff verstanden aus dem das Packmittel, d.h. die Faltschachtel, besteht. Das Packmittel oder die Faltschachtel sind dazu bestimmt, das Packgut, d.h. die Ware, zu umschließen oder zusammenzuhalten, so dass es lager- und/oder transport- und/oder verkaufsfähig ist. Unter Packstoff kann zum Beispiel Holz, Papier, Pappe, Glas, Eisen, Aluminium, Kunststoff usw. verstanden werden.
[0012] Zweckmäßig ist es ebenfalls, dass alle Seitenwände die gleiche Höhe aufweisen. Dennoch ist dies nicht zwingend notwendig. Die Seitenwände können auch unterschiedliche Höhen aufweisen. Es sollte jedoch dabei beachtet werden, dass der Deckel dementsprechend angepasst werden müsste, damit die Ware oder das Packgut auch dicht verschlossen werden kann.
[0013] In einem weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel weist bei der aufgeklappten Faltschachtel jeder Kantenwinkel oder Innenwinkel
zwischen den Seitenwänden mindestens 120° auf. Der Winkel ist abhängig von der Seitenwandanzahl und/oder von der Anzahl der Ecken der Bodenwand. Die Innenwinkel oder Kantenwinkel sollten alle gleich sein, damit sich eine geschlossene zylindrische und symmetrische Form ergibt. Bei einem Sechseck bzw. Hexagon weist der Innenwinkel oder Kantenwinkel zwischen den Seitenwänden 120° auf, bei einem Zehneck bzw. Dekagon hingegen sind es bereits 144°.
[0014] Neben der Faltschachtel wird auch eine Verwendung zum Zusammen- und Aufklappen einer Faltschachtel beansprucht. Die Faltschachtel umfasst ein Vieleck mit einer geraden Anzahl von Ecken. Die Hälfte der Eckenanzahl entspricht einer ungeraden Zahl. Des Weiteren weist die Faltschachtel eine Bodenwand, die ein zwischen zwei gegenüberliegenden Ecken verlaufendes Bodenscharnier aufweist, sowie Seitenwände auf, wobei die zwei Seitenwände, die parallel zum Bodenscharnier verlaufen, gegeneinander gedrückt werden.
[0015] In einem erfindungsgemäßen Verwendungsbeispiel wird durch das Gegeneinanderdrücken der zwei Seitenwände die Bodenwand an dem Bodenscharnier nach Innen geknickt oder gefaltet. Die Bodenwand bildet während dem Zusammen- und Aufklappen somit eine Spitzdachform. Der Winkel der Spitzdachform nimmt während dem Zusammenklappen ab und während dem Aufklappen zu. Demnach ist der Winkel abhängig von dem Abstand der gegenüberliegenden Seitenwände, die gegeneinander gedrückt werden.
[0016] Zweckmäßig ist es, dass die Seitenwände solange gegeneinander gedrückt werden bis sie dicht oder satt oder flächig auf der Bodenwand aufliegen. Der Winkel der Spitzdachform der Bodenwand wird beim Zusammenklappen immer kleiner, so dass am Ende beide Bodenwandseiten oder Bodenwandteile dicht oder satt oder flächig aufeinander liegen.
[0017] Es gibt mehrere Möglichkeiten die Faltschachtel wieder aufzuklappen. Zum einen kann die flach zusammengeklappte Faltschachtel
erfindungsgemäß mittels Drücken gegen die beiden Enden aufgeklappt werden, wodurch sich die Bodenwand senkt. Zum anderen kann erfindungsgemäß die flach zusammengeklappte Faltschachtel mittels Drücken gegen das Bodenscharnier aufgeklappt werden. Beide Möglichkeiten können auch nacheinander verwendet werden, d.h. zuerst wird durch Drücken gegen beide Enden die Bodenwand gesenkt, so dass anschließend mittels Drücken gegen das Bodenscharnier die Faltschachtel komplett aufgeklappt wird. Unter den vorig genannten Enden werden die zwei Ecken oder die zwei Filmscharniere verstanden, die im zusammengeklappten Zustand einen kleinen bzw. annähernden Innenwinkel oder Kantenwinkel von 0° aufweisen.
[0018] Bei einer weiteren bevorzugten Verwendungsform werden durch die Anschlagelemente eine Knickung und/oder eine Durchbiegung der Bodenwand nach außen oder nach unten hin verhindert. Die Anschlagelemente dienen demnach als Auflage bzw. Auflagefläche oder als Stopper, so dass das Packgut oder die Ware sicher in der Faltschachtel aufbewahrt oder transportiert werden kann.
[0019] Des Weiteren wird ein Verfahren zum Herstellen einer Faltschachtel beansprucht. Dabei wird eine vieleckige Bodenwand von einem Eck ausgehend bis zu einem gegenüberliegenden Eck mit einem Bodenscharnier versehen. Anstatt des Bodenscharniers kann auch eine Falt- oder Knicklinie oder -kante eingeprägt werden. Des Weiteren werden beide Enden einer Reihe gelenkig verbundener Seitenwände oder Seitenwandteile miteinander verbunden. Vorzugsweise geschieht dies mittels einer stoffschlüssigen Verbindung. Anschließend wird die Bodenwand mit der Seitenwandreihe verbunden, wobei die Bodenwand sowie die Seitenwandreihe mit einer geraden Anzahl von Ecken ausgebildet werden und die Hälfte der Eckenanzahl ungerade ist.
[0020] Das Bodenscharnier bzw. die Falt- oder Knicklinie oder -kante kann außerdem durch einritzen der Bodenwand entlang der gewünschten Faltoder Knicklinie oder -kante hergestellt werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass die Bodenwand aus zwei Teilen besteht, d.h. zwei Bodenwandteile
aufweist und diese Teile mit einem Scharniergelenk miteinander verbunden werden.
[0021] Erfindungsgemäß wird die Seitenwandreihe aus separat hergestellten Seitenwänden oder Seitenwandteilen gebildet, die mit scharnierartigen Verbindungen aneinander gereiht werden. Das bedeutet, dass zuerst alle Seitenwände einzeln vorhanden sind und in einem weiteren Verarbeitungsschritt die einzelnen Seitenwände miteinander verbunden werden, so dass sich eine Seitenwandreihe ergibt. Die Seitenwandreihe wird wiederum an beiden Enden miteinander verbunden, wodurch eine geschlossene zylindrische Form entsteht.
[0022] In einer bevorzugten Verfahrensvariante wird für die Seitenwandteile steifes Material verwendet und mittels eines flexiblen Überzuges werden die Seitenwandteile derart miteinander verbunden, dass Filmscharniere ausgebildet werden. Für die Seitenwandteile wird zum Beispiel Pappe oder Karton verwendet. Die einzelnen Seitenwandteile werden mit einem gleich bleibenden bzw. vorgegebenen Abstand zueinander in eine Reihe gelegt und anschließend mit einem flexiblen Überzug wie zum Beispiel einer dünnen Schicht Papier, überzogen. Die Abstände zwischen den Seitenwandteilen werden vorzugsweise gleichmäßig ausgebildet. Durch den Überzug entstehen zwischen den festen bzw. steifen Seitenwandteilen Scharniere bzw. flexible Übergänge, wodurch an diesen Stellen die Seitenwandreihe geknickt oder gefaltet werden kann.
[0023] Eine andere erfindungsgemäße Möglichkeit besteht darin, dass die Seitenwandreihe aus einem Stück, also einstückig, ausgebildet wird und die Falt- oder Knicklinie oder -kante unter Ausbildung von Scharniergelenken eingeprägt werden. Das bedeutet, dass in die Seitenwandreihe in gewissen und gleichmäßigen Abständen die Falt- oder Knicklinie oder -kante eingeprägt wird. Anschließend werden die beiden Enden der Seitenwandreihe miteinander verbunden. Dies kann entweder durch eine Stoff-, kraft- oder formschlüssige Verbindung erreicht werden.
[0024] In einer erfindungsgemäßen Verfahrensvariante wird die Seitenwandreihe beidseitig mit Klebelaschen oder mit sonstigen Befestigungselementen ausgebildet und wenigstens eine der Klebelaschen oder eines der Befestigungselemente mit der Innenseite des anderen Seitenwandendes verbunden. Die Klebelaschen oder die Befestigungselemente müssen nicht geklebt werden, sondern können auch durch form- oder kraftschlüssige Verbindungen, abhängig vom verwendeten Material, die Seitenwandreihe zu einer geschlossenen zylindrischen Form herstellen.
[0025] Es ist zweckmäßig, dass die Bodenwand in die geschlossene Seitenwandreihe eingebracht wird, so dass jeweils eine Seitenwand an jeweils einer Seitenkante der Bodenwand anliegt. Demnach weist die Bodenwand gleich viele Seitenkanten wie die Seitenwandreihe Seitenwände auf. Die Seitenkanten der Bodenwand sind außerdem eng bzw. dicht an den Seitenwänden anliegend, so dass die Bodenwand mit den Seitenwänden eine nach unten hin geschlossene zylindrische Form darstellt.
[0026] Ebenfalls ist es zweckmäßig, dass an der Bodenwand parallel zum und beidseits des Bodenscharniers oder parallel zur und beidseits der Faltoder Knicklinie oder -kante mindestens zwei Klebelaschen oder sonstige Befestigungselemente angebracht werden. Es muss mindestens eine Klebelasche oder ein Befestigungselement auf jeder Seitenkante, die parallel zum Bodenscharnier oder parallel zur Falt- oder Knicklinie oder -kante verläuft, befestigt oder ausgebildet werden. Mittels dieser Klebelaschen oder Befestigungselemente wird die Bodenwand mit den Seitenwänden verbunden.
[0027] Bevorzugt werden die Klebelaschen oder sonstige Befestigungselemente der Bodenwand und/oder der Seitenwandreihe auf den Innenseiten der Seitenwände befestigt. Dadurch sind die Verbindungen der Einzelteile, insbesondere der Seitenwandreihe mit sich selbst und die Seitenwandreihe mit der Bodenwand, nicht von außen zu erkennen.
[0028] In einer weiteren erfindungsgemäßen Verfahrensvariante werden auf den Innenseiten der Seitenwände und/oder auf den befestigten Klebelaschen oder Befestigungselementen Anschlagelemente befestigt, um als Auflage für die Bodenwand zu dienen. Die Anschlagelemente verhindern das durchrutschen und die Knickung der Bodenwand nach unten hin. Des Weiteren stellen die Anschlagelemente Auflageflächen für die Bodenwand dar, damit die Bodenwand eine Ebene bzw. eine gerade Fläche bildet.
[0029] Es besteht auch die Möglichkeit die Faltschachtel mit einem Deckel zu versehen. Der Deckel kann ebenfalls die Merkmale der Faltschachtel aufweisen, so dass dieser ebenfalls wie die Faltschachtel zusammenklappbar ist.
[0030] Weitere Einzelheiten, Merkmale, Merkmalskombinationen und Wirkungen auf der Basis der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter, beispielhafter Ausführungsformen der Erfindung sowie aus den Zeichnungen. Diese zeigen in:
Vogelperspektivische Ansicht von oben auf die Faltschachtel
Figur 2 Vogelperspektivische Ansicht von unten auf die Faltschachtel
Figur 3 Draufsicht Faltschachtel
Figur 4 Unteransicht Faltschachtel
Figur 5 Vogelperspektivische Ansicht von oben, während Faltschachtel zusammen- oder aufgeklappt wird
Figur 6 Vogelperspektivische Ansicht der zusammengeklappten
Faltschachtel
Figur 7 Draufsicht einer liegenden zusammengeklappten Faltschachtel
Figur 8 Bodenwand mit Klebelaschen
[0031] In der Fig. 1 ist ein Beispiel für eine Faltschachtel in einer vogelperspektivischen Ansicht dargestellt. Die beispielhafte Faltschachtel stellt ein Sechseck bzw. ein Hexagon dar. Hierfür sind sechs Seitenwandteile 1 oder Seitenwände 1 bzw. eine Seitenwandreihe derart verbunden, so dass eine zylindrische Form entsteht. Die Seitenwände 1 oder Seitenwandteile 1 sind über Scharniergelenke oder Filmscharniere 2 oder Falt- oder Knicklinien oder -kanten miteinander verbunden. Am unteren Ende der zylindrischen Form ist eine Bodenwand 3 angeordnet. Die Bodenwand 3 weist sechs Seitenkanten 4 auf, zwischen denen jeweils ein Eck 5 angeordnet ist. Von einem Eck 5 bis zu einem gegenüberliegenden Eck 5 ist eine Falt- oder Knicklinie oder -kante 6 eingeprägt bzw. ein Bodenscharnier 6 angeordnet. Die Bodenwand 3 kann auch aus zwei Einzelteilen, d.h. aus zwei Bodenwandteilen 7 bestehen, die mittels des Bodenscharniers 5 miteinander verbunden sind. Außerdem entspricht die Seitenkantenlänge 4 der Bodenwand 3 der Länge der inneren Seitenwandkante 8.
[0032] In der Fig. 2 ist die Faltschachtel in einer vogelperspektivischen Ansicht von unten dargestellt. An jeder Seitenwand 1 oder an jedes Seitenwandteil 1 ist ein Anschlagelement 9 angeordnet. Die Anschlagelemente 9 dienen als Auflagefläche für die Bodenwand 3, so dass die Bodenwand 3 eine Ebene bildet. An den Seitenwänden 1 , die parallel zum Bodenscharnier 6 verlaufen, sind die Anschlagelemente 9 über die gesamte Seitenwandkante 8 ausgebildet. Zwischen diesen zwei Seitenwänden 1 und den dazugehörigen Anschlagelementen 9 sind vorspringende Klebelaschen 10, die an der Bodenwand 3 oder an den Bodenwandteilen 7 befestigt sind, angeordnet. Diese Klebelaschen 10 bilden ebenfalls jeweils ein Scharniergelenk.
[0033] In der Fig. 3 bzw. in der Fig. 4 ist die Faltschachtel als Draufsicht bzw. Untersicht dargestellt.
[0034] In der Fig. 5 ist die Faltschachtel während des Zusammenoder Aufklappens zu erkennen. Es werden die beiden Seitenwände 1 , die parallel
zum Bodenscharnier 6 verlaufen, gegeneinander gedrückt (siehe Pfeile). Dabei werden die Innenwinkel α der zwei Ecken 5 bzw. Filmscharniere 2 oder Scharniergelenke 2 der Seitenwandreihe, die bei der aufgeklappten Faltschachtel an dem Bodenscharnier 6 grenzen, oder die im zusammengeklappten Zustand gebildeten beiden Enden 11 immer kleiner. Die Innenwinkel ß der restlichen Ecken 5 bzw. Filmscharniere 2 oder Scharniergelenke 2 der Seitenwandreihe werden hingegen dazu beim Zusammenklappen immer größer. Während des Auf- und Zusammenklappens wird die Bodenwand 3 bzw. werden die zwei Bodenwandteile 7 nach innen gefaltet bzw. geknickt. Dadurch bildet die Bodenwand 3 eine Spitzdachform. Je kleiner der Abstand zwischen den beiden gegenüberliegenden Seitenwänden 1 wird, desto kleiner wird auch der Winkel zwischen den beiden Bodenwandteilen 7 oder der Winkel am Bodenscharnier 6 der Bodenwand 3.
[0035] Wenn die Faltschachtel zusammengeklappt ist, wie auch in der Fig. 6 zu sehen ist, beträgt der Winkel zwischen den Bodenwandteilen 7 ungefähr 0°. Das bedeutet, dass die Bodenwandteile 7 direkt dicht und flächig aufeinander auf liegen. Die Winkel an den beiden Enden 11 der zusammengeklappten Faltschachtel weisen ebenfalls einen annähernden Winkel von 0° auf. Die Fig. 7 zeigt die Draufsicht einer liegenden zusammengeklappten Faltschachtel. [0036] Die Fig. 8 stellt die Bodenwand 3 im Einzelnen als separates
Teil dar. Es ist zu erkennen, dass das Bodenscharnier 6 von einem Eck 5, α zu dem gegenüberliegenden Eck 5, α verläuft. Das Bodenscharnier 6 verbindet entweder beide einzelnen Bodenwandteile 7 oder es stellt eine Falt- oder Knicklinie oder -kante 6 dar, die in die Bodenwand 3 eingeprägt wurde. Parallel und beidseits des Bodenscharniers 6 sind an den Seitenkanten 4 der Bodenwand 3 Klebelaschen 10 vorspringend angeordnet, so dass sie mit den jeweiligen Seitenwänden 1 und Anschlagelementen 9 sich überdecken. Diese sind gemäß der Fig. 8 über die gesamte Seitenkantenlänge ausgebildet.
Bezugszeichenliste
1 Seitenwandteil / Seitenwand
2 Filmscharnier / Scharniergelenk / Falt- oder Knicklinie oder -kante / scharnierartige Verbindung
3 Bodenwand
4 Seitenkante der Bodenwand
5 Eck
6 Bodenscharnier / Falt- oder Knicklinie oder -kante
7 Bodenwandteil
8 Seitenwandkante
9 Anschlagelement
10 Klebelaschen
1 1 Ende der zusammengeklappten Faltschachtel α Kanten- oder Innenwinkel zwischen Seitenwänden, die am
Bodenscharnier angrenzen ß Kanten- oder Innenwinkel zwischen den restlichen Seitenwänden