DEST005127MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. Juli 1952 Bekaimtgemacht am 23. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft die Zusammensetzung phosphor- und schwefelhaltiger Hochdruckzusätze für
Getriebeöle, die die Belastbarkeit von solchen Schmierölen oder Schmierfetten erhöhen, die außerordentlich
hohen Belastungen ausgesetzt sind, z. B. in Differentialen und Hypoidgetrieben von Kraftfahrzeugen.
Es ist bekannt, daß phosphor- und schwefelhaltig-Schmiermittel
im Vergleich mit schwefel- und phosphorfreien Schmiermitteln höhere Belastungen aushalten,
bevor der Schmierfilm reißt. Zum Beispiel können gewisse hochviskose Schmieröle auf Mineralölgrundlage
bei verhältnismäßig hohen Temperaturen mit verschiedenen Phosphorsulfiden, wie P2S3
P4S7, insbesondere aber P2S5, behandelt werden, wie
es in der USA.-Patentschrift 2 456 336 vorbeschrieben ist. Die Behandlung wird fortgesetzt, bis das Behandlungsgut
merkliche Phosphormengen enthält. Die Reaktionsprodukte werden dann zur Stabilisierung
mit einem reaktionsfähigen Olefmkohlenwasserstoff behandelt. Dadurch wird beispielsweise
die Korrosionsfähigkeit gegenüber Kupfer verringert oder beseitigt und die Entwicklung .von H2S wesentlich
verringert und dadurch der Geruch der Produkte verbessert.
Es ist bekannt, daß phosphorgeschwefelte Öle nach Behandlung mit einem reaktionsfähigen Olefin weniger
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korrodierend wirken und wesentlich beständiger gegen die H2 S-Entwicklung bei Lagerung und Einsatz
sind. Die fertigen Schmiermittelgemische, die derartige Zusätze enthalten, neigen jedoch vielfach zur
Schlammbildung bei der Lagerung. Ein stark erhöhter Olennzusatz hilft zwar mitunter in dieser
Hinsicht ab, verschlechtert jedoch meist die Hochdruckeigenschaften des Schmiermittels.
Es wurde gefunden, daß Schmiermittel, welche die
ίο mit verhältnismäßig geringen Mengen eines reaktionsfähigen
Olefins behandelten phosphorgeschwefelten Öle enthalten, wirksam stabilisiert werden können,
wenn man ihnen ein öllösliches Erdölsulfonat und ein Erdalkalisalz eines Alkyl-Phenolsulfides in außerordentlich
geringen Mengen zusetzt. Der Zusatz· nur · eines der beiden .Stoffe hat- keine Wirkung, auf die
Stabilität des fertigen Schmiermittels. Durch die" Kombination der beiden Stoffe erzielt man jedoch
eine bessere Beständigkeit gegen die Schlammbildung.
Erfindungsgemäß wird ein Mineralschmieröl von etwa 6 bis 54 cSt bei 990 oder von noch höherer Viskosität
bei erhöhter Temperatur mit 5 bis 25, vorzugsweise etwa 10 bis 20 Gewichtsteilen 'Phosphorsulfid,
bezogen auf 100 Gewichtsteile Öl, bei Temperaturen zwischen 190 bis 2450, vorteilhaft zwischen
205 und 220°, behandelt. Das Öl muß von solcher Art sein und eine solche Viskosität und Siedelage
haben, daß es während der Behandlung stabil bleibt. Die Behandlungszeit kann 1 bis 20 Stunden oder
mehr betragen, aber vorteilhaft setzt man die Behandlung mehrere Stunden, z. B. 10 Stunden, fort,
bis das Öl einen Phosphörgehalt von 2 oder 3 bis etwa 5 oder 6°/0 und einen Schwefelgehalt von 5 bis
etwa 10 bis 12 q/0 hat. Die Behandlung soll aber nicht
so weit ausgedehnt werden, daß das Produkt in der Getriebeölgrundlage, der es einverleibt werden soll,
unlöslich wird..
Schmieröle, '· die sich besonders für die Phosphorschwefelung
eignen, sind hochviskose Schmieröle, die beispielsweise eine Viskosität von etwa 24 bis 54 cSt
bei 990 haben. Sie können z. B. durch Entasphaltieren, Entfernen von Paraffinwachs, Säurebehandlung,
Bleicherdebehandlung usw. raffiniert werden. Auf jeden Fall sollen die Öle längere Zeit bei hohen Temperaturen
behandelt werden, um einen hohen Phosphorgehalt zu erzielen. Der erwünschte Phosphorgehalt
ist um ein Mehrfaches, bis zu 10- bis I5mal, höher als in den bisher bekannten Zusätzen dieser Art.
Der Geruch der auf diese Weise behandelten hochviskosen Schmieröle ist sehr unangenehm, weil gewöhnlich
infolge der Unbeständigkeit des Reaktionsproduktes H2S-GaS entwickelt wird. Um diese Unbeständigkeit
zu beseitigen, die sich auch in einer starken Korrosionswirkung auf Kupfer äußert, wird
das Reaktionsprodukt aus Öl und Phosphorsulfid in einer Menge von 100 Gewichtsteilen mit etwa 2 bis
30 Gewichtsteilen eines Olefinkohlenwasserstoffs behandelt, der mit dem lose' gebundenen Schwefel des
phosphorgeschwefelten Öls unter Stabilisierung des Gemisches gegen eine nachfolgende H2 S-Entwicklung
reagiert.
Zu hierfür bevorzugt verwendeten Olefinkohlenwasserstoffen gehören die Terpene, wie Terpentin,
Dipenten, a-Pinen, Terpinen, Terpifieol u. dgl., sowie/ '
Isobutylen, Diisobutylen und die stärker reaktionsfähigen analogen aliphatischen und cycloaliphatischen
Verbindungen. .
Insbesondere verwendet man ein Produkt, welches im Handel unterder Bezeichnung ,»Dipenten<r (C10H-,,,,
Siedepunkt 175 bis 176°) erhältlich ist und hauptsächlich
aus einem Gemisch von Dipenten mit seinen Isomeren und kleinen Anteilen verwandter Produkte
besteht. Man mischt die Bestandteile und erhitzt, bis die Stabilisierung des Produktes erfolgt ist. Vorteilhaft
wendet man 5 bis 15 Gewichtsteile Dipenten auf 100 Gewichtsteile des Behandlungsgutes an. Die
Stabilisierung zeigt sich an der verringerten H2S-Entwicklung
bei gewöhnlichen und mäßig erhöhten Temperaturen, z. B. bei 65° oder sogar bis zu 2050.
' Die . Behäridlüngstemperatur und die Behandlungszeit variieren je nach den besonderen Bestandteilen
und dem gewünschten Stabilitätsgrad. Im allgemeinen empfehlen sich Behandlungstemperaturen
von etwa 15 bis etwa 2050. Die Behandlungszeit kann
je nach der H2S-Entwicklung und dem gewünschten
Stabilitätsgrad 1Z4 bis 20 Stunden betragen. Wenn
man bei höheren Temperaturen, z. B. bis zu 2050, arbeitet, ist die Behandlungszeit natürlich sehr kurz.
Bei mäßigen Behandlungstemperaturen, z. B. im Bereich von 93 bis 150°, ist eine längere Behandlungs- '90
zeit erforderlich.
Wesentlich für die Gemische nach der Erfindung ist ihr Gehalt an einem öllöslichen Erdölsulfonat. Dies
kann ein Alkali- oder Erdalkalisalz, z. B. das Lithium-, Natrium-, Kalium-, Calcium-, Strontium- und Bariumsalz
der Kohlenwasserstoffsulfonate sein, die durch Behandlung von Erdölen mit starker Schwefelsäure
erhalten werden, an die sich eine Behandlung mit der Base des betreffenden Metalls anschließt. Am meisten
verwendet man Alkali- oder Erdalkalisulfonate, aber man kann auch Erdölsulfonate anderer Metalle verwenden,
sofern sie in dem Schmiermittel in den erfindungsgemäßen geringen Konzentrationen löslich sind.
Gegebenenfalls kann man auch Gemische verschiedener Sulfonate verwenden. Bevorzugt werden Natrium-
und Calciumsulfonat. Die wirksamsten Sulfonate sind diejenigen mit einem verhältnismäßig hohen
Molekulargewicht von beispielsweise etwa 400 bei einwertigen bis zu etwa 1100 bei zweiwertigen Salzen.
Die Sulfonate werden im allgemeinen in Mengen von 0,02 bis i, vorzugsweise 0,05 bis 0,3 Gewichtsprozent,
bezogen auf das behandelte phosphorgeschwefelte Zusatzöl, zugesetzt.
Die Erdalkalisalze der Alkylphenolsulfide stellen den weiteren Bestandteil der erfindungsgemäßen
Gemische dar. Hierzu gehören Calcium-, Barium-, Strontium- und Magnesiumsalze. Im allgemeinen ist
mindestens eine Alkylgruppe im Benzolkern für die Öllöslichkeit der Verbindung erforderlich. Die Alkylgruppe
kann 4 bis 12 oder mehr C-Atome enthalten und gerad- oder verzweigtkettig sein. Die Benzolkerne
können durch 1 bis 4 Schwefelatome verbunden sein. Das Sulfid braucht nur ein Erdalkalimetall zu
enthalten, kann aber auch ein Gemisch von zwei oder mehr Erdalkalimetallen im gleichen Molekül enthalten,
Im allgemeinen wird Barium neben Calcium bevorzugt.
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Die Salze der Alkylphenolsulnde sind in der Technik als Schlamminhibitoren und -dispersionsmittel für
Schmieröle bekannt. Die Verfahren zur Herstellung derartiger Salze, wie Barium-, Magnesium-, Calcium-
und gemischter Erdalkalisalze, aus zwei verschiedenen Erdalkalimetallen sind bekannt.
Die Zusatzmenge des Alkylphenolsulfidsalzes liegt gewöhnlich im Bereich von 0,05 bis 2, vorzugsweise
etwa 0,1 bis 1 Gewichtsprozent, bezogen auf das-
10; phosphorgeschwefelte Öl. Das Gewichtsverhältnis von Erdölsulfonat zu Alkylphenolsulfidsalz im Hochdruckzusatz
liegt vorzugsweise im Bereich von 1: ι bis 1:3. Man kann die gewünschten Mengen von Erdölsulfonat
und Phenolsulfidsalz den phosphorgeschwefeiten Ölen vor ihrer Behandlung mit dem reaktionsfähigen
Olefin oder nachher zusetzen, bevor man das Öl dem Schmiermittelgemisch einverleibt. 'Nach
Wunsch kann man aber das Sulfonat und das Sulfid auch dem fertigen Schmiermittelgemisch zusetzen,
welches bereits das behandelte phosphorgeschwefelte Zusatzöl enthält.
Der Hochdruckzusatz kann je nach dem besonderen Verwendungszweck in verschiedenen Mengenanteilen
verwendet werden. Zur Schmierung von Hypoidgetrieben in Kraftfahrzeugen ist im allgemeinen für
einwandfreies Arbeiten eine Konzentration von etwa 5 bis 20, vorzugsweise 8 bis 10 Gewichtsprozent,
bezogen auf das gesamte Schmiermittel, erforderlich. Berechnet auf das fertige Schmiermittel gewähren
also äußerst geringe Mengen von Sulfonat und Phenolsulfid, beispielsweise 0,002 bis 0,1, vorzugsweise 0,005
bis 0,03 Gewichtsprozent Erdölsulfonat und 0,005 bis 0,2, vorzugsweise 0,01 bis 0,1 Gewichtsprozent Alkylphenolsulfidsalz
einen wirksamen Schutz gegen Schlammbildung. In dem Maße, wie das Zusatzmittel im Mineralöl löslich ist, lassen sich Zusatzmittelkonzentrate
bis zu 50% und mehr in Mineralölen herstellen, die dann später verdünnt werden müssen.
40: Das durch Zusatz der oben beschriebenen Verbindungen stabilisierte phosphorgeschwefelte Öl ist ein
außerordentlich wirksames Hochdruckzusatzmittel, ■ das keinen unangenehmen Geruch nach Schwefel oder
flüchtigen Schwefelverbindungen besitzt, unter normalen Betriebsbedingungen nicht angreift und das
Schmiermittel gegen Schlammbildung stabilisiert. Die fertigen Produkte enthalten verhältnismäßig
sehr viel Phosphor, z. B. 2 % und mehr, sowie mindestens 5% Schwefel. Diese Elemente sind, wenn sie
dem Schmiermittel in der erfindungsgemäßen Weise einverleibt werden, hinreichend aktiv, um auch bei
höchsten Drücken den erforderlichen Schutzfilm zu bilden. Wenn die gewöhnlichen Schmierfilme versagen,
verursacht hier der augenblickliche Temperaturanstieg an der Kontaktstelle die Bildung eines Phosphid-
oder Sulfidfilms auf den Metallflächen, welcher sie vor gegenseitigen Schädigungen infolge Verschweißung
und bzw. oder. Verschleiß durch Reibung schützt.
Ein entasphaltiertes, von Paraffinwachs befreites, mit Schwefelsäure und Bleicherde behandeltes hochviskoses Schmieröl von einer Viskosität von 36 cSt
bei 990 wurde in einer Stickstoffatmosphäre 10 Stunden
bei 218° mit 17,5 Gewichtsprozent P2S5, bezogen
auf das Öl, behandelt und filtriert.
' Zusatzmittel A wurde durch istündige Behandlung
dieses phosphorgeschwefelten Öles mit 10 Gewichtsprozent handelsüblichem Dipenten bei 193° unter
Rühren hergestellt. Das Dipenten des Handels enthält 31% Dipenten, 39% Terpinolen, 6°/0 α-Pinen,
10% p-Cymol, 7% a-Terpeneol, 5°/0 Zl 2, 4 (8)-p-Methadien
und 2°/0 Rückstand. Das Reaktionsgut wurde dann unter Durchleiten von Stickstoff auf
Raumtemperatur gekühlt.
Zusatzmittel B wurde wie Zusatzmittel A hergestellt, mit der Maßgabe, daß die Behandlung mit 20 Gewichtsprozent
handelsüblichem Dipenten erfolgte.
Zusatzmittel C wurde wie Zusatzmittel A mit der Maßgabe hergestellt, daß 0,17 Gewichtsprozent öllösliches
Natriumerdölsulfonat von einem Molekulargewicht vo.n etwa 500 und 0,67 Gewichtsprozent
Barium-tert.-octylphenolsulfid dem phosphorgeschwefelten
Öl zusammen mit dem Dipenten vor der Behandlung zugesetzt wurden.
Zusatzmittel D wurde in der gleichen Weise. wie Zusatzmittel A hergestellt, worauf nach der Dipentenbehandlung
gleiche Mengen des gleichen Sulfonates und Phenolsulfides, wie sie bei Zusatzmittel C verwendet
wurden, bei 490 zugesetzt wurden.
Zusatzmittel E wurde nach dem für Zusatzmittel A angegebenen Verfahren mit der Maßgabe hergestellt,
daß die Behandlung in Gegenwart von 1 Gewichtsprozent Barium-tert.-octylphenolsujfid erfolgte.
' Zusatzmittel F wurde nach dem für Zusatzmittel A angegebenen Verfahren mit der Maßgabe hergestellt,
daß die Behandlung in Gegenwart von 0,5 Gewichtsprozent öllöslichem Natriumerdölsulfonat von einem
Molekulargewicht von etwa 500 erfolgte.
Der Phosphorgehalt der verschiedenen Zusatzmittel betrug 3 bis 3,5 Gewichtsprozent, der Schwefelgehalt
6,3 bis 7,3 Gewichtsprozent. Die Zusatzmittel waren hinsichtlich der H2S-Entwicklung stabil.
Die verschiedenen Zusatzmittel wurden nun in Konzentrationen von 10 Gewichtsprozent des Gesamtöls,
einem Ölgemisch von paraffinbasischen und naphthenbasischen Ölen einverleibt, um ein SAE-90-Getriebeöl
herzustellen. Die Gemische wurden dann bei 6o° gelagert. Als Maß für die Lagerbeständigkeit
in der Wärme diente die Anzahl von Tagen, die das Gemisch gelagert werden konnte, bevor sich mehr als
Spuren von Schlamm gebildet hatten. Die Prüfergebnisse der Lagerungsbeständigkeit sind in Tabelle
I angegeben.
Bei Behandlung des phosphorgeschwefelten Öles mit lediglich io°/0 Dipenten blieb das Schmierölgemisch
unbeständig. Bei Behandlung des Zusatzmittels mit 20% Dipenten war das Ölgemisch nicht
beständiger als ein Öl ohne Zusatzmittel. Auch bei Zusatz geringer Mengen entweder von Natriumsulfonat
oder von Phenolsulfidsalz allein zu dem mit 10% Dipenten behandelten Produkt verbesserte sich die
Lagerungsbeständigkeit des Öles nicht, während durch Zusatz beider Stoffe zusammen entweder vor oder
nach der Dipentenbehandlung ein Hochdruckzusatz
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| Dipenten- | !Nafrium^iilfoiiat | Barium-tert.- | Lagerungs | |
| Im Öl verwendetes | behandlung des | _i_ ^ Cv l*J- X H Js J.JLQ LLXJ.vliiU I* im OlP-PTni^pTi |
octylphenolsulfid | beständigkeit |
| Zusatzmittel | Zusatzmittels | XJLU. V^X el \3 XXXXo U-LX | im Ölgemisch | bei 60° |
| Gewichtsprozent | Gewichtsprozent | Gewichtsprozent | Tage | |
| A | IO | 0,0 | 0,0 | 6 |
| B | 20 | 0,0 | 0,0 | "30 |
| C | IO | 0,017 | 0,067 | 30 |
| D | IO | 0,017 | 0,067 | 25 |
| E | IO | 0,0 | 0,100 | 6 |
| < F | IO | 0,050 | 0,0 | 7 |
| keines | O | 0,0 | 0,0 | 30 |
erhalten wurde, der die Lagerungsbeständigkeit des fertigen Öles nicht verschlechterte.
Phosphorgeschwefelte Öle, die etwa gemäß Beispiel 1 hergestellt waren, wurden mit 10 Gewichtsprozent
Dipenten nach zwei verschiedenen Verfahren behandelt. Bei der einen Behandlungsreihe wurden die
Zusatzmittel durch istündige Dipentenbehandlung bei 1930 sowohl mit als auch ohne Natriumsulfonat
und Phenolsulfid (verwendet bei der Herstellung von Zusatzmittel C) hergestellt. Bei der anderen Behandlungsreihe
erfolgte eine 2stündige Behandlung mit 10% Dipenten bei einer Temperatur von 1210 sowohl
mit als auch ohne das Sulfonat und das Phenolsulfid. Die behandelten Produkte enthielten 3,6 Gewichtsprozent
Phosphor und 6,6 Gewichtsprozent Schwefel. Die behandelten Zusatzmittel wurden in Konzentrationen
von 10 Gewichtsprozent einem Grundlageöl einverleibt, das aus einem aus den Spaltprodukten
eines Mid-Kontinent-Öles gewonnenen, durch Raffination gereinigten Schweröl und einer lediglich mit
Schwefelsäure behandelten Fraktion von der Destillation eines Mid-Kontinent-Öles zusammengesetzt war.
Die erhaltenen Gemische wurden auf ihre Lagerbeständigkeit bei 6o° geprüft. Die Ergebnisse waren
die folgenden:
Temperatur der
Dipentenbehandlung
Dipentenbehandlung
193
193
121
121
193
121
121
Natriumsulfonat
im ölgemisch
Gewichtsprozent
Gewichtsprozent
0,0
0,017
0,0
0,017
Man kann natürlich außer den beanspruchten Hochdruck- und Stabilisierungszusätzen dem fertigen
Schmiermittel noch andere Zusatzmittel einverleiben, z. B. Verdickungsmittel, V.l.-Verbesserer, Oxydationsverzögerer,
Metalldesaktivatoren und Fließpunkterniedriger.
Claims (1)
- Patentansprüche:i. Hochdruckzusatz für Schmiermittel, bestehend aus einer Mischung eines Umsetzungsproduktes aus 100 Gewichtsteilen phosphorgeschwefeltem Mineralschmieröl mit 2 bis 30 Gewichtsteüen eines reaktionsfähigen Olefins, insbesondere Dipenten, mit 0,02 bis 1 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,05 bis 0,3 Gewichtsprozent eines öllöslichen Erdölsulfonates, insbesondere Natrium- und bzw. oder Calciumsulfonat, bezogen auf das Umsetzungsprodukt, und 0,05 bis 2 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,1 bis 1 Gewichtsprozent eines öllöslichen Erdalkalisalzes eines Alkylphenolsulfides, dessen Alkylrest vorzugsweise Barium-tert.-octylphenolsulfidim ÖlgemischGewichtsprozent0,0
0,067
0,0
0,067Lagerungsbeständigkeit
bei 6oc18 bis 3010 - 134 bis 6 Kohlenstoffatome enthält, bezogen auf das Unisetzungsprodukt.2. Hochdruckzusatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieser mindestens 2 Gewichtsprozent Phosphor und 5 Gewichtsprozent Schwefel enthält.3. Hochdruckzusatz nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Erdalkalisalz des Phenolsulfides Barium-tert.-octylphenolsulfid ist.4. Hochdruckzusatz nach Anspruch 1 bis 3, no dadurch' gekennzeichnet, daß dieser das Sulfonat und das Phenolsulfid im Gewichtsverhältnis von etwa 1:1 bis 1:3 enthält.5. Hochdruckzusatz nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß er dem Schmiermittel in Mengen von 5 bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf das Schmiermittel, zugesetzt wird.Angezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 971 155.1 509 659/231 2.56
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