DEP0055469DA - Belag für Dächer - Google Patents

Belag für Dächer

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Publication number
DEP0055469DA
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DE
Germany
Prior art keywords
covering
roofs
metal
sheets
composite material
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Dr.-Ing. Haefner
Original Assignee
VEDAG Vereinigte Dachpappen-Fabriken AG, Frankfurt/Main
Publication date

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Description

Abschrift Dipl.-Ing. W. Mouth:
Patentanwalt
Frankfurt a. M. 1, den 17. Sept. 1949
Mainzer Landstraße 195-217 Telefon 70131
VEDAG VEREINIGTE DACHPAPPEN-FABRIKEI AKTIENGESELLSCHAFT
Frankfurt am Main
BELAG für DÄCHER
Es ist bekannt, dünne korrosionsfeste zieh- und treibfähige Blechbänder durch unmittelbares Aufkleben mittels bituminöser Klebstoffe auf eine Dachunterlage als Bachbedeckung oder zum Abdichten anderer Bauwerksflächen zu verwenden. Es wurden auch schon Bedachungen ausgeführt, bei denen das Bedaehungsiaaterial aus metallisierter Dachpappe bestand, aus der Formteile wie Schindeln, schiefer- oder ziegelähnliehe Pormate herausgestanzt oder geschnitten oder auch in die Pappe eingeprägt waren, die dann durch Smgelung oder Hebung auf der Dachunterlage befestigt wurden.
Eindeckungen der erstbeschriebenen Art bedingen nach den Erfahrungen der Praxis mindestens eine Metallstärke von 0,2 mm beispielsweise für Kupfer, oder 0,5 mm beispielsweise für Leichtmetalle. Das Aufkleben 'und die Verarbeitung am Ort ist zeitraubend, bedingt ausgewählte Fachkräfte und ist deshalb mit hohen Kosten verbunden, die für die Eindeckung von Dächern mit Metall so verteuernd wirken, daß derartige Abdeckungen als unwirtschaftlicü. angesehen werden müssen. Dazu kommt, daß durch das unmittelbare Aufkleben auf nicht raumbeständigen Unterlagen, wie beispielsweise Holzschalungen, die Eindeckungen den Bewegungen des Holzes folgen müssen und dadurch starke Spannungen in den Belägen auftreten können, die sich so nachteilig auswirken, daß Blasen und in Falzungen Knicke entstehen, die wiederum in kurzer Zeit z\x Durchlochungen der Bleche führen. Metallisierte Dachpappen lassen sich nur in Art der Pappdächer oder in den beschriebenen Arten verlegen; sie ergeben keine geschlossene Dachhaut im Sinne einer Metallabdeckung und stellen weder technisch noch ästhetisch eine dem Metalldach aus dicken Blechen gleichwertige Eindeckung dar.
Es wurde nan gefunden, daß dünne korrosionsfeste Metallbänder, deren Härtegrad so bemessen ist, daß das Material elastische, d.h.. federnde Eigenschaften besitzt, z.B. bei Kupfer mit einer Brinellhärte größer als 50, bei Reinaluminium größer als 50, bei Aluminiumlegierungen größer als 40, die fabrikmäüig einseitig mit einem Überzug aus einer plastischen Masse, wie beispielsweise Kunststoff, Gummi, Bitumen oder Teerpechen, deren Erweichungspunkte durch Zugabe von organischen und/oder anorganischen Füllstoffen so eingestellt sind, daß bei den Gebrauchstemperaturen des Daches die Auflage in der Hitze weder abläuft noch in der Kälte versprädet, einen guten widerstandsfähigen Belag ergibt, der leicht zu verlegen ist. Dieser Verbundwerkstoff wird in langen Bahnen, beispielsweise von 10 m länge bei 60 cm Breite, hergestellt. Die Verlegung auf dem Dach kann beispielsweise in der Weise erfolgen, daß bei einer gegebenen Dachunterlage aus Schalbrettern zunächst eine lage Teer- oder Bitumenpappe mit überlappt geklebten Nähten aufgenagelt wird. Darauf werden die Bänder aus dem Verbundwerkstoff in Richtung des Gefälles ausgerollt und an ihren .Rändern um einige cm, z.B. 2 cm, im rechten Winkel hochgekantet. Zum. regensicheren Abschluß und gleichzeitig zur Befestigung der auf die vorbeschriebene Weise parallel zueinander angeordneten Bahnen wird eine Deckkappe, z.B. aus federndem 0,6 mm dicken Blech, geschraubt. Die Anordnung und das Schrauben dieser Deckkappen erfolgt in der v/eise, daß der Verbundwerkstoff nicht durchlocht wird. Die Schraubungen werden zwischen den Aufkantungen des Belages hindurchgeführt.
Der Gegenstand der Erfindung sei an Hand der Zeichnung näher erläutert, auf der zwei Ausführungsbeispiele dargestellt sind.
ffig. 1 zeigt senkrecht geschnitten einen Dachbelag mit Nahtabdeckung und Befestigung,
ffig 2 stellt eine andere Ausführungsform der Nahtabdeckung dar.
Die benachbarten Bahnen a und b werden gegebenenfalls nach vorheriger Anordnung von Haftblechen e, die mit der Auflage z.B. durch Nagelung verbunden sind, dicht an dicht gestoßen. Die Haftbleche c greifen mit ihrem oberen Teil d über die aufgekanteten Bänder des Dachbelages a bezw. b. Zur zusätzlichen Befestigung und zur regensicheren Abdichtung der Naht wird eine Deckkappe e, beispiels-
weise aas weichem 0,5 mm dickem Blech, über die Aufkantungen, gestülpt and mittels Zangen, einem Rollenapparat oder sonstigen Werkzeugen fest angepreßt.
Im allgemeinen wird der Belag, der aas der Metallbahn f besteht, die mit einer elastischen plastischen Mas'se g verbunden ist, ohne sonstige Befestigungsmittel auf die Dachunterlage gelegt. In besonderen Fällen jedoch, vor allem dann, wenn der Belag dauernd starken Windbeanspruchungen ausgesetzt ist, wie z.B. bei G-ebäuden im Küstengebiet, kann er zusätzlich auch mit bekannten Mitteln aufgeklebt werden.
Als Metall wird vorzugsweise für den Belag Kupfer oder Aluminium verwendet. Fur Aluminium ergibt sich hierbei der große Vorteil, daß die gesamte Unterfläche des Metalls gegen die sonst bei Aluminiumdächern so gefährliche Schwitzwassereinwirkung einwandfrei geschützt ist.
Während bei Verwendung von weichen Metallblechen für die Herstellung des beschriebenen Verbundwerkstoffes und anschließende Verwendung als Dachbelag die Gefahr einer Zerknitterung des Metalls vor allem unter dem Einfluß von Wärme- und Kälte einwirkungen entsteht, ist dies bei der Verwendung der erfindungsgemäS federnden Bleche nicht der Pail. Die Kombination von Blech mit verbundener plastischer Auflage gestattet die Anwendung selbst dünnster Bleche. Die durch die Art des Verbundwerkstoffes mögliche Verarbeitungsweise am Dach erfordert nur geringen Zeitaufwand für die Verlegung. Dadurch werder die Kosten für die Herstellung des beschriebenen Dachbelages gegenüber den bekannten metallbelegten Dächern wesentlich gesenkt und wirtschaftlich tragbar.
Der beschriebene Belag eignet sich nicht nur zum Abdecken von Dächern auf Gebäuden, sondern beispielsweise auch zum regensicheren Abdecken von Eisenbahnwaggons oder sonstigen Fahrzeugen, Er kann auch zum Verkleiden irgendwelcher Bauwerksflächen verwendet werden, die gegen Eindringen von Feuchtigkeit geschützt werden sollen und bei denen eine metallische Oberfläche erwünscht oder notwendig ist.
Die Bahnen können auch mit einer profilierten Oberfläche ausgebildet eeXSseX sein.
Während die beschriebene Yerlegungsart die einfachste and damit auch billigste ist, im allgemeinen auch immer für die Abdeckung von Flach- oder wenig geneigten Dächern in Betracht kommen wird, ist es bei der Natur des Werkstoffes natürlich auch möglich bei Dächern mit genügendem Gefalle, d*h. größer als 12°, die Verarbeitung nach Art der Kupferbedachung in Tafel- oder Hautenformaten mit Palzverbindungen, beispielsweise Einschiebefalzung und Haftebefestigung, vorzunehmen.

Claims (4)

Patentansprüche
1.) Belag für Dächer und andere Bauwerksflächen, gekennzeichnet durch einen Verbundwerkstoff, der aus Bahnen von federnden Metallen, wie gehärtetes Kupfer, Aluminium oder entspr. Legierungen besteht, die ihrerseits einseitig mit einer plastischen, elastischen Masse verbunden sind.
2.) Belag für Dächer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch verbindende Metallleisten.
5.) Belag nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verbindenden Metallleisten auf ihrer Innenseite mit einem plastischen Überzug, z.B. aus Asphalt, belegt sind.
4.) Verfahren zum Belegen von Dächern und anderen 3auwerksflachen unter Anwendung eines Belages nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß über die rechtwinkelig abgebogenen, durch Haftbleche gehaltenen und dicht an dicht gestoßenen Ränder zweier benachbarter Bahnen u-förmig abgebogene Metallbleche aus dem gleichen Metall, aus dem die metallische Auflage des Verbundwerkstoffes besteht, geschoben und dicht gegen die Aufkantungen des Belages angepreßt werden.

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