DEP0053397DA - Verfahren zur Herstellung von Schlackensteinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schlackensteinen

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DEP0053397DA
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Inventor
Werner Dr.-Ing. Piening
Original Assignee
Piening, Werner, Dr.-Ing., Bad Lauterberg
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Description

Es ist bekannt, dass man Formsteine unter Benutzung von Schlacken durch Zumischen von Zement herstellen kann. Der Verbrauch an Zement hängt dabei von der gewünschten Festigkeit ab.
Bei gewissen Braunkohlensorten, z. B. aus dem Helmstedter Revier, sind von Natur aus Stoffe vorhanden, die infolge des Glühprozesses auf dem Rost einer Kesselanlage als Bindemittel wirken können. Schlacken aus derartigen Brennstoffen haben daher von sich aus eine gewisse Bindefähigkeit, so dass sie z. B. eine harte, betonartige Oberfläche bilden, wenn man sie zum Planieren von Wegen, Plätzen und dergleichen benutzt. Es sind Versuche gemacht worden, diese Eigenschaften durch Zumischen von Zement soweit zu verbessern, dass genügend feste Steine hergestellt werden können, jedoch bewirkt der Umstand, dass die Schlacke 4% und mehr Schwefelverbindungen enthält, die bekannte Erscheinung des Treibens, so dass derartige Steine von selbst zerfallen.
Nimmt man jedoch anstelle von Zement Bindemittel, die durch den Schwefelgehalt der Schlacke nicht beeinträchtigt werden, wie gebrannten Gips oder gelöschten Kalk, so genügen nur geringe Zuschläge, um einen genügend festen Stein zu erzielen. Da die Schlacke von dem Kesselbesitzer in der Regel kostenlos abgegeben wird, hat ein solches Herstellungsverfahren eine grosse Wirtschaftlichkeit.

Claims (6)

1. Verfahren zur Herstellung von Schlackensteinen, dadurch gekennzeichnet, dass als Grundstoff Braunkohlenschlacke mit natürlicher Bindefähigkeit verwendet wird, der zusätzlich Bindemittel beigemischt werden, die in ihrer Wirkung durch den in der Schlacke vorhandenen Schwefel nicht beeinträchtigt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel gebrannter Gips verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel gelöschter Kalk verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass noch leichtere Füllstoffe, wie Sägemehl, zugefügt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Treibmittel, wie Wasserstoffsuperoxyd, zugefügt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass grossförmige Steine oder Platten durch Einlagen von Holzspänen, Stroh oder Draht verstärkt werden.

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