DEP0053317DA - - Google Patents
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Description
Patentanmeldung ep
yam 27. Juli 1949 J
Stampfmaschine
ivt
Herstellest von Kunststeinen, s-· aa.se
Die Erfindung betrifft eine Stampfmaschine für die herstellung von Kunststeinen, für die als Grundstoff eine
Bimsbeton-Mischung oder eine andere geeignete Masse verwendet wird. Das erfindungsgemäße Merkmal der Maschine ist in
der Anwendung eines einfachen Getriebes zu erblicken, das zur Herbeiführung aller innerhalb der Maschine für die Steinerzeugung
erforderlichen Bewegungen ihrer Einzeleinrichtungen dient und von der Hauptantriebswelle aus zwei andere Wellen und eine
Reibrolle antreibt. Dieses Getriebe bewirkt demgemäß: 1. das Ein- und Ausfahren des die Steinmasse und die Stampfform
fördernden Füllkastens, 2. das Rütteln der Stampfform, das bei Erzeugung größerer Steine vor dem Stanpfen vorgenommen wird,
3. das Anheben des das Stampfen der Steine bewirkenden Fallbars,
4. das Ausheben der Stampfform aus den fer-it gestampften, auf
einem ünterlagbrett ruhenden Steinen und 5. das T7iederabsenken
der entleerten Stampfform auf das neu in die faschine eingelegte Unterlagbrett.
Die beiden von der Hauptantriebswelle aus angetriebenen Wellen
sind mit je einer Halbtourenkupplung von an sich bekannter Bauart ausgerüstet und file treibende Hälfte jeder dieses Kupplungen
erhält ihren ununterbrochenen Antrieb durch das Getriebe. Nach Betätigung zugehörender Fuß- bezw. Handhebel führt daher jede
der beiden Wellen jeweils eine halbe Umdrehung aus, mit der
-Z-
die eine Welle entweder das Ausheben der Stampfform aus
den fertig gestampften Steinen oder das Widerabsenken der Stampfform auf ein neu in die Maschine eingelegtes Unterlagbrett
und die andere Welle entweder das Ein- oder das AiSfahren des die Masse in die Stampfform fördernden
Füllkastens bewirkt.
das etwa notwendig werdende Rütteln der gefüllten Stampfform geschieht nach Einrücken einer Zahnkupplung
über eine Kurbenscheibe unmittelbar von der Hauptantriebswelle aus. Diese dient auch unmittelbar dem Anheben des
das Stampfen der Steine bewirkenden Fallbärs auf
die an sich bekannte Weise mittels zweier Reibrollen, die das am Fallbär befestigte Reibbrett zwischen
sich erfassen»
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel
der Stampfmaschine wiedergegeben und zwar stellen dar:
Akb. 1 die Vorderansicht der Maschine,
Abb. 2 deren Seitensnsicht, gesehen von der rechten
Seite der ^bb. 1 aus und
Abb. 3 die Iraufsieht auf die Maschine.
Zunächst sei auf die wesentlichsten Teile und Einzelrichtungen der Maschinen hingewiesenί
Der unmittelbaren Aufnahme des UnterJLagbrettes 1,
auf dem die Stampfform 2 und die darin gestampften Steine ruhen, dienen die Schienen 3 ( Abb. 1 und 2) die mit
einer Rüttelvorrichtung verbundungen sind, auf die weiter unter näher eingegangen ist. Bie auswechselbare, den
jeweils herzustelehnen Steinen entsprechende Stampfform
2 ist mit ihren Schmalseiten an Haltern 4 befestigt, die auf senkrechten Holmen 5 längstversciiiebbar sind. Der
Fallbär zum Stampfen der Steine setzt sich zusammen, aus
einen Profileisenraiimen β und daran befestigten Stempeln
6. Die letzteren können in Anpassung an die jeweils zur
Verwendung kommende Stampfform ausgewechselt werden. Der
Profileisenrahmen 6 des Fallbärs ist an Gleitstücken 7
befestigt, die ebenso wie die Formhalter 4 auf den senkrechten Holmen 5 längstverschiebbar sind, die auf diese
Weise die Führungen des Fallbärs für dessen auf- und abwärts gerichteten Bewegungen darstellen. In der Mitte seiner
oberen Seite trägt der ,Profileisenrahmen 6 ein Laschenpaar
8, zwischen dem das sogenannte Reibbrett 9 befestigt ist, mittels dessen der Fallbär beim Stampfen der Steine und
zur Überführung in seine obere Ruhestellung angehoben wird. Die hierfür dienende Einrichtung ist hinsichtlich
ihrer übrigen Teile weiter unten beschrieben.
Zum Füllen der auf dem Unterlagbrett 1 ruhenden Stampfform 2 dient der Füllkasten Io ( Abb.l und 2) der als Wagen
ausgebildet und auf Schienen 11 in waagerechter Richtung so verschiebbar ist, daß er entweder entsprechend der Abb. 2 in der
ausgefahrenen Stellung unter dem Silo 12, der die jeweils für die Steinherszellung verwendete Masse enthält, mit dieser
Masse gefüllt oder in eingefahrener Stellung in die dann darunter befindliche Stampfform 2 entleert wird. Beim
Erreichen seiner ausgefahrenen Endstellung ( Abb. 2) öffnet der Füllkasten Io selbsttätig eine durch ein Gegengewicht 13 beschwette
Verschlußklappe 14 der Silo-Auslauföffnung, so daß die jeweilige Neufüllung des Füllkastens erfolgt. Sofort mit
Beginn der zur Stampfform 2 gerichteten Einfahrbewegung des Füllkastens verschließt seih unter der Wirkung des
Gewichtes 15 die Verschlußklappe 14 wieder. Die Auslauföffnung des Müllkastens Io gleitet dicht über
eine zwischen den Führungsschienen 11 angeordnete Blechplatte und wird daher beim Einfahren des Füllkastens solange
verschlossen gehalten, bis sie über den Öffnungen der Stampfform angelangt ist, wo dann die Entleerung
in die letztere erfolgt.
Alle obenerwähnten Bewegungsvorgänge werden durch ein Getriebe herbeigeführt, das in seiner Gesamtheit am
besten aus der Abb. 3 ersichtlich ist. Dieses erhält seinen Antrieb von der Welle 15 aus, die ihrerseits über
die auf ihr sitzende ^-eilriemenscheibe 16 von dem Motor
17 aus an etrieben wird. J^in auf der Welle 15 befestigtes
Zahnrad 18 treibt über das Zahnrad 19 die mit diesem fest verbundene, lose auf der Welle 2o laufende,
treibende Hälfte 21 einer Halbtorenkupplung an und ein
weiteres Zahnrad 22 steht in Eingriff mit einem Zahnrad 23, das ebenfalls mit einer auf der Welle 2$ lose laufenden,
treibenden Hälfte 25 einer zweiten Halbtourenkupplung
fest vereinij-t ist.
Das Ein- und Ausfahren des Füllkastens Io zum Füllen der ^tampfform mit der ^asse und zum Wiederauffüllen
fies Füllkastens selbst erfolgt von der Teile 24 aus. Zu
diesem Zweck wird der Fußhebel 26 niedergedrückt und
über das mit diesem verbundene Gestänge 27 und den Hebel 28 die durch einen Keil mit der Welle 24 verbundene
getriebene Hälfte 29 der auf besagte Welle wirkenden Halbtourenkupplung eingerückt. Die Welle fuhrt dadurch
eine halbe Umdrehung aus. Auf beiden Enden der "Teile 24 ist je eine Kurbel 3o angeordnet. Diese Kurbeln sind
durch Zugstangen 31 mit dem einen Arm von üfinieliiebeln
32 verbunden, deren anderer Arm unter Vermittlung von Zwischenschienen 33 mit dem Füllkasten Io in Verbindung
steht.. von der in Abb. 2 gezeichneten Stellung ausgehend
wird daher bei der ersten halben Umdrehung der Welle 24 und der darauf befestigten Kurbeln 3o der mit der Masse
aus dem Silo 12 gefüllte Füllkasten Io nach vorn über die Stampfform 2 gezeogen und in diese entleert, während
er nach erneutem Einrücken der Halbtourenkupplung 25, 29
und der dadurch hergegefühtrn nächsten halben Umdrehung der Welle 24 wieder nach hinten in die gezeichnete
Stellung ( Abb. 2) zurückgeschoben wird.
Wenn größere Steine, beispielsweise Hohlblocksteine erzeugt werden, erfahrt die mit der Masse gefüllte
Stempfform 2 zunächst eine Rüttelbewegung, um eine gleichmäßige Dichte der Steine zu erzielen. Diese Süttelbewegung
wird den das Unterlagbrett 1 mit der Stampfform 2 aufnehmenden Schienen 3 von der Hauptantriebswelle
15 aus erteilt und zwar erfolgt mittels des Handhebels 34 das Einrücken der treibenden Hälfte 35 einer
Zahnkupplung, mit deren lose auf der Hauptantriebswelle 15 sitezenden getriebenen Hälfte die Doppelkurbenscheibe
36 fest berbunden ist ( Abb. 2) Auf letzterer läuft die Rolle 37 des Hebels 38, der mit seinem linken Ende
schwenkbat am Maschinengestell befestigt ist. Er wird daher schwingende Bewegungen versetzt, die er über
das mit seinem rechten Ende verbundene Gestänge 39, über die Hebel 4o und 41 sowie über die Verbindungsglieder
42 auf die Schienen 3 und damit auch auf die mit dem Unterlagbrett 1 darauf ruhende Stampfform 2 überträgt.
Der dem Stampfen der Steine dienende Fallbär 6, 6'
wird während des Füllens und Rütteins der Stampfform 2
in seiner angehobenen Stellung entsprechend den Abb. 1 und 2 gesichert durch die Arretierungshebel 43, die unter
Haltenocken der auf dem Schienenrahmen 6 des Fallbärs befestigten Träger der Holme 44 greifen.Diese Holme
bestimmen als Anschläge die tiefste Stellung des Fallbärs G,6f und gleiten in Führungen 45, die am Maschinengestell
angebracht sind. Angehoben wird der Fallbär durch zwei Reibrollen 4o und 46', die das ajf dem Fallbär
uefestigte Reibbrett 9 zwischen sich aufnehmen.Die Reitorollw
46 airzr dwar auf eier Hauptantriebswelle 15,
während die Reibrolle 46', die ihren Ant ieb von der "Zelle 15 aus über die Zahnräder 47 und 47' erhält, lose
auf einem exzentrischen Teil der TiTeIIe 48 drehbar ist.
Durch Verdrehen dieser Welle 48 mittels des auf ihr angeordneten
Hebels 49 kann dauer die Reibrolle 46' fest gegen das Reibbrett 9 "and dieses gegen die Reibrolle 46
gepreßt und auf diese TTeise das Reibbrett mit dem Fallbar angehoben werden. Um den Fallbär 6, 6' von den ihn
sichernden Arretierhebeln 43 zu lösen, wird er zunächst durch Betätigung des Handhebels 49 noch etwas höher angehoben, alsdann nx
werden die Arreierrollen 43 mittels des Handhebels 5o und der sie mit diesem verbindenden
Zugstangen 51 gegeneinander nach innen verscinenkt, wodurch sie außer -Eingriff mit den von ihnen erfaßten Haltenocken
kommen und so den Fallbär frei:eben. Das Stampfen der Steine kann dann durch entsprechende Bewegungen des
Handhebels 49 vor sich gehen.
ITachdem das Stampfen beendet ibt, bleibt der Fällbar
zunächst auf den Steinen ruhen und dient l,1 ε deren .Besen
verunr bei den nun folgenden ausheben der Stampf-
form aus den fertig gestampften Steinen. Es geschieht dies durch Einrücken der mit der ."'"eile 2o verbundenen
H:Ibtourenkupplung mittels des Handhebels 52, der über ein
Gestänge mit der getriebenen, verschiebbaren Kupplungshälfte
53 Verbunden ist. Auch die Welle 2o trägt
an ihren beiden Enden je eine Kurbel 54. Diese sind durch Lugstangen 55 mit Hebeln 56 in deren ungefähren
Mitte verbunden. Mit ihrem in Abb.2 rechten Ende sind die Hebel 56 am Maschinengestell schwenkbar und ihrem
linken Ende an je einer Zugstange 57 angelenkt. Letztere greifen mit ihren unteren Ende an den Formhaltern
an. Nehmen daher die Kurbeln 54 der Welle 2o die in Abb. 2 gezeichnete Stellung ein, so wird durch Einrücken der
Halbtourenkupplung 21,53 der T/elle 2o und den Kurbeln
eine halbe Umdrehung erteilt und dadurch die Stampfform 2 aus den Steinen ausgehoben. Ihre ausgehobene Stellung
sichert eine auf die '"/eile 2ο wirkende Bremse 58.
Erst nach erfolgtem Ausheben der Stamp fform wird
der Fallbär durch erneute Betätigung des Handhebeln 49 so
hoch angehoben, daß er sich von selbtt in den freigegebenen
Arretierhebeln 43 fangt und von diesen Hoch stellung gehalten wird. Alsdann können die ferti en
Steine mit dem ünterlagbrett 1 abtragen oder durch eine Seilfdrclereinrichtun - wegrefö'rdert werden. Nach Einlegen
eines anderen Unterlagbrettes wird mit den Handhebel 52 die ^aIbtourenkupplung 21,53 wieder eingerückt
und dadurch nunmehr die Stampfform 2 wieder auf dieses unterlagbrett niedergesenkt. Lit dem Füllen der Stampfform
wird dann die fertigung der nächsten Steinserie
eingeleitet.
Claims (1)
1. Stampfmaschine fear die Herstellwsg von Kunststeinen
aus Bimsbeton oder anderer Masse, dadurch gekennzeichnet, daß durch ein von einer Hauptantritefeswelle (15)
aus auf zwei andere Wellen (2o, 24) und auf eine Reibrolle (46')wirkendes Getriebe ( 18, 19, 22, 25, 47, 47') säntliche
innerhalb der faschine für die Steinherstellung notwendigen Bewegungen, nämlich das Ein- und Ausfahren
des die Masse in die Stampfform (2) fördernden Fällkastens (lo), das Rütteln der gefüllten Stampfform, das
Anheben des das Stampfen bewirkenden Fallbärs ( C, 6'),
das Ausheben der Stampfform aus den fertig gestampften, auf einem Unterlagbrett (1) ruhenden Steinen und das
Wiederabsenken der entleerten Stampffrom auf ein neu in die Maschine eingelegtes Unterlagbrett nach Betätigung
von Fuß- oder Handhebeln ( 26, 34, 49, 5o, 52) herbeigeführt
werden.
a. ) Stampfmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzwiechnet,
daß der Antrieb xron der Hauptwelle ( 15 ) aus auf die beiden anderen 7/ellen ( 2o, 24) über Halbtouerenkupplungen
( 21, 53, 25, 29) erfolgt, derart, daß diese nach Betäti^un^ von Fuß- bezw. Handhebeln ( 26, 52) jeweils
eine halbe Umdrehung ausführen, wodurch von der einen Welle ( 2o) entweder das Ausheben der Stampfform (2) aus
den fertig gestampften, auf einem Unterlagbrett ruhenden
Steinen oder das Niedersenken der entleerten Stainpfform
auf ein neu in die Maschine eingelegtes. Unterlagbrett und von der anderen Welle (24) entweder das Ein- oder
das Ausfahren des die Masse in die Stampfform fördernden Füllkastens ( Io) bewirkt wird.
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