DEP0053197DA - Schaltungsanordnung zur Übertragung von Wechselstromstößen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Übertragung von WechselstromstößenInfo
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Description
Es sind Schaltungen zur Übertragung von Wechselstromstößen mittels eines Wechselstromempfangsrelais bekannt, dessen Anker im Rhythmus der Frequenz des Wechselstromes schwingt und ein Stromstoßübertragungsrelais derart beeinflußt, daß dieses zu Beginn des aufgenommenen, aus einem Wechselstromzug bestehenden Stromstoßes betätigt wird und bis zu dessen Beendigung betätigt bleibt. Bei den bekannten Schaltungen dieser Art ist das Stromstoßübertragungsrelais als Relais mit zwei Wicklungen ausgebildet, welche während der beiden entgegengesetzten Wechselstrom-Halbperioden, die nacheinander auf das Wechselstromempfangsrelais einwirken, durch dessen Ankerbewegungen abwechselnd im gleichen Sinne erregt werden. Diese Schaltung erfordert einen von dem Wechselstromempfangsrelais gesteuerten Wechselkontakt mit drei Federn sowie ein Wechselstromempfangsrelais, welches durch Polung oder dergleichen jeweils nur für die Dauer einer Halbperiode anspricht.
Die Erfindung bezweckt eine Vereinfachung der bekannten Schaltungen zur Übertragung von Wechselstromstößen und erreicht dies dadurch, daß das von dem Wechselstromempfangsrelais gesteuerte Stromstoßübertragungsrelais als gewöhnliches Relais mit Kippanker ausgebildet ist und nur eine Wicklung aufweist, welcher ein Kondensator parallel geschaltet ist. Hierbei dient der Kondensator als Stromspeicher, welcher bei kurzzeitiger Unterbrechung des Erregungsstromkreises sich über die Wicklung des Übertragungsrelais entlädt und dessen Erregung aufrecht erhält. Durch geeignete Bemessung des Kondensators und des zweckmäßig mit ihm in Reihe geschalteten Widerstandes kann die durch die Kontaktbelastung des Übertragungsrelais verursachte Ansprechverzögerung durch eine entsprechende Verzögerung des Abfalls des Relais ausgeglichen werden, so daß eine zeitgetreue Übertragung der empfangenen Wechselstromstöße gewährleistet
ist. Die Anordnung nach der Erfindung ermöglicht es, den Stromkreis des Stromstoßübertragungsrelais durch einen einfachen Arbeitskontakt zu steuern, so daß eine unsaubere Kontaktgabe durch Prellung, wie sie bei einem Ruhekontakt und auf der Ruheseite eines Wechselkontaktes leicht auftritt, vermieden wird. Infolge dieser geringen Kontaktbelastung des Wechselstromempfangsrelais nach der Erfindung ist es ferner möglich, dieses Relais als gewöhnliches ungepoltes Fernsprechrelais mit Kippanker auszubilden. Ein solches Relais spricht auf jede Halbwelle des Empfangs-Wechselstroms an, so daß der Anker mit der doppelten Frequenz des Wechselstroms schwirrt. Die Schaltung nach der Erfindung verwendet somit zwei gewöhnliche Fernsprechrelais bekannter Bauart.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Bezeichnung dargestellt. Zwischen die Adern a und b einer Verbindungsleitung ist das Wechselstromemfpangsrelais J in Reihe mit einem Kondensator C1 geschaltet, welcher zur Abstimmung auf die Frequenz des verwendeten Wechselstroms dient. Relais J ist ein übliches Fernsprechrelais mit Kippanker und spricht auf jede Wechselstrom-Halbwelle an. Es steuert einen Kontakt i, der somit während einer Periode zwei Mal geschlossen wird.
Der Kontakt i beherrscht den Stromkreis des Übertragungsrelais H. Der Wicklung dieses Relais ist ein Kondensator C2 in Reihe mit einem Widerstand R parallel geschaltet. Das Übertragungsrelais H ist ebenfalls ein gewöhnliches Fernsprechrelais mit Kippanker. Es betätigt einen Kontakt h, kann aber auch zur Betätigung mehrerer solcher Kontakte dienen. Sobald der Kontakt i schließt, fließt Strom über die Wicklung H und parallel dazu wird der Kondensator C2 geladen. Bei Unterbrechung des Kontaktes i entlädt sich zunächst der Kondensator C2 über Relais H. Solange ein Wechselstromzug von Relais J aufgenommen wird und der Kontakt i schwirrt, bleibt Relais H daher kontinuierlich erregt und hält seinen Kontakt h Geschlossen. Erst bei bleibender Öffnung des Kontaktes i fällt Relais H verzögert
ab. Die Dauer der Verzögerung ist abhängig von dem Entladestrom des Kondensators C2 und damit von der Größe des Widerstandes H und des Kondensators C2, welche zweckmäßig einstellbar sind. Bei geeigneter Wahl der Abmessungen ist es möglich, die Abfallverzögerung der durch die Kontaktbelastung des Relais H etwa vorhandenen Ansprechverzögerung anzupassen und damit eine zeitgleiche Übertragung der Stromstöße zu gewährleisten. Die Größe des Widerstandes R und des Kondensators C2 ist weitgehend abhängig von der Kontaktbelastung des Relais H; es kommen Widerstandswerte bis 1000 Ohm und Kapazitäten zwischen 1 und 4 (My)F in Betracht. Bei einer Belastung der Relais H mit 11 Kontaktfedern ergab sich eine günstige Bemessung von Widerstand R mit 300 Ohm und Kondensator C2 mit 3 (My)F.
Claims (4)
1) Schaltungsanordnung zur Übertragung von Wechselstromstößen mittels eines Wechselstromempfangsrelais, dessen Anker im Rhythmus der Frequenz des Wechselstromes schwingt, dadurch gekennzeichnet, daß das von dem Wechselstromempfangsrelais (J) gesteuerte Stromstoßübertragungsrelais (H) als gewöhnliches Fernsprechrelais mit Kippanker ausgebildet ist und nur eine Wicklung aufweist, welcher ein Kondensator (C2) parallel geschaltet ist.
2) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit dem Kondensator (C2) ein ohmscher Widerstand (R) liegt.
3) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Kondensator und Widerstand veränderlich sind.
4) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Wechselstromempfangsrelais (J) ein gewöhnliches, ungepoltes Fernsprechrelais mit Kippanker verwendet wird.
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