DEP0051574DA - Einzelantrieb für Webstühle - Google Patents
Einzelantrieb für WebstühleInfo
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Description
Einzelantrieb fur Webstühle«,
ßer Antrieb von Webstühlen erfolgt bisher entweder von 'I'ransmissionen aus mittels Riemen, die auf Fest- und
Losscheiben laufen oder einzeln durch Elektromotoren. Im letzteren
Falle dient zur Kraftübertragung entweder ein Zahnradgetriebe mit Rutschkupplung oder Keilriemen wirken direkt auf
die treibenden !Riemenscheiben eine Alle diese Antriebe haben
mehr oder weniger ungünstigen Einfluß auf den Lauf des Webstuhles*
und führen häufig zu Kurbelwellenbrüchen, da die Kraftübertragung zur Exzenterwelle über die Kurbelwelle geht. Außerdem bedingen
die benannten Antriebe den Anbau schwerer Konsolen und schwerer Öestelle, um die beim Weben auftretenden stoßartigen
Erschütterungen aufzunehmen. Biese Anbauten beanspruchen einen beträchtlichen Platzpder bei der Vielzahl von in einem Maschinensaal
aufgestellten Stühlen immerhin ins Gewicht fällte
Die Erfindung schlägt demgegenüber einen Einzelantrieb für Webstühle vor5 bei dem das vom Motor angetriebene
Schwungrad und ein Zahnrad des Getriebes^ das zwischen Kurbelwelle
und Exzenterwelle arbeitet, lösbar miteinander gekuppelt sind. Die Ausführung kann se» getroffen werdens daß die Innenfläche
der Felge des Schwungrades als Kupplungsfläche ausgebildet ist, in die eine auf der Kurbelwelle sitzende Gegenscheibe
eingreift. Der Elektromotor wird als Wippmotor aufgehängt und die Kraftübertragung erfolgt durch Keilriemen auf
das als Kupplung ausgebildete Schwungrad« Fur das Oeffnen und
Schließen der Kupplung ist nur eine Seitenbewegung von einigen Millimetern erforderlich und der Webstuhl wird sofort auf die
volle Tourenzahl gebracht^ sodaß bändiges Gewebe nicht auftreten
kann*
Bei einer bevorzugten Ausfiihrungsform trägt das Schwungrad eine Kupplungsmuffe,, die in die als Gegenkupplungshälfte ausgebildete Innenfläche der Zahnradfelge eingreift*
Das Schwungrad kann gleitend auf der Kurbelwelle geführt sein und greift mit seinem Kupplungsteil in das auf dieser Welle
sitzende Zahnrad des Getriebes ein« Hierdurch wird der zusätzliche
Vorteil erreicht.,, daß die Kurbelwelle weniger stark belastet
wirdj denn die Kraft verteilt sich hier auf das ganze Zahnrad gleich§aißig| das wie ein gro&es Lager wirkt® Es hat sich gezeigt, daß auf diese Weise Lager und Kurbelwelle weitgehend geschont
werden« Kurbelwellenbrüche sind vermieden und die Bauart des ganzen Webstuhles kann in gewissen Grenzen leichter gehalten
werden*
Die Betätigung der Kupplung erfolgt mittels einer siit Drucklager versehenen Kulissenscheibe, die an dem Schwungrad
anliegt» Zweckmäßig ist in das Gestänge eine einstellbare
Druckfeder eingeschaltet. Durch Stellmuttern an der !Feder kann
der Druck der beiden Kupplungshälften zueinander verändert werden, um eine immer gleichbleibende Tourenzahl au erreichen*
Der Baumbedarf des Antriebes ist sehr klein« Infolgedessen
können auf dem gleichen Kaum mehr Stühle als bisher aufgestellt werden«
In der Zeichnung sind zwei Ausfuhrungsformen der Erfindung dargestellte
Figur 1 ist ein Schnitt durch die eine Ausfuhrungsform
w 2 ist ein Schnitt durch die andere Ausführtingsform*
Auf der Kurbelwelle 1 sitzt das mit Keilnuten versehene Schwungrad 2$ das gemäß i'igur 1 an seiner Habe die
Muffe 3 mit dem konischen Kupplungsbelag 4 trägt* Der Muffe
gegenüber sitzt fest auf der Welle 1 das Zahnrad 5* dessen
Felge auf der Innenseite zudder konischen Kupplungsfläche 6 ausgeschliffen ist« leben der Habe 7 des Schwungrades ist mit
dieser gleitbar auf der Welle die Kulissenscheibe 8 angeordnet
die ein Kugeldrucklager 9 besitzt» In die Singnut der Scheibe
greift die Gabel Io einf die an einem bei 11 gelagerten Hebel
sitat* Das Hebelende besitzt ein mit Gewinde versehenes Auge 13*
mit dem es in eine Spindel 14 eingreift* Diese Spindel ist ein '•ι·1 eil der Stange 1$$ die mittels Handgriff 16 in ihrer Längsrichtung
verschoben werden kannB Auf der Spindel sitzen ferner
die Stellmuttern 17 und die Druckfeder 18β Mittels des Handgriffes
16 kann die Kupplung ein- und ausgerückt werden.
Bei der Ausführungsfor© nach Figur 2 ist statt der
besonderen Kupplungsmuffe die Innenfläche 19 des Schwungrades
als konische Kupplungsfläche ausgebildet und auf die Welle 1,
dem Schwungrad gegenüberliegend, die Kupplungsscheibe 2o aufgekeilt,,
deren konischer Plansch 21 die Kupplungsgegenfläche
darstellt« Das Zahnrad 5 sitzt in diesem Falle neben der
Scheibe 2o auf der Kurbelwelle 9 es kann aber auch mit der
Kupplungsscheibe zu einem Bauteil vereinigt sein. Das Schaltgestänge
kann die gleiche Gestalt haben wie in I'igur 1 und ist
deshalb nicht noch einmal aargestellt.
Claims (4)
1.) Einzelantrieb für Webstühle mit Elektromotor,
dadurch gekennzeichnet, daß das toib Motor angetriebene Schwungrad
und ein Zahnrad des Getriebes zwischen Kurbelwelle und Exzenterwelle
lösbar miteinander gekuppelt sind,
2.) Antrieb nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenfläche der felge des Schwungrades als Kupplungsfläche ausgebildet ist, in die eine auf der Kurbelwelle sitzende
Segenscheibe eingreift»
3.) Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwungrad eine Kupplungsmuffe tragt, die in die als Segenkupplungshäli'te ausgebildete Innenfläche der Zahnradfelge
eingreift.
4.) Antrieb nach Ansprnch^l und 3* dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwungrad gleitend auf der Kurbelweile gefuhrt ist
und mit seinem Kupplungsteil in das auf dieser sitzende Zahnrad eingreift»
5i) Antrieb nach Anspruch^, 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwungrad durch ein Gestänge unter Vermittlung
einer mit Drucklager versehenen Kulissenscheibe von Hand aus- und einrückbar ist,
6„) Antrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daE in das Gestänge eine einsteilbare Druckfeder eingeschaltet
ist»
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