DEP0049926DA - Mittel zur Behandlung von Keratinen, insbesondere zur Herstellung von Dauerwellen - Google Patents

Mittel zur Behandlung von Keratinen, insbesondere zur Herstellung von Dauerwellen

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DEP0049926DA
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Germany
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keratins
permanent waves
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Expired
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English (en)
Inventor
Bernhard Dr. Raecke
Original Assignee
Henkel & Cie GmbH, Düsseldorf
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Description

Bekanntlich werden zur Erweichung von Keratinen auf kaltem Wege alkalisch eingestellte Lösungen der Thioglykolsäure verwendet. Daneben hat die Anmelderin zahlreiche weitere schwefelhaltige Verbindungen für den gleichen Zweck vorgeschlagen. Man kann diese Verfahren zur Herstellung von Dauerwellen auf kaltem Wege benutzen. Die Anwendung aller dieser Verbindungen geschieht so, dass die Keratine, wie Haare, Wolle usw. gegebenenfalls in auf Wickeln aufgerollter Form mit den Lösungen der schwefelhaltigen Verbindungen befeuchtet werden. Man lässt diese Lösungen eine gewisse Zeit und zwar im allgemeinen nicht länger als 1-2 Stunden einwirken, wäscht und behandelt anschliessend mit oxydierenden Mitteln, wie Wasserstoffsuper- oxyd, Bromat oder alkylierenden Mitteln, wie Trimethylendibromid, Formaldehyd u.dgl.
Bei allen diesen Behandlungweisen besteht die Gefahr, dass die Lösungen vorzeitig austrocknen und dass daher die Einwirkung der schwefelhaltigen Verbindung nicht genügend weit geht, wenn man nicht von vornherein die Reaktionszeit durch Anwendung entsprechend starker konzentrierter Lösungen herabsetzt.
Es wurde nun gefunden, dass man die Einwirkung der wässrigen Lösungen schwefelhaltiger Reduktionsmittel auf die Keratine dadurch verbessern kann, dass man die verwendeten Lösungen mit einem Gehalt an hygroskopischen Verbindungen versieht. Solche Verbindungen sind z.B. Glycerin, Zuckeralkohole u.dergl. mehr. Auch die Alkalisalze bestimmter aliphatischer Säuren, wie z.B. der Weinsäure und der Milchsäure, können Verwendung finden. Da die schwefelhaltigen Verbindungen im allgemeinen im alkalischen Medium angewandt werden, sind hygroskopische Mittel wie Calziumchlorid nicht verwendbar, da diese Anlass zu störenden Füllungen geben.
Die Erzeugnisse können daneben in bekannter Weise alkalisch reagierende Stoffe, Duftstoffe, Netzmittel, Gleitmittel, Weichmachungsmittel, Hautschutzstoffe u.dergl. enthalten.
Der Gehalt der Lösungen an den hygroskopischen Stoffen braucht nicht sehr gross zu sein. Es genügen schon wenige Prozente; doch kann der Gehalt an solchen Verbindungen auch erheblich gesteigert werden.
Beispiel 1
6 g Thioglykolsäure werden mit 10 ccm konz. Ammoniak, 10 ge Glycerin und Wasser zu insgesamt 100 ccm Lösung gelöst. Die Lösung eignet sich ausgezeichnet zur Herstellung von Dauerwellen auf kaltem Wege.
Beispiel 2
7 g 1-Mercapto-butan-3-sulfonsaures Natrium werden mit <Nicht lesbar> ccm konz. Ammoniak und 10 g eines Zuckeralkoholgemisches, enthaltend etwa gleiche Anteile von Pentiten und Hexiten und Wasser zu einem Gesamtvolumen von 100 ccm gelöst. Die Lösung eignet sich ebenfalls ausgezeichnet zur Herstellung von Dauerwellen auf kaltem Wege.

Claims (1)

  1. Schwefelhaltige Reduktionsmittel enthaltende Mittel zum Behandeln von Keratinen, insbesondere zur Herstellung von Dauerwellen auf kaltem Wege, gekennzeichnet durch einen Gehalt an hygroskopischen Verbindungen.

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