AT160825B - Verfahren zur Herstellung von Waschmitteln. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Waschmitteln.

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AT160825B
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Ehrhart Dr Franz
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  Verfahren zur Herstellung von Waschmitteln. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des Verfahrens nach dem Patente Nr. 160550. Handelt es sich dort um ein Verfahren zur Herstellung von Mitteln zum Waschen von Haaren u. dgl. empfindlichen Materialien unter Verwendung polarer Verbindungen, deren hydrophober Pol vorzugsweise aus einer aliphatischen Kette mit mehr als 11 Kohlenstoffatomen, deren hydrophiler   wasserlöslich machender   Pol vorzugsweise aus einer Sulfo-, Schwefelsäure oder Phosphorsäuregruppe besteht, wobei diese Verbindungen in Form ihrer nach besonderem Verfahren gereinigten Salze verwendet werden, so werden nach vorliegender Erfindung solche Waschmittel dadurch noch weiter verbessert, dass man ihnen solche Mittel zugibt,

   die den Angriff des Waschmittels auf das zu waschende Material herabsetzen und/oder Schädigungen durch den beim Waschen unvermeidlichen mechanischen Angriff verhindern. 



   Im Patent Nr. 160550 wurde gezeigt, dass man durch die Reinigung einerseits eine Steigerung der   Wasch- und Schaumfähigkeit   erhalten kann, dass auch der chemische Angriff des Waschmittels auf das zu waschende Material sich oft auf diesem Wege vermindern lasse. Fernerhin wurde dargelegt, dass eine weitere Erhöhung der Schaumwirkung durch Zusätze, die an und für sich keine eigentlichen Waschmittel sind, wie Salzen von aliphatischer   Schwefelsäureester   mit mehr als 5 Kohlenstoffatomen im Molekül, wie   Türkischrotöl,   durch Saponin u. dgl. erzielt werden kann, so dass man dadurch eine Erhöhung der Waschwirkung erreicht und mit weniger Waschmittel auszukommen vermag, was ebenfalls zu einer Schonung des zu waschenden Gutes führt.

   Im vorliegenden handelt es sich im Gegensatz hiezu um die Zugabe von Stoffen, die das zu waschende Gut direkt zu schützen vermögen. 



   Gemäss vorliegender Erfindung werden dem Waschmittel also solche Stoffe zugegeben, die das zu waschende Gut, insbesondere das lebende Haar vor dem Angriff des Waschmittels oder vor dem Angriff durch die mechanische Beanspruchung beim und nach dem Waschen zu schützen vermögen. 



   Jedes Zusammenbringen des Materials mit Wasser bedeutet eine Quellung und jede Quellung ist eine Schädigung bzw. ein Vorläufer einer solchen, daher bedeutet der Zusatz von adstringierend wirkenden Mitteln bzw. überhaupt Quellung verhindernden Mitteln eine Verbesserung. Ich nenne hier nur : Eiweiss und Eiweissabbauprodukte, Zuckerarten, natürliche und künstliche Gerbstoffe, Isopdyphosphate, Salze von Sulfosäuren höherer Molekulargewichte wie   butylnaphthalinsulfosauces   Natrium, 4-Chlorphenol-chlorbenzyl-sulfosaures Natrium,   Trichlor-oxy-diphenylmethansulfosaures   Natrium,   Tetrachlordioxy-triphenylmethansulfosaures   Natrium usw. 



   Besteht das zu waschende Gut wie tierisches Haar aus Keratinen, so ist deren Angreifbarkeit bekanntlich dann am geringsten, wenn man im isoelektrischen Bereich arbeitet. Dieser liegt bei einem pH-Wert von etwa 5,6. Daher ist es zweckmässig, das Waschmittel entsprechend etwas sauer zu stellen, abgesehen davon, dass eine Reihe der adstringierend wirkenden-also Quellung verhindernden Mittel, die oben angeführt wurden-nur im Bereich niederer pH-Werte eine ausreichende Wirkung zu entfalten vermögen. Die letzten fünf oder oben angeführten Verbindungen zeigen ausserdem eine erhebliche Wirkung gegenüber   Frasssehädlingen,   so dass also eine bakterielle Einwirkung weitgehend ausgeschlossen wird, auch hier wird man zweckmässig im sauren Medium arbeiten, also dem Mittel sauerstellende Verbindungen zusetzen. 



   Die mechanische Bearbeitbarkeit des zu waschenden Gutes steigt bei Zugabe gleitendmachender   Mittel. Als solche seien genannt : Paraffin, Fettalkohole, Wachse wie Walrat u. ä. Fette und fette Öle (Klauenöl, Olivenöl), gereinigtes Wollfett u. dgl.   

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   Es liegt auf der Hand, dass man dem Waschmittel ausserdem   Desinficentia,   Geruchsstoffe und andere physiologisch wirksame Stoffe zusetzen kann. 



   Nach dem vorliegenden Verfahren stellt man nicht nur Lösungen, sondern ebenso Pasten und andere kolloidale Dispersionen, oder auch feste Wasehpräparate etwa in Pulver-,   Puder-oder Stückform   dar. Bei der Verwendung kommt man im allgemeinen mit sehr wenig Wasser aus. 



   Eine Aufzählung von einer grösseren Reihe der für das vorliegende Verfahren als Ausgangsmittel in Betracht kommenden Verbindungen wurde bereits in der Patentschrift Nr. 160550 gegeben, so dass sieh eine nochmalige Aufzählung wohl erübrigen dürfte. 



   Durch die folgenden Beispiele soll die vorliegende Erfindung erläutert werden, eine Beschränkung auf das hier beispielsweise Offenbarte soll jedoch nicht erfolgen. 



   Beispiele :
1. 40 Gewichtsteile eines von organischen Beimengungen durch Extrahieren mittels Benzin befreiten dodeeanolschwefelsauren Natriums oder die gleiche Menge eines tetradecanolschwefelsauren Ammoniums werden in 100 Gewichtsteilen Wasser gelöst. Unter gutem Rühren gibt man hiezu etwa 4 Gewichtsteile der hydrophilen Anteile des Wollfettes und soviel Zitronensäure, dass Lackmuspapier eben gerötet wird. Dieser kolloidalen lösung gibt man gegebenenfalls noch Farbstoff und Parfüm bei. 



  Man erhält so ein vorzüglich geeignetes Haarwasehwasser, welches auch insbesondere für fettärmere Haare Verwendung finden kann. Derartige Haarwasehwasser unter Zusatz von Wasserstoffsuperoxyd geben hervorragende bleichende Wascheffekt. 



   2.10 Gewichtsteile dodecanolschwefelsaures Natrium oder Triäthanolamin oder 10 Gewichtsteile Natrium   octadecenoylmethylaminoäthansulfonat   oder Natrium   octadecenoyloxyäthansulfonat -   diese Materialien durch Lösen in Alkohol und Behandeln (Extrahieren) mit Petroläther oder Benzinvon Beimengungen befreit, werden mit der oben benötigten Menge Wasser verpastet. Man kann auch statt der Waschsalze ganz oder teilweise die waschenden Säuren verwenden und die Pufferung durch Zugabe von Salzen schwacher Säuren etwa 10 Gewichtsteilen Natriumtartrat erzielen. 



   In diese Paste arbeitet man soviel Klettenwurzelöl ein, bis eine verdünnte Probe durch Ausscheidung öliger Tropfen anzeigt, dass die Aufnahmefähigkeit erschöpft ist. Die erhaltene Paste wird dann noch in   üblicher   Weise parfümiert. Das so erhaltene Haarwaschmittel eignet sich insbesondere zur   Nach-wäsche   bereits vorgewaschenen und hiebei zu stark entfetteten Haares, jedoch ist dieses Mittel auch   zur "Ölwäsche" für   normales Haar brauchbar. 



   3.30 Gewichtsteile gereinigtes, gut getrocknetes und feinst gepulvertes oder in wässeriger Lösung unter gleichzeitiger Trocknung verstäubtes   Natrium-tetradecanolsulfonat   werden mit 25 Teilen löslicher, völlig trockener Stärke vermischt. Hiezu gibt man 15 Gewichtsteile ebenfalls gut trockenen Dinatriumphosphats und 20 Gewichtsteile Natriumbicarbonat. 



   Dieses Haarwaschmittel gibt einen feinen dichten Schaum, durch die Kohlensäureentwieklung wird diese Schaumbildung unterstützt. An Stelle des genannten gereinigten Waschmittels kann man auch andere, etwa dodecanolschwefelsaures Ammonium oder Natrium verwenden. Dem Waschpuder, das also vorteilhaft'in trockenem Zustand auf das trockene oder leicht angefeuchtete Haar aufgepudert wird, kann man natürlich Riechstoffe gewünschter Art zusetzen. 



   4.40 Gewichtsteile wie oben gereinigtes, gut trockenes dodecanolschwefelsaures Natrium oder Triäthanolamin werden mit 30 Gewichtsteilen Natriumbicarbonat, 15 Gewichtsteilen löslicher Stärke und 15 Gewichtsteilen saurem Natriumpyrophosphat oder käuflichem Metaphosphat gut vermischt, dann gibt man das gewünschte Parfüm zu. Die Eigenschaften sind ähnlich dem nach Beispiel 3 erhaltenen. 



   Auch kann man an Stelle des angegebenen   Waschmittelsalzes   ein anderes oder ein Gemisch verschiedener verwenden. Gut brauchbar ist so das Natriumsalz des   Schwefelsäureesters   aus reduziertem Kokosnussöl. Etwas weniger brauchbar, aber im Gemisch von hervorragender Wirkung, ist das Natriumsalz des Schwefelsäureesters aus reduziertem Walrat   (Hexadecanolpalmitat).  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Mitteln zum Waschen empfindlicher Materialien, insbesondere zum Waschen tierischer Fasern vor allem lebendem Haar, unter Verwendung der nach dem Verfahren des Patentes Nr. 160550 gewonnenen Produkte, dadurch gekennzeichnet, dass diesen Produkten zur Schonung des zu behandelnden Materiales Zusätze von fettend und gleitend machenden bzw. adstringierenden und den ph-Wert erniedrigenden Agentien zugesetzt werden.
AT160825D 1933-12-18 Verfahren zur Herstellung von Waschmitteln. AT160825B (de)

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