<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur dauernden Formänderung von Haaren und Mittel zur Ausführung einer Kräuselung oder Entkräuselung
Die dauernde Formänderung von Haaren wird in der Kälte oder in der Wärme erreicht, d. h. bei Temperaturen zwischen 10 und 100 C durch Brechung der CystinbrUcken und durch Wiederherstellung dieser Brücken mit Hilfe eines Oxydationsmittels oder in langsamerer Weise nur durch den Sauerstoff der Luft.
Das Aufbrechen der Cystinbrücken erreicht man durch die Benutzung von Reduktionsmitteln, welche entweder organische Stoffe (Mercaptane) oder anorganische Stoffe sind, wie die Sulfite oder Bisulfite von Ammonium, Natrium, Lithium usw.
Alle diese Reduktionsmittel haben jedoch Nachteile. Die Mercaptane müssen praktisch bei einem sehr genau bestimmten PH angewendet werden ; in zu stark alkalischem Milieu wirken sie als Enthaarungsmittel infolge vollständiger Hydrolyse des Haares. Ausserdem besitzen sie bei dem für eine normale Anwendung erforderlichen PH einen unangenehmen Geruch. Die anorganischen Reduktionsmittel der Klasse der Bisulfite durchdringen im allgemeinen das Haar schlecht und geben durch Oxydation Bisulfate, die für das Haar schädlich sind.
Es wurde nun versucht, naszierenden Wasserstoff direkt für die Aufbrechung der Cystinbrücken nutzbar zu machen ; zu diesem Zweck wurde ein wasserstoffabgebendes Präparat entwickelt, dessen Zersetzungsgeschwindigkeit leicht geregelt werden kann und dessen Zersetzungsprodukte für das Haar völlig unschädlich und leicht entfernbar sind.
Die für diesen Zweck geeigneten, Wasserstoff erzeugenden Produkte sind Borhydride, wie z. B.
Ammonium-, Natrium- und Kaliumborhydrid, oder auch substituierte Borhydride, wie z. B. Tetramethyl-
EMI1.1
Das erfindungsgemässe Verfahren zur dauernden Formveränderung von Haaren oder ähnlichen faserförmigen Gebilden, insbesondere zum Dauerwellen und zum Entkräuseln, besteht nun darin, dass man zwecks Weichmachen des Keratins der Haare auf diese eine frisch bereitete Lösung von Alkaliborhydrid oder ähnlichem Borhydrid, die mit einer Puffersubstanz mit einem pH-Wert zwischen 7 und 10,5 eingestellt ist, eine genügende Zeit einwirken lässt, worauf in bekannter Weise verfahren wird, um die Fixierung der den Haaren vor oder im Verlaufe der Plastifizierung gegebenen Form zu bewirken.
Die Handhabung dieser Borhydride bietet gewisse Schwierigkeiten, da sie hygroskopisch sind. Dieser Nachteil kann dadurch vermieden werden, dass für die Herstellung der Lösung Borhydride verwendet werden, die von indifferenten, wasserlöslichen und emulgierenden Mitteln umhüllt und dadurch stabilisiert sind.
Erfindungsgemäss können derart stabilisierte Borhydride als Hauptrohstoffe zur Herstellung einer Lösung für eine Kaltwelle benutzt werden oder sie ergeben, in der Hitze auf die Haare aufgebracht, Resultate, die mit den durch die gegenwärtig üblichen Verfahren erreichbaren vergleichbar sind.
Die Verwendung der Borhydride bietet einen sehr wesentlichen Vorteil : Diese Produkte setzen Wasserstoff frei und verwandeln sich in die entsprechenden Metaborate wie Natrium-, Kalium-, Lithiummetaborat usw., welche von der Haut durchwegs gut vertragen werden. Die mit Hilfe der Borhydride hergestellten reduzierenden Lösungen besitzen nicht die Nachteile der organischen Mercaptane oder der anorganischen Sulfite.
Die Wirkung des in den Borhydridlösungen entwickelten naszierenden Wasserstoffs ist vorübergehend,
<Desc/Clms Page number 2>
so dass das Haar nicht während einer längeren Zeit mit einer reduzierenden Lösung imprägniert ist, wie es bei den Mercaptanen und Sulfiten der Fall ist. Der Wiederaufbau der Cystinbrücken erfolgt schnell und leicht ; eine oxydierende Lösung braucht nicht unbedingt angewendet zu werden. In gewissen Fällen genügt eine einfache saure Waschung zur Entfernung der Restalkalität der Lösung, da die Rùckbildung der Cystinbrücken durch den Sauerstoff der Luft gewährleistet wird. Man kann dann eine Dauerwelle ohne oxydierende Spülung erzielen.
Die wässerigen Lösungen des Borhydrids haben einen hohen pH-Wert, höher als 11. Diese Lösung muss vor der Anwendung als Dauerwellmittel durch geeignete Puffersubstanzen auf einen pH-Wert von 7 bis 10, 5 eingestellt werden. Es können ferner der Behandlungsflüssigkeit Hilfsstoffe zugesetzt werden, welche die Quellung und Durchdringung des Haares mit der Borhydridlösung unterstützen. Der geeignetste PHWert hängt in der Praxis von der Art des benutzten Borhydrids und seiner Konzentration ab, wobei die Auswahl des günstigsten PHI mit Rücksicht auf den erwünschten Verlauf der Wasserstoffabgabe erfolgt.
Dieser verändert sich seinerseits mit der Temperatur, bei der die Dauerwelle hergestellt werden soll.
Eine in der Praxis für die Herstellung einer Kalt- oder Warmwelle verwendbare wässerige Lösung gemäss der Erfindung soll folgende Bestandteile enthalten :
1. ein alkalisches oder ähnliches Borhydrid oder eine Mischung dieser Borhydride, vorzugsweise umhüllt und fein verteilt in Bestandteilen, welche indifferent, wasserlöslich oder emulgierbar sind ;
2. ein Hilfsmittel, das die Wirkung des naszierenden Wasserstoffes auf das Haar regelt und welches aus einem Pufferstoff, der den PH-Wert der Lösung auf einen bestimmten Wert einstellt und damit den Verlauf der Zersetzung der alkalischen Borhydride regelt, besteht. Zweckmässigerweise wird noch ein Quellmittel oder ein die Durchdringung des Haares erleichterndes Mittel wie Harnstoff, Thioharnstoff, Formamid, ein primärer Alkohol, ein Glykol, Glykoläther oder Polyglykol oder ein anderes Quell- oder Durchdringungsmittel zugefügt, dessen Wirkung auf das Keratin des Haares bekannt ist.
In der Praxis kann die Zusammensetzung gemäss der Erfindung hergestellt werden, indem man zwei getrennte Bestandteile, den einen in Form eines Pulvers oder einer Paste und den andern in Form einer Lösung, die durch Auflösen eines Pulvers oder einer Paste in Wasser erhalten wurde, vor Gebrauch vermischt.
Gemäss der ersten Ausführungsart der Erfindung kann eine solche Mischung in folgender Art hergestellt werden :
Die gewünschten Borhydride werden in bekannter Art durch neutrale Mittel umhüllt und geschützt und in Form eines Pulvers oder einer Paste in einer der Gebrauchsdosis entsprechenden Menge verpackt.
Vor Gebrauch wird diese feste Substanz mit einer entsprechenden Menge einer wässerigen Flüssigkeit gemischt, die zumindest einen Pufferstoff zur Regelung des PH- Wertes der Lösung, wie sie endgültig ge- brauchsfertig in der geeigneten Stärke gewünscht wird, enthält, z. B. Glycin, Natriumborat, Natriumcarbonat und-bicarbonat, Diammoniumphosphat oder Dikaliumphosphat usw. Weiters können Quellmittel oder Durchdringungsmittel bekannter Art für das Haar oder eine Mischung der genannten Stoffe zugesetzt sein.
Die Konzentration des Quellmittels wie Harnstoff oder Thioharnstoff kann in der Grössenordnung zwischen 10 und 150/0 liegen.
Die Konzentration des Durchdringungsmittels, z. B. primäre Alkohole, kann zwischen 10 und 45% liegen.
Zweite Ausfuhrungsart : Die erste, feste Komponente der Mischung besteht aus alkalischen Borhydriden, fein verteilt in einem indifferenten Körper, welchem man pulverförmige Produkte, nämlich Puffersubstanzen und gegebenenfalls ein oder mehrere Hilfsmittel zur Regelung der Wirksamkeit des naszierenden Wasserstoffes, z. B. Natriumborat, Harnstoff oder Thioharnstoff od. dgl., zugefügt hat. Die zweite, flüssige Komponente besteht sodann nur aus einer wässerigen Lösung flüssiger Quell- oder Durchdringungs- mittel, z. B. in einem Volumen von 100 cm Wasser, der für die Herstellung einer guten Dauerwelle geeigneten Menge.
Herstellung in Form eines einzigen Pulvers : Dieses Pulver enthält alle nötigen Bestandteile (ausser Wasser) in fester Form : Alkali- oder ähnliche Borhydride, fein verteilt in indifferenten Stoffen, eine Puffersubstanz, Quell- und Durchdringungsmittel, welch letztere feste oder kristallisierte Stoffe darstellen müssen.
In diesem Falle genügt es, die entsprechende Menge des Pulvers in 100 cm3 Wasser zu lösen, um eine gebrauchsfertige Lösung für eine Kalt- oder Warmwelle zu erhalten.
Die zu benutzende Menge des Alkali-oder ähnlichen Borhydrids hängt von der Behandlungstemperatur ab. Allgemein kann man Konzentrationen in der Grössenordnung von 2 bis 6 Gew. -0/0 der gebrauchsfertigen Lösung verwenden.
<Desc/Clms Page number 3>
Nachstehend werden einige Ausführungsbeispiele der Erfindung angeführt, ohne dass diese andere Zusammensetzungen gemäss der Erfindung ausschliessen.
Kaltwelle.
Beispiel 1 :
EMI3.1
<tb>
<tb> Feinverteiltes <SEP> SOolges <SEP> Natriumborhydrid <SEP> in"Carbowachs <SEP> 1540"8 <SEP> g
<tb> Natriumborat <SEP> als <SEP> Puffer <SEP> 0,5 <SEP> g
<tb> Äthylalkohol <SEP> 90o <SEP> ; <SEP> oig <SEP> 4 <SEP> g
<tb> Thioharnstoff <SEP> 7, <SEP> 7 <SEP> g
<tb> Wasser <SEP> auf <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb> Das <SEP> PH <SEP> der <SEP> Lösung <SEP> ist <SEP> 9,3.
<tb>
Die Mischung Borhydrid-"Carbowachs"wird der Lösung der andern Bestandteile im Augenblick des Gebrauches hinzugefügt.
Bei natürlichem Haar wird eine Lösung wie oben beschrieben in folgender Weise angewendet : Man imprägniert die Haare mit der reduzierten Lösung, wickelt sie auf Wickler ausgewählter Grösse derart, dass man etwa 60 StUck auf das gesamte Haar verteilt in üblicher Weise, nicht zu locker, nicht zu fest, und sättigt die aufgewickelten Haare mit weiterer Reduktionsfltissigkeit. Die Behandlungszeit für die gesamten Wickler soll 25-30 Minuten betragen. Man spült darauf mit Wasser vor dem Abrollen der Wickler ; dann spült man mit einer Lösung von Milchsäure, Zitronensäure oder Weinsäure oder einer andern organischen Säure zu 1 pro 1000, um letzte Spuren von Alkali zu beseitigen. Man erhält so eine gute Dauerwelle, die auch bei sehr lockeren Haaren festliegt.
Beispiel 2 :
EMI3.2
<tb>
<tb> Feinverteiltes <SEP> 50"/0 <SEP> iges <SEP> Kalium <SEP> - <SEP>
<tb> borhydrid <SEP> in"Lanettewachs <SEP> AO"10 <SEP> g
<tb> Pufferstoff <SEP> : <SEP> wasserfreies <SEP> Natriumcarbonat <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> g <SEP>
<tb> + <SEP> Natriumbicarbonat <SEP> 0,45 <SEP> g
<tb> Wasser <SEP> auf <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb> Das <SEP> pu <SEP> der <SEP> Lösung <SEP> ist <SEP> 10,2.
<tb>
Die Art der Imprägnierung des Haares und die Zeit der Reduktion entsprechen den in Beispiel 1 angegebenen. Anschliessend wird mit Wasser gespült und danach an Stelle der abschliessenden Säurespülung eine oxydierende Spülung mit 80-100 cm3 einer 1, 2' iigen Wasserstoffperoxydlösung vorgenommen.
Dauerwelle unter der Haube.
Man kann die Behandlungszeit, d. h. die Einwirkung des nach obigen Beispielen hergestellten flüssigen Reduktionsmittels, abkürzen, indem man während nur einer Viertelstunde (an Stelle von 30 Minuten) eine Heizhaube wie die Trockner oder Dampfhauben üblicher Art verwendet. Die warme Luft oder der Wasserdampf bewirken eine Erhöhung der Temperatur auf etwa 450C im gesamten Bereich der auf den Wicklern befindlichen Haare. Hiebei dringt die Reduktionsflüssigkeit sehr schnell ein und zersetzt sich auch sehr schnell, wodurch die Einwirkungszeit abgekürzt werden kann. Die bei diesen Temperaturen benutzten Lösungen sind dieselben wie die in den obigen Beispielen für die Kaltwelle beschriebenen.
Heisswelle.
Man kann in gleicher Weise reduzierende Lösungen auf der Grundlage von Borhydrid nach Art der Beispiele 1 und 2 herstellen und sie in der nachstehend beschriebenen Weise für die Erzeugung von Heisswellen benutzen.
<Desc/Clms Page number 4>
Beispiel 3 : Man stellt eine Lösung wie folgt her :
EMI4.1
<tb>
<tb> Feinverteiltes <SEP> 50% <SEP> iges <SEP> Natrium- <SEP>
<tb> borhydrid <SEP> in"Carbowachs <SEP> 1540"8 <SEP> g
<tb> Pufferstoff <SEP> : <SEP> Wasserfreies <SEP> Natriumcarbonat <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> g
<tb> Natriumbicarbonat <SEP> 0,45 <SEP> g
<tb> Thioharnstoff <SEP> 7 <SEP> g
<tb> Äthylalkohol <SEP> 5 <SEP> g
<tb> Wasser <SEP> auf <SEP> 100 <SEP> cams
<tb> Das <SEP> PH <SEP> der <SEP> Lösung <SEP> ist <SEP> 10,2.
<tb>
Man teilt das Haar in 32 Strähne, welche man auf Wickler aufrollt, und verteilt dann auf die aufgewickelten Strähne Heizquellen, welche die Aufrechterhaltung einer Temperatur von etwa 1000C während 2 - 5 Minuten gestatten. Sodann entfernt man die Heizmittel, lässt die aufgewickelten Haarsträhne abkühlen, wickelt ab und spült dann die Haare mit einer 0, 1%igen Milchsäurelösung. Man erhält eine lokkere und starke Dauerwelle.
Entkräuseln.
Das Aufbrechen der Cystinbrticken durch den von der Zersetzung der Borhydride herrührenden naszierenden Wasserstoff hat, wie bekannt, eine augenblickliche Geschmeidigmachung des Haares zur Folge, welche das Kräuseln und in gleicher Weise das Entkräuseln gestattet.
Man kann also mit Borhydriden entsprechend den oben festgesetzten Grenzen eine Lösung erhalten, die es ermöglicht, zu sehr gekräuselte Haare geschmeidig zu machen, sei es natürliches Kraushaar oder von Haus aus glattes Haar, das durch eine frühere Dauerwelle klinstlich gekräuselt wurde. Man arbeitet wie folgt : Beispiel 4 : Man stellt folgende Lösung her :
EMI4.2
<tb>
<tb> 50% <SEP> iges <SEP> Kaliumborhydrid <SEP> (in <SEP> Suspension <SEP> in
<tb> "Lanettewachs <SEP> SX"eingetragenes <SEP> Schutzzeichen) <SEP> 4 <SEP> g
<tb> Pufferstoff <SEP> : <SEP> Borsäure <SEP> 0,36 <SEP> g
<tb> + <SEP> festes <SEP> Ätznatron <SEP> 0,16 <SEP> g
<tb> Äthylalkohol <SEP> 4 <SEP> g
<tb> Harnstoff <SEP> 12 <SEP> g
<tb> Wasser <SEP> auf <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb> Das <SEP> PH <SEP> der <SEP> Lösung <SEP> ist <SEP> 9,3.
<tb>
Man imprägniert das gesamte Haar und lässt 5 Minuten einwirken. Dann kämmt man, um die Ausdehnung der Haare zu begünstigen, spült mit Wasser und macht eine Säurespülung mit einer Lösung von 0, 1'figer Zitronensäure, um restliches Alkali zu entfernen. Man erhält ein Nachlassen der Wellung oder natürlichen Kräuselung im Bereich von etwa 40qu, entsprechend dem gewünschten Zweck.
Beispiel 5 : Man stellt folgende Lösung her :
EMI4.3
<tb>
<tb> 25% <SEP> iges <SEP> Natriumbolhydrid <SEP> in. <SEP> Suspension <SEP>
<tb> in"Carbowax <SEP> 1540" <SEP> (entsprechend <SEP> 5 <SEP> g
<tb> Natriumborhydrid) <SEP> 20 <SEP> g
<tb> Glycin <SEP> als <SEP> Puffer <SEP> 5 <SEP> g <SEP>
<tb> Wasser <SEP> auf <SEP> 100 <SEP> ems
<tb>
Das PH der Lösung stellt sich auf 9,9 ein. Die Imprägnierung der Haare und die Reduktionszeit entsprechen den Angaben des Beispiels 1. Anschliessend wird eine Spülung mit Wasser und darauf eine oxydierende Spülung mit 80 - 100 cm3 einer 1, Beigen Wasserstoffperoxydlösung vorgenommen. Man erhält eine schöne Dauerwelle.
Man kann auch das Borhydrid und das Glycin in das"Carbowax 1540"einarbeiten. In dieser Weise
<Desc/Clms Page number 5>
erhält man ein gebrauchsfertiges Pulver, das nur mehr in der nötigen Menge Wasser aufgelöst zu werden braucht.
Beispiel 6 : Man stellt folgende Lösung her :
EMI5.1
<tb>
<tb> 2596iges <SEP> Natriumborhydrid <SEP> in <SEP> Suspension
<tb> in"Carbowax <SEP> 1540" <SEP> (entsprechend
<tb> 5 <SEP> g <SEP> Natriumborhydrid) <SEP> 20 <SEP> g
<tb> Glycin <SEP> als <SEP> Puffer <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Wasser <SEP> auf <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb>
Das PH dieser Lösung stellt sich auf ungefähr 9,6 ein. Die Durchführung des Verfahrens erfolgt wie im vorhergehenden Beispiel. Bei Einarbeiten von Borhydrid und Glycin in das"Carbowax 1540"erhält man ein gebrauchsfertiges Pulver, das nur mehr in der nötigen Menge Wasser gelöst zu werden braucht.
Es ist selbstverständlich, dass man Änderungen. Vervollständigungen und Hinzufügungen zu den beschriebenen Verfahren zur Erzielung einer Dauerwelle bei Haaren machen kann, ohne sich von dem Grundgedanken der Erfindung zu entfernen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur dauernden Formveränderung von Haaren oder ähnlichen faserförmigen Gebilden, insbesondere zum Dauerwellen und Entkräuseln, unter Anwendung reduzierender Mittel, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Weichmachen des Keratins der Haare auf diese eine frisch bereitete wässerige Lösung von Alkaliborhydrid oder einem ähnlichen Borhydrid, die mit Hilfe eines zugesetzten Pufferstoffes auf einen pH-Wert zwischen 7 und 10,5 eingestellt ist, eine genügende Zeit einwirken lässt, worauf in bekannter Weise verfahren wird, um die Fixierung der den Haaren vor oder im Verlaufe der Plastifizierung gegebenen Form zu bewirken.