DEP0048481DA - Käfigtrommel für laufende Kunstseidenfäden, Bändchen o.dgl. - Google Patents

Käfigtrommel für laufende Kunstseidenfäden, Bändchen o.dgl.

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Publication number
DEP0048481DA
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DE
Germany
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drum
cage
drums
bars
thread
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Dipl.-Ing. Hamburg Jensen
Erich Gärtringen Kiefer
Original Assignee
Erich Kiefer Lufttechnische Anlagen, Gärtringen
Publication date

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Description

Es ist bekannt, bei der Herstellung von Kunstseidefäden o.dgl. im fortlaufenden Arbeitsgang aus zwei zusammenwirkenden Stabtrommeln bestehende Aufwickel- oder Fördervorrichtungen, sogenannte Käfigtrommeln, zu verwenden, um die der Faden schraubenförmig herumgeführt und auf denen er den verschiedenen Nachbehandlungen unterworfen wird.
Um eine gedrungene Bauart zu erzielen, sind bei einer bekannten Fördervorrichtung dieser Art die beiden um getrennte, zueinander exzentrische Achse umlaufenden Stabtrommeln ineinander angeordnet und zwar derart, dass die Stäbe der einen Trommel jeweils zwischen zwei benachbarten Stäben der anderen Trommel liegen. Beim Umlaufen der Trommeln erfahren die Stäbe der einen Trommel zu denen der anderen Trommel eine derartige Verstellung in radialer und axialer Richtung, dass er sich auf dem gemeinsamen Mantel der Trommeln aufwickelnde Faden in der Trommel-Längsache weitergefördert wird.
Derartige Käfigtrommeln arbeiten stets mit zwei Tragscheiben für die Trommelstäbe an jeder Stirnseite des Käfigs. Hierdurch und durch etwa noch erforderliche Gelenkverbindungen der Teile untereinander wird die Bauart solcher Trommeln sehr kompliziert. Es sind auch schon Vorrichtungen zum Aufwickeln und Weiterleiten von Kunstseidefäden bekannt, die aus zwei einseitig gelagerten drehbaren Scheiben bestehen, welche auf ihren einander zugekehrten Innenflächen mit axial gerichteten festen Leitstangen besetzt sind. Die Drehachsen dieser Scheiben sind versetzt zueinander angeordnet, wobei die eine Drehachse zur Horizontalen geneigt ist. Hierbei müssen die Leitstangen der einen Scheibe durch entsprechend versetzte Schlitze oder Ausnehmungen der anderen Scheibe hindurchgeführt werden.
Anderen Stabtrommeln hat man auch bereits teilweise eine schwachkonische Form gegeben, um dadurch eine geringe Streckung des Fadens bei seinem Umlauf um die Trommel zu erzielen.
Gemäss der Erfindung besteht die Käfigtrommel ebenfalls aus zwei ineinander angeordneten Stabtrommeln, die um verschiedene exzentrisch und schräg zueinander gelagerte Achsen umlaufen, wobei die Stäbe der einen Trommel zwischen je zwei benachbarten Stäben der anderen Trommel liegen. Die im Winkel zueinander gerichteten Drehachsen der beiden Stabtrommeln liegen hierbei in einer und derselben Ebene, schneiden sich also in einem Punkte, der inner- oder ausserhalb der Trommel liegen kann. Das wesentliche bei dieser Käfigtrommel besteht nun darin, dass die Tragstäbe, welche die beiden Trommeln bilden und welche aus einem konisch und einem zylindrisch verlaufenden Teil bestehen, nur einseitig, und zwar beide zusammen auf der gleichen Seite an je einem Stabträger befestigt sind. Diese einseitige Lagerung kann an dem konischen oder dem zylindrischen Ende der Stabtrommeln erfolgen.
Gemäss der Erfindung laufen also die einzelnen Stäbe zu einem Teil parallel zur Trommelachse, während sie im weiteren Verlauf gegen die Trommelachse konvergieren. Beim Umlaufen um den konischen Trommelteil wird der Faden nicht nur seitlich gefördert, sondern gleichzeitig auch gestreckt, während er auf dem zylindrischen Teil lediglich seitlich verschoben wird.
Um ein Abgleiten des Fadens von dem konischen Streckteil der Käfigtrommel zu verhüten, sind die Trommelstäbe auf diesem Ende weiterhin erfindungsgemäss mit Stufen oder Rillen versehen, in die sich der auflaufende Faden einlegt und von denen er festgehalten wird. Die Stufen oder Rillen sind hierbei in solchem Abstand voneinander angeordnet, dass ihre Entfernung der jeweiligen Verschiebung des Fadens bei einem Trommelumlauf entspricht.
An den Trommelenden wird das Abgleiten des in der Regel feuchten Fadens dadurch verhindert, dass die Stabenden mit vorspringenden Nasen versehen sind. An den freien Enden der Trommelstäbe sind die Nasen vorteilhaft miteinander zu einem Ring verbunden, der gleichzeitig die Stabilität der gesamten Einrichtung erhöht.
Die Zeichnungen veranschaulichen eine Ausführungsform der Erfindung. Figur 1 ist eine Vorderansicht der Käfigtrommel, Figur 2 ist ein Schnitt längs der Linie A - B in Figur 1. Die Figuren 3 und 4 veranschaulichen die Lagerung der Käfigtrommel an einer Kunstseidespinnmaschine.
Die Käfigtrommel besitzt zwei Drehachsen 1 und 2, die, wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich, exzentrisch und gleichzeitig schräg zueinander angeordnet sind. Auf der Welle 1 sitzt der am einfachsten konisch gestaltete Stabträger 3 mittels des Befestigungskeils 4, während die Achse 2 in der exzentrisch zur Achse 1 angeordneten Buchse 5 liegt. Um diese läuft in Gleitlagern 6 die Tragscheibe 7 für die zweite Stabtrommel um. In der Tragscheibe 7 sind die Stäbe 8 befestigt, während der konische Teil 3 die Stäbe 9 trägt.
Die Achse 2 ist gleichzeitig gegen die Achse 1 etwa geneigt, so dass auch die Stäbe 8 gegenüber den Stäben 9 einen gewissen Winkel bilden. Die Winkelstellung soll im allgemeinen nur einige Grade betragen, so dass die Abweichung der Stabenden am Ende der Trommel nur einige Millimeter ausmacht. Auch der Abstand der Achsen voneinander ist nur klein und beträgt bei einer normalen Käfigtrommel etwa 3 mm.
Die Anzahl der Stäbe beider Trommeln wird zweckmässig so gross wie möglich gewählt. Wie die Figuren erkennen lassen, liegen die Stäbe der einen Trommel stets zwischen den Stäben der anderen. Auf diese Weise braucht beispielsweise lediglich die Trommelwelle 1 angetrieben zu werden, wobei die aus den anderen Stäben 8 bestehende Trommel beim Umlauf der Stäbe 9 einfach mitgenommen wird. Infolge der Versetzung der Achsen der beiden Stabtrommeln zueinander treten die Stäbe 8 bei jeder Umdrehung des Trommelumfangs radial über die Stäbe 9 der konzentrisch gelagerten Trommel hinaus. Es findet also auf diese Weise ständig eine radiale Verschiebung der einen Stabgruppe gegenüber der anderen statt. Durch diese dauernde Verschiebung der beiden Stabgruppen zueinander werden die Fadenwindungen jeweils von dem einen Trommelteil abgehoben und auf den anderen übertragen. Durch die schiefe Stellung der beiden Stabtrommeln zueinander wird gleichzeitig ein Vorrücken, d.h. eine Förderbewegung des Fadens auf der Käfigtrommel in Richtung der Trommelachse herbeigeführt, das der Faden das Bestreben hat, stets senkrecht auf eine umlaufende Fläche aufzulaufen.
Ein an dem einen Ende der Käfigtrommel zugeführter Faden wird also während des Aufwickelvorgangs im wesentlichen schraubengangförmig auf der Trommel aufgewickelt und läuft in dieser Weise zum anderen Ende der Trommel. Die Entfernung der einzelnen Windungen hängt von der Neigung der Achsen zueinander ab. Bei geringer Neigung kann ein langes Fadenstück von beispielsweise 150 - 200 m Länge in einer grossen Anzahl dicht nebeneinander liegender Windungen auf einer verhältnismässig kurzen Trommel aufgewickelt und gewünschtenfalls mit Flüssigkeiten behandelt werden.
Die Trommelstäbe 8 und 9 erstrecken sich gemäss der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Erfindung von den Tragkörpern 3, 7 aus zunächst nicht lotrecht, sondern besitzen einen schräg nach aussen gerichteten Teil 8a, 9a, an den sich erst der waagerecht parallel zur Achse laufende Teil der Stäbe anschliesst.
Um den Faden leicht und sicher auf den konischen Streckteil der Käfigtrommel auflegen zu können, sind an den schrägen Enden der Stäbe Nasen 10 vorgesehen. Auf diese Weise entsteht am Rande der Trommel eine Rinne, in die der Faden auch bei raschem Lauf eingelegt werden kann, ohne dass sich die Fadenwindungen verwirren. Ein ebensolcher Vorsprung 11 ist an dem rückwärtigen Ende der Trommelstäbe vorgesehen, doch werden hier zweckmässig nur die Stäbe einer Stabtrommel, beispielsweise der parallel zur Drehachse 1 verlaufenden, mit diesen Vorsprüngen ausgerüstet, die dann untereinander durch einen Ring 12 verbunden sind. Auf diese Weise entsteht eine völlig stabile Käfigtrommel, deren Umfang auch an dem freien Ende, unabhängig von einem grösseren oder geringeren Fadenzug, stets genau gleich bleibt.
Durch die einseitige Lagerung der beiden ineinander angeordneten Stabtrommeln wird eine ausserordentlich einfache und betriebssichere Bauart gewährleistet. Dabei wird an dem Wesen der Erfindung grundsätzlich nichts geändert, wenn die Lagerung statt an dem konischen Ende der Trommel, wie in Figur 2 dargestellt, an dem zylindrischen Ende erfolgt. Die Frage, welcher Lagerung der Vorzug zu geben ist, hängt im wesentlichen von dem Bau der Spinnmaschine ab, wenn die Käfigtrommel zum Strecken und Weiterbefördern von frischgesponnenen Kunstseidefäden bestimmt ist. Die Figuren 3 und 4 zeigen die beiden verschiedenen Lagerungsmöglichkeiten. In Figur 3 sind die Spinndüsen 13 zweier benachbarter Spinnstellen dicht nebeneinander angeordnet, während in Figur 4 die Spinndüsen einen entsprechend weiteren Abstand voneinander besitzen. In beiden Fällen läuft der von der Düse kommende, frisch entstandene Kunstseidefaden zunächst auf den konischen Streckteil der Käfigtrommel auf und erfährt hier eine entsprechende Dehnung, indem er während des Umlaufs der Trommel von einer Rille zur danebenliegenden weiterbefördert und hierbei gleichzeitig von Stufe zu Stufe gehoben wird. Fall breitere Gebilde, wie beispielsweise Bändchen, auf die Trommel aufgewickelt werden sollen, müssen die Rillen naturgemäss entsprechend breiter sein.
Auf dem zylindrischen Trommelteil hat der Faden dann Zeit zum Nachkoagulieren; er kann hier auch mit Flüssigkeiten verschiedener Art nachbehandelt werden. Von dem zylindrischen Ende der Trommel läuft der Faden dann den weiteren Behandlungs- und Trockeneinrichtungen zu.
Wie die Figuren 3 und 4 erkennen lassen, ist es vorteilhaft, die Käfigtrommel stets paarweise auf einer gemeinsamen Antriebswelle zu lagern. An den freien Stirnseiten der Trommel bleibt für den Arbeiter genügend Platz, um den Faden vollständig um die Trommel herumzuschlingen.
Die Käfigtrommel nach der Erfindung ist zweckmässig aus säurefestem Material, beispielsweise Kunstharz, hergestellt, um sie gegen den Angriff der Behandlungsflüssigkeiten für den Kunstseidefaden widerstandsfähig zu machen. Sie kann auch aus Metall, beispielsweise Aluminium, hergestellt werden, das mit Kunstharz überzogen ist.

Claims (5)

1. Käfigtrommel für laufende Kunstseidefäden, Bändchen o.dgl., bestehend aus zwei ineinander angeordneten, teilweise konisch gestalteten Stabtrommeln, die um verschiedene exzentrisch und schräg zueinander gelagerte Achsen umlaufen, wobei die Stäbe der einen Trommel zwischen je zwei benachbarten Stäben der anderen Trommel liegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstäbe (8, 9) der beiden Trommeln, welche aus einem konischen und einem zylindrischen Teil bestehen, nur einseitig, und zwar auf der gleichen Seite gelagert sind.
2. Käfigtrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommelstäbe auf ihrem schräg verlaufenden Teil (8a, 9a) Stufen oder Rillen für die Fadenlagerung in einem solchen Abstand voneinander aufweisen, dass ihre Entfernung der jeweiligen Seitenverschiebung des Fadens bei einem Trommelumlauf entspricht.
3. Käfigtrommel nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommelstäbe an ihrem schrägen und/oder ihrem waagerecht verlaufenden Ende Vorsprünge oder Nasen (10, 11) aufweisen.
4. Käfigtrommel nach den Ansprüchen 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der Stäbe einer Stabtrommel untereinander durch einen Ring (12) verbunden sind.
5. Käfigtrommel nach den Ansprüchen 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei vollständige Käfigtrommeln paarweise auf einer gemeinsamen Antriebswelle angeordnet sind, wobei die konischen Enden der Haspeltrommeln vorzugsweise aussen liegen.

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