DEP0046450DA - Verfahren und Vorrichtung zum Anlassen einer Verbrennungskraftmaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Anlassen einer VerbrennungskraftmaschineInfo
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Description
Braunschweig, äen 17. Juni 1949 Patentanwälte
Dr.- In9. Helmut Jooß RA1C 4 0 0 5
Braunschweiger Hüttenwerk S-.m.b.H. ,
Braunschweig, Postfach 191.
"Verfahren und Vorrichtung zum Anlassen einer "Verbrennungskraftmaschine*B
Patentbeschreibung.
Beim Stillsetzen eines längere Zeit im Betrieb gehaltenen Verbrennungsmotors tritt infolge des durch, die
Erhitzung dünnflüssig gewordenen Schmiermittels der erhebliche Bachteil auf, dass dieses aus den ebenfalls eine
höhere Temperatur angenommenen Lagern schnell abläuft und auch gegebenenfalls verdampft, so dass die Lager schnell
austrocknen. Diese ausgetrockneten Lager bilden beim Anlassen des Motors einen erheblichen Widerstand und verursachen
große Beanspruchungen, die zu Lagerdefekten führen können. Besonders im Winter ist bei der hohen Zähigkeit
des Kalten Schmieröls und den dadurch bedingten entsprechend höheren Eeibungswiderständen in den Oelleitungen
die Greirähr gering, dass das OeI alsbald in den Lagern wirksam wird«,
Es ist der Zweck der Erfindung, diese Nachteile zu vermeiden. Dies läßt sich dadurch erreichen, wenn man gemäß
der Erfindung dafür sorgt, dass die Oelförderung beginnt, ehe der Anlaßvorgang herbeigeführt wird.
Beispielsweise
Beispielsweise kann man eine Hilfsölpumpe vorsehen, die durch den AnlaSmotor oder durch, einen besonderen
Hilfsmotor "betrieben wird und den empfindlichen Lagerung Schmierstellen des Verbrennungsmotors OeI zur Schmierung
zuführt, ehe das Anlaufen des Motors stattfindet.
Auch kann man durch eine elektrische oder mechanische Schaltung des Anlaßmotors "bewirken, dass das AnlaJB-ritzel
in das Antriebsrad de© Motors eingreift, wenn durch eine Anzahl Umdrehungen der Hilfsölpumpe den Motorlagern
und anderen wichtigen Schmier stell ein OeI zugeführt wurde.
Die Erfindung umfaßt auch, die Möglichkeit j die "bereits vorhandene Eauptolpumpe für den gleichen Zweck verwendbar
zu machen, dadurch, dass man eine Ueberholkupplung (Freilaufkupplung) einbaut, die es ermöglicht, dass :die
Hauptölpumpe nicht nur mittelbar oder unmittelbar von der Hauptwelle des Verbrennungsmotors aus, sondern auch von
einem zweiten Antrieb - sei es vom AnlaSmotor oder von einem besonderen Hilfsmotor - angetrieben wird.
Auf jeden !all wird durch die .Erfindung bewirkt, daß der Oeldruck und das fließen des OeIs bereits einsetzt,
bevor der Motor auch nur die erste Umdrehung machte Der z.B.durch das Anlassritzel angelassene Motor steht also'
bereits vorher unter Qeldruek und erhält dadurch in den ausgetrockneten Lagern bereits vor der ersten Bewegung des
Verbrennungsmotors mit Sicherheit eine gewisse Oelmenge
zugeführt,
zugeführt, die die beim Anspringen fies Motors auftretenden Spitzenbeanspruchungen stark herabsetzt, die lager vor
!rockenlauf bewahrt und gegen DefeMe schützt, sowie ihre Lebensdeuer erhöht. Hierbei kann man ein Beiais verwenden ^
das zeitlich einstellbar ist und der Jahreszeit entsprechend angepaßt werden kann.
Dabei ist es zweckmäßig, da.e vor dem Anlassen des Mo^- tors zu den Lagern und SchmierstelleEL zuzuführende OeI
übex einen elektrischen Vorwärmer zu leiten, bevor es in den Schmierkreislauf des Motors eintritt, um durch die
herabgesetzte Zähigkeit des OeIs infolge der erhöhten Temperatur einen leichteren und schnelleren Zutritt zu
den Schmierst©Ilen zu ermöglichen.
In der Zeichnung sind drei Schaltmöglichkeiten für verschiedene zur Ausführung des neuen Verfahrens geeignete
und als Beispiel dienende Einrichtungen dargestellt.
In Fig. 1 ist außer dem Anlassmotor a für die Verbrennungskraftmaschine b ein zweiter Elektromotor c vorgesehen
} der eine Eilfsölpumpe d antreibt. Die Elektromotoren a,b werden über ein lielais e mit elektrischem Strom
derart versosgt, dass zunächst der Motor c anspringt und die Hilfsölpumpe d in Sang setzt, durch die die Lag'.er-
und Schmierstellen der Verbrennungskraftmaschine b über eine Eohrleitung f mit Schmiermittel versorgt wercen, ehe
der Aiilsßmotor a Strom erhält una ä&B Anspringen des Motors herbeiführt. Die Einrichtung ist so zu treffen, dass
das von der Pumpe d geförderte Schmiermittel bereits an
den
- 4 - ■
den Schmierstellen wirksam wird, ehe die Verbrennungskraftmaschine in Drehung versetzt wird*
Bei dem Schaltsehema nach iig« 2 ist Si« Eilfsölpumpe ä mit dsm Anlassmotor a gekuppelt und zwischen diesem
und seinem Anlassritzel g ist eine Verzögerungseinrichtung h eingeschalte·*j die das Einkuppeln des Eitzels g
^n das Zahnrad i der Verbrennungskraftmaschine b erst zuläßt, wenn das durch die Eilfsölpumpe e geförderte
Schmiermittel seine Wirkung an den Schmiersteilen der Kraftmaschine bereits ausgeübt hat*
Bei dem Schaltsehema nach Pig» 3 treibt der AnIaS-motor a über eine Ueberholkupplung (freilaufkupplung) m
die Hauptölpumpe n, wodurch dais Sehmiermittel den lager- und Schmierstellen bei noch stillstehendem Verbrennungsmßto4r
b zugeführt wird« lach dem Anspringen des fielais e wird das Eitael g in das Zahnrafi i der Erai'tmaschine
eingerückt. Bei laufendem Motor erfolgt der Antrieb der Hauptölpumpen über eine üeberholkupplung (freilaufkupplung)
o.
3&T Hilfsantrieb für die Hauptölpumpe kann natürlich auch Ton einem besonderen Elektromotor 8/dh Woex «ine
üeberholkupplung (freilaufkupplung) erfolgen«
In der das Schmiermittel zu den Schmierstellen zu führenden Rohrleitung f kann ein Vorwärmer k eingebaut
sein»
Claims (6)
1. Verfahren zum Anlassen einer Verbrennungskraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass man mit der förderung
des Schmiermittels für die Schmierstellen des Motors beginnt, ehe der Anlaüvorgang herbeigeführt wird»
2« Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet % dass das vor dem Inbetriebsetzen der Verbrennungskraftmaschine
zu den Lager- und Schmierstellen hin-zuführende Schmiermittel erhitzt wird»
j>. Vorrichtung zur Ausübung eines Verfahrens naeh , Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Anlaßstromkreis
eine durch einen besonderen Elektromotor (c) anzutreibende Hilfso!pumpe (d) und ein elektrisches Zeitrelais (e) eingeschaltet ist, das zunächst den Elektromotor
(e) der Eilfspumpe (d) und erst danach den Elektromotor (d) des Anlassers mit Strom versorgt.
4« Vorrichtung zur Ausübung eines Verfaibrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Eilfsölpumpe
(d) mit dem Anlaßmotor (a) gekuppelt ist, dass aber das Anlaßritael (g) erst über eine Verzögerungseinrichtung (h)
eingerückt werden kann«
5« Vorrichtung zur Ausübung eines Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Antriebsmögliehkeiten
für die Hauptölpumpe (n) vorgesehen sind, die jeweils vermittels üeberholkupplungen (Freilaufkupplungen)
(m,0) betätigt wird, eternal vom Verbrennungsmotor Ob)
aus
aus und vorher von einem besonderen Hilfsmotor oder aber vom Anlaßmotor (a).
6. Vorrichtung zur Ausübung eines Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in fixe
Schmiermitte!förderleitung (f) ein. zweckmäßig elektrisch beheizter Vorwärmer (k) für das vor der Inbetriebnahme
der Verbrennungskraftmaschine (a) den Sehniierstellen zuzuführende Schmiermittel eingeschaltet ist.
(Br.Bock) Patentanwalt
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