AT21532B - Antriebsvorrichtung für Dynamomaschinen für elektrische Zugbeleuchtung. - Google Patents

Antriebsvorrichtung für Dynamomaschinen für elektrische Zugbeleuchtung.

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AT21532B
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dynamo
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Heinrich Gerdes
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Heinrich Gerdes
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  AntriebsvorrichtungfürDynamomaschinenfürelektrischeZugbeleuchtung. 



   Bei elektrischen Zugbeleuchtungseinrichtungen, bei welchen die Dynamomaschinen von der   Wagenachso   direkt angetrieben werden, ist es eine der grössten Schwierigkeiten, welche dabei zu überwinden ist, dass zwischen Anlaufen des Zuges und der höchsten Geschwindigkeit die   Dynamomaschine   eine grosse Differenz in der Umdrehungszahl   durchzumachen   hat, was wiederum bedeutende Spannungsunterschiede in der Dynamomaschine zur Folge hat, wenn man nicht die ungleichmässige Geschwindigkeit, die durch die verschiedene Umdrehungszahl der Waggonachse gegeben ist, in eine gleichförmige Geschwindigkeit der Dynamomaschine   umzuändern   imstande ist. Man hat zu diesem Zweck die verschiedensten Anordnungen getroffen, so verbindet man z.

   B. die Antriebsvorrichtung mit der   Dynamomaschine mittels     Reibungskupplung,   weiche durch Fliehkraftregler gelockert bezw. angedrückt wird und ein   Schlüpfen   der Kupplung bei höheren Geschwindigkeiten bewirkt, oder man trifft wie nach dem D. R. P. Nr.   927C8, die Anordnung derartig, dass   die Dynamomaschine selber durch 
 EMI1.1 
 Dieses soll unter Verwendung einer Flüssigkeitsrotationspumpe geschehen, die von der Wagenachse angetrieben wird und einen mit der Dynamomaschine verbundenen Flüssigkeitsmotor stets in derselben Drehrichtung in Umdrehung versetzt.

   Um diesen Zweck zu erreichen, liesse sich keinesfalls eine Pumpe oder ein Motor anwenden, welche mit Luft arbeiteten, da bei Eisenbahnen die zur Verfügung stehende Luft niemals rein ist und die von   Witterungsverhältnissen     abhängige, durch   Staub, Russ u. dgl. verunreinigte Luft die schädlichsten Einflüsse auf die Pumpe oder den Motor ausüben würde. Bekanntlich arbeiten sich die schleifenden Teile der bei Luftdrucksystemen verwendeten Maschinen schon bei gewöhnlichem Betrieb sehr bald so weit aus, dass   der Nutzeffekt   der Maschinen für einen regelrechten Betrieb nicht mehr genügt.

   Umsomehr wird dieses eintreten, wenn die bei Eisenbahnwagen allein zur Verfügung stehende verunreinigte Luft. verwendet wird und wenn eine hohe Spannung in der Anlage erzielt werden soll, wie es unter allen Umständen für den Verwendungszweck der vorliegenden Anlage angestrebt wird. sowie wenn die Pumpe und der Motor aus   Zwcckmässigkeitsgründen möglichst   klein gehalten werden müssen. 



  Die Expansionsfähigkeit der Luft macht eine komplizierte Maschine und Schwungmassen   erforderlich, wenn der Motor einigermassen gleichmässig   arbeiten soll. Die mit Luft arbeitenden Pumpen und Motoren machen ferner eine bedeutende Schmierung notwendig, was für den Betrieb bei Eisenbahnwagen die Kosten erhöhen würde ; abgesehen davon, gelangen aber auch die   Schmieröle   mit der hochgespannten Luft in den   Luftbphälter und   verursachen dadurch eine frühzeitige   Zerstörung.   

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   Wendet man hingegen, wie bereits vorgeschlagen worden ist, eine Pumpe an, welche mit Flüssigkeit arbeitet, so kommen diese Übelstände völlig in Fortfall, Das ganze System wird mit einer von der atmosphärischen Luft abgeschlossenen, gut schmierenden Flüssigkeit   gefügt,   so dass nicht nur die Anordnung   einer besonderen Schmierung unnötig   wird, sondern auch Explosionen, wie bei der Luft, bei dem stets gleichmässigen Druck ausgeschlossen sind.   Schwungmassen können   in Fortfall kommen und man kann den Motor und die Pumpe sehr einfach bauen.

   Unreinigkeiten der Luft können nicht in das System eindringen und man kann eine vollkommen konstante   Umdrehungszahl   der Dynamomaschine durch den   Fliehkraftregler herbeiführen.   Aus   Zwockmässigkeitsgründen   kann man auch für die vorliegende Anlage eine der bekannten Rotationspumpe verwenden, welche in ihrem bei   verhältnismässig   grosser Leistungsfähigkeit klein gehalten werden kann. Derartige Pumpen ermöglichen es auch, durch geeignete Anordnung der Saug-und Druckventile, dass man stets eine gleich gerichtete Drehung des Motors bezw. der Dynamomaschine erhält, was von grosser Bedeutung ist, da die Dynamomaschine bei jeder Drehrichtung der Wagonachsen richtig arbeiten muss. 



   Von der Wagenachse X aus wird mittels Riemens die Riemscheibe a auf der Welle der Pumpe b angetrieben, die als Rotationspumpe ausgebildet ist. Diese Pumpe soll eine Flüssigkeit-angenommen Glyzerin-pumpen und durch die Rohrleitung d einem Rotations-oder anderen Motor e zutreiben. Von dem Motor e gelangt diese Flüssigkeit durch das Rohr f in den Behälter   9   und   fliesst   von   let crem durch Rohrleitung h und   Drosselventil i wieder der Pumpe b zu. 



   Angenommen nun, die Dynamomaschine Y soll den elektrischen Strom von genügender Spannung bei einer Zugsgeschwindigkeit von 20 km pro Stunde liefern, so wird das Übersetzungsverhältnis von Wagenachse zur Pumpe bezw. von der Pumpe b zum Motor e derartig gewählt, dass die Umdrehungsgeschwindigkeit der Dynamomaschine Y bei 20 km Zugsgeschwindigkeit so gross ist, um die gewünschte Spannung zu erzielen. Steigert sich nun nach und nach die Zugsgeschwindigkeit auf 30,40, 50 selbst 80 km in der Stunde, so steigert sich damit auch die Umdrehungsgeschwindigkeit der Pumpe, es soll sich aber nicht die Umdrehungsgeschwindigkeit des Motors s und damit der Dynamomaschine Y steigern.

   Dies wird durch den   Fliebkraftregler   erreicht, welcher bei der zuerst angenommenen Geschwindigkeit von   20 km   auf das Drosselventil i derart einzuwirken anfängt, dass der Regler den   Hebel,. um   den Drehpunkt   v   nach rechts zieht, wodurch die untere Stange   x'   durch den Hebel t'in der Pfeilrichtung gezogen und somit die Drosselklappe mehr und mehr geschlossen wird. Bei nur wenig grösserer als normaler Geschwindigkeit drosselt 
 EMI2.1 
 Pumpe b. 



   Es wird also durch die Einwirkung des Reglers der Pumpe b nur soviel Flüssigkeit zugeführt, als nötig ist, um die Dynamomaschine und den Motor e auf der richtigen Tourenzahl zu erhalten, wovon wiederum der Regler Z   abhängig   ist und das   Ventil i   entsprechend   öffnet   und schliesst. 



   Bei Anwendung von Sammlern gleichzeitig mit der   Dynamomaschine   kann der Regler hei Anhalten bezw. Wiederanfahren des Zuges in bekannter Weise noch dazu dienen, den Stromkreis zwischen Dynamomaschine und Sammler zu öffnen oder zu schliessen, sobald 
 EMI2.2 
 
Um eventuelle Stösse zu vermeiden, kann man in die Rohrleitung d noch einen Luftkessel einschalten. 



   Bei der Anordnung nach vorliegender Erfindung ist es ganz gleichgiltig, in welcher Richtung die Wagenachse sich dreht, weil die Pumpe auf jedem Ende bezw. auf beiden Seiten ein Druckventil D und ein Saugventil S besitzt, wobei die beiden Saugventile mit der Zuflussleitung h und die beiden Druckventile mit der Druckleitung d in Verbindung stehen. 



   Es ist daher ganz gleich, durch weiches Saugventil der   Zufluss   geschieht und durch welches Druckventil der Abfluss erfolgt. Auf der Druckseite wird stets das Saugventil zugedrückt und das Druckventil geöffnet werden und umgekehrt wird auf der Saugseite das Saugventil geöffnet und das Druckventil durch den Hinterdruck zugedrückt. 



   Diese Anordnung hat also schon den grossen Vorzug, dass die Dynamomaschine, welche eventuell im Wagen angebracht werden kann, um besser zugänglich zu sein, stets dieselbe Drehrichtung besitzt und infolgedessen ohne weitere   verwickelte Vorrichtungen   zur Aufrechterhaltung gleicher Stromrichtung für die verschiedenen Fahrtrichtungen benutzt werden kann. 



   Ein Nachteil tier bisherigen Anordnungen ist auch noch, dass die Dynamomaschine fortwährend mitläuft, so oft sich die Wagenachse, womit dieselbe durch Riemen verbunden 

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Claims (1)

  1. ist, in Bewegung setzt. Alle mit der Dynamomaschine in Verbindung stehenden Apparate worden also auch fortwährend in Anspruch genommen und muss für diese Inanspruch- nahme Energie aufgewendet werden. Ja die Arbeit der Dynamomaschine ist sogar in der Hinsicht nachteilig, dass die damit in Verbindung stehenden Sammler solange Zeit überladen werden, dass die Überladung schädlich und zerstörend auf letztere wirkt.
    Diesem Übolstande ist nach vorliegender Erfindung ebenfalls abgeholfen. Braucht nämlich der mit einer solchen Vorrichtung ausgerüstete Eisenbahnwagen keine Beleuchtung und sind die angebrachten Sammler genügend geladen, so kann man die Hähne oder Ventile i und k derartig stellen, dass das Rohr h oberhalb des Schiebers i durch diesen abgesperrt ist, während die Rohrleitung 1n, welche oberhalb der Flüssigkeit vom Flüssigkeitsbelhälter e entnommen ist, direkt mit der Pumpe b in Verbindung kommt. Die Pumpe fördert also nicht mehr Flüssigkeit, sondern Luft oder ein anderes Gas, das sich oberhalb der Flüssigkeit befindet.
    Stellt man nun aber nach oder gleichzeitig mit i auch den Schieber oder Hahn A- derartig, dass die Flüssigkeit nicht mehr oberhalb des Hahnes k in die Rohrleitung d, sondern durch die Rohrleitung n in den Flüssigkeitsbehälter 9 gelangen muss, so arbeitet die von der Wagonachse direkt angetriebene Pumpe überhaupt nicht mehr über den Motor, sondern bewegt nur die Luft bezw. das Gas, welches sich oberhalb der Flüssigkeit im Behälter my befindet. Es ist somit der Motor e und die Dynamomaschine gänzlich abgestellt.
    Die An-und Abstellungsvorrichtungen sind sehr leicht so anzubringen, dass dieselben sowohl von dem Wageninnern, wie auch von der Aussenseite zugängig gemacht werden können, und es ist daher ermöglicht, eine bestimmte Zeit die Sammler zu laden oder auch gleich- EMI3.1 Ausserdem ist man in der Lage, die Dynamomaschine rechtzeitig abzustellen und eine zu lang andauernde schädliche Überladung der Sammler jederz@@ zu verhüten.
    PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Antriebsvorrichtung für Dynamomaschinen für Zugsbeleuchtungszwecke, bei welcher die Dynamomaschine von einem Flüssigkeitsmotor angetrieben wird, dem die Druck- EMI3.2 Drehrichtung der Pumpe der Motor sich stets in demselben Sinne drehen muss.
    2. Ausführungsform der Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Regulators auf der Achse des Motors oder der Dynamomaschine, der die Znnussmenge der Flüssigkeit zur Pumpe derart regelt, dass die Flüssigkeitsmenge, welche dem Motor bezw. der Pnmpe zugeführt wird, stets gleichbleibend ist, so dass der Motor stets mit gleicher Geschwindigkeit arbeitet.
AT21532D 1902-11-08 1904-01-28 Antriebsvorrichtung für Dynamomaschinen für elektrische Zugbeleuchtung. AT21532B (de)

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