DEP0043258DA - Selbsttätige Waage mit Netzapparat - Google Patents
Selbsttätige Waage mit NetzapparatInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Waage mit Netzapparat.
Um dem Wiegegut, z.B. Getreide, vor der weiteren Verarbeitung den nötigen Feuchtigkeitsgrad zu geben, bedient man sich hierbei z.T. sehr primitiver, ungenau arbeitender oder aber in der Herstellung teurer und komplizierter Apparate. Mit den bekannten Apparaten ist es auch nicht möglich, die Wassermenge prozentual zu der in kg zu verarbeitenden Materialmenge einzustellen.
Diese Nachteile werden erfindungsgemäss dadurch beseitigt, dass ein in seiner Füllung nach Prozenten zum Wägegut einstellbarer Netzapparat durch ein bewegliches Glied der selbsttätigen Waage gesteuert wird. In der Zeichnung ist die Vorrichtung in 10 Abbildungen dargestellt.
Fig. I zeigt eine Seitenansicht eines von der Waage gesteuerten Netzapparates in der Füllstellung, wobei der Netzapparat mit der Bodenklappe der automatischen Waage verbunden ist.
Fig. II zeigt eine Vorderansicht hierzu, während Fig. III wieder eine Seitenansicht zeigt, das Wiege- und Netzgefäss sich jedoch in Entleerungsstellung befinden.
Fig. IV - X zeigen weitere Ausführungsformen der Erfindung.
1 ist das Gehäuse, in welchem sich das von der Spindel 2 durchzogene Gefäss 3 befindet. Auf der Spindel 2 sitzt die Mutter 4, welche der in Fig. I dargestellten Querschnittsform des Netzgefässes 3 angepasst, mit Gummidichtungen und einem Zeiger 5 versehen ist. Die Skala 6 ist nach Prozenten des zu netzenden Wägegutes eingeteilt. Die bei 7 im Gefäss 3 drehbar gelagerte Spindel 2 weist an ihrem einen Ende eine Kurbel 8 auf. Durch Drehung derselben wird die Mutter 4 solange verschoben, bis der Zeiger 5 den gewünschten Strich an der Skala 6 erreicht hat.
Die durch den Trichter 9 von einer angeschlossenen Wasserleitung 10 oder einem Behälter mit besonderer Füllung zulaufende Flüssigkeit füllt nur den an der Skala 6 nach Prozenten eingestellten Raum des Netzgefässes. Die während des Wägevorganges weiterhin zulaufende Flüssigkeit fliesst durch den Überlaufkanal 11 ab. Durch das vorhandene Ableitblech 12 ist Gewähr dafür gegeben, dass während der Zeit des Überlaufes keine Flüssigkeit den Hauptkanal 13 erreichen kann. Mit dem Netzgefäss 3 ist die mit verstellbarem Gewicht ausgestattete Stange 14 starr verbunden. Letztere ruht solange auf der Rast 15, bis das Wiegegefäss 16 sein genaues Gewicht erreicht hat. Sobald letzteres der Fall ist, öffnet sich das Wiegegefäss 16 in bekannter Weise. Die mit der Bodenklappe 18 verbundenen Stifte 17 bewegen die mit dem Netzgefäss 3 verbundene Stange 19 nach unten, sodass jeweils während der Entleerung des Wiegegefässes 16 auch das Netzgefäss 3 seinen Inhalt entleert (Fig. III). Alsdann gehen alle Teile der Vorrichtung wieder in ihre Ausgangsstellung zurück (Fig. I) und eine neue Wägung bzw. Füllung des Netzgefässes beginnt.
Bei der Ausführung nach Fig. IV ist der Netzapparat mit einem Kippgefäss verbunden, dessen Stifte 20 die Betätigung vornehmen. Die strichpunktierte Stellung ist die Ausleerstellung.
Fig. V - VI zeigen einen Netzapparat, der mit der Trichterklappe 21, welche sich um die Achse 22 dreht, verbunden ist. Die Betätigung nimmt hier die Stange 25 vor, die durch Zapfen 23 mit der Klappe 21 und über ein Langloch mittels eines Zapfens 24 mit dem Netzgefäss 3 gelenkig verbunden ist. Durch die bei 26 beweglich gelagerte Stange 27 wird die Klappe 21 durch die Bewegung des Waagebalkens betätigt. Es ist auch vorgesehen, die vom Netzgefäss 3 ausgeleerte Wassermenge an einem mit Skala ausgestatteten Standglas 28 zu kontrollieren. Zu diesem Zwecke wird das Ventil 29 vor Entleerung des Netzgefässes 3 geschlossen. Die Höhe des Wasserspiegels ist dann an der ebenfalls nach Prozenten eingeteilten Skala am Standglas 28 abzulesen. Der Ablaufkanal 13 kann zweckmässig geformt werden, um einen gleichmässigen Strichabstand an der Skala zu erreichen.
Gemäss Fig. VII hat sich das Wiegegefäss bereits entleert und die Trichterklappe 21 ist wieder geöffnet, während das Netzgefäss 3, das beim Öffnen der Klappe 21 auch gekippt wurde, bis zum Senken der Trichterklappe 21 in die Feinwägestellung durch diese in Kippstellung gehalten wird und daher genügend Zeit zur vollständigen Entleerung hat. Beim Sinken der Trichterklappe in die Feinwägestellung, wobei sich das Netzgefäss 3 in die in Fig. V dargestellte Lage bewegt, aus der es infolge des Langloches nicht durch die weitere Schliessbewegung der Klappe 21, sondern erst durch deren Öffnungsbewegung bewegt wird, wirkt nicht nur die Klappe sondern auch das Eigengewicht aller beweglichen Teile des Netzapparates direkt auf die Endschneide des Waagebalkens, sodass alle Teile gleichzeitig als Voreiler dienen. Das übliche Beschweren der Trichterklappe 21 zum Zwecke einer besseren Voreilerwirkung kommt also bei dieser Einrichtung in Wegfall. Um bei sehr schnell arbeitenden selbsttätigen Waagen, die eine Verbindung des Netzapparates mit der Trichterklappe 21 der automatischen Waage haben, während des Wiegevorganges auch eine schnelle Füllung des Netzgefässes 3 zu erreichen, sind in Fig. VIII - X weitere Ausführungsbeispiele dargestellt.
Gemäss Fig. VIII wird das Netzgefäss 3 gefüllt, wenn die Trichterklappe 21 noch geschlossen ist. Ein Entleeren des Gefässes 3 beim Öffnen der Klappe 21 sowie sofortiges Rückgehen des Gefässes 3 hierauf in die Aufnahmelage wird dadurch erreicht, dass beim Hochheben der Trichterklappe 21 durch die Stange 27 der kippbare Hebel 30 die Stange 31 nach erfolgter Entleerung des Netzgefässes 3 durch Kippen beim Anstoss an den Festpunkt 32 sofort wieder verlässt (Fig. IX), sodass die mit dem Netzgefäss 3 schwenkbar verbundene Stange 31 sofort wieder die aus Fig. X ersichtliche Stellung einnehmen kann. Das Netzgefäss 3 geht also sofort wieder in seine Füllstellung zurück, sodass keine Verzögerung im Zulauf der Flüssigkeit eintreten kann.
Damit sich das Netzgefäss 3 auch bei sofortigem Rückgang vollkommen entleert, streift, um die Rückganggeschwindigkeit desselben zu vermindern, die Nase 33 an der Feder 34 vorbei.
Um schnellste Füllung des Netzgefässes 3 zu erreichen, ist es auch möglich, mehrere Wasserhähne 10 über demselben anzuordnen.
Claims (7)
1.) Selbsttätige Waage für leicht- und schwerfliessende Stoffe mit Netzapparat, dadurch gekennzeichnet, dass ein in seiner Füllung in Prozenten zum Wägegut oder in Gramm einstellbarer Netzapparat durch ein bewegliches Glied der Waage gesteuert wird.
2.) Selbsttätige Waage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Netzgefäss (3) durch Mitnehmerstifte (17 oder 20) oder sonstige Kupplungsglieder (25 oder 31) mit einem bewegten Waagenteil in Verbindung steht.
3.) Selbsttätige Waage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beweglichen Teile des Netzapparates infolge ihrer Verbindung mit der Trichterklappe (21) mit dieser auf dem Waagebalken abgestützt sind, sodass sie und die Klappe (21) durch ihr Eigengewicht auf den Waagebalken als Voreiler wirken.
4.) Selbsttätige Waage nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass im Ableitweg der Flüssigkeit ein Standgefäss (28) und ein Absperrventil (29) vorgesehen sind, welche eine Kontrolle der durch das Netzgefäss (3) ausgeleerten Flüssigkeitsmenge an der Skala des Standgefässes (28) ermöglichen.
5.) Selbsttätige Waage nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass ein an der Trichterklappe (21) kippbar gelagerter Hebel (30) sofort nach seinem die Entleerung des Netzgefässes (3) bewirkenden Einwirken auf die Kupplungsstange (31) abgehoben wird, sodass das Netzgefäss (3) sofort nach der Entleerung wieder in seine Ausgangsstellung zurückgehen kann.
6.) Selbsttätige Waage nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass am Gefäss (3) ein Ableitblech (12) angebracht ist.
7.) Selbsttätige Waage nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Wasserhähne über einem Netzgefäss (3) vorgesehen sind.
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