DEP0042586DA - Verfahren zur Extraktion und Raffination von Schwefel aus ausgebrannter Gasreinigungsmasse - Google Patents

Verfahren zur Extraktion und Raffination von Schwefel aus ausgebrannter Gasreinigungsmasse

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DEP0042586DA
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DE
Germany
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sulfur
gas cleaning
refining
extraction
tetrachlorethylene
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English (en)
Inventor
Anton Dr.-Ing. Dinslaken Rettenmaier (Ndrh.)
Original Assignee
Thyssensche Gas- und Wasserwerke GmbH, Duisburg-Hamborn
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Description

Ausgebrauchte Gasreinigungsmasse wird in der Regel zur Gewinnung des Schwefels mittels Schwefelkohlenstoff extrahiert und anschließend durch Ausdampfen wieder völlig vom Schwefelkohlenstoff befreit. Die gewonnene schwefel- und teerhaltige Schwefelkohlenstofflösung behandelt man zwecks Raffination des Schwefels mit rauchender Schwefelsäure und erhält auf diese Weise reinen Schwefel.
Dieses bekannte verfahren hat den Nachteil, dass die Verwendung des feuer- und explosionsgefährlichen Schwefelkohlenstoffs sowie der rauchenden Schwefelsäure besondere Vorsichtsmaßnahmen und Aufwendungen hinsichtlich der Apparatur und der Arbeitsweise erfordert. Daher hat sich dieses Verfahren als teuer und wenig leistungsfähig erwiesen.
Das neue Verfahren nach der vorliegenden Erfindung behebt die erwähnten Nachteile und besteht darin, dass man den Schwefel aus der ausgebrauchten Gasreinigungsmasse bei etwa 100 bis 115°C mittels Tetrachloräthylen extrahiert, das Extraktionsmittel aus der extrahierten Gasreinigungsmasse durch eine Wasserdampfdestillation zurückgewinnt und die heiße schwefel- und teerhaltige Extraktionslösung zwecks Raffination des Rohschwefels mit A-Kohle oder ähnlichen oberflächenaktiven Stoffen behandelt.
Zur Entlastung der Raffination mittels A-Kohle behandelt man zweckmäßig die ausgebrauchte Gasreinigungsmasse zuerst mit kaltem Tetrachloräthylen von Tagestemperatur und anschließend erst mit heißem Tetrachloräthylen. Da kaltes Tetrachloräthylen ein gutes Lösungsvermögen für Teer besitzt, dagegen ein sehr geringes für Schwefel, so kann man auf diese Weise durch selektive Extraktion die Schwefelraffination großenteils vorwegnehmen.
Um die Raffinationswirkung weiter zu steigern, fällt man den Reinschwefel aus der mit A-Kohle behandelten Lösung durch unmittelbare oder mittelbare Kühlung mit Wasser aus, trennt die Schwefelkristalle von der Flüssigkeit ab und destilliert das anhaftende Lösungsmittel bei etwa 125°C aus dem geschmolzenen Reinschwefel unter Einleiten von Wasserdampf ab. Anstelle der Wasserdampfdestillation lässt sich auch eine Vacuum-Destillation bei entsprechend verminderter Temperatur anwenden.
Die Regeneration der erschöpften A-Kohle kann in bekannter Weise durch Behandeln mit geeigneten Teerlösungsmitteln erfolgen.
Da Tetrachloräthylen im Gegensatz zu dem bisher verwendeten Schwefelkohlenstoff nicht brennbar und nicht explosionsgefährlich ist und die Verwendung von rauchender Schwefelsäure entfällt, so ist man ohne weiteres in der lage, das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung in stetig betriebener bekannter Verfahrenseinrichtungen und mit bewegter Masseladung durchzuführen.
Die beschriebene Erfindung ermöglicht eine wesentliche Vereinfachung der Arbeitsweise sowie Verbilligung der herstellung von Reinschwefel aus ausgebrauchter Gasreinigungsmasse.

Claims (4)

1.) Verfahren zur Extraktion und Raffination von Schwefel aus ausgebrauchter Gasreinigungsmasse, dadurch gekennzeichnet, dass man den schwefel aus der ausgebrauchten Gasreinigungsmasse bei etwa 100°C bis 115°C mittels Tetrachloräthylen extrahiert, das Extraktionsmittel aus der extrahierten Gasreinigungsmasse durch eine Wasserdampfdestillation zurückgewinnt und die heiße schwefel- und teerhaltige Extraktionslösung zwecks Raffination des Rohschwefels mit A-Kohle oder ähnlichen oberflächenaktiven Stoffen behandelt.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die ausgebrauchte Gasreinigungsmasse zwecks Extraktion der teerhaltigen Bestandteile zuerst mit kaltem Tetrachloräthylen behandelt.
3.) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man den durch Abkühlen der raffinierten Extraktionslösung gewonnenen Reinschwefels schmilzt und die Schwefelschmelze zwecks restloser Entfernung und Wiedergewinnung des Tetrachloräthylens bei etwa 125°C mit strömendem Wasserdampf behandelt.
4.) Verfahren nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass man Extraktion und Raffination mit stetig betriebenen bekannten Verfahrenseinrichtungen durchgeführt.

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