DEP0042287DA - Stopfenrohrziehbank - Google Patents

Stopfenrohrziehbank

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DEP0042287DA
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pipe
stopper
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stopper rod
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
August Dipl.-Ing. Stick
Original Assignee
Rheinische Röhrenwerke Akt.-Ges., Mülheim
Publication date

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf Stopfenrohrziehbänke mit mechanischer Rückführung des Ziehwagens, bei denen das zu ziehende Rohr über einen Stopfen durch einen Ziehring gezogen und dabei das Rohr vorher auf die sich gegen ein am Ende des Vorbettes befestigtes Widerlager abstützende Stopfenstange aufgebracht wird. Während nun bisher das Aufbringen des Rohres auf die Stopfenstange über einen Ziehring hinweg von Hand in umständlicher, mühseliger und zeitraubender Anstrengung erfolgte und in dieser Zeit die Ziehkette leer lief, schlägt die Erfindung das Aufbringen des Rohres auf die Stopfenstange auf mechanischem Wege in weit einfacherer, leichterer und schnellerer Weise vor. Zu diesem Zwecke sieht die Erfindung an der Rohrziehbank Mittel vor, die die in das Rohr einzufädelnde Stopfenstange für die Rohraufnahme vorübergehend aus dem Bereich des Vorbettes entfernen, wobei weiterhin zweckmässig Mittel vorgesehen sind, die während der Entfernung der Stopfenstange aus dem Bereich des Vorbettes das einzufädelnde Rohr auf das von der Stopfenstange entblösste Vorbett selbsttätig aufbringen, in das dann die Stopfenstange bei ihrer Rückführung eindringt und durch das Rohr hindurch in ihre Arbeitsstellung am Ziehring vorgefahren wird.
Stopfenrohrziehbänke sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Bei diesen bekannten Ausführungen stützt sich die Stopfenstange durchweg gegen ein am Ende des Vorbettes befestigtes Widerlager mit verstellbarer Spindel ab und das zu ziehende Rohr wird von einem neben der Ziehkette angeordneten Rohrlager aus von Hand über den Stopfen auf die Stopfenstange geschoben. Zu diesem Zwecke wird die Stopfenstange ein wenig aus ihrer Arbeitslage zurückbewegt und die Einfädelung des Rohres auf die Stopfenstange erfolgt bei schräger Rohrlage durch Anheben des
Rohres über den Ziehring hinweg, was umständlich, beschwerlich und zeitraubend ist, vor allem dann, wenn im Durchmesser grössere und daher im Gewicht schwere Rohre oder solche längerer Abmessungen aufzubringen sind. Dabei läuft während des Auffädelns des Rohres auf die Stopfenstange die Ziehbank leer, was eine Leistungsverminderung der Ziehbank bedeutet, der man durch die Verwendung zweier nebeneinander liegender Stopfenstangen zu begegnen versuchte.
Man hat auch zwecks Vermeidung der vorerwähnten Handaufbringung bereits vorgeschlagen, die Aufbringung mittels mechanischer Einrichtungen vorzunehmen, die aber sehr umständliche und kostspielige Ausführungen erfordern. So z.B. sind Ausführungen bekannt, bei denen das Rohr von einem über der Ziehkette angeordneten Rohrvorratslager aus über eine schräg nach oben gestellte Stopfenstange mechanisch eingeführt wird, wobei die Einrichtung ebenfalls mit zwei nebeneinander liegenden Stopfenstangen arbeitet. Derartige Ausführungen sind sehr verwickelt und daher in ihrer Arbeitsweise sehr häufig Störungen unterworfen. Auch besitzen sie den Nachteil, dass bei ihnen eine genaue Einstellung der Stopfenstangen zur Ziehmatrize nicht gewährleistet ist und auch ihre Mittellage meist nicht mit der Ziehachse übereinstimmt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass sich die Einrichtung nicht für Doppelziehbänke verwirklichen lässt, also für Ziehbänke, die mit zwei nebeneinander liegenden Ziehketten arbeiten, bei denen gleichzeitig zwei Rohre dem Ziehvorgang unterworfen werden.
Um nun die den bisherigen Stopfenziehbänken anhaftenden Nachteile zu vermeiden, schlägt die Erfindung eine Verbesserung an Stopfenrohrziehbänken vor, die einmal darin besteht, daß die Vorratsrohre neben dem Vorbett auf einem schräg zu diesem geneigten Rost lagern und von diesem Rost aus nacheinander dem Vorbett selbsttätig zurollen, sodann aber auch ist die Stopfenstange an einem Schlitten befestigt, der durch einen unter oder über dem Vorbett gelagerten Preßluftzylinder hin und her bewegt wird, um die Stopfenstange zum Zwecke der Rohraufbringung aus dem Bereich des Vorbettes zu ziehen. Dabei ist der Hub des Preßluftzylinders und damit der Weg des Schlittens so gross, dass bei zurückgezogener Stopfenstange das zu ziehende Rohr unbehindert durch die Stopfenstange in das Vorbett einrollen kann, worauf unmittelbar nach erfolgter Auflage des Rohres auf dem Vorbett die Stopfenstange mittels des Schlittens wieder vorgefahren und dabei durch das Rohr hindurch der Stopfen wieder in seine Arbeitsstellung am Ziehring gebracht wird.
In der Zeichnung ist die erfindungsgemässe Stopfenrohrziehbank in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar in Abb. 1 und 2 in Seitenansicht bezw. Grundriss, während Abb. 3 einen Querschnitt durch das Rohrvorratslager mit dem daran anschliessenden Vorbett darstellt.
Abb. 4, 5 und 6 zeigen in den gleichen Ansichten die Anwendung des Erfindungsgedankens bei einer Doppelrohrziehbank mit zwei nebeneinander liegenden Zugketten, bei der gleichzeitig zwei Rohre dem Ziehvorgang unterliegen.
Mit 1 ist die Ziehbank, mit 2 das Vorbett, mit 3 das Widerlager für die Stopfenstange, mit 4 die Spindel mit Spindelmutter, und mit 5 der Schlitten für die Hin- und Herbewegung der Stopfenstange bezeichnet. Der Ziehstopfen ist mit 6, die diesen tragende Stopfenstange mit 7, der den Schlitten 5 bewegende Preßluftzylinder mit 8, die Führungsbahn des Schlittens mit 9, das Rohrvorratslager mit 10, und die Rohrfreigabevorrichtung mit 11 bezeichnet. 12 ist das Fertigrohrsammellager, 13 ist der Ziehring und 14 ist ein Begrenzungsanschlag an der Stopfenstange 7.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemässen Einrichtung ist wie folgt:
Soll nach Beendigung eines Rohrzuges ein neues Rohr gezogen und zu diesem Zweck auf das Vorbett 2 aufgebracht werden, so wird zunächst während des Zurückholens des Ziehwagens in seine Ausgangsstellung die Stopfenstange 7 mit dem von ihr getragenen Stopfen 6 mittels des Schlittens 5 durch Betätigung des Preßluftzylinders 8 mittels eines Preßlufthahnes aus dem Bereich des Vorbettes 2 gezogen, und zwar soweit, dass das Vorbett 2 für die Aufnahme des neuen Rohres frei ist. Der die Einrichtung bedienende Arbeiter löst darauf durch Fußtritt die Auswerfervorrichtung 11 unter dem Rohrvorratslager 10 (Abb. 3) und gibt damit ein Rohr frei, das dem Vorbett 2 zurollt. Hat das Rohr seine Lage auf dem Vorbett 2 eingenommen, so wird mittels des Schlittens 5 die Stopfenstange 7 wieder vorgefahren, die dabei durch das Rohr hindurchtritt und den Stopfen 6 wieder in seine Arbeitsstellung am Ziehring 13 bringt. Der neue Ziehvorgang wird dann durch Schliessen der Zange am Ziehwagen eingeleitet. Während des nun beginnenden Ziehens legt sich ein an der Stopfenstange 7 vorgesehener Bund 14 als Anschlag gegen die einstellbare Spindel 4 am Widerlager 3. Hierdurch wird die Stopfenstange 7 am weiteren Vorwärtsbewegen gehindert und der Ziehwagen zieht nunmehr das Rohr über den Stopfen 6 hinweg durch den Ziehring 13, worauf das fertige Rohr nach Verlassen des Ziehringes 13 unmittelbar in das neben der Ziehbank 1 vorgesehene Fertigrohrsammellager 12 fällt. Der vorerwähnte Vorgang wiederholt sich bei jedem Rohrzug.
Die Ausführung nach der Erfindung stellt den bekannten Ausführungen gegenüber eine bedeutende Vereinfachung der Rohreinbringung in die Ziehbank dar, die keinerlei körperliche Anstrengung verursacht, keines grossen Zeitaufwandes bedarf und die einen Leergang der Ziehbank verhütet, sie gestaltet also das Arbeiten der Ziehbank wirtschaftlicher. Weiterhin hat sie gegenüber den bekannten Ausführungen den Vorzug geringerer Empfindlichkeit gegen Betriebsstörungen, da sie sich in ihrer Ausführung einfacher und daher sicher arbeitender Teile bedient. Auch kann sie ohne weiteres bei Doppel- rohrziehbänken mit zwei Zugketten Verwendung finden, bei denen gleichzeitig zwei Rohre dem Rohrzug unterworfen werden.

Claims (10)

1.- Stopfenrohrziehbank mit mechanischer Rückführung des Ziehwagens, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Mitteln ausgerüstet ist, die während der Rohreinbringung die Stopfenstange (7) aus dem Bereich des das Rohr aufnehmenden Vorbettes (2) in Richtung der Ziehachse ziehen und nach erfolgter Aufbringung des Rohres die Stopfenstange (7) durch das Rohr hindurch in die Ursprungslage zurückführen.
2.- Stopfenrohrziehbank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich Mittel vorgesehen sind, die bei zurückgezogener Stopfenstange (7) das Rohr selbsttätig dem Vorbette (2) zuführen.
3.- Stopfenrohrziehbank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel für die Entfernung der Stopfenstange (7) aus dem Bereich des Vorbettes (2) aus einem auf Führungen (9) hin und her bewegten Schlitten (5) bestehen, an den die Stopfenstange (7) angelenkt ist.
4.- Stopfenrohrziehbank nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, das die Hin- und Herbewegung des die Stopfenstange (7) tragenden Führungsschlittens (5) durch einen mittels Preßlufthahnes betätigten, unterhalb oder oberhalb des Vorbettes (2) angeordneten Preßluftzylinder (8) erfolgt.
5.- Stopfenrohrziehbank nach einem der Ansprüche 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende der Stopfenstange (7) ein Begrenzungsanschlag (14) angebracht ist, der sich beim Zurückbewegen der Stopfenstange (7) in die Arbeitsstellung durch das auf dem Vorbette (2) aufgebrachte Rohr hindurch gegen die hohle Einstellspindel (4) des Widerlagers (3) anlegt.
6.- Stopfenrohrziehbank nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellspindel (4) mit Aussengewinde versehen ist und durch Drehen der Spindel (4) im Widerlager (3) der Weg des Begrenzungsanschlages (14) bei der Zurückbewegung der Stopfenstange (7) festgelegt wird.
7.- Stopfenrohrziehbank nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem Vorbett (2) ein zu diesem geneigt liegendes Rohrvorratslager (10) angeordnet ist, von dem die Rohre dem Vorbett (2) selbsttätig zurollen.
8.- Stopfenrohrziehbank nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Rohrvorratslagers (10) eine Rohrfreigabevorrichtung (11) vorgesehen ist, bei deren Betätigung jeweils ein Rohr für das Ablaufen zum Vorbett (2) freigegeben wird.
9.- Stopfenrohrziehbank nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrfreigabevorrichtung aus einer fuß- und preßluftbetätigten Auswerfervorrichtung (11) besteht.
10.- Die Anordnung der Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9 bei Doppel-Stopfenrohrziehbänken mit zwei nebeneinander liegenden Ziehketten, wobei die einzelnen Einrichtungsteile spiegelbildlich zur Achse der Ziehbank angeordnet sind.

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