DEP0038776DA - Verfahren zur Entfernung gelöster Härtebildner aus Wasser oder wässrigen Salzlösungen - Google Patents

Verfahren zur Entfernung gelöster Härtebildner aus Wasser oder wässrigen Salzlösungen

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DEP0038776DA
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Germany
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water
salt solutions
aqueous salt
kieselguhr
removing dissolved
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Expired
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English (en)
Inventor
Karl Dr. Duisburg Büchner
Original Assignee
Ruhrchemie AG, Oberhausen
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Description

Es ist bekannt, dass sich auf Kieselgur, insbesondere, wenn sie vorher in Gegenwart von Alkalisalzen geglüht wurde, Trübungen und Suspensionen niederschlagen, die in Flüssigkeiten vorhanden sind. Von dieser Eigenschaft der Kieselgur macht man Gebrauch, wenn sie als Filterhilfe bei der Zuckergewinnung oder zur Klärung von Wein und Obstsäften benutzt wird.
Es wurde gefunden, dass sich mit Kieselgur auch gelöste Salze der alkalischen Erden und andere Härtebildner aus Flüssigkeiten und Lösungen entfernen lassen, wenn die zu reinigenden Lösungen mit gereinigter Kieselgur, vorzugsweise im Gegenstrom, behandelt werden. Die verwendete Kieselgur wird vorher zweckmässigerweise mit Mineralsäuren behandelt, um die in ihr vorhandenen löslichen Salze zu entfernen.
Wenn ein Rohwasser, das 4,6° vorübergehende Härte und 4,6° bleibende Härte aufwies je Liter mit 16 g gereinigter Kieselgur geschüttelt wurde, waren nach 5 Minuten nur noch 1,1° vorübergehende Härte und 4,2° bleibende Härte vorhanden. Nach einer Behandlungszeit von 1 Stunde hatte die vorübergehende Härte auf 0,7° und die bleibende Härte auf 2,9° abgenommen. Wenn dieses Wasser anschließend langsam durch eine Schicht von gereinigter Kieselgur hindurch tropfte, ergab sich gereinigtes Wasser mit der Gesamthärte von 0°.
Bei der Herstellung von Chemikalien für analytische Zwecke sind oft kleine Mengen von Kalk oder Magnesia zu entfernen, die infolge ihrer, wenn auch geringen Löslichkeit in der Lösung verbleiben. Mit Hilfe gereinigter Kieselgur kann man den Restgehalt an Kalk praktisch vollständig aus Salzlösungen entfernen.
Beispiel:
Bei der Herstellung von chemisch reinem Ammonsulfat aus technischem Kokerei-Ammonsulfat erhält man Endprodukte, die 0,001 - 0,002 Kalk enthalten. Durch eine erfindungsgemässe Behandlung mit Kieselgur liess sich der Kalkgehalt bis auf annähernd 0,0001 vermindern. Für die Herstellung von analysenreinen Chemikalien ist die Anwendung von gereinigter Kieselgur daher ausserordentlich vorteilhaft.

Claims (2)

1.) Verfahren zur Entfernung gelöster Härtebildner aus Wasser oder wässrigen Salzlösungen, dadurch gekennzeichnet, dass die zu reinigenden Lösungen, vorzugsweise im Gegenstrom, mit gereinigter Kieselgur behandelt werden.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kieselgur vorher durch Mineralsäuren von ihren löslichen Salzen befreit wird.

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