DEP0037311DA - Zange zum Einziehen von Nasenringen bei Stieren - Google Patents
Zange zum Einziehen von Nasenringen bei StierenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zange zum Einziehen von Nasenringen bei Stieren, und zwar eine solche, die gleichlange Klemmbacken aufweist und mit einem Hilfshebel zum Schliessen des in seiner Ebene aufklappbaren Ringes versehen ist.
Es sind dem gleichen Zweck dienende Zangen bekannt, mittels deren Ringe eingezogen werden können, die ein Gelenk aufweisen, mittels dessen der eine Ringteil senkrecht zur Ebene des geschlossenen Ringes geklappt werden kann. Solche Zangen weisen ebenfalls gleichlange Klemmbacken und zum Schliessen des Ringes einen Hilfshebel auf, der entweder an der einen Klemmbacke oder an einer an der einen Klemmbacke vorgesehenen Platte angelenkt ist. Diese Zangen haben den Nachteil, dass die Spitze des aus der Ringebene herausgeklappten Ringteiles das Tier verletzen kann, nämlich wenn es Abwehrbewegungen macht, und dass zum Einziehen des Nasenringes beide Hände notwendig sind, weil mit der einen Hand die Zange in Klemmstellung gehalten und mit der anderen Hand der den Nasenring vortreibende Hilfshebel betätigt werden muss.
Man ist deshalb zu Ringen übergegangen, die in ihrer Ebene aufklappbar und zusammenschliessbar sind, und hat entsprechende Zangen zum Einziehen solcher Ringe vorgesehen. Diese Zangen wurden zunächst mit ungleichlangen Klemmbacken und ohne Hilfshebel ge-
baut, so dass ein Festklemmen der Nasenscheidewand des Tieres nicht möglich war und Verletzungen des Tieres leicht eintreten konnten.
Deshalb ging man wieder zu Zangen mit gleichlangen Klemmbacken über und machte diese zur Benutzung für in ihrer eigenen Eben aufklappbare Ringe geeignet, indem man an der einen Klemmbacke einen mit einem Stossarm ausgerüsteten Hilfshebel in der Nähe des Klemmbackenendes anlenkte und in dieser Klemmbacke eine schlitzförmige Durchtrittsöffnung für den Stossarm vorsah. Jedoch hat diese Ausführungsform wieder den Nachteil, dass für die Bedienung des Hilfshebels neben der die Zange haltenden Hand die zweite Hand zu Hilfe genommen werden muss.
Diesen Nachteil wies zwar eine später bekannt gewordene Zange nicht auf, sie ist aber nicht mit gleichlangen Klemmbacken versehen. Vielmehr ist bei dieser bekannten Zange die kürzere Klemmbacke von einer Hilfsbacke umgeben, die den Ring mittels einer Feder und eines Sperrstiftes in Bereitschaft hält. Mittels der langen Klemmbacke und der ebenfalls durch die Zangenschenkel bedienten Hilfsbacke wird das Tier zunächst an der Nasenscheidewand erfasst, wobei die Zangenschenkel noch nicht ganz zusammengedrückt sind. Danach wird der Ring mittels eines an dem einen Zangenschenkel angeordneten Auslösegriffes über einen Seilzug oder dergleichen freigegeben, wobei die Hilfsbacke von dem Ring in der kürzeren Klemmbacke entfernt wird, und der Ring wird durch weiteres Zusammendrücken der Zangenschenkel eingetrieben. Eine solche Zange hat aber den Nachteil, dass die für das Einziehen des Ringes nach dem Einklemmen der
Nasenscheidewand zur Verfügung stehende Winkelbewegung der Zangenschenkel nur sehr gering ist, so dass das Reiben des Ringes durch die Nasenscheidewand erhöhten Kraftaufwand erfordert. Ausserdem ist auch das Einklemmen der Nasenscheidewand auf der einen Seite mittels der auch unabhängig von der Zangenschenkelbewegung bewegbaren Hilfsbacke nicht sicher.
Demgegenüber weist die den Gegenstand der Erfindung bildende Zange zum Einziehen von Nasenringen bei Stieren folgende Merkmale auf:
Die Klemmbacken sind gleich lang. Zum Schliessen des in seiner Ebene aufklappbaren und zusammenschliessbaren Nasenringes ist ein Hilfshebel vorgesehen. Dieser ist um den Drehzapfen der Zangenschenkel drehbar und so angeordnet und ausgebildet, dass er mit den Fingern der die Zange haltenden Hand bedient werden kann. Die Klemmbacken sind zur Aufnahme des Nasenringes und der Backe des Hilfshebels in an sich bekannter Weise an den einander zugekehrten Seiten rinnenförmig ausgebildet. Die eine Klemmbacke ist mit einem Längsschlitz versehen, durch den die den einzutreibenden Teil des Nasenringes umfassende Backe des Hilfshebels hindurchschwingen kann.
Zur Sicherung der Stellung der Zangenschenkel ist auf diese ein ovales Sperrglied aufgereiht. Dieses dient einerseits dazu, die Zange in der Stellung zu halten, in der sie in die Nase des Tieres eingeführt wird, insbesondere dazu, das weitere Oeffnen der Zangenschenkel und damit das Hervortreten einer Ringspitze zu verhindern, und andererseits dazu, die die Zange haltende Hand zu
entlasten, wenn die Zangenschenkel zum Einklemmen der Nasenscheidewand zusammengedrückt sind. Im ersten Falle wird das Sperrglied hinter an den Zangenschenkeln vorgesehenen Nocken verriegelt, im zweiten Falle wird das Sperrglied auf entsprechend auseinanderstrebende Teile der Zangenschenkel mit der freien Hand oder durch geschickte Bewegungen der ganzen Zange aufgeschoben und festgeklemmt.
Eine solche Ausbildung einer Nasenringzange weist die Nachteile der bekannten Zangen nicht auf. Jede der gleichlangen Klemmbacken besteht mit dem zugehörigen Zangenschenkel aus einem Stück. Das Einklemmen der Nasenscheidewand erfolgt durch Zusammendrücken dieser starren doppelarmigen Hebel sicher und ohne dass eine unerwünschte Verletzung des Tieres beim Ansetzen der Zange erfolgen kann. Das drauf erfolgende Eintreiben des Ringes geschieht mit dem zweckmässig angeordneten Hilfshebel, also ebenfalls mit einem in sich starren Teil, und kann mit derselben Hand erfolgen, die die Zange hält.
Auf der Zeichnung sind die erfindungsgemäss abgebildete Zange sowie ein Nasenring beispielsweise dargestellt. Es zeigen:
Abb. 1 bis 4 die Zange in verschiedenen Stellungen beim Einlegen und Einziehen des Ringes,
Abb. 5 die Stellung der Zange vor dem Einlegen des Ringes und beim Entfernen der Zange von der Nase des Tieres,
Abb. 6 eine Seitenansicht der Zange und
Abb. 7 eine Ansicht des Nasenringes.
Die Zange besteht aus den Zangenschenkeln 1, die zur Sicherheit gegen Abrutschen der Hand mit wellenförmigen Unebenheiten 2 versehen sind und je mit der zugehörigen Klemmbacke 3 bezw. 4 aus einem Stück bestehen. Die Klemmbacken 3, 4 sind gleich lang und weisen an ihren Enden Flächen 6 auf, mittels deren die Nasenscheidewand des Tieres ergriffen wird. An dem Drehzapfen 5 der Zangenschenkel 1 ist ein Hilfshebel 7 angelenkt, der eine Backe 8 aufweist.
Der einzuziehende Ring 9 besteht in an sich bekannter Weise aus zwei Teilen, die in der Ringebene um den Zapfen 15 aufklappbar und zusammenschliessbar sind. Die Enden des Ringes 9 sind abgeschrägt und überlappen sich. Der eine Schenkel des Ringes 9 trägt einen kleinen Zapfen 16, der in ein entsprechendes Loch des anderen Schenkels eintreten kann. Ausserdem ist ein durch beide Schenkel hindurchgehendes grösseres Loch 17 vorgesehen, durch das nach dem Einziehen des Ringes eine Sicherungsschraube geführt wird.
Der Ring 9 wird, wie Abb. 1 zeigt, in aufgeklapptem Zustand in die geöffnete Zange so eingelegt, dass ein einer Schenkel in der Klemmbacke 3, sein anderer Schenkel in der Backe 8 des Hilfshebels 7 sitzt. Die Klemmbacken 3, 4 sind an den einander zugekehrten Seiten rinnenförmig ausgebildet, und das gleiche Merkmal weist die Backe 8 des Hilfshebels 7 auf. Ausserdem ist die Klemmbacke 4 mit einem Längsschlitz 12 versehen, damit die Backe 8 des Hilfshebels 7 hindurchschwingen kann.
Zur Sicherung des Ringes 9 in der Zange ist an der Backe 3
eine Feder 11 vorgesehen. Um die für das Einlegen des Ringes 9 erforderliche weite Oeffnung der Zange erreichen zu können, wird ein die Zangenschenkel 1 umfassendes ovales, kettengliedartiges Sperrglied 10 so weit wie möglich an den Drehpunkt 5 der Zangenschenkel 1 herangeführt (Abb. 1).
Nach dem Einlegen des Ringes 9 wird die Zange zum Erfassen der Nasenscheidewand des Tieres vorbereitet (Abb. 2). Zu diesem Zweck werden die Zangenschenkel 1 so weit zusammengedrückt und der Hilfshebel 7 so weit ausgeschwenkt, dass die Klemmbacke 4 die vorher aus ihre hervortretende Spitze des Ringes 9 und die Backe 8 vollkommen aufnimmt. Dieses Stellung der Zangenschenkel wird durch das Sperrglied 10 gesichert, so dass die Backe 4 nicht mehr hinter die Spitze des Ringes 9 zurücktreten und diese freigeben kann. Zu diesem Zweck sind an den Zangenschenkeln 1 Nocken 13 angeordnet, hinter die das Sperrglied 10 geschoben wird.
Sodann wird mittels der Flächen 6 der Klemmbacken 3, 4 die Nasenscheidewand des Tieres ergriffen und eingeklemmt (Abb. 3). Dabei werden die Zangenschenkel 1 zusammengedrückt. Diese Stellung wird ebenfalls wieder durch das Sperrglied 10 gesichert, das auf entsprechend auseinanderstrebende Teile 14 der Zangenschenkel 1 entweder mit der freien Hand oder durch geschickte Bewegungen der ganzen Zange aufgeschoben wird. Bei diesem Zusammendrücken der Zangenschenkel 1 bewegt sich der Hilfshebel 7 nicht, und seine Backe 8 mit der einen Hälfte des Ringes 9 tritt durch den Schlitz 12 der Klemmbacke 4 hindurch nach aussen.
Nachdem sich das Tier nach dem Einklemmen der Nasenscheidewand
beruhigt hat, erfolgt das Eintreiben des Ringes 9 (Abb. 4), indem der Hilfshebel 7 mit der die Zange haltenden Hand erfasst und gegen die Zangenschenkel gedrückt wird. Das Absetzen der Zange geschieht durch Oeffnen derselben, nachdem das Sperrglied 10 wieder in die Nähe des Drehzapfens geschoben worden ist (Abb. 5).
Claims (3)
1. Zange zum Einziehen von Nasenringen bei Stieren mit gleichlangen Klemmbacken und mit einem Hilfshebel zum Schliessen des in seiner Ebene aufklappbaren Ringes, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfshebel (7) um den Drehzapfen (5) der Zangenschenkel (1) drehbar und so angeordnet und ausgebildet ist, dass er mit den Fingern der die Zange haltenden Hand bedient werden kann.
2. Zange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Klemmbacke (4) mit einem Längsschlitz (12) versehen ist, durch den die Backe (8) des Hilfshebels (7) hindurchschwingen kann.
3. Zange nach Ansprüchen 1 und 2 mit einem die Zangenschenkel umschliessenden ovalen Sperrglied, dadurch gekennzeichnet, dass die Zangenschenkel (1) Nocken (13) aufweisen, hinter denen das Sperrglied (10) verriegelt werden kann, und auseinanderstrebende Flächen (14), auf die das Sperrglied (10) unter Klemmwirkung auflaufen kann.
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