DEP0036232DA - Ölzuführung für die Steuerung der Laufradschaufeln, insbesondere von Kaplanturbinen - Google Patents
Ölzuführung für die Steuerung der Laufradschaufeln, insbesondere von KaplanturbinenInfo
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Description
Es war bisher üblich, die Ölzuführung für die Steuerung der Laufradschaufeln von Kaplanturbinen im Turbinenhaus an das obere Ende der Turbinen oder Stromerzeuger bezw. Getriebewelle zu setzen. Dies hatte jedoch zur Folge, dass die als wesentlicher Bestandteil der Turbine anzusehende Einrichtung mit Maschinenelementen anderer Lieferfirmen zusammengebaut werden mussten, wodurch sich Schwierigkeiten ergaben. Ferner war es hierbei nicht nur erforderlich, ausser der Turbinenwelle auch die Stromerzeuger- und Getriebewelle durchzubohren,was eine entsprechende Verteuerung bedingte, sondern es bestand gleichzeitig die Gefahr der Verunreinigung des Stromerzeugers bei Undichtwerden der Ölzuführung, und ausserdem ist es erforderlich, das Getriebe von Kaplanturbinen anders zu gestalten, wie dies bei sonstigen, mit Zahnradgetriebe ausgestatteten, Turbinen der Fall ist, was wiederum eine serienmässige Herstellung solcher Getriebe in Frage stellt. Aus diesen Gründen hat man auch bereits vereinzelt versucht, die Ölzuführung in einem besonderen Bauteil unterhalb der Stromerzeuger oder Getriebe auf der Turbinenwelle selbst anzuordnen, wobei die Bauteile mit Stopfbuchsen oder ähnlichen Abdichtungen versehen werden, die aber eine zusätzliche Erwärmung und einen Verschleiss der Welle und damit wiederum ausserordentlich hohe Unkosten verursachen.
Die Mängel zu beseitigen, ist nun Zweck der Erfindung. Dies wird in einfachster und billigster Weise dadurch erreicht,
dass die Ölzuführung für die Steuerung der Laufradschaufeln, insbes. von Kaplanturbinen, unmittelbar in dem Führungslager und der Welle der Turbine, dem Servomotor zustrebend, angeordnet ist.
Die beigefügte Zeichnung lässt ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung der Ölzuführung für die Steuerung der Laufradschaufeln eines im Vertikalschnitt gezeichneten Läufers einer Kaplanturbine erkennen.
Im Führungslager a einer Kaplanturbine befinden sich getrennt voneinander Kanäle a' und a'', von denen der erstere in eine, ebenfalls in dem Führungslager vorgesehene, ringnutartige Kammer a''', der letztere dagegen in eine ringnutartige Kammer a'''' einmündet. Die beiden Ringkammern stehen dann jeweils mit einer in der im Führungslager rotierenden Turbinenwelle b angeordneten Bohrung b' und b''' in Verbindung, deren eine b' durch eine Zwischenkammer b'' unterbrochen in einer in der in der Turbinenwelle eingelagerten Rückführstange c des Servomotors vorhandenen Längsbohrung c', deren andere indessen in einer in der Turbinenwelle angeordneten Kammer b'''' endet. Der Kolben d des Servomotors steht sowohl mit der Führungsstange c als auch mit der Verstellstange e in Verbindung, wobei die erstere die in axialer Richtung erfolgenden Hubbewegungen des Kolbens, die letztere dagegen über ein in der Zeichnung nicht besonders dargestelltes Gestänge mit Verstellkreuz die Verstellung der Laufradschaufeln f ermöglicht. Die Zugführung des Drucköls geschieht mittels an die Kanäle a' und a'' angeschlossener Leitungen g und h.
Die Wirkungsweise einer Ölzuführungsanordnung zwecks Verstellung der Laufradschaufeln, insbes. von Kaplanturbinen, im Sinne der Erfindung, ist kurz wie folgt:
Das beispw. durch die Zuleitung g in den Kanal a', die ringnutartige Kammer a''', die Bohrung b', die Kammer b'' und die Längsbohrung c' gepresste Drucköl gelangt durch eine in der Stange c vorgesehene Austrittsöffnung c'' in den Zylinderteil unterhalb des Kolbens und drückt den Kolben nach aufwärts bezw. verursacht durch gleichzeitiges Emporziehen der Verstellstange eine Verstellung der Laufradschaufeln in der einen Richtung.
Wird dagegen Drucköl durch die Zuleitung h in den Kanal a'' und die ringnutartige Kammer a'''' und von hier aus durch die Bohrung b''' sowie die Kammer b'''' in den dem Kolben überge-
ordneten Zylinderraum geleitet, dann wird der Kolben samt Rückführ- und Verstellstange nach abwärts bewegt, wodurch eine Verstellung der Laufradschaufeln in der anderen Richtung erfolgt, wobei während der wechselseitig erfolgenden Kolbenbewegungen jeweils eine automatische Entleerung des dem zu füllenden Zylinderteil gegenüberliegenden Zylinderteils eintritt.
Ölzuführungsanordnungen gemäss der Erfindung sind nicht nur praktisch und zuverlässig im Gebrauch, sondern auch einfach, übersichtlich und billig in der Herstellung.
Claims (2)
1.) Ölzuführung für die Steuerung der Laufradschaufeln, insbes. von Kaplanturbinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Ölzuführung zum Servomotor unmittelbar durch das Führungslager und die Welle der Turbine erfolgt.
2.) Ölzuführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung des Drucköls wechselweise entweder durch eine Leitung (g), einen Kanal (a'), eine ringnutartige Kammer (a'''), eine Bohrung (b'), eine Kammer (b'') sowie eine mit einer Austrittsöffnung c'' versehene Längsbohrung in den Zylinderteil (i) oder vermöge einer Leitung (h), einem Kanal (a''), einer ringnutartigen Kammer (a''''), einer Bohrung (b''') und einer Kammer (b'''') in den Zylinderteil (j) erfolgt.
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