DEP0035363DA - Verfahren zur Herstellung von Phosphat-Mischdungern. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Phosphat-Mischdungern.Info
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Description
Köln, den 3-9,2,194S» Rjahrohemie AktiengeseIlschaftg
Verfahren zur Herstellung von Ph-osphat^Mischdünger-n»
Die Erfindung besieht sich auf ein ^erfahren zur Her·* stellung von Phosphat-Mischdüngern, das siofc. durch grosse Einfachheit
f insbesondere die Ersparnis verschiedener FiItrations-, Eindamßfungs- oder Irocknungsarbeitsgänge, und Wirtschaftliohkeit
auszeichnet»
Erfindunssgemäss wird einerseits Rohphosphat mit Salpetersäure aufgeschlossen und andererseits Kaliumchlorid mit Ammonsulfat
unter Absubliinier-ung von Ammonchlorid in Kaliumsulfat übergeführt, worauf das Aufschlussprodukt mit dem Kaliumsulfat vermischt und
in die Mischung gasförmiges Ammoniak eingeleitet wird, das duroh Umsetzung cL^s absublimierten Ammonchlorids mit Kalkmiloh entsteht.
Als Ausgangsstoffe verwendet man die verschiedensten Rohphos* phate einerseits und mehr oder weniger gereinigtes Chlorkalium
andererseits» Das Rohphosphat wird mit Salpetersäure bis .zum Monocalcium~Ph.oSph.at aufgeschlossen» Bei der Bemessung der Menge
Salpetersäure muss auf das im Rohphosphat vorhandene Oalciumoar** bonat Rücksicht genommen worden, das ebenfalls in Calciumnitrat
umgewandelt wird. Die Konzentration der Salpetersäure ist so zu wählen, dass das Aufschlussprodukt nach Vermischung mit Kaliumsulfat
und Behandlung mit Ammoniak im wesen/tlionen fest wird»
Das Kaliumsulfat wird aus dem Kaliumchlorid mit Ammonsulfat unter Absublimicrung von Ammonohlorid gewonnen* Hierbei ist es
zwQgkmässigy in stochiometrisohen Mengen bei l'empera'turen bis 500° zu arbeiten, wie: dies in dem patent ·-**,,«, (Anmeldung »»«.«.»..
vem 18*2*1949) der Anmelderin ^osohrieben ist, - In einer weiteren Verfahrensstufe wird das übersublimierte Ammonciil-orid mit einer
siedenden Ätzkalklösurig behandelt« Das Produkt des Phosphat-Aufsohlusses wird mit dem Kaliumsulfat vermischt und in das Gemisch
das aus der Umsetzung von Ammonchlorid mit Ätzkalk entweichende Ammoniak eingeleitetP Die gewählte Menge des Kaliumsulfats trägt
zweckmässig auch dem OaIciuranitrat Rechnung? das aus dem im Rohphosphat enthaltenen Oalciumoarbonat gebildet wurde.
Das Verfahren verlauft nach folgenden Gleichungens
1) Ga3 (PO4)2* 4 HNO3 - Ca (H2PO4J2 * 2 OaCBO3J2
2) 6 KGl + 3 (NH4J2SO4 » 3 K2SO4 -f 6 NH4Gl
3) 6 NH4Gl +3 Ca (OH)2 a 6 NH3 + 3 GaGl2 +· 6 H2O
4) Ga (H2P04)g +2Ga (FO5)2 +"3 K2SO4 + 2 3^S + 6 H2° ä
2 ICNH4HPO4 + 4 KITO3 + ? GaSO4 ,2H2O
Es bildet einen IZr ei sprues sr in den Rohphosphat f Kaliumchlorid
und Ammonsulfat eintreten und in dem ein EaIi, phosphor und Stickstoff enthaltender Mischdünger entsteh.!;, Calciumchlorid
muss mit den Abwässern entfernt werden« Ein -Feil des mit Kalkmilch abgetriebenen Ammoniaks wird als solches verbraucht
«der auf andere Stickstoffverbindungenf ζβΒβ Ammonsulfatt
verarbeitet*
Die Gleichungen 1) bis 4) beziehen sich auf reines tertiäres Galoiumphosphat, Geniäss Gleichung 4) entstehen
dabei theoretisch 1226 kg Mischdünger mit llf5 fo Ρ2°ς ι
6,8 <fo K und 23 <fa K2Oe Das Rohphosphat ^entliält jedoch stets
Galuiumcarbonatf Galciumsilikat und andere Verbindungen 9 di@
beim Aufschluss ebenfalle Salpetersäure verbrauchen» Der Stickstoffgehalt des üischdungers liegt deshalb ents^reohend
höher 9 beispielsweise bei 10 fo Έ«
Es ist im allgemeinen wünschenswert 9 im Mischdünger einen höheren Stickstoff*- und auoh einen höiieren Phosphor gehalt
zu haben* Dieses Ziel* sowie gleichzeitig eine bessere Verwertung des im Verfahren entstehenden Ammoniaks können dadurch
erreicht werden* dass man einen Teil des Calciums im fertigen Mischdünger al& sekundäres Oalciumph.osphat belasste Unter Beibehaltung der Gleichung 1) gelten dann folgende Uinsetzungeglei«*
chungenι
2a) 4 KOl * 2 (NH4J2SO4 a 2 K3SO4 + 4 HH4Gl 3a) 4 ITH4Gl + 2 Oa (OH)2 =* 4 STH3 + 2 GaGl2 + 4 H2O
2a) 4 KOl * 2 (NH4J2SO4 a 2 K3SO4 + 4 HH4Gl 3a) 4 ITH4Gl + 2 Oa (OH)2 =* 4 STH3 + 2 GaGl2 + 4 H2O
4a) Ga (H2PO4J2 + 2 Oa(STOj)2 + 2 K^SO4 + 2 NH3 + 4 H2O »
GaHPO4 ·¥ (NH4)HPO4 -f- 4 KNO3 4· 2 GaSO4 · 2 H2O8
Der hierbei entstehende Mischdünger enthält theoretisch 14 i P205# a&3 i>
N und 18?5 $> K2O, Er weist also ein Verhältnis
von 10 io P9Op-S 6 $ N und 13 <f» K9O auf, das sich infolge dea
durch die anderen Erdalkaliverbindungen bedingten
brauche an Salpetersäure praktisch auf ca Xo $ PoO,- 9 10 # Iff und fo KgO einstellt.
Dieses Verhältnis zwischen den einzelnen
kann dadurch abgeändert werden, dass man in. der 4«Verfahrens*- stufe mehr oder weniger Kaliumsulfat; zusetzt als stöohiometrisch
erforderlich ist. Auf diese Weise gelangt man zu dem vorzugsweise gewünschten Verhältnis von 10 $>
1^0S · 10 $ N und 15 $ KgO (vergl* Beispiel 2)
lach einer abgeänderten Aus führ ungsform der Erfindung wird bereits der Aufschluss von Rohphosphat; mit Salpetersäure in
Gegenwart von Kaliumsulfat durchgeführt« Ss wurde festgestellt, dass hierdurch das Schäumen der ileaktionsmisohung weitgehend
verhindert wird und dass man eine verhältnismässig dünnflüssige und gut verarbeitbare Reaktionsmisohung auoh. dann erhält , wenn
die Konzentration der Salpetersäure Sf gewählt wird, dass bei dem nachträglichen Einleiten von Ammoniak fest© Produkte entstehen»
Der fertige Dünger ist gut streufällig und nicht hygroskopisohe Die Phosphorsäure ist teilweis© wasserlöslich» teilweise
infolge Rückbildung von Dicalciumphosphat gitroa-easäurelös«- lieh« Der Stickstoff liegt teils als Nitra-fcstickstoff 9 teils ala
Ammoniakstickstoff vor» Das Kali ist an Phosphorsäure und Salpetersäure gebunden»
Der wirtschaftliche Erfolg des erfindungsgemässen Verfahrens besteht vor allem darin, dass die Schwefelsäure, die bei den
Kokereien zur Herstellung won Ammonsulfat dient und heute im Ammonsulfat ©inen unerwünschten Bestandteil bildet, da sie dem
Boden Kalk entzieht, im Rahmen des erfindungsgeinässen Kombinat ions-Verfahrens ©inerseitO zur Ausscheidung des im Qhlorkalium
vorliegenden bodenschädlichen Chlors unter bildung von Kalium« sulfat, andererseits zur Umwandlung von Monocalciumphosphat mit
diesem Kaliumsulfat in Kalium·®· oder Ammoniumphosphat benutzt wird, wobei für den Boden unschädlicher (rips gebildet wird«
Beispiel %'
; Es wurden 1400 kg Rohphosphat mit einem Gehalt von 30,4- $> T2Or mit 125Q kg Kaliumsulfat (90 # K2SO.) und 2650 kg Salpetersäure
(48 </a HE0«) zusammengebracht und gut durchgerührte Uach ©iner Reaktipasdauer von etwa 10 Minuten wird das duroh Zersetzung
von abgeröstetem Ammonohlorid gasförmig frei gemachte Ammoniak in die breifö'rmig® Aussclilussmasse eingeleitet© Hierbei tritt eine
völlige Verfestigung der Llasse ein, und es entsteht ein dauernd trocken bleibender f gut streufähigei5 Mischdünger mit 10 <fo P9O^f
Claims (2)
10 $ Stickstoff und 15 #
Die zur Umsetzung benutzten 1250 kg Kaliumsulfat werden vorher aus 1000 kg technischem Kaliumchlorid (95 fi KGl) und 1000 kg
Kokerei-Ammonsulfat (eae90 fo (NH^)2SO4) bei 250 - 300° 0 dureh
Absublimieruag von Aminonchlorid hergestellt«
Der fertige Mischdünger enthielt nur annähernd Oj5 ^ Chlor»
Es werden 100 kg Rohphosphat mit 30,4 $> P2O^ und 35 ? 6 fo
G-esamt-Ca einschl«' Mg duroh portionsweises Eintragen in 196 kg Salpetersäure mit 48 f>
HNO^-Gehalt innerhalb einer Stunde aufgeschlossen,, In die dünnflüssige Masse werden nunmehr 90 kg
Kaliumsulfat aus der Umsetzung von Kaliumchlorid mit Zeohoaammonsulfat eingetragen, wobei die i asse noch gut rührfähig bleibt»
Alsdann leitet man einen starken Ammoniakstrom (10 kg Ammoniak-N aus der Umsetzung von Chlorkalium und Ammoniumsulfat stammend)
bis zu einem Ind-p.-Wert = 6f0 in die schwach, beheizte Masse unter Rühren ein, wobei ein Teil des lassers verdampft und.der Brei
sich verdickt« Beim. Abkühlen in einer Sohnecke erstarrt die Masse zu einem nicht hygroskopischen streufähigen Mischdünger mit 10 f>
P2O,-* 10 fo H2 und 15 $> K2Oe ■ Die erhaltene Menge beträgt 300 kg«
I9) Verfahren zur Herstellung von Phosphat-Mischdüngern, dadurch gekennzeichnet^ dass einerseits Rohphosphat mit Salpetersäure
aufgeschlossen^ andererseits Kaliumchlorid mit Ammonsulfat unter Absüblimierung von Ammonchlorid in Kaliumsulfat übergeführt wirdf
worauf das Aufschlussprodukt mit dem Kaliumsulfat vermischt und in die Mischung gasförmiges Ammoniak eingeleitet wirdf das durch die
Umsetzung des absublimiarten Ammonchlorids mit Kalkmilch entsteht»
2) Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet5 dass das Kaliumsulfat bereits dem Rohphosphat_vor dem Aufschluss oder
wahrend des Aufschlusses mit Salpetersäure zugegeben wird»
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