DEP0023605DA - Verfahren zur Herstellung von Reinigungsmitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reinigungsmitteln

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DEP0023605DA
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DE
Germany
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acid
cleaning agents
naphthene sulfonic
manufacture
sulfuric acid
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English (en)
Original Assignee
Biller Jonny, Hamburg
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Description

Bei der Raffination von Mineralölen mit konzentrierter Schwefelsäure oder Oleum fallen Säureharze an, für die seither Verwendungszwecke kaum bekannt waren und deren Beseitigung erhebliche Mühen und Kosten verursachte.
Wie nun gefunden wurde, lassen sich aus den in den Säureharzen enthaltenen Naphtensulfonsäuren wertvolle Mittel herstellen, mit welchen es gelingt, stark verschmutze Gegenstände zu reinigen, ohne daß unter der Schmutzschicht sitzende Farb- und Lackanstriche hierbei angelöst, angegriffen oder zerstört werden. Die Anstriche bleiben vielmehr vollkommen erhalten und werden sogar durch die Behandlung unter Umständen aufgefrischt.
Zur Herstellung dieser Reinigungsmittel wird zunächst durch das Säureharz so lange Wasserdampf unter Erwärmen geleitet, bis die gesamte Menge der hierin enthaltenen schwefeligen Säure ausgestrichen ist. Die zurückbleibenden Naphtensulfonsäuren und die hierin noch enthaltene Schwefelsäure werden dann ganz oder teilweise mit basischen Metallverbindungen, Ammoniak oder organischen Basen neutralisiert. Anschließend kann eine Mineralsäure, z.B. Salzsäure, zugesetzt werden. Der Säuregehalt bzw. Säurezusatz richtet sich nach dem Anwendungszweck des Reinigungsmittels.
Infolge der Anwesenheit der naphtensulfonsauren Salze werden die Lack- und Farbanstriche der behandelten Gegenstände von den freien Säuren nicht angegriffen. Andererseits haben aber die Säuren den Vorteil, Metalle zu lösen, z.B. die auf
Eisenbahnwagen, sonstigen Fahrzeugen u.dgl. mit dem Schmutz niedergeschlagenen, von den Wagenachsen abgeschleuderten und in den Lacküberzug eingedrungenen Metallsplitter, welche hierdurch entfernt werden, ohne daß der Lacküberzug leidet.
Die Art der Anwendung der Reinigungsmittel richtet sich je nach dem zu behandelnden Gegenstand.
Bei starker Verschmutzung und Verkrustung wird das Reinigungsmittel zweckmäßig unverdünnt aufgetragen, worauf man es eine Zeitlang wirken läßt und dann bei gleichzeitiger Bearbeitung mit einer Bürste o.dgl. mit Wasser abspült.
Ist die Verschmutzung weniger stark, z.B. von Fußböden oder Schiffsanstrichen, so erfolgt die Reinigung mit mehr oder weniger starken wässerigen Lösungen des Mittels, mit welchem die zu behandelnde Fläche abgerieben wird. Im Anschluß daran wird wieder mit Wasser nachgespült.
Auch sonstige Gegenstände, z.B. Fensterscheiben, lassen sich mit dem Reinigungsmittel blank putzen.
Ebenso können die freie Säure enthaltenden Salze der Naphtensulfonsäure überall dort angewandt werden, wo es darauf ankommt, Metalle zu lösen und gleichzeitig andere Stoffe gegen den Angriff von Säure zu schützen.
Zur Ausführung der Erfindung wird das aus der Schwefelsäureraffination der Mineralöle herrührende Säureharz nach der Entfernung der schwefeligen Säure durch Durchleiten von Wasserdampf ganz oder teilweise mit basischen Metallverbindungen, z.B. Alkali- oder Erdalkalihydroxyd, Ammoniak, organischen Basen, wie Methylamin oder Diäthanolamin, oder Mischungen derselben umgesetzt. Nach erfolgter Umsetzung kann eine Mineralsäure, z.B. Salzsäure, zugemischt werden.
Ausführungsbeispiele
1.) 1000 g des von der schwefeligen Säure befreiten
Säureharzes werden mit etwa 100 ccm Aetznatronlauge vom spez. Gew. 1,460 versetzt. Man läßt das Gemisch etwa zwei Stunden lang stehen und fügt dann 100 ccm Salzsäure vom spezifischen Gewicht 1,18 hinzu. Mit diesem Reinigungsmittel läßt sich fest sitzender Schmutz gut entfernen.
2.) 1000 g von schwefeliger Säure befreites Säureharz wird mit 50 ccm Ammoniak vom spez. Gew. 1,18 umgesetzt. Durch Auftragen dieses Reinigungsmittels auf mit Farbanstrich versehene Flächen wird der Schmutz nach einer Einwirkungsdauer von 2 Stunden gelöst und kann mit Wasser fortgespült werden. Der Farbanstrich wird nicht angegriffen.
3.) 1000 g von schwefeliger Säure befreites Säureharz wird mit einer Aufschlämmung von 50 g Calciumoxyd in 200 ccm Wasser verrührt. Mit diesem Reinigungsmittel lassen sich leicht beschmutzter Holzfußboden und Fliesen vorteilhaft behandeln.

Claims (2)

1.) Verfahren zur Herstellung von Reinigungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß die in den bei der Raffination von Mineralölen mit konzentrischer Schwefelsäure anfallenden, von ihrem Gehalt an schwefliger Säure befreiten Säurharzen enthaltenen Naphtensulfonsäuren und die hierin vorhandene Schwefelsäure ganz oder teilweise mit basischen Metallverbindungen, Ammoniak, organischen Basen oder Mischungen dieser Stoffe neutralisiert werden.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das naphtensulfonsaure Salze enthaltende Gemisch den Zusatz einer Säure, z.B. von Salzsäure enthält.

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