DEP0022465DA - Verfahren zur Behandlung von Cellulosefasergut - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von CellulosefasergutInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Behandlung von Fasergut aus Cellulose.
Die britische Patentschrift 287 177 gibt ein Verfahren zur Herstellung schmelzbarer Produkte aus Dicyandiamid und Formaldehyd und gegebenenfalls einem Phenol oder Kresol an.
Die britische Patentschrift 301 365 beschreibt ein Färbeverfahren für Textilgarne oder -Gewebe durch Imprägnieren derselben mit einem löslichen, halbkondensierten Produkt aus Harnstoff oder Thioharnstoff und Formaldehyd und darauffolgenden Färben der Garne. In der Patentschrift ist angegeben, daß das imprägnierte Material vor dem Färben vorzugsweise getrocknet wird, um so eine weitere Kondensation des Halbkondensats zu veranlassen und es auf bekannte Weise in ein unlösliches Kondensat zu verwandeln.
Die britische Patentschrift 433 143 beschreibt ein Verfahren zur Behandlung von Cellulosefasern mit einer wässrigen Lösung eines Produkts, das im wesentlichen aus einer Methylolverbindung besteht, die durch Kondensieren von Formaldehyd mit Dicyandiamid, Guanidin oder hitzebehandeltem Harnstoff erhalten worden ist, und darauffolgendem Erhitzen des behandelten Materials zur Härtung der Methylolverbindung und darauf-
folgendem Färben des Materials.
Die britische Patentschrift 506 793 beschreibt ein Verfahren zur Behandlung von Gegenständen aus Cellulose durch Einverleiben eines Produkts, welches erhalten wird, wenn man Cyanamid und Formaldehyd unter sauren oder neutralen Bedingungen miteinander reagieren läßt. Diese Cyanamid-Formaldehydverbindung kann dem Fasergut einverleibt werden entweder, indem man das Material mit einer Lösung dieser Verbindung oder dessen Vorkondensat imprägniert oder indem man eine aus Cyanamid-Formaldehyd gewonnene Verbindung mit Viskose oder einer anderen Lösung, die versponnen werden soll, mischt, und eine solche Lösung zu Gespinsten verarbeitet. Das so behandelte Material kann mit den üblichen Wollfarbstoffen gefärbt werden.
Die britische Patentschrift 524 511 beschreibt ein Verfahren zum Verbessern der Färbeeigenschaften von Cellulosefasergut durch Einverleiben eines Produkts, welches durch Umsetzung von Cyanamid, Formaldehyd und mindestens einer phenolischen Verbindung erhalten wird, die aus Phenol, Brenzkatechin, Resorcin, Hydrochinon, Phloroglucin, p-Nitrophenol oder Salicylsäurephenylester bestehen kann.
Die britische Patentschrift 5687 von 1939 beschreibt die Herstellung von Fasern aus Viskose mit abgeänderten Färbeeigenschaften durch Einverleiben eines löslichen Mischkondensats aus einem oder mehreren Aldehyden mit einem oder mehreren Phenolen und einem oder mehreren Aminen in die Viskose. Als Beispiele für Amine erwähnt die Beschreibung Guanidin, Dicyandiamid, Harnstoff und Thioharnstoff, während als Beispiele für Phenole Phenol und dessen Substitutionsprodukte,
Kresole, Naphthole und ähnliche angegeben sind. Es wird erklärt, daß durch diese Verfahren künstliche Fasern zu erlangen seien, deren Färbeeigenschaften man üblicherweise als eigenartig für tierische Fasern hielt.
Es wurde nun gefunden, daß Cellulosefasern mit verbesserten Eigenschaften bezüglich ihrer Naßfestigkeit erhalten werden können, wenn man sie mit einer wässrigen Lösung imprägniert, die aus Dicyandiamid oder Guanidin, Resorcin und Formaldehyd bereitet ist und ein pH unter 7 zeigt und dann erhitzt, um diese Verbindung in ein wasserunlösliches Produkt zu verwandeln.
Cellulosefasergut, welches nach dem vorliegenden Verfahren behandelt wurde, erleidet keinen wesentlichen Verlust der Affinität zu Wollfarbstoffen, wenn es einer Behandlung mit siedendem Wasser unterworfen wird, was bei der Wollbearbeitung üblich ist, um während der darauffolgenden Färbevorgänge das Kräuseln, Einlaufen, Verfilzen und Knittern der Wollgarn- und Woll- und Baumwollgarn-Mischgewebe zu verhindern, oder dem "Setzen" (ein ähnliches Verfahren wie die Heißwasserbehandlung, welche aber auf Wollgarne angewendet wird), oder Auswaschen oder Walken mit Seife, Seife und technischer Soda oder synthetischen Reinigungsmitteln unter Bedingungen, wie sie bei der Wollbearbeitung üblich sind. Typische Beispiele dieser Reinigungsmittel sind sulfonierte Fettalkohole, Fettsäureester oder Fettsäureamide.
Beispiel 1.
Eine Lösung, welche erhalten wurde aus 100 ccm einer
3%igen Dicyandiamidlösung, 16 ccm 40%igem Formaldehyd, 0,4 g Resorcin, wird mit Aetznatron auf pH 6,0 eingestellt. 4 1/2 Denier 10 cm lose Viskosekunstseide-Stapelfaser wird etwa 10 Minuten bei Zimmertemperatur in dieser Lösung imprägniert und auf 100% Feuchtigkeitsgehalt abgepreßt, bei 60° - 70° getrocknet und 15 Minuten bei 140° erhitzt.
Beispiel 2.
100 ccm einer 2,5%igen Guanidincarbonatlösung werden mit 10 ccm 40%iger Formaldehydlösung gemischt und aus pH mit Salzsäure auf 6,0 eingestellt. Schließlich werden 0,4 g Resorcin zugefügt. Diese Lösung wird, wie im Beispiel 1, verwendet.
Claims (1)
- Verfahren zur Behandlung von Cellulosefasergut, dadurch gekennzeichnet, daß dieses mit einer wässrigen Lösung, die aus Dicyandiamid oder Guanidin, Resorcin und Formaldehyd besteht und ein pH unter 7 besitzt, imprägniert und anschließend erhitzt wird, um das gebildete Vorkondensat in eine wasserunlösliche Form überzuführen.
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