DEP0021735DA - Belichtungsregler für photographische Kameras - Google Patents

Belichtungsregler für photographische Kameras

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DEP0021735DA
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DE
Germany
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roller
mark
shutter
axis
curve
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Hans Erlangen Gossen
Original Assignee
P. Gossen & Co. GmbH, Erlangen
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Description

Es ist bekannt, fotografische Kameras mit Belichtungsreglern auszuruesten, die aus einem Fotoelement, einem Drehspulmeßgeraet und aus Einstellorganen besteht, die mit dem Verschluß und der Objektivblende der Kamera gekuppelt sind.
Bei diesen Konstruktionen muß die Anzeige des Meßgeraetes, die der Helligkeit des Aufnahmeobjektes entspricht, auf die Einstellorgane von Verschluß und Blende uebertragen werden. Das geschieht dadurch, daß dem Zeiger des Meßwerkes von Hand eine Marke nachgefuehrt wird, die mit einem Getriebe verbunden ist, das mittels eines Ausgleichsgetriebes auf die beiden Einstellorgane einwirkt. Dieses Getriebe arbeitet aber nur dann richtig, wenn bei Aenderung der Objekthelligkeit in geometrischer Progression die Marke um jeweils gleiche Wege zu verschieben ist. Diese Forderung stoeßt auf Schwierigkeiten, weil der Zeigerausschlag des Meßwerkes als Funktion der Objekthelligkeit einer anderen Gesetzmaeßigkeit folgt, als der eben charakterisierten. Man hat daher vorgeschlagen, die "Anzeigeskala" durch "Kanaele" oder Kurvenzuege in eine "Ableseskala" ueberzufuehren, nach deren Teilung die Marke einzustellen ist. Bei dieser bekannten Anordnung ist es aber sehr schwierig, die zur jeweiligen Stellung des Meßgeraetezeigers gehoerende Kurve bis zur Ableseskala zu verfolgen; besonders dann, wenn die sogenannten Kanaele eng nebeneinander und stark gebogen verlaufen.
Die vorliegende Anordnung loest die gestellte Aufgabe auf einem grundsaetzlich anderen Weg, der die beschriebenen Maengel vermeidet:
Erfindungsgemaeß ist mit dem Ausgleichsgetriebe eine drehbare Walze gekuppelt, auf deren Umfang stufenweise Marken eingetragen sind. Vor dieser Markenwalze ist parallel ur Walzenachse ein schmales Fenster so angeordnet, daß bei richtiger Einstellung von Blende und Verschluß die durch das Fenster sichtbare Marke mit dem unter oder ueber dem Fenster in dessen Laengsrichtung spielenden Zeiger des Meßgeraetes zur Deckung kommt.
Fuer Meßinstrumente ist bereits eine Anordnung angegeben worden, bei der anstelle eines Zeigers eine drehbare Walze mit einer als Linie schraeg zur Walzenachse verlaufenden Marke verwendet und vor dieser ein schmaler, mit einer Skala versehener Beobachtungsspalt angeordnet werden soll. In der Praxis ist jedoch niemals eine solche Walze anstelle eines Zeigers in elektrische Meßgeraete eingebaut worden, da sie fuer das Drehmoment ueblicher Meßwerke zu schwer ist. Im vorliegenden Falle aber erfolgt die Drehung der Markenwalze bei Betaetigung der Regelorgane mittelbar oder unmittelbar von Hand aus, so daß ihr Gewicht keine Rolle spielt. Bei der Erfindung ersetzt die Markenwalze auch nicht den Meßgeraetezeiger und dient nicht zur Anzeige der Meßwerte auf einer Skala.
Durch das Zusammenwirken des Meßgeraetezeigers, der Markenwalze und des davorliegenden Spaltes sowie mit Hilfe eines Ausgleichsgetriebes lassen sich die fuer die jeweilige Helligkeit zusammengehoerenden Werte der Blendeoeffnung und Belichtungszeit einfach und sicher einstellen.
Die erfindungsgemaeße Anordnung bietet auch den Vorteil, daß die Markenwalze bequem die Beruecksichtigung der jeweiligen Filmempfindlichkeit ermoeglicht. Sie wird hierfuer so ausgebildet, daß ein die Marken tragender, beispielsweise einen Hohlzylinder darstellender, Bauteil ohne Beeinflussung des auf die Markenwalze wirkenden Getriebes um die Walzenachse verstellbar ist. Dadurch laeßt sich die Stellung der Marke in Bezug auf den Walzenantrieb der jeweiligen Filmempfindlichkeit anpassen.
In der Zeichnung ist ein Ausfuehrungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt, und zwar zeigen:
Abb. 1 die Gesamtanordnung,
Abb. 2 eine Einzelheit einer Sonderbauart im Schnitt und
Abb. 3 eine Ansicht zu Abb. 2.
Abb. 1 zeigt eine mit einem Ausgleichsgetriebe gekuppelte Markenwalze 1. Auf ihr sind stufenweise Marken 23 von im allgemeinen gleicher Hoehe aufgetragen, deren Laengen entsprechend der Charakteristik des Meßgeraetes gewaehlt sind. Anstelle der Marken 23 kann auch eine entsprechend schraeg zur Walzenachse verlaufende Kurve angebracht werden.
Vor der Markenwalze 1 ist ein schmales Fenster 13 angebracht, in dem beim Drehen der Walze eine der Marken 23 nach der anderen sichtbar wird. Ueber oder unter dem Fenster 13 spielt ein Zeiger 14 eines Drehspulsystems 15.
Jede einzelne Marke 23 entspricht dem Zeigerausschlag, mit dem sie durch Drehen der Walze zum Zusammentreffen gebracht werden kann; jeder Marke ist somit auch eine ganz bestimmte Objekthelligkeit zugeordnet. Durch passende Wahl der Laengen der Marken 23 ist es ein Leichtes, diese Zuordnung so zu treffen, daß bei jeweils gleichen Drehwinkeln der Walze 1 nacheinander im Fenster sichtbaren Marken einer geometrischen Reihe der Objekthelligkeiten entsprechen, welche Aufgabe es zu loesen galt.
Das Zusammentreffen der im Fenster sichtbaren Marke 23 mit dem Zeiger 14 ist das Zeichen dafuer, daß Blende und Verschluß der Kamera entsprechend der Objekthelligkeit richtig eingestellt sind.
Die Drehung der Markenwalze 1 erfolgt im dargestellten Beispiel durch die Bewegung einer Zahnstange 2, die in ein auf der Walzenachse befestigtes Zahnrad 3 eingreift. Die Zahnstange 2 traegt die Achse eines Getrieberades 4, das durch Zahnstangen 7 und 8 bewegt wird. Lager 5 und 6 ermoeglichen eine Laengenbewegung der letzteren.
Die Verstellung der Zahnstangen erfolgt zweckmaeßig durch Stufen- oder Kurvenkraenze 9 und 10 (oder auch durch entsprechende Scheiben), an welche die Zahnstangen durch Federn 11 und 12 gedrueckt werden. Diese Kurvenkraenze sind unmittelbar oder durch weitere Uebertragungsglieder mit den nicht dargestellten Einstellorganen der Kamera gekuppelt. Hoehe und Laenge der Stufen bzw. die Kurvenform dieser Kraenze kann ohne weiteres so bemessen werden, daß ein richtiges Zusammenspiel von Blende, Verschluß, Getriebe und Markenwalze gewaehrleistet ist.
Die im obigen Beispiel dargestellten Zahnstangen lassen sich auch durch Zahnraeder, Schneckengetriebe oder andere, aehnlich wirkende Mittel ersetzen. Im Bedarfsfalle, z.B. bei Kameras mit ausziehbarem Objektiv oder bei den sogenannten Klappkameras, koennen zwischen den Zahnstangen (7, 8) und den Kurvenkraenzen (9, 10) Bowdenzuege angeordnet sein.
Maßgebend fuer die Einstellung von Blende und Verschluß einer Kamera ist neben der Objekthelligkeit die Empfindlichkeit des benutzten Filmes. Sie kann der weiteren Erfindung gemaeß in besonders einfacher und vorteilhafter Weise durch eine Ausfuehrung der Markenwalze beruecksichtigt werden, die bei festgehaltener Walzenachse eine Verstellung der Marken gestattet, wie z.B. Abb. 2 und 3 zeigen.
Hier ist die Markenwalze 1 auf einer Achse 16 verschiebbar und drehbar gelagert. Die Walzenachse 16 traegt eine Scheibe 17, aus der ein Stift 18 herausragt. Die Markenwalze ist mit einem Teller 19 versehen, der der Scheibe 17 angepaßt ist. Am Rande des Tellers 19 ist eine Kennmarke 22 angebracht und ihr gegenueber auf der Scheibe 17 eine Skala der Filmempfindlichkeiten 24. Fuer jede Stellung der Kennmarke 22 gegenueber einem dieser Werte der Filmempfindlichkeiten ist im Teller 19 eine Rast 20 vorgesehen, in die der Stift 18 einfallen kann. Eine Feder 21 drueckt die Markenwalze 1 gegen die Scheibe 17, so daß die Bewegungen des Ausgleichsgetriebes ueber das Zahnrad 3 der Walzenachse und den Stift 18 auf die Markenwalze 1 uebertragen werden.
Die Einstellung der Markenwalze entsprechend der Filmempfindlichkeit wird folgendermaßen vorgenommen: Bei Druck auf den Teller 19 verschiebt sich die Walze gegen die Wirkung der Feder 21; dabei verlaeßt der Stift 18 die jeweilige Rast und die Markenwalze laeßt sich nunmehr frei um die Achse 16 drehen. Sie wird so eingestellt, daß die Kennmarke 22 gegenueber demjenigen Wert der Skala der Filmempfindlichkeiten steht, den der benutzte Film hat.
Der oben beschriebene Belichtungsregler kann in jede sich hierfuer eignende Kamera fest eingebaut werden, so daß Kamera und Belichtungsregler eine konstruktive Einheit bilden. Er kann aber auch nachtraeglich an einer Kamera angebracht werden.
Die erfindungsgemaeße Anordnung laeßt sich auch mit einem Handbelichtungsmesser, also ohne Kupplung mit Blende und Verschluß einer Kamera, zusammenbauen. Sie dient dann als selbsttaetig arbeitendes Rechenwerk und zeigt dem Fotografen jeweils die an der Kamera einzustellenden Werte der einzelnen Regelgoeßen an.

Claims (6)

1. Belichtungsregler fuer fotografische Kameras, bei dem die Einstellorgane der Objektivblende und des Verschlusses ueber ein Ausgleichsgetriebe mit einer Einstellmarke verbunden sind und diese Marke dem Zeiger eines Meßgeraetes nachgefuehrt wird, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Ausgleichsgetriebe (2, 4 bis 8) eine drehbare Walze (1) gekuppelt ist, auf der stufenweise Marken (23) aufgetragen sind und vor der ein der Walzenachse paralleles, schmales Fenster (13) so angeordnet ist, daß bei richtiger Einstellung von Blende und Verschluß die im Fenster sichbare Marke mit dem Meßgeraetezeiger (14) zusammentrifft.
2. Belichtungsregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Walze (1) anstelle der Marken (23) eine schraeg zur Walzenachse verlaufende Kurve angebracht ist.
3. Belichtungsregler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beruecksichtigung der Filmempfindlichkeiten die Markenwalze (1) auf ihrer mit dem Getriebe gekuppelten Achse (16) drehbar und feststellbar ist.
4. Belichtungsregler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Markenwalze (1) durch eine Feder (21) eingerastet wird.
5. Belichtungsregler nach Anspruch 1 bis 4 oder einem von diesen, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellorgane von Blende und Verschluß mit Stufen- oder Kurvenkraenzen (9, 10) bzw. entsprechenden Scheiben versehen sind, die mit den zugeordneten Stellgliedern (7, 8) des Getriebes in Verbindung stehen und deren Stufen- bzw. Kurvenhoehen die Drehbewegung der Achse (16) der Markenwalze bestimmen.
6. Belichtungsregler nach Anspruch 1 bis 5 oder einem von diesen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen den Einstellorganen von Blende und Verschluß bzw. den mit ihnen gekuppelten Kurven- oder Stufenkraenzen (9, 10) einerseits und den Stellgliedern (7, 8) des Ausgleichsgetriebes andererseits ueber Bowdenzuege erfolgt.

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