DEP0020342DA - Elektrische Entladungsröhre mit Glaswandung - Google Patents
Elektrische Entladungsröhre mit GlaswandungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Vakuumgefäss, insbesondere eine elektrische Entladungsröhre mit aus zwei gepressten, zusammengeschmolzenen Teilen bestehender Glaswandung.
Es sind Entladungsröhren bekannt, bei denen ein gläserner gespresster Kolben an einem gepressten Glasfuss angeschmolzen ist, in den die Stromdurchführungsleiter aufgenommen sind. Auch sind Entladungsröhren bekannt, bei denen zwei ungleiche, napfförmige Körper zusammengeschmolzen und bei denen die Stromdurchleitungen in die dabei entstandene ringförmige Quetschstelle eingeschmolzen werden.
Beide Verfahren und zwar insbesondere das Letztere, haben den Nachteil, dass Stromdurchleitungen beim Zusammenschmelze der beiden Röhrenteile verhältnismässig heiss werden, wodurch Oxydierung eintritt, die nachträglich zur Gasabgabe führt. Auch können empfindliche Teile des Elektrodensatzes beim letzteren Verfahren leicht beschädigt werden.
Ein weiterer Nachteil bieder Verfahren ist der, dass für jede Röhrenart zwei verschiedene Glaspressstücke erforderlich sind, so dass für jede Röhrenart auch zwei
kostenspielige Matrizen benötigt werden. Ein Nachteil des ersteren Verfahrens ist der, dass, wenn die Röhre beiderseits mit Stromdurchleitungen versehen werden soll, zwei Pressböden und ein Kolben erforderlich sind und zweimal eingeschmolzen werden muss.
Erfindungsgemäss sind bei einem Vakuumgefäss, insbesondere bei einer elektrischen Entladungsröhre, das aus zwei gepressten, zusammengeschmolzenen Glasteilen beseht, diese Teile zweckmässig identisch oder noch nahezu gleich und sie bestehen aus napfförmigen Körpern, die zweckmässig mittels eines genau passenden Randes zusammengeschmolzen sind, wobei im Boden dieser napfförmigen Körper kleine Düsen für Stromdurchleitungen, Entlüftungsröhren o.dgl. angebracht sein können.
Die beiden Pressstücke, welche die Stromdurchleitungen enthalten, sind identisch, wenn sie in der gleichen Matrize gepresst werden können. Die Unterschiede bestehen meist darin, dass z.B. in der einen Hälfte der Röhre drei und in der anderen vier Stromdurchleitungen erforderlich sind. Die in der einen Hälfte überflüssige Düse braucht dann nicht aufgeschliffen zu werden.
Der grosse Vorteil einer elektrischen Entladungsröhre nach der Erfindung ist der, dass kein zusätzlicher Kolben mehr erforderlich ist, da die beiden napfförmigen Körper, welche die Stromdurchleitungen tragen,
gemeinsam den Kolben bilden. Auch sind die beiden Kolbenhälften nur hab so tief wie ein ganzer Kolben und lassen sich daher bequemer pressen. Da die beiden Pressstücke in einer einzigen Matrize hergestellt werden können, ist die Herstellung besonders billig, weil besonders bei kleineren Reihen die Matrizenkosten einen nicht unerheblichen Prozentsatz des Ganzen bilden. Auch braucht, wenn die Röhre beiderseits mit Stromdurchleitungen versehen ist, nur einmal eingeschmolzen zu werden. Ein weiterer Vorteil ist der, dass die Anschmelzung ziemlich grossen Abstand von der Einschmelzstelle der Stromdurchleitungen hat, so dass keine Schwierigkeiten infolge der Erwärmung derselben beim Einschmelzen auftreten.
Die Erfindung ist in der Zeichnung näher veranschaulicht.
Figur 1 ist ein senkrechter Schnitt durch eine elektrische Entladungsröhre nach der Erfindung.
Figur 2 und 3 sind eine Drauf- bzw. Druntersicht.
In den Figuren bezeichnen 1 und 2 das untere bzw. obere Pressstück, aus denen die Röhre zusammengebaut ist. 3 bezeichnet die Düsen, in denen die Kathodenleitungen 5 mittels kleiner Chromeisenkäppchen angebracht sind. 4 bezeichnet die der Düse 3 gleichen Düsen, in denen die Anodenpoldrähte 6 auf gleiche Weise gesichert sind. Im unteren Pressstück sind weiter noch eine kleine Düse 7
zur Aufnahme eine Verbindungsdrahtes zu einem Kathodenschirm und eine grosse Düse 8 enthalten, die durch ein mit Kühlrippen versehenes Chromeisenhütchen 11 verschlossen ist, das zur Aufnahme eines Quecksilbervorrates dient, der in der Röhre vorhanden sein muss. Eine der Düse 7 entsprechende Düse 9 trägt die Anschmelzspitze des Entlüftungsröhrchens, während die der Düse 8 entsprechende Düse 10 keine weiter Wirkung hat und deshalb geschlossen gelassen ist. Die Röhre ist mit einer Kathode versehen, die von einer Buchse mit Deckel umgeben ist, und besitzt zwei Anoden, die mit je einem aus Metallgewebe bestehenden Schirm versehen sind; ein aus massiver Platte bestehender Schirm ist zwischen den beiden Anoden angeordnet; diese Teile brauchen jedoch hier nicht weiter im einzelnen beschrieben zu werden. Die beiden Röhrenhälften 1 und 2 sind an ihren Rändern 12 mit einander verschmolzen.
Claims (1)
- Vakuumgefäss, besonders elektrische Entladungsröhre, mit aus zwei gepressten, zusammengeschmolzenen Teilen bestehender Glaswandung, dadurch gekennzeichnet, dass diese Teile zweckmässig ganz identisch oder doch nahezu gleich sind und aus napfförmigen Körpern bestehen, die zweckmässig mittels eines genau passenden Randes verschmolzen sind, wobei im Boden dieser napfförmigen Körper Düsen für Stromdurchleitungen, Entlüftungsröhrchen o.dgl. angeordnet sein können.
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