AT130800B - Glasgefäß mit mindestens zwei durch die Wandung geführten Elektroden verschiedenen Potentials. - Google Patents

Glasgefäß mit mindestens zwei durch die Wandung geführten Elektroden verschiedenen Potentials.

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AT130800B
AT130800B AT130800DA AT130800B AT 130800 B AT130800 B AT 130800B AT 130800D A AT130800D A AT 130800DA AT 130800 B AT130800 B AT 130800B
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AT
Austria
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electrodes
wall
anode
glass
different potentials
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Inventor
August Dr Phil Gehrts
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Siemens Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Glasgefäss   mit mindestens zwei durch die Wandung geführten Elektroden verschiedenen Potentials. 



   In der Elektrotechnik ist man häufig gezwungen, Elektroden verschiedenen Potentials durch die Wandung eines entlüfteten oder gasgefüllten Glasgefässes zu führen. Dies ist der Fall z. B. bei Glühlampen oder bei Entladungsgefässen mit   Anoden- und Kathodenzuleitungen. Hiebei   tritt insbesondere bei Anwendung von sogenannten   Quetschfüssen   an den   Durchführungen   positiven Potentials (z. B.   Anodendurchführungen)   bei   Erhitzung eine Glasabscheidung ein,   die auf eine elektrolytisehe Zersetzung des Glases   zurückzuführen   ist.

   Diese Abscheidung überzieht die   Anodendurchführungen   mit einer je nach der Glasart schwarzen oder braunen Haut, die sieh sehr leicht über die gesamte Länge der Dichtung erstrecken kann und als Sickerkanal wirkt, der eine dauernde geringe Luftzufuhr in das Innere des evakuierten oder mit Gas gefüllten Entladungsgefässes hervorruft. Das Entstehen der Abscheidung wird dadurch bedingt, dass durch den Fuss Anoden und Kathoden in ziemlich grosser Nähe voneinander   hindurchgeführt   sind, zwischen denen ein Potentialuntersehied besteht. Begünstigt wird die Elektrolyse durch die hohe Erwärmung des Fusses auf zirka   2500 C.   



   Zur Beseitigung dieser schädlichen Wirkung der Elektrolyse ist bereits vorgeschlagen worden, die Anodendurchführungen an einer ausserhalb des im Glas die Elektrolyse hervorrufenden Stromfeldes gelegenen Stelle durch das Glas hindurchzuführen. Eine solche feldfreie Stelle kann dadurch geschaffen werden, dass zwischen   Anoden-und benachbarter Kathodendurchführung   ein im Glas eingeschmolzener Draht od. dgl. angeordnet wird, der das Potential der eigentlichen   Anodendurchführung   besitzt. Durch einen solchen Draht erzielt man wohl eine gewisse Verbesserung.

   Jedoch ist der angegebene Mangel, nämlich das Undichtwerden der Durchführung, noch nicht restlos vermieden, da sich die elektrolytischen Zersetzungsprodukte nunmehr an den Hilfsdraht absetzen und bei genügend langer Einwirkung diese Einschmelzung undicht machen. 
 EMI1.1 
 zwei oder mehreren durch die Wandung geführten Elektroden verschiedenen Potentials, insbesondere Entladungsgefäss mit   Anoden-und Kathodenzuleitung,   bei dem mindestens eine der Zuführungen derart mit einem elektrostatischen Schutz versehen ist, dass eine Zersetzung und Abscheidung der Zersetzungsprodukte an den Zuführungen praktisch vermieden ist, derart ausgebildet, dass der elektrostatische Schutz entweder vollkommen im Innern der Einschmelzung verläuft oder doch nur einpolig nach aussen geführt ist.

   Durch diese Massnahme setzen sieh die Zersetzungsprodukte an dem Schutzdraht ab, es kann jedoch keine Undichtigkeit der Einschmelzung eintreten, da ja die Einschmelzung nicht durch das Glas vollkommen hindurchragt, sondern entweder ganz im Innern verläuft oder aber nur einpolig nach aussen geführt ist. 



   Die Zeichnung zeigt beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung. 



   Durch einen   Quetschfuss 1,   beispielsweise eines   Gasgleichrichters,   sind zwei Anodenzuleitungen 2 und 3 sowie zwei Kathodenzuleitungen 4 und 5   hindurchgeführt.   Zwischen jeder Anodendurchführung und der benachbarten   Ksthodendurehführung   ist ein Draht, Blech od. dgl. 6 bzw. 6'angeordnet, wovon 6 nach der evakuierten oder gasgefüllten Seite des Gefässes hindurchgeführt ist. Die andere Seite der beiden Hilfsdrähte muss vom Glase umschlossen bleiben und darf nicht nach der Seite vollen   Atmosphärendruckes   
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Die Verbindung des Hilfsdrahtes 6 bzw. 6'kann, wie die Figur zeigt, in verschiedener Weise mit dem Anodenpotential vorgenommen werden. Der Draht 6 ist z.

   B. nach der evakuierten Seite hindurchgeführt und ausserhalb des Quetschfusses mit der Anode A verbunden. Der    Draht. 6' dagegen   ist nach beiden Seiten zu vom Glase des   Quetschfusses   eingeschlossen und innerhalb des   Quetschfusses   mit der   Anodendurchführung   3 leitend verbunden. 



   Bei einer derartigen Anordnung vollzieht sich der elektrolytische Vorgang im Glase des Quetsch-   fusses   zwischen dem das Anodenpotential führenden Hilfsdraht 6 und der benachbarten Kathodenzuleitung   4   bzw.   5,   während die eigentliche   Anodendurchführung   2 oder 3 in dem so geschaffenen feldfreien Raum sich befindet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Entlüftetes bzw. gasgefülltes Glasgefäss mit mindestens zwei oder mehreren durch die Wandung geführten Elektroden verschiedenen Potentials, insbesondere Entladungsgefäss mit Anoden-und Kathodenzuleitung, bei dem mindestens eine der Zuführungen derart mit einem elektrostatischen Schutz versehen ist, dass eine Zersetzung und Abscheidung der Zersetzungsprodukte an den Zuführungen praktisch vermieden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrostatische Schutz entweder vollkommen im Innern der Einschmelzung verläuft oder doch nur einpolig nach aussen geführt ist.

Claims (1)

  1. 2. Glasgefäss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Durchführungen ver- EMI2.1 (Draht, Blech, Folie od. dgl. ) angeordnet ist, der das Potential der positiven Elektrodendurchführung besitzt. EMI2.2
AT130800D 1929-12-13 1930-12-09 Glasgefäß mit mindestens zwei durch die Wandung geführten Elektroden verschiedenen Potentials. AT130800B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4985463A (en) * 1984-02-29 1991-01-15 Richter Gedeon Vegyeszeti Gyar Rt Aminodiaryl sulfoxide derivatives, process for their preparation and pharmaceutical and pesticidal compositions containing them

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4985463A (en) * 1984-02-29 1991-01-15 Richter Gedeon Vegyeszeti Gyar Rt Aminodiaryl sulfoxide derivatives, process for their preparation and pharmaceutical and pesticidal compositions containing them

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