DE667449C - Anordnung zum Schutz von in die Glaswand eines Entladungsgefaesses eingeschmolzenen Elektrodenzufuehrungen - Google Patents

Anordnung zum Schutz von in die Glaswand eines Entladungsgefaesses eingeschmolzenen Elektrodenzufuehrungen

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Publication number
DE667449C
DE667449C DES95571D DES0095571D DE667449C DE 667449 C DE667449 C DE 667449C DE S95571 D DES95571 D DE S95571D DE S0095571 D DES0095571 D DE S0095571D DE 667449 C DE667449 C DE 667449C
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DE
Germany
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glass
electrode
discharge vessel
arrangement
lead
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Expired
Application number
DES95571D
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English (en)
Inventor
Dr August Gehrts
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Telefunken AG
Original Assignee
Telefunken AG
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Publication date
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J19/00Details of vacuum tubes of the types covered by group H01J21/00
    • H01J19/42Mounting, supporting, spacing, or insulating of electrodes or of electrode assemblies
    • H01J19/44Insulation between electrodes or supports within the vacuum space

Landscapes

  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description

  • Anordnung zum Schutz von in die Glaswand eines Entladungsgefäßes eingeschmolzenen Elektrodenzuführungen In der Elektrotechnik ist man häufig gezwungen, Elektroden verschiedenen Potentials durch die Wand eines entlüfteten oder gasgefüllten Glasgefäßes zu führen. Dies ist der Fall z. B. bei Glühlampen öder bei Entladungsgefäßen mit Anoden- und Kathodenzuleitungen. Hierbei tritt insbesondere bei Anwendung von sog. Quetschfüßen an den Durchführungen positiven Potentials (z. B. Anodendurchführungen) bei Erhitzung eine Abscheidung ein, die auf eine elektrolytische Zersetzung des Glases zurückzuführen ist. Diese Abscheidung überzieht die Anodendurchführungen mit einer je nach der Glasart schwarzen oder braunen Haut, die sich ' sehr leicht über die gesamte Länge der Dichtung erstrecken kann und als- Sickerkanal wirkt, der eine dauernde geringe Luftzufuhr in das Innere des evakuierten oder mit Gas gefüllten Entladungsgefäßes hervorruft. Das Entstehen der Abscheidung wird dadurch bedingt, daß durch den Fuß -Anoden und Kathoden, zwischen denen ein Potentialunterschied besteht, in ziemlich großer Nähe voneinander hindurchgeführt sind. Begünstigt wird die Elektrolyse durch die hohe Erwärmung des Fußes auf etwa 250°C.
  • Es ist bereits bekannt, eine Elektrodenzuleitung durch ein sie umschließendes, mit der Kathode verbundenes Metallrohr, das den Quetschfuß durchsetzt, ,abzuschirmen. Ferner hat man schon zur Unterdrückung eines Leckstromüberganges von einer An@odenstromzuleitung zu einer in denselben Glaskörper eingeschmolzenen Gitterzuleitung zwischen diesen beiden Stromzuführungen einen mit der Kathode verbundenen Draht eingeschmolzen. Diese Anordnungen sind jedoch nicht imstande, das Undichtwerden des Entladungsgefäßes zu verhindern, da sie die Glaswand durchsetzen und höchstens dazu führen, daß die Sickerkanäle infolge der Glaselektrolyse nunmehr .an ihnen selbst entstehen.
  • Um diese Nachteile zu vermeiden, wird eine Anordnung zum Schutze von in die Glaswand eines Entladungsgefäßes eingeschmolzenen Elektrodenz'uführungen, die gegen eine benachbarte Elektro,den.zuleitungen positives Potential besitzen, mit Hilfe von in der Nähe der gefährdeten El.ektrodenzuführungen positiven Potentials in das . Glas eingeschmolzenen, zusätzlichen Leitern, derart ausgebildet, daß erfindungsgemäß die zusätzlichen Leiter entweder vollkommen im Glas eingeschlossen und innerhalb desselben an die betriebsmäßig ein positives 'Potential führende El.ektrodenzuleitung. angeschlossen sind oder daß sie nur nach der Innenseite des Entladungsgefäßes aus dem Glas herausragen und an diesen Enden mit der betriebsmäßig ein positives Potential führenden Elektrodenzuleitung vertunden sind. Die Zeichnung zeigt beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung.
  • Durch einen Quetschfuß i, beispielsweise eines Gasgleichrichters, sind zwei Anoderiz'. zuleitungen 2 und 3 sowie zwei KathoderM@ zuleitungen q. und 5 hindurchgeführt. Zwischni jeder Anodendurchführung und der benachbarten Kathodendurchführung ist ein Draht; Blech o.. dgl. 6 bzw. 6' angeordnet, wovon 6 nach der evakuierten oder gasgefüllten Seite des Gefäßes hindurchgeführt ist. Die andere Seite der beiden Hilfsdrähte muß vom Glas umschlossen bleiben und darf nicht nach der Seite vollen Atmosphärendruckes zu aus dem Glas herausragen.
  • Die Verbindung des Hilfsdrahtes 6 bzw. 6' kann, wie die Abbildung zeigt, in verschiedener Weise mit dem Anodenpotential vorgenommen werden. Der Draht 6 ist z. B. nach der evakuierten Seite hindurchgeführt und außerhalb des Quetschfußes mit der Anode .A verbünden. Der Draht 6' dagegen ist nach leiden Seiten zu vom Glas des Quetschfußes eingeschlossen und innerhalb des Quetschfußes mit der Anodendurchführung 3 leitend verbunden.
  • Bei einer derartigen Anordnung vollzieht sich der elektrolytische Vorgang im Glase des Quetschfußes zwischen dem das Anodenpotential führenden Hilfsdraht 6 und der benachbarten Kathodenzuleitung 4 bzw. 5, während sich die eigentliche Anodendurchführung 2 oder 3 in dem so geschaffenen feldfreien Raum befindet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zum Schutz von in die: Glaswand eines Entladungsgefäßes, vorzugsweise in einen Quetschfuß, eingeschmolzenen Elektrodenzuführungen mit einem gegen eine benachbarte Elektrodenzüleitung positiven Potential, insbesondere zum Schutz der einer Anodendurchführung gegen die benachbarte Kathodenzuleitung, bestehend aus einem oder mehreren in der Nähe der gefährdeten Elektrodenzuführung in das Glas eingeschmolzenen und betriebsmäßig an Spannung liegenden zusätzlichen Leitern in Form von Drähten, Blechen, Folien o.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der oder die zusätzlichen Leiter entweder vollkommen im Glas eingeschlossen und innerhalb desselben an die betriebsmäßig ein positives Potential führenden Elektrodenzuleitung angeschlossen sind oder daß der oder die zusätzlichen Leiter nur nach der Innenseite des Entladungsgefäßes aus dem Glas herausragen und an diesem Ende mit der betriebsmäßig ein positives Potential führenden Elektrodenzuleitung_ verbunden sind.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i mit einem Quetschfuß; in dem die Elektrodenzuführungen in ,einer Reihe angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einem zusätzlichen Leiter (6, 6') verbundenen Elektrodenzuführungen (2, 3) die äußersten der Reihe sind.
DES95571D 1929-12-14 1929-12-14 Anordnung zum Schutz von in die Glaswand eines Entladungsgefaesses eingeschmolzenen Elektrodenzufuehrungen Expired DE667449C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764835C (de) * 1939-05-13 1954-05-24 Aeg Stromeinfuehrung fuer Entladungsgefaesse aus Glas

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DE764835C (de) * 1939-05-13 1954-05-24 Aeg Stromeinfuehrung fuer Entladungsgefaesse aus Glas

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