DEP0017870DA - Absperrhahn, insbesondere für die Milchwirtschaft und Getränke-Industrie - Google Patents
Absperrhahn, insbesondere für die Milchwirtschaft und Getränke-IndustrieInfo
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Description
Die bisher in der Milchwirtschaft und Getränke-Industrie gebräuchlichen Absperrhähne besitzen in der Regel Gehäuse und Küken, die vollständig aus rostbeständigem Werkstoff gefertigt sind, insbesondere aus nichtrostendem Stahl oder korrosionsbeständigem Aluminium; auch die Verwendung von Messing- und Bronzeguss für diese Zwecke ist bekannt. Man erhält auf diese Weise wohl Hähne, welche die gewünschte Dauerhaftigkeit besitzen und gegen vorzeitige Zerstörung auch längs des Flüssigkeitsdurchlasses geschützt sind. Die Herstellung ist aber ziemlich teuer und der Verbrauch an rostbeständigen Werkstoffen, die häufig nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, sehr gross.
Gegenstand der Erfindung ist ein lecksicherer Absperrhahn, bei welchem die Herstellung des Gehäuses und gegebenenfalls auch des Kükens und auch der übrigen Teile der Armatur aus ausreichend vorhandenen billigen Werkstoffen möglich und trotzdem jede Gefahr einer vorzeitigen Zerstörung der Durchlasswege durch Rost oder Korrosion zuverlässig vermieden ist. Erfindungsgemäss besteht bei diesem Hahn der Flüssigkeitsdurchlass aus rostbeständigem Werkstoff, während die übrigen Teile, also besonders das Gehäuse aus
nichtrostbeständigen Werkstoffen gefertigt und nur an der Oberfläche gegen unmittelbaren Rostangriff geschützt sind. Vorzugsweise werden das Gehäuse und zweckmässig auch der Skalenring, die Feststellmutter und die Bodenschraube aus Eisenguss, und zwar Grau- oder Temperguss, gefertigt. Das Küken kann gleichfalls gegossen und hart verchromt oder besser aus JK-Stahl oder vollem Chromstahl hergestellt oder auch aus einer mit Leichtmetall ausgegossenen Büchse aus korrosionsfestem Werkstoff gefertigt werden. Das Gehäuse und die übrigen Teile werden zweckmässig verzinkt oder verzinnt oder mit Einbrennlack überzogen. Wenn das Gehäuse aus Leichtmetall besteht, wird es zweckmässig verchromt, wodurch ein ausreichender Schutz gegen den Angriff von Laugen erzielt wird; da die Verchromung aber nicht gleitfest ist, kann sie für die Gleitflächen nicht verwendet werden.
Die Bohrungen für den Flüssigkeitsdurchlass im Gehäuse und im Küken können mit einem nichtrostenden Werkstoff ausgegossen, ausgespritzt oder galvanisiert und dadurch gegen Angriff durch die Flüssigkeit geschützt werden. Statt dessen kann man in die Bohrungen auch Rohre einpressen oder einwalzen, die aus nichtrostendem Stahl, Aluminium oder verzinntem Kupferblech o.dgl. bestehen und an dne Gleitflächen von Hahn und Küken unmittelbar aneinanderschliessen, wobei sie an den Aussenenden der Gewindestutzen so weit vorstehen, dass dort ringförmige Nuten zum Einlegen der Dichtungsringe gebildet werden.
Die nach diesen Richtlinien hergestellten Hähne eignen sich besonders für Kaltmilch- und Getränkeleitungen aller Art. Sie sind den bekannten, vollständig aus nichtrostendem Stahlguss hergestellten Hähnen gegenüber in Bezug auf einen Schutz gegen Angriff durch die Milchsäure oder Reinigungslauge auch innerhalb des Milchdurchlasses vollständig gleichwertig. Auch bei nicht zu stark säurehaltigen Flüssigkeiten genügen sie allen Anforderungen.
Je nach Art der durchlaufenden Flüssigkeit muss auch Vorsorge getroffen werden, dass die Innenfläche des Gehäuses auch dann nicht angegriffen wird, wenn der Hahn nur teilweise geöffnet ist, sodass die Flüssigkeit mit der Innenfläche des Gehäuses in Berührung kommen kann. Dieser Gefahr vorzubeugen, wird erfindungsgemäss der ganze innere Teil des Gehäuses durch eine Rohrkreuzung aus gegossenem oder geschweisstem korrosionsfestem Werkstoff gebildet, um welche der eigentliche Gehäusekörper aus nicht korrosionsfestem Stoffe herumgegossen wird. Bei dieser Anordnung sind sämtliche, überhaupt mit der Flüssigkeit in Berührung kommende Teile mit nichtrostendem Werkstoff ausgekleidet. Der Hahn bietet also gleiche Sicherheit gegen Korrosion wie ein Hahn, dessen Gehäuse vollständig aus Chromstahl besteht, wird aber in der Fertigung um etwa 30% billiger als dieser.
Zwei Ausführungsbeispiele von Absperrhähnen nach der Erfindung sind in der Zeichnung in axialen Längsschnitten durch den Flüssigkeitsdurchlass dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Hahn mit rohrförmigem Durchlass aus rostsicherem Stahl,
Fig. 2 einen Hahn etwas anderer Bauart mit vollständig ausgebüchstem Gehäuse.
Mit 1 ist in beiden Fällen das topfartige Gehäuse mit den seitlichen Anschlusstutzen 2 bezeichnet, mit 3 das Küken mit dem Handgriff 4. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist ferner 5 die Feststellschraube, 6 die Bodenschraube, 7 ein Zwischenring mit Gummidichtungsring 8.
In den die Anschlusstutzen durchziehenden Durchlassbohrungen des Gehäuses nach Fig. 1 sind Rohrstücke 9 aus rostbeständigem Stahl, in der Kükenbohrung ein ebensolches Rohrstück 10
gleichen Durchmessers eingepresst oder eingewalzt derart, dass in der Durchlaufstellung des Hahnkükens ein in sich geschlossener rohrartiger Durchlass gebildet wird. Die Enden der Rohre stehen in den Anschlusstutzen so weit über die Bohrungen vor, dass hier ringförmige Nuten 11 gebildet werden, in welche die Dichtungsringe 12 eingelegt werden können.
Bei dem Hahn nach Fig. 2 besteht das Küken 3 beispielsweise vollständig aus JK-Stahl. Das Hahngehäuse 1 ist um eine Rohrkreuzung aus rostsicherem Stahl herumgegossen, die aus zwei zylindrischen, den Durchlass bildenden und in gleicher Achse liegenden Rohrstutzen 13 und einem kegelmantelförmigen, die Gleitfläche für den Hahn 3 bildenden Teil 14 besteht. Mit 6 ist auch bei diesem Ausführungsbeispiel die Bodenschraube bezeichnet, 15 ist die obere Verschlusskappe, 16 ein als Skalenring dienender Druckring, 17 die Dichtung.
Selbstverständlich ist die Ausbildung des Hahnes im übrigen nicht an die dargestellten Ausführungsbeispiele gebunden. Auch Hähne anderer Bauart können mit gleichem Vorteil nach der Erfindung mit einem rost- und korrosionssicheren Durchlass versehen werden.
Claims (11)
1) Absperrhahn, insbesondere für die Milchwirtschaft und Getränke-Industrie, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsdurchlass aus rostbeständigen Werkstoffen besteht, während die übrigen Teile aus nichtrostbeständigen Werkstoffen gefertigt und nur an der Oberfläche gegen Rostangriff geschützt sind.
2) Absperrhahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche von der Flüssigkeit berührten Teile, insbesondere auch die bei nicht vollständig geöffnetem Durchlass mit ihr in Berüh-
rung kommenden Gleitflächen, mit korrosionsfestem Werkstoff ausgekleidet sind (Fig. 2).
3) Absperrhahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsdurchlass im Gehäuse (1) und im Küken (3) durch durchlaufende Rohre (9, 10) aus rostbeständigem Werkstoff gebildet sind.
4) Absperrhahn nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsdurchlass im Gehäuse und die Gehäusegleitflächen durch eine Rohrkreuzung (13-14) aus gegossenem oder geschweisstem rostsicherem Werkstoff gebildete werden, um welche das Gehäuse (1) aus nicht korrosionsfestem Werkstoff herumgegossen ist.
5) Absperrhahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) aus verzinktem oder verzinntem Grau- oder Temperguss besteht.
6) Absperrhahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) aus mit Einbrennlack überzogenen Grau- oder Temperguss besteht.
7) Absperrhahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das das Gehäuse (1) aus verchromtem Leichtmetall besteht.
8) Absperrhahn nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Küken aus vollem Chromstahl oder JK-Stahl besteht.
9) Absperrhahn nach den Ansprüchen 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrenden in den Gewindestutzen so weit über die Bohrungen vorstehen, dass dadurch ringförmige Vertiefungen (11) zum Einlegen der Dichtungsringe (12) gebildet werden.
10) Absperrhahn nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
zeichnet, dass die Bohrungen für den Flüssigkeitsdurchlass im Gehäuse und im Küken mit nichtrostenden Werkstoffen ausgekleidet sind, beispielsweise durch Ausgiessen, Ausspritzen oder Galvanisieren.
11) Absperrhahn nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auch die übrigen Bestandteile des Hahnes, beispielsweise Skalenring (16), Feststellmutter (15) und Bodenschraube (6) aus verzinktem oder verzinntem oder mit Einbrennlack überzogenem Guss (Grau- oder Temperguss) bestehen.
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