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Die Erfindung betrifft einen einschraubbaren Ventilsitz für Wasserhähne u. dgl., mit einem Rohrkörper, der an jedem Ende eine Ventilsitzfläche und eine zu seinem mittleren, zu den Ventilsitzflächen parallelen
Querschnitt symmetrische Aussengewindeanordnung aufweist.
Es ist ein einschraubbarer Ventilsitz in Form eines zylindrischen Rohres bekannt, das an einem Ende eine
Ventilsitzfläche und ein in axialem Abstand von der Ventilsitzfläche beginnendes, bis zum andern Ende des
Zylinderrohres laufendes Aussengewinde aufweist. Mit diesem Aussengewinde ist der Ventilsitz in eine
Ventilbohrung einschraubbar, die mit einem in Durchmesser und Höhe seinem Aussengewinde entsprechenden
Innengewinde versehen ist. Am inneren Ende des Innengewindes verengt sich die Ventilbohrung auf einen dem
Ventilsitz-Innendurchmesser entsprechenden Durchmesser und bildet so einen ringförmigen Absatz, der als
Anschlag und Abstützung für den eingeschraubten Ventilsitz dient. Dieser Ventilsitz kann bei Abnutzung seiner
Sitzfläche ausgeschraubt werden, muss jedoch dann entweder nachgeschliffen oder durch einen neuen Ventilsitz ersetzt werden.
Es ist ferner ein einschraubbarer Ventilsitz in Ringform bekannt (österr. Patentschrift
Nr. 140502), die nicht unmittelbar in die Ventilbohrung, sondern in eine zu dieser konzentrische Ringnut im
Ventilfutter einschraubbar ist. Das entsprechende Aussengewinde beginnt ebenfalls im Abstand von der
Ventilsitzfläche und läuft bis zum entgegengesetzten Ende der Aussenwand durch. Ferner weist dieser Ventilsitz im Bereich der Ventilsitzfläche Vorsprünge auf, die als Angriffsflächen für ein Eindrehwerkzeug dienen. Diese
Vorsprünge werden nach dem Befestigen des Ventilsitzes, das durch Schweissen oder Umwalzen eines
Futtervorsprunges erfolgt, durch Bearbeiten entfernt. Dieser bekannte Ventilsitz ist somit einschraubbar, aber nicht mehr herausschraubbar, somit nicht mehr auszuwechseln. Er ist hinsichtlich seiner Herstellung und
Verwendung somit besonders aufwendig.
Ein bekannter Ventilsitz ist für Pumpen u. dgl. bestimmt und weist einen Rohrkörper auf, auf dem in seiner Längsmitte ein Angriffsflansch für ein Drehwerkzeug aufgeschweisst ist. Der Aussendurchmesser dieses Flansches ist grösser als der Aussendurchmesser des Gewindes.
Dieser Ventilsitz kann nur mit einem Teil seiner Länge in einen Ventilkörper eingeschraubt werden, nämlich höchstens bis zum Anschlag des Angriffswulstes. Der längere Teil des Ventilsitzes steht frei über die Gewindebohrung vor. Ein ihn umgebender Raum muss soviel Spiel lassen, dass ein Drehwerkzeug am Wulst angreifen kann. Der bekannte Ventilsitz ist speziell für eine solche Anordnung entwickelt, denn die Ausbildung und Herstellung des Wulstes bildet sein grundlegendes Merkmal. Die Herstellung ist sehr aufwendig, denn ausser dem zylindrischen Rohrkörper mit Aussengewinde sind zwei Ringe herzustellen, auf den Körper aufzuschieben und anschliessend miteinander und mit diesem durch eine Schweissung zu verbinden. Ausserdem ist eine Nachbearbeitung des Wulstes erforderlich.
Ferner ist ein einschraubbarer Ventilsitz mit einem Rohrkörper bekannt, der nur an einer Seite eine Ventilsitzfläche aufweist. Sein Aussengewinde ist so angeordnet, dass der Ventilsitz nicht völlig in das Ventilgehäuse einschraubbar ist, sondern aus diesem hervorragt. Eine symmetrische Aussengewindeanordnung ist bei diesem Ventilsitz nicht möglich, da er zusätzlich mit konischen oder balligen Aussenflächen versehen ist, die mit entsprechend ausgebildeten Flächen des Ventilkörpers zur Zentrierung des Ventilsitzes beitragen. Dieser Ventilsitz ist aufwendig in der Herstellung und auch im Gebrauch, da er bei abgenutzter Ventilsitzfläche ausgewechselt werden muss. Er fällt nicht unter den Gattungsbegriff des Anmeldungsgegenstandes.
Weiter ist ein Ventilsitz mit einem Rohrkörper und Ventilsitzflächen an beiden Enden bekannt, der ein Innengewinde aufweist. Er ist damit auf einen Stutzen im Ventilkörper aufschraubbar, der ein entsprechendes Aussengewinde aufweist. An seiner Aussenfläche weist dieser Ventilsitz vorspringende Nasen auf, die zum Ansetzen eines Verdrehwerkzeuges bestimmt sind. Die Nasen erfordern eine aufwendige Herstellung. Im Ventilkörper muss ein entsprechender Raum um den Ventilsitz zur Verfügung stehen, um das Angreifen des Werkzeuges zu ermöglichen. Dementsprechend muss der Ventilkörper gross ausgebildet sein.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen Ventilsitz der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, der einfach aufgebaut, leicht zu handhaben und für Wasserhähne u. dgl. mit einem begrenzten Raum im Ventilkörper geeignet ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch einen Ventilsitz gelöst, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass er einstückig als zylindrischer Rohrkörper und das Aussengewinde durchlaufend mit jeweils gleichem Anfangsund Endabstand von beiden Ventilsitzflächen ausgebildet ist.
Der erfindungsgemässe Ventilsitz hat den Vorteil, dass er voll in eine entsprechende Gewindebohrung eines Ventilkörpers einschraubbar ist, somit keinen eigenen Platzbedarf hat. Ferner ist er beidseitig verwendbar, hat also eine hohe Lebensdauer und überdies ist er einstückig und auf einfache Weise herstellbar.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen : Fig. l einen Längsschnitt durch einen einschraubbaren Ventilsitz und Fig. 2 eine Draufsicht auf den Ventilsitz nach Fig. 1.
Der in den Fig. l und 2 in vergrössertem Massstab dargestellte einschraubbare Ventilsitz besteht einstückig aus Edelstahl. Seine Anordnung in einer Ventilbohrung ist in Fig. l durch einen einseitig angedeuteten Teil des Ventilkörpers --2-- dargestellt.
Der Ventilsitz--l--weist an beiden Enden seines etwa zylindrischen Rohrkörpers eine ringförmige Ventilsitzfläche --3a bzw. 3b--auf. An der Aussenwand des Ventilsitzkörpers ist ein Aussengewinde--4--
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angebracht. Es weist einen grösseren Durchmesser als die Ventilsitzflächen auf und beginnt bzw. endet in gleichen Abständen --a-- von den jeweiligen Ventilsitzflächen --3a bzw. 3b--.
An seiner Innenwand--5--weist der zylindrische Rohrkörper des Ventilsitzes eine in Ringform vorspringende Fläche-6-auf. Sie wird in ihrer ganzen Länge von Längsnuten-7-unterbrochen, deren Tiefe der Dicke des Vorsprunges--6--entspricht. Sie dienen zum Ansetzen eines Eindrehwerkzeuges.
Der Ventilsitz--l-ist zu einer in Fig. l strichpunktiert angedeuteten mittleren Querschnittsebene --A-- symmetrisch.