DEP0014855DA - Verfahren zur Herstellung hellfarbiger Geliermittel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hellfarbiger Geliermittel

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DEP0014855DA
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methanol
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gelling
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English (en)
Inventor
W. Dr.-Ing. Schuler
Original Assignee
Dr.-Ing. W. Schuler, Hamburg
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Description

Es ist vorgeschlagen worden, ein Geliermittel durch Behandeln von Heidekraut mit Methanol, Aethylalkohol o.dgl. herzustellen, das ausgelaugte Pulver gegebenenfalls mit schwefliger Säure oder anderen Bleichmitteln aufzuhellen bzw. völlig zu entfärben, nach Entfernung des Lösungsmittels in Wasser zu lösen, von den unlöslichen Bestandteilen zu befreien und gegebenenfalls einzuengen.
Bei diesem Verfahren wird der Gelierstoff aus dem Heidekraut in wässriger Lösung gewonnen, die wasserlösliche färbende Körper und sonstige Verunreinigungen enthält, welche sich mit den bekannten bleichenden Mitteln nicht entfernen bzw. aufhellen lassen. Bei Anwendung von aktiver Kohle oder anderer oberflächenaktiver Stoffe haftet die überwiegende Menge des Gelierstoffes am Absorbens, weshalb von diesem Entfärbungsverfahren praktisch kein Gebrauch gemacht werden kann.
Infolge der dunkel- bis schwarz-braunen Färbung des vorsichtig im Vakuum auf 10 - 12% Trockengehalt konzentrierter Geliermittels und wegen der sonstigen hierin enthaltenen Verunreinigungen ist es für viele Zwecke ungeeignet. Beispielsweise kann es nicht als Ersatz für Agar Agar zur Herstellung von bakteriologischen Nährböden Verwendung finden.
Es ist nun ein Verfahren gefunden worden, nach welchem es gelingt, den Gelierstoff aus dem Heidekraut ohne die störenden färbenden Körper und sonstigen Verunreinigungen zu gewinnen.
Zu diesem Zwecke wird das zerkleinerte, zweckmässig durch Ausdreschen oder in anderer Weise weitgehend von den Stengelanteilen befreite Heidekraut mit Wasser ausgekocht und hierauf die ungelösten Anteile durch Abschleudern, Filter oder Abpressen entfernt. Aus der gegebenenfalls vorher konzentrierten Lösung wird der Quellstoff durch Zugabe von Methanol, Azeton, Aethylalkohol oder anderen mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmitteln als weisse, faserige Substanz ausgefällt. De Niederschlag wird abgetrennt und mit wenig leichtflüchtigen, organischen Lösungsmitteln gewaschen und dann getrocknet.
Ist eine in günstiger Zeit geerntete Droge, d.h. eine solche, die im Juni bis August, bevor die Verholzung der Stengel zu weit vorgeschritten ist, als Ausgangsstoff verwandt worden, fällt der Gelierstoff fast farblos an. Wenn es jedoch erforderlich ist, kann er durch Bleichen noch aufgehellt werden. Dieses kann z.B. in der Weise geschehen, dass man den Gelierstoff in Wasser löst und eine Lösung von 1 Mol Natriumchlorit und 1 Äquivalent einer Säure, z.B. Essigsäure, Salzsäure oder Schwefelsäure, zusetzt. Dann wird mit Methanol, Azeton o.dgl. gefällt und der faserige, farblose Niederschlag abgetrennt, gewaschen und getrocknet.
Der auf diese Weise gewonnene Gelierstoff kann vielseitige Verwendung finden, z.B. als Ersatz von Agar Agar für die Herstellung von Nährböden, zur Herstellung von pharmazeutischen Präparaten, als Binde- und Sprengmitteln von Tabletten, als Zusatz bei der Herstellung von Lebensmitteln, insbesondere Frucht-, Fleisch- und Fischkonserven u.dgl., als Emulgierungsmittel, Klärmittel für Weissweine u.dgl., Schlicht- und Appreturmittel usw.
Zur Ausführung der Erfindung werden z.B. 600 g getrocknetes und gemahlenes Heidekraut mit 5 l Wasser ausgekocht und heiss abgesaugt. Aus dem Filtrat wird der Gelierstoff mit 8 l Methanol gefällt. Der faserige Niederschlag wird durch Filtration abgetrennt. Dieser Gelierstoff wird in der Hitze in 400 ccm Wasser gelöst und mit einer Lösung von 4,5 g Natriumchlorit und 50 ccm Salzsäure versetzt. Dann wird mit 800 ccm Methanol ausgefällt. Der Niederschlag wird abgetrennt, mit Methanol gewaschen und getrocknet. Aus einer guten Droge werden auf diese Weise 33 g farbloser Gelierstoff als Trockensubstanz gewonnen, der bei der Auflösung im Wasser ein farbloses Gel bildet.

Claims (2)

1.) Verfahren zur Herstellung hellfarbiger Geliermittel, dadurch gekennzeichnet, dass Heidekraut mit Wasser ausgekocht, von den ungelösten Anteilen befreit und der hierdurch gewonnene Quellstoff aus der vorher gegebenenfalls konzentrierten Lösung mit einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel, wie Methanol, Aethylalkohol, Azeton ausgefällt, der Niederschlag abgetrennt mit wenig leichtflüchtigen organischen Lösungsmitteln ausgewaschen und dann getrocknet wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den gewonnenen, in Wasser gelösten Gelierstoff beispielsweise durch Einwirkung von Natriumchlorit und Säure bleicht, anschliessend mit Methanol, Azeton o.dgl. ausfällt, den faserigen Niederschlag abtrennt auswäscht und trocknet.

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