DEP0014811DA - Einrichtung zur Vervielfachung der Spieldauer von Zeitrelais - Google Patents
Einrichtung zur Vervielfachung der Spieldauer von ZeitrelaisInfo
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Description
Bei Regel- und Steuereinrichtungen ist es öfters erforderlich, bestimmte Schalt- oder Steuervorgänge in längeren Abständen zu wiederholen oder nach einer längeren Zeit einen neuen Schalt- oder Regelimpuls zu geben. Man verwendet dafür sogenannte Langzeitrelais, die uhrwerkartigen Aufbau haben und infolgedessen für rauhe Betriebe nicht besonders geeignet und ausserdem ziemlich kostspielig sind.
Es wurde daher eine Schaltung entwickelt, die es gestattet, unter Verwendung von bekannten Fortschaltrelais, die Spieldauer von Kurzzeitrelais zu vervielfachen. Diese Schalteinrichtung besteht erfindungsgemäss darin, dass durch einen periodisch seinen Kontakt öffnenden und schliessenden Kontaktgeber der Reihe nach Fortschaltrelais eingeschaltet werden, die bei einer bestimmten Stellung das Ausgangsrelais erregen, derart, dass die Zeit, die bis zum Ansprechen des Ausgangsrelais verstreicht, gleich der 2(exp)n+1 fachen Grundzeit, d. h. der Zeit ist, innerhalb deren der Kontaktgeber seinen Kontakt öffnet und schliesst. Die Einstellung von Zwischenzeiten wird ermöglicht, indem durch Einfügung eines Hilfsrelais beliebig ganzzahlige Vielfache der Grundzeit einstellbar gemacht werden. Bei Verwendung der Schaltung ist es gleichgültig, ob die Impulsgabe durch ein Zeitrelais erfolgt oder von einem irgendwie mechanisch oder thermisch oder dgl. betätigten Kontaktgeber herbeigeführt wird, so dass es in vielen Fällen möglich sein wird, auf das Zeitrelais überhaupt zu verzichten.
Die Schaltung ist im Prinzip in Fig. 1 dargestellt. Darin bedeuten Z den Kontaktgeber, der mit einem gewissen Zeitabstand seinen Kontakt periodisch schliesst und öffnet, F(sub)1 und F(sub)4 Fortschaltrelais mit je einem Arbeits- und einem Ruhekontakt, Za das Ausgangsrelais und H(sub)1 einen zweiten Kontaktgeber zur etwaigen Überbrückung von F(sub)2 bis F(sub)4. Die Wirkungsweise der Schaltung ist wie folgt: Im Ruhezustand sind die Fortschaltrelais F(sub)1 bis F(sub)4 stromlos und ihre Ruhekontakte geschlossen, so dass die Spule des Ausgangsrelais Spannung erhält und Za anzieht. Schliesst nun der Kontaktgeber Z seinen Kontakt, so werden sofort der Reihe nach die Fortschaltrelais eingeschaltet und es wird dadurch Za spannungslos gemacht, so dass es seinen Kontakt öffnet. Wenn Z seinen Kontakt wieder öffnet, so wird F(sub)1 stromlos, an seinem Schaltzustand und dem der anderen Fortschaltrelais ändert sich jedoch hierdurch nichts. Schliesst nun Z wieder seinen Kontakt, so wird F(sub)1 wieder eingeschaltet, so dass es in seine Ausgangsstellung zurückgeht, d. h. seinen Ruhekontakt schliesst und seinen Arbeitskontakt öffnet. Bei erneuter Kontaktgabe von Z wird F(sub)1 wieder eingeschaltet und dadurch F(sub)2 ausgeschaltet und so weiter, bis der Ursprungszustand der Schaltung wieder erreicht ist. Der zeitliche Ablauf ist in Fig. 2 dargestellt. Dabei gilt für die Spieldauer T = 2(exp)n+1 . t, wobei n die Zahl der Fortschaltrelais und t die Grundzeit (d. h. die Spieldauer des Kontaktgebers) bedeuten. So wird z. B. bei n = 4 die Spieldauer im Ausgangsrelais Za 32 mal so gross wie die Grundzeit von Z. In Fig. 2 bedeuten te = 2t die Einschaltdauer, ta = (2(exp)n+1 - 2)t die Ausschaltdauer. Auch die Einstellung von Zwischenzeiten ist möglich. Dazu ist die Schaltung, wie z. B. Fig. 3 zeigt, durch ein Hilfsrelais H zu erweitern. Bei der Schaltung nach Fig. 3 ist angenommen, dass die 16-fache Grundzeit eingestellt werden soll. Nach Ablauf dieser Zeit sind die Ruhekontakte von F(sub)1 F(sub)2 F(sub)3 und der Arbeitskontakt von F(sub)4 geschlossen. Nach Fig. 3 wird dann in diesem Schaltzustand das Ausgangsrelais Za eingeschaltet und hält sich über einen Schliesskontakt und den Arbeitskontakt von F(sub)4. Gleichzeitig wird durch Za auch H erregt, das seinen Ruhekontakt öffnet. Fällt Z wieder ab, so wird auch H wieder stromlos, so dass es ebenfalls wieder abfällt und seinen Kontakt wieder schliesst und damit sich selbst und F(sub)1 erneut an Spannung
legt. H zieht nun wieder an und öffnet seinen Kontakt, wodurch F(sub)1 einen neuen Schaltimpuls erhält. So wiederholt sich das Spiel, bis der Schaltzustand 32 erreicht ist. In diesem Zustand sind die Arbeitskontakte von F(sub)1 bis F(sub)4 geöffnet, so dass Za wieder abfällt und damit auch H wieder abgeschaltet wird. Verwendet man für H ein Relais mit Quecksilberkippröhre, so genügt die Zeitverzögerung, die beim Abfliessen des Quecksilbers entsteht, um ein Flattern des Relais zu vermeiden.
Bei Regel- und Steuervorgängen tritt oft auch der Wunsch auf, die grosse Zeitverzögerung vorübergehend auszuschalten, z. B. um starke Abweichungen der Regelgrösse vom Sollwert rasch auszugleichen. Dazu genügt es, nach Fig. 1 durch einen zweiten Kontaktgeber H(sub)1 die Ruhekontakte F(sub)2 bis F(sub)4 zu überbrücken, so dass nur noch das Fortschaltrelais F(sub)1 wirksam ist. Es ist also ohne weiteres möglich, dem Grundtakte einen oder mehrere Takte anderer Zeitdauer zu überlagern.
Die Anlage kann auch als Zählwerk Verwendung finden, wenn nach einer bestimmten Anzahl von Kontaktgebern, z. B. bei Schaltung nach Fig. 1 nach 32 Impulsen, ein Regel- oder Steuerimpuls gegeben werden soll.
Claims (4)
1. Einrichtung zur Vervielfachung der Spieldauer von Zeitrelais oder ähnlichen Kontaktgebern, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen periodisch seinen Kontakt öffnenden und schliessenden Kontaktgeber (Z) der Reihe nach n Fortschaltrelais eingeschaltet werden, die bei einer bestimmten Stellung das Ausgangsrelais (Za) erregen, derart, dass die Zeit, die bis zum Ansprechen des Ausgangsrelais verstreicht, gleich der 2(exp)n+1 fachen Grundzeit, d. h. der Zeit ist, innerhalb deren der Kontaktgeber seinen Kontakt öffnet und schliesst.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch Einfügung eines Hilfsrelais beliebige ganzzahlige Vielfache der Grundzeit einstellbar sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch Einschalten eines zweiten Kontaktgebers die Zeitvervielfachung ausschaltbar oder verkleinerbar ist und das Ausgangsrelais im Takte des ersten Kontaktgebers oder irgendeinem anderen Takte, der kleiner ist als der durch die Zeitvervielfachung gegebene, arbeitet.
4. Einrichtung zur Abgabe von Schaltimpulsen in Abhängigkeit von der 1- ... bis n-fachen Zahl eines Steuerimpulses, dadurch gekennzeichnet, dass gemäss Anspruch 1 bis 3 die Zahl der durch den Kontaktgeber gegebenen Impulse summiert und nach Erreichen der eingestellten Zahl das Ausgangsrelais betätigt wird.
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