DEP0014001MA - - Google Patents

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DEP0014001MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. April 1955 Bekanntgemacht am 28. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Funkgerät mit wahlweise von Hand oder durch Drucktasten gesteuerter, automatischer Motor-Abstimmung, bei dem jeweils ein durch eine Drucktaste betätigter Tasthebel von einer Verriegelungseinrichtung gehalten und in dieser Lage mit einer relativ zum Tasthebel verstellbaren Wählerscheibe gekuppelt wird, wobei durch eine Profilierung der Wähleracheibe und/ oder des Tasthebels ein Zusammenwirken beider Teile hervorgerufen wird, welches zum Einschalten in der jeweils erforderlichen Drehrichtung bzw. zum Ausschalten des Antriebsmotors verwendet wird. Derartige Funkgeräte sind sowohl von Hand über den gesamten Frequenzbereich als auch automatisch auf eine Anzahl vorbestimmter Sender einstellbar.
Es sind bereits verschiedene Geräte bekannt, bei denen die Motor-Abstimmung durch Drucktasten gesteuert wird, welche auf einen Tasthebel einwirken, der mit einer sich spiralförmig an den Tasthebeln vorbei bewegenden Wählerscheibe gekuppelt wird, wobei durch entsprechende Profilierung der Wählerscheibe und/oder des Tasthebels ein Zusammenwirken beider Teile hervorgerufen wird, welches zur Steuerung des Antriebsmotors ausgenutzt wird. Beim Betätigen der Drucktasten wird dabei der Tasthebel einer Verriegelungseinrichtung zugeführt uind von dieser in seiner Arbeitslage festgehalten, so daß er mit seiner zugehörigen Wählerscheibe gekuppelt bleibt. Bei den bekannten Geräten hält diese Verriegelungseinrichtung den Tasthebel auch nach Beendigung der
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Motor-Abstimmung, d. h. nach Stillsetzen des Motors, noch fest, so daß er weiterhin mit seiner Wählerscheibe im Eingriff bleibt. Wird jetzt die Handabstimmung betätigt, so wird, da der Tasthebel die Wählerscheibe festhält, diese ebenfalls. . verstellt, so daß also immer nur der zuletzt eingestellte Sender automatisch wieder einstellbar ist. Dies wird als ein großer Nachteil empfunden, da es wünschenswert ist, sowohl eine Anzahl genau
ίο vorbestimmter Sender dauernd automatisch als auch alle anderen Sender von Hand einstellen zu können.
Da beim Betätigen einer zweiten Drucktaste der der ersten Drucktaste zugeordnete Tasthebel von einer z. B. allen Tasthebeln.gemeinsamen Verriegelungseinrichtung freigegeben wird und in seine Ruhelage zurückkehrt und nun der Tasthebel der zweiten Drucktaste festgehalten wird, ist es möglich, eine Leertaste vorzusehen, der kein Tasthebel zugeordnet ist und die niu;r zur Lösung des von der Verriegelungseinrichtung gehaltenen Tasthebels dient. Auf diese Weise ist es möglich, die Sendereinstellung von Hand vorzunehmen, ohne die Einstellung der auitomatisch wählbaren Sender zu ver-
ändern. Eine solche Leertaste wird aber die ohnehin schon einen großen Rauim einnehmende Drucktastenanordnung noch vergrößern und außerdem die Bedienung des Funkgerätes durch den Laien sehr erschweren, wenn nicht sogar praktisch unmöglich machen.
Die Erfindung beseitigt diese Nachteile und schafft ein sehr einfach zu bedienendes Funkgerät eingangs erwähnter Art dadurch, daß eine Entriegelungseinrichtung vorgesehen ist, mit deren Hilfe nach Beendigung der Motor-Abstimmung die
Verriegelung aller Tasthebel selbsttätig lösbar ist.
Durch die selbsttätige Lösung aller Tasthebel
sofort nach Beendigung der Motor-Abstimmung ist
es ermöglicht, daß bei einer anschließenden Handabstimmung die Einstellung der den Drucktasten zugeordneten »Festsender« nicht verstellt wird. Hiermit ist eine für den Laien sehr einfach zu bedienende Anordnung geschaffen.
Die Entriegelungseinrichtung kann entweder auf mechanischem oder elektrischem Wege betätigt werden, ist aber vorzugsweise als ein auf die Verriegelungseinrichtung einwirkender Elektromagnet ausgebildet. Zweckmäßig ist. in der Bewegungsbahn, die der mit seiner Wählerscheibe gekuppelte Tasthebel durchläuft, ein Bedienungsorgan eines elektrischen Stufenschalters zur Steuerung des Motors angeordnet, der in seiner letzten Schaltstufe den Stromkreis des Elektromagneten schließt.
Um nun mit Hilfe der Handabstimmung einen automatisch wählbaren Sender neu einstellen zu können, befindet sich im Stromkreis des Elektromagneten ein weiterer, vorzugsweise von Hand bedienbarer elektrischer Ein- und Ausschalter, der zweckmäßig in der Nähe der Bedienungswelle für die Handabstimmunig angebracht und durch axiale Verstellung dieser Welle umschaltbar ist. Vor Einschaltung des neuen Senders wird der Stromkreis des Elektromagneten unterbrochen, so daß nach beendigter Motor-Abstimmung die Entriegelungseinrichtung nicht wirksam werden kann und der betreffende Tasthebel weiterhin von der Verriegelungseinrichtung gehalten wird und mit seiner Wählerscheibe im Eingriff bleibt; jetzt kann eine Verstellung der Wählerscheibe mit Hilfe der Handabstimmung auf einen -anderen Sender erfolgen. Nach erfolgter Einstellung wird der Stromkreis des Elektromagneten wieder geschlossen; dieser löst die Verriegelungseinrichtung, so daß der Tasthebel in seine Ruhelage zurückkehrt. Bei einer erneuten Handabstimmung verändern also die Wählerscheiben ihre Lage in bezug auf die Abstimmelemente des Funkgerätes nicht, so daß jederzeit der voreingestellte Sender auitomatisch wieder einstellbar ist.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist mit jeder Drucktaste in an sich bekannter Weise der Wellenschalter des entsprechenden Frequenzbereiches gekuppelt.
Zweckmäßig sind Mittel vorgesehen, die in an sich bekannter Weise während des gesamten motorischen Abstimmvorganges den Niederfrequenzteil des Gerätes stillsetzen.
Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Fig. ι zeigt eine schematische Darstellung einer Motor-Abstimmeinrichtung nach der Erfindung bei einem Fuinkempfangsgerät; in den
Fig. 2, 3, 4 und 5 ist, ebenfalls stark schematisiert, eine Ver- und Entriegelungseinrichtung im Zusammenwirken mit der Motor-Abstimmeinrichtung nach Fig. 1 in vier verschiedenen Schaltstufen dargestellt; die ■
Fig. 2 a, 3 a, 4 a und 5 a zeigen einen Seitenriß der Einrichtung und die
Fig. 2 b, 3 b, 4 b und 5 b eine Draufsicht auf einen Tasthebel mit Profilierung im Zusammenwirken mit seiner zugehörigen Wählerscheibe; in den
Fig. 6 a, 6 b, 6 c ist eine Abart der Wählerscheibe und der Profiliierung* deir Fig. 2 bis 5 dargestellt.
Ein Abstimmelement 1, z. B. ein Drehkondensator, wird über ein Seilrad 2 und ein Antriebsseil 3, das gleichzeitig einen Skalenzeiger 4 trägt, mit Hilfe einer Antriebswelle 5 betätigt. Zu diesem Zweck ist die Antriebswelle 5 mit einer Einschnürung 6 versehen, um die das Antriebsseil 3 ein oder mehrmals herumgelegt ist. In einer axial durch die Antriebswelle 5 hindurchgehenden Öffnung 7 ist eine Welle 8 drehbar und in ihrer Achsrichtung verschiebbar angeordnet. Mit Hilfe einer Reibungskupplung, die aus zwei, mit einem Reibbelag 11 versehenen Reibrädern 9 und 10 besteht, von denen das Reibrad 9 mit der Welle 8 und das Reibrad 10 mit der Antriebswelle 5 fest verbunden ist, ist die Welle 8 mit der Antriebswelle 5 kuppelbar.
Die Welle 8 ist von Hand mit Hilfe eines Abstimmknopfes 12 über ein Zwischenglied drehbar. Der Abstimmknopf 12 sitzt an einer über das Ende der Welle 8 geschobenen Buichse 13, welche gleichzeitig ein Schwungrad 14 trägt. Die Buchse 13 be-
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sitzt eine schlitzartige öffnung 15, in die ein mit der Welle 8 fest verbundener Querstift 16 eingreift, der die über den Abstimmknopf 12 ausgeübte Drehbewegung auf die Welle 8 und damit auf die Antriebswelle 5 und vor dort auf das Antriebsseil 3 überträgt. Der Schlitz 15 im Zusammenwirken mit dem Querstift 16 gestattet eine axiale Verschiebung der Buchse 13 auf der Welle 8 um die Länge des' Schlitzes 15. Diese axiale Verschiebung ist erforderlich, um gegebenenfalls den Schalter 17, dessen Funktion später beschrieben wird, zu betätigen, indem sich beim Herausziehen des Knopfes 12 eine an der Buchse 13 befestigte Isolierscheibe 18 gegen einen Kontaktarm 19 des Schalters 17 legt und somit den Schaltkontakt öffnet.
Das Antriebsseil 3 kann aber auch mit Hilfe eines Elektromotors 20 angetrieben werden. Hierfür ist auf der Antriebswelle 5 ein Zwischenrad 21 mit Gummibelag od. dgl. befestigt, das durch ein auf der Läuferachse 22' des Motors 20 sitzendes Kegelrad 23 angetrieben werden kann, indem durch Anlegen der Motorwicklung an eine elektrische Spannungsquelle der Läufer in das Statorfeld hineingezogen wird und somit das umlaufende Kegelrad 23 gegen das Zwischenrad 21 gedrückt wird. Um hierbei ein Mitlaufen der Handabstimnworrichtung !zu vermeiden, druckt das vordere Ende 24 der Läuferachse 22 über einen Hebel 25 die Welle 8 in die Buchse 13 hinein, so daß die Reibräder 9 und 10 außer Eingriff geraten und die Welle 8 von der Antriebswelle 5' entkuppelt wird. Nach Abschalten des Motors 20 fällt der Läufer mit der Läuferachse 22 infolge der Schräglage des Motors 20 in seine Ausgangstage zurück, so daß sich das Kegelrad 23 vom Zwischenrad 21 löst und gleichzeitig die Reibräder 9 und 10 wieder auf-
. einanderzuliegen kommen, da die Welle 8 ebenfalls durch die schräge Bauanordnungi nach unten zurüekgleitet. Die Einwirkung der Schwerkraft kann noch durch Federn od. dgl. unterstützt werden. Ebenfalls vom Antriebsseil 3 wird ein Seilrad 26 einer automatischen Abstimmeinrichtung betätigt. Das Seilrad 26 sitzt fest auf einer axial verstellbaren Abstimmwelle 27, deren eines Ende als Gewindebolzen 28 ausgebildet ist, der in einer in einer Halterung 29 befindlichen Gewindemutter 30 läuft. Auf der Abstimmwelle 27 sind über Rutschkupplungen 31 mehrere Wählerscheiben 32 angebracht. Zu: jeder Wählerscheibe 32 gehört ein z. B.
50' als Bandfeder ausgebildeter Tasthebel 33 (Fig. 2 bis 5). Die einseitig befestigten Tasthebel 33 weisen eine stufenförmig abgesetzte Profilierung 34 aui, die aus zwei in einem Abstand voneinander angeordneten, in ihrer Höhe abgestuften Anschlagstücken 43 und 45 besteht, wobei sich in der Mitte der zwischen den Anschlagstücken gebildeten Vertiefung 44 ein Arretierungsstift 51 befindet. Diese Profilierung 34 wirkt mit der zylindrischen Außenoberfläche und einer am Umfang der Wählerscheibe 32 befindlichen Aussparung 35 zusammen.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung ist folgende: Im Ruhezustand sind Wählerscheibe 32 und Tasthebel 33 auißer Eingriff (Fig. 2).
Mittels einer Drucktaste 36 kann über einen . Bowdenzug 37 ein Tasthebel 33 gegen seine Wählerscheibe 32 gezogen werden, wobei der Tasthebel 33 hinter einen hakenartigen Vorsprung 38 einer vorzugsweise allen Tasthebeln 33 gemeinsamen, unter Wirkung einer Zugfeder 40 stehenden Verriegelungsklinke 39 einrastet (Fig. 3.bis 5).
In der Bewegungsbahn, die der durch eine Drucktaste 36 betätigte Tasthebel 33 bis zuim Einrasten des Arretierungsstiftes 51 in die Aussparung 35 der Wählerscheibe 32 durchläuft, ist ein rollenförmiges Bedienungsorgan 41 eines elektrischen Stufenschalters 42 angeordnet, der zum Ein- bzw. Aus- und zum Umschalten der Drehrichtung des Antriebsmotors 20 dient. Von der Stellung der Wählerscheibe 32 zur Profilierung 34 ihres zugehörigen, von der Verriegelungsklinke 39 gehaltenen Tasthebels 33 ist die Drehrichtung des Motors 20 abhängig. Kommt z. B., wie in Fig. 3, beim Betätigen des Tasthebels 33 das weit herausragende Anschlagstück 43 mit dem Umfang seiner Wählerscheibe 32 in Berührung, so ist die vom Tasthebel 33 zurückgelegte Bewegungsbahn relativ kurz, so daß das Bedienungsorgan 41 des Stutfenschalters 42 ebenfalls nur einen kurzen Weg durchläuft und somit den Stufenschalter 42 in die erste Schaltstufe bringt. In dieser Schaltstufe wird der Motor 20 mit einer solchen Drehrichtung betrieben, daß sich die Wählerscheibe 32 zur Mitte der Profilierung 34, also in Richtung auf die Vertiefung 44 hin -bewegt. Diese Fortbewegung der Wählerscheibe 32 erfolgt durch den Motor 20 über das Antriebsseil 3 und über die Seilscheibe 26; mit Hilfe des Gewindebolzens 28 und der Gewindemuitter 30 findet eine axiale Verstellung der Abstimmwelle 27 und damit der Wählerscheiben 32 statt. Die Wählerscheibe 32 wird so lange an der Profilieruing 34 des Tasthebels vorbeibewegt, bis die Wählerscheibe 32 in die in der Mitte der Profilierung 34 liegende Vertiefung
44 einrastet und der in dieser Vertiefung angebrachte Arretierungsstift 51 in die Aussparung 35 der Wählerscheibe 32 eingreift (Fig. 5).
Durch die Bewegung des Tasthebels 33 beim Einrasten des Arretierungsstiftes 51 in die Aussparung 35 der Wählerscheibe 32 wird das Bedienungsorgan 41 des Stufenschalters 42 so weit mitgezogen, daß der Stufenschalter 42 um zwei Schaltstufen weitergeschaltet wird und in dieser letzten Schaltstufe den Antriebsmotor 20 stillsetzt.
Kommt bei Betätigung eines Tasthebels 33 dessen Wählerscheibe 32 mit dem unteren Anschlagstück
45 der Profilierung 34 zum Zusammenwirken (Fig. 4), so legt hierbei der Tasthebel 33 und damit das Bedienungsorgan 41 des Stufenschalters 42 einen solchen Weg zurück, daß der. Stufenschalter gleich in die zweite Schaltstufe springt und der Motor 20 mit entgegengesetztem Drehsinn wie bei Fig. 3 anläuft. Auch hier wandert die Wählerscheibe 32 auf die Vertiefung 44 in der Mitte der Profilierung 3.4 zu und bewirkt beim Einrasten des in der Vertiefung 44 sitzenden Arretierungsstiftes 51 in die Aussparung 35 der Wählerscheibe 32 ein Stillsetzen des Antriebsmotors 20.
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Die Lage der Wählerscheibe 32 in bezug auf den Tasthebel 33 und in bezug auf die Abstimmwelle 27 bestimmt also die jeweils motorisch einstellbaren Sender. Jeder Wählerscheibe 32 kann ein bestimmter Sender zugeordnet werden. Um aber außer diesen vorbestimmten; motorisch einstellbaren Sendern noch mit Hilfe der: Handabstimmung eine unbeschränkte Anzahl weiterer Sender einstellen zu können, ohne an der Voreinstellung der Wählerscheiben 32 und damit an der Lage der Wählerscheiben auf der Abstimmwelle 27 etwas zu. ändern, ist erfindungsgemäß die Verriegelungsklinke 39 mit einer Entriegelungseinrichtung versehen, welche als Elektromagnet 46 (ringförmige Magnetspule 47 mit Magnetkern 48) ausgebildet ist. Der Magnetkern 48 ist mit der Verriegelungsklinke 39 verbunden. • Die Magnetspule 47 wird aus einer Spannungsquelle 49 über den Schalter 17 und den Stufenschalter 42 gespeist; und zwar schließt der Stufen- schalter 42 den Stromkreis der Magnetspule 47 in seiner letzten Schaltstufe, d. h. also in der Stufe, in
-j der der Stromkreis des Motors 20 nach beendigter Abstimmung unterbrochen wird. Bei geschlossenem Schalter 17 erhält somit nach beendigter Motor-Abstimmung die Magnetspule 47 einen Strom, durch welchen ein Magnetfeld erzeugt wird, welches den Magnetkern 48 anzieht, so daß dieser die Verriegelungsklinke 39 anhebt, wobei der gespannte Tasthebel 33 freigegeben wird und in ■ seine Ausgangslage zurückkehrt. Das Zurückkehren des Tasthebels 33 bewirkt gleichzeitig infolge Einwirkung der Feder 50 ein Zurückspringen des Stufenschalters 42 in seine Nullstellung. In1 dieser Lage ist es nun möglich, mit der Handabstimmung den gesamten Skalenbereich ohne Verstellung der vorbestimmten, motorisch einstellbaren Sender zu über-
, streichen.
Soll die Voreinstellung eines motorisch einstellbaren Senders geändert werden, also eine Wählerscheibe 32 auf der Abstimmwelle 27, verschoben werden, so wird durch Herausziehen des Abstimmknopfes 12 der Schalter 17 geöffnet und somit der Stromkreis der Magnetspule 47 unterbrochen. Darauf wird durch Betätigen einer Drucktaste 36 der zugehörige Tasthebel 33 mit seiner Wählerscheibe , 32 in Eingriff gebracht, so daß eine motorische Abstimmung auf den bisher voreingestellten Sender erfolgt. Da der Stromkreis des Elektromagneten 46 aber unterbrochen ist, wird' nach beendigter Motorabstimmung der Tasthebel 33 von der Verriegelungsklinke 39 festgehalten und bleibt weiterhin.mit seiner Wählerscheibe 32 im Eingriff. Wird nun mit Hilfe der Handabstimmung das Abstimmelement 1 auf einen anderen Sender eingestellt, so bewegt sich gleichzeitig die Abstimmwelle 27 in axialer Richtung, so daß die vom Tasthebel 33 festgehaltene Wählerscheibe 32 ihre Lage auf der Abstimmwelle 27 ändert. Nach erfolgter Handabstimmung wird der Abstimmknopf 12 wieder hineingedrückt, so daß sich der Schalter 17 schließt, die Magnetspule 47 Strom erhält, der Magnetkern 48 angezogen, die Verriegelungsklinke 39 geöffnet und der Tasthebel 33 freigegeben wird. Wenn jetzt mit Hilfe der Handabstimmung ein anderer Sender gesucht wird, kann sich an der Einstellung der vorbestimmten, motorisch wählbaren Sender nichts ändern.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Lage der im wesentlichen als glatte Scheibe . ausgebildeten Wählerscheibe 32 kann es infolge eines gewissen Spiels oder eines sogenannten toten Ganges vorkommen, das die Wähler scheibe 32 schon eher über die Kante des höheren Anschlagstückes 43 abfällt, bevor die Aussparung 35 mit dem Arretierungsstift 51 zusammenwirken kann. Der Tasthebel 33 mit seiner Profilierung 34 wird dabei nur einen solchen Weg zurücklegen, daß der Umfang der Wählerscheibe 32 sich auf den mit dem niedrigen Anschlagstück 45 auf gleicher Höhe liegenden Arretierungsstift 51 aufsetzt, so daß der Tasthebel 33 nicht die in Fig. 5 gezeigte Lage, sondern die der Fig. 4 einnimmt. Der Stufenschalter 42 wird also in eine falsche Schaltstellung gebracht, so daß sich der Drehsinn des Motors 20 umkehrt.
Um dies zu vermeiden, können die Wählerscheiben 32 und die Profilierungen 34 gemäß Fig. 6 ausgebildet werden. Danach besitzt die Wählerscheibe 32 einen zu dem höheren Anschlagstück 43 hinweisenden Rand 52; über dem Arretierungsstift 51 ist in Höhe des Anschlagstückes 43 eine Nase 53 angebracht, deren Breite mit der des> Arretierungsstiftes 51 etwa übereinstimmt und deren Längsabmessung gleich der Länge des Randes 52 ist. Mit Hilfe dieser Nase 53 wird die Profilierung 34 so lange in Höhe des Anschlagstückes 43 gehalten, bis die Aussparung 35 in der Wählerscheibe 32 genau über der Nase 53 und dem Arretierungsstift 51 liegt (Fig. 6 a). In dieser Lage rastet die Nase 53 und der Arretierungsstift 51 in die Aussparung 35 ein (Fig. 6b), so daß sich der Stufenschalter gemäß Fig. 5 . einstellt und den Motor 20 abschaltet.
Die Fig. 6 c entspricht der Lage der Wählerscheibe 32 nach Fig. 4. Da der Rand 52 der Wählerscheibe 32 unter die Nase 53 greift, ist bei Annäherung der Wählerscheibe 32 zur Mitte der Profilie-Yung 34 vom niedrigen Anschlagstück 45 her die Funktion der Anordnung die gleiche wie für Fig. 4 beschrieben.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Funkgerät mit wahlweise von Hand oder durch Drucktasten gesteuerter, automatischer Motor-Abstimmung, bei dem jeweils ein durch eine Drucktaste, betätigter Tasthebel von einer Verriegelungseinrichtung gehalten und in dieser' Lage mit einer relativ zürn Tasthebel verstellbaren Wählerscheibe gekuppelt wird, wobei durch eine Profilierung der Wählerscheibe und/ oder des Tasthebels ein Zusammenwirken beider Teile hervorgerufen wird, welches zum Einschalten in der jeweils erforderlichen Drehrichtang bzw. zum Ausschalten des Antriebsmotors verwendet wird, dadurch gekennzeich- net, daß eine Entriegelunigseinrichtung (46) vor-
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    gesehen ist, mit deren Hilfe nach Beendigung der Motor-Abstimmung die Verriegelung aller Tasthebel (33) selbsttätig lösbar ist.
  2. 2. Funkgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entriegelungseinrichtung als ein auf die Verriegelungseinrichtung (39) einwirkender Elektromagnet (46) ausgebildet ist.
  3. 3. Funkgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Bewegungsbahn, die der mit seiner Wählerscheibe (32) gekuppelte Tasthebel (33) durchläuft, ein Bedienungsorgan (41) eines elektrischen Stufenschalters (42) zur Steuerung des Motors (20) angeordnet ist, der in der letzten Schaltstufe den Stromkreis des Elektromagneten (46) schließt.
  4. 4. Funkgerät nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich im Stromkreis des Elektromagneten (46) ein weiterer, vorzugsweise von Hand bedienbarer elektrischer Ein- und Ausschalter (17) befindet.
  5. 5. Funkgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ein-und Ausschalter (17) in der Nähe der Bedienungswelle (S) für die Handabstimmung angebracht und durch axiale ■ Verstellung dieser Welle umschaltbar ist.
  6. 6. Funkgerät nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung als eine allen Tasthebeln (33) gemeinsame Verriegelungsklinke (39) ausgebildet und mit einer den Tasthebeln entsprechenden Anzahl hakenartiger Vorsprünge (38) versehen ist, hinter die bei Betätigung der jeweiligen Drucktaste (36) einer der vorzugsweise blattfederartig ausgebildeten Tasthebel einrastet.
  7. 7. Funkgerät nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mit jeder Druckj taste (36) der Wellenschalter des entsprechenden Frequenzbereiches gekuppelt ist.
  8. 8. Funkgerät nach den Ansprüchen 1 bis 7> dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, die während des gesamten motorischen Abstimmvorganges den Niederfrequenzteil des Gerätes stillsetzen.
  9. 9. Funkgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Tasthebel (33) mit einer Profilierung (34) versehen ist, die aus zwei beiderseits eines mit einer Aussparung (35) der Wählerscheibe (32) zusammenwirkenden Arretierungsstiftes (51) angeordneten, in ihrer Höhe abgestuften Anschlagstücken (43 und 45) besteht, deren Abstand voneinander etwa der Breite des Außenumfangs der Wählerseheibe entspricht.
  10. 10. Funkgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Wählerseheibe (32) mit einem zu dem höheren Anschlagstück (43) hinweisenden Rand (52) versehen ist und dieses Anschlagstück einen nasenartigen Vorsprung (53) aufweist, der die Anschlagfläche des Anschlagstückes (43) etwa parallel zum Arretierungsstift (51) verlängert und dessen Längsabmessung etwa der Länge des Randes der Wählerseheibe entspricht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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