DEP0013139MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 3. Dezember 1954 Bekanntgemacht am 12. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei den bekannten Resonanzschwingsieben nach dem Dreimassensystem arbeiten beide Siebkästen
gegenläufig über eine gemeinsame Gegenmasse, dem Grundrahmen, der auf Walzen gelagert ist. Bei
dieser Anordnung gleichen sich wohl die Horizontalkomponenten der Rückstellkräfte dieses
Schwingungss)'stems aus, jedoch werden die Vertikalkomponenten auf den Unterbau übertragen,
die besonders bei schweren Massen zu Schäden der Gebäudekonstruktion führen können. Bei der Auf-.
stellung dieses Systems auf weichen Federn werden wohl diese Kräfte vom Unterbau ferngehalten, doch
tritt, durch die gegenläufige Schwingbe\vegung der beiden Siebkästen bedingt, zwangläufig ein
Schaukeln des Grundrahmens auf, das insbesondere bei langen Siebmaschinen zu dessen Zerstörung
führen kann. Bei dem später entwickelten Viermassensystem wird dieser Nachteil dadurch behoben,
daß der Grundrahmen einmal geteilt und wieder vertikal elastisch verbunden wird, wobei
der Antrieb die Schwingbewegung mit ausführen muß und nur mit dem ersten System verbunden ist,
während das zweite System seinen Impuls über das Verbindungselement — vornehmlich eine Blattfeder
— erhält und so zu Gegenschwingungen erregt wird. Eine solche Anordnung ist jedoch empfindlich
gegen im Betrieb unvermeidliche Perioden- und Belastungsschwankungen, weshalb sich bei
langen Siebstraßen immer mehr die Anordnung hintereinandergeschalteter einzelner Siebaggregate
durchgesetzt hat,, wobei jedes Aggregat einen eigenen Antrieb besitzt.
509 628/277
P 13139 III/5Od
Durch die Erfindung wird ein Resonanzschwingsieb geschaffen, durch das ein vollkommener
Massenausgleich erreicht wird. Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke beruht darin, daß die
beiden in gleicher Richtung fördernden, gegenläufig schwingenden Siebkästen mit den ihnen zugeordneten
Gegenmassen ihre Schwingbewegung von einem gemeinsamen auf einem in vertikaler Richtung
starr gelagerten Zwischenrahmen angeordneten Antrieb erhalten.
Durch diese Anordnung bleibt der Zwischenrahmen von dem vertikalen Kräftespiel fast vollkommen
unberührt, so daß auf den Antrieb, der vorteilhafterweise in der Längsrichtung der antreibenden
Masse wirkt, keine Erschütterungen übertragen werden. Dabei sind die einzelnen GegenmaS'Sen
an dem in vertikaler Richtung starr gelagerten Zwischenrahmen nachgiebig befestigt, so
daß sie nur vertikale Schwingbewegungen ausführen müssen. Dies wird dadurch erreicht, daß
der Zwischenrahmen zur Erzielung einer ungehindert in horizontaler Richtung verlaufenden Bewegung
auf Rollen gelagert ist.
Weitere kennzeichnende Merkmale gehen aus dem nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
hervor. .
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Anordnung eines aus
zwei in gleicher Richtung fördernden, gegenläufig schwingenden Siebkästen eines Resonanzschwingsiebes
dargestellt, und zwar veranschaulichen
Fig. ι eine Längsansicht des Resonanzschwingsiebes
in schematischer Anordnung,
Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht auf die unter dem Zwischenrahmen angeordnete Rolle,
Fig. 3 einen Schnitt nach der 'Linie A-B der Fig. 2.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht das Resonanzschwingsieb
aus einer Siebstraße, deren beide in gleicher Richtung fördernden, gegenläufig schwingenden
Siebkästen 1 und 2 mit ihren Gegenmassen 3 und 4 in an sich bekannter Weise durch Lenker 5
miteinander verbunden sind und außerdem in an den Gegenmassen 3 und 4 angeordneten Federn 6
angreifen. Sowohl die Siebkästen 1 und 2 als auch deren zugeordnete Gegenmassen 3 und 4 erhalten
ihre Schwingbewegung von einem gemeinsamen ■ Antrieb 7, und zwar derart, daß dieiser Antrieb
auf einem in vertikaler Richtung starr gelagerten Zwischenrahmen 8 angeordnet ist. Dabei sind die
beiden Exzenter des Antriebes 7 um etwa i8o° versetzt
angeordnet. Die Gegenmassen 3 und 4 sind mit dem Zwischenrahmen 8 nachgiebig durch die in
horizontaler Richtung starre Verbindung 9 verbunden, so daß die in zwei Massen aufgeteilte Gegenmasse
3 und 4 sich durch die Horizontalkräfte über dem Zwischenrahmen 8 ausgleichen kann.
Auf diese Weise wird ein vollkommener Massenausgleich
geschaffen, und) die elastisch z. B. auf Federn 10 gelagerten Gegenmassen 3 und 4 brauchen
dadurch nur eine vertikale Schwingbewegung aus- «o zuführen. Dies wird dadurch erreicht, daß der
Zwischenrahmen 8 auf Rollen 11 gelagert ist. Diese Rollenlagerung ist, wie aus Fig. 2 und 3 hervorgeht, besonders ausgebildet, und zwar ist der
Zwischenrahmen 8 gegen seitliches Verschieben durch die Anwendung eines Keiles 12 und einer
Nut 13 gesichert. Auf diese Weise wird ein schlingerfreies·Arbeiten der zugeordneten Massen
—. Siebkasten i, Gegenmasse 3 und Siebkasten 2,
Gegenmasse 4 — gewährleistet. Durch die Anordnung des Flachkeiles 12 wird ein leichtes Ausrichten
des Zwischenrahmens 8 ermöglicht.
Claims (4)
1. Resonanzschwingsieb, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden in gleicher Richtung
fördernden, gegenläufig schwingenden Siebkästen (1,2) mit den ihnen zugeordneten Gegenmassen
(3, 4) ihre Schwingbewegung von einem gemeinsamen auf einem in vertikaler Richtung
■starr gelagerten Zwischenrahmen (8) angeordneten Antrieb (7) erhalten.
2. Resonanzschwingsieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Gegenmassen
(3,4) an dem in vertikaler Richtung starr gelagerten Zwischenrahmen (8) nachgiebig
befestigt sind.
3. Resonanzschwingsieb nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daiß der
Zwischenrahmen (8) zur Erzielung einer ungehindert in horizontaler Richtung verlaufenden
Bewegung auf Rollen (11) gelagert ist.
4. Resonanzschwingsieb nachdenAnsprüchen 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenrahmen (8) mittels Keil (121) und Nut (13)
höhenverstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
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