DEP0012252DA - Verfahren zur Gewinnung von Tonerde - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Tonerde

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Publication number
DEP0012252DA
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
digestion
solution
bauxite
ratio
extraction
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Friedrich Wilhelm Dr.-Ing. Wrigge
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vereinigte Aluminium Werke AG
Original Assignee
Vereinigte Aluminium Werke AG
Publication date

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Description

gereinigte Alumiainm-Werke
A-G, ,,?.,12,,252 Ή b/1,2 m
1.10.43.
Terfahren zur Gewinnung von 'lonerde.
Untersuchungen lifeer die iage $®£ Gleichgewichte im System Natronlauge und SDonerdehydrat in wässriger Lösung haben zu der jürJmnntnis geführt f daß bei den Bedingungen des Bauxit auf Schlusses nach Bayer das Gleichgewicht bei einem lolverhältnis (H&oü zu klgß-z) ^0°· "W^ ^3-® 1f5 liegt« Andererseits muss bei der Weiterverarbeitung der Aulschlußlösungen ein Molverhältnis von 1f8 vorhanden seins wenn Verluste durch Abscheidung von Tonerde nach dem Teröünnen vermieden werden sollen*
In Übereinstimmung mit diesen järgebaiasen theoretischer Untersuchungjen gehen auch die lirf ahrungen der gesamten Tonerde» iadusstrie dahin? daß man bereits beia Aufschluß von Bauxit nach dem Bayer-Verfahren vorzugsweise ein kaustisches Verhältnis von etwa 1S8 einhält, um üDonerdeverlu&te möglichst au vermeideCLe Jiiine Ausnahme macht lediglich das furm-Verfahren der Vereinigte Aluminium-irfervke A.S., bei dem eine Abkühlung der Aufsoalußiösung
vor der Abtrennung des Eotschlainms von der Alumina tl&uge nicht notwendig 1st und das somit die Möglichkeit "bietet, beim Aufschluß ein kaustisches Verhältnis von 1,5 bis 1,6 einzuhalten*
Mit dem vorliegenden f erfahren mrd ein völlig neuer Weg -beschritten, ά&τ di© Möglichkeit bietet^ beim Aufschluß ä^s Bauxits das fileioligewiohtsverSaaltais iron etwa %4 voll auszunutzen und gleichzeitig b^i der Weiterverarbeitung Verlust© durch Aussehe !dung voa Tonerä«T$f&rat zu vermeidet» Ss hat sich nämlieh geaeigt, daß maa durch 2iusats eia©r geeigaeten Menge you ausge^ihrter ilumiaatlösuag (Filtrat vom Soaerd©- hjdrstfilt©r) beiia V^rdüoneia d©r Au£sohlußlösung$ dae sonst mittels Waschw&ssers g©sohiehts leicht ^jsdes gewünschte faustisch©-Terhaltais und jeden lagCMjcehalt in der Terdiinnerlaug© einstellen ksmn* Auf diese Weise kann man beim Auf-Schluß des Bauxits mit natronlauge ein kaustisöhös Verhältnis von 1,4 einhalten» beim Abtrennen des Hotschlajams im lindiofcsj? jedoch mit dem erfahrungsmäßig günstigst©!», Werte von 1,8 arbeiten«
Eingehende Untersuchungen im Laboratorium haben ergeben, daß bei ©inör Laugefconaentration von etwa $00 - 350 g BaoQ/1, einer A^fsohlußteaLperatur von 180 - 220° und einer Aufschlußdauer von etwa β Stunden bei einem Jcsaistischen Verhältnis von etwa 1,4 90 % der nutzbaren Tonerde des Bauxits in Lösung
gsh©n« Desgleichen haben eüeee Untersuchungen ergeben, daß in. den aach äem forsohlag® dieses Verfahrens verdünnten Lösungen die iAsitzgöBOliwiaälgkeit d#s Rotschlamms genau so groß ist; wi® in d<?n Lösungen^ die mit einsm kaustischen Yerhsltniis von I1S nach dem alten Bayer-Verfahren hergestellt
Beispiel ^s
Bauxit mit 57 4? JS gesamt - uäü 5^1S % autzbarer Fo2Ok) wurä© mit einer iiufsohluBlaug® mit 334 g
g $l'ß7/X aufgeschlossen* Die temperatur wurde 6 Stunden auf etwa Eooö gskaltan» Die analyse üer konzentrierten
ergafo mit 322,4 g Ha^O und 368 s 6 g ^lgOj/i ein YerMltnis wa 1S438*
500 com dieser ilufsclilußlösung wurden adt Dünnlauge (135*6 S Ia0O uaa 5?S8 g ΑΧ«0χΑΐ ffiol-Terhältnis $ 3#86) und Wasser so Vermischt^ daß die resultierende TsrqUinnerlauge 148^4 g Έ&^ΰ und 132s2 s Jag*/! enthält uaa damit ein Jfol-Verhältnls von 1^ hatte* Auö äieaer liösung wurd« der Rotsoalamm durch, Dekantieren mit stark verdünnter Istronlauge und lacnwasöhen auf dea Filter abgetrennt* Dim Änalys® des getrockneten Rotsolal®ima$s ergab einen Geaalt von 22»0$ iJfc^Öx und 44f8 % FepO^ Aus dem Yer&ältnis 4©s l'onerdegeaaltes des Rotsehlamms au dem dee Bauxits ergibt sich eine Aufbeut© voa 89*S % ier
raitsfearen Tonerde «
Beispiel{2s
Kin Bauxit mit 59? 25 % gesamt - und 53SS3 % nutzbarer fon#rde
(21*37 % IiIoG3.) wurde mit @iner Aufschluß lauge mit 356 S9 S und 1333 S Al0O^A aufgeschlossen* Die Temperatur -wurde währtnd
C.
6 Stunden auf etwa 200° gehalten*
500 com der 4ufsc.hluBlösung wurden mit Siinnlauge (135?6 g tstpO und 3? j 8 g AlgOz/li Molverhältnis ι 3*36) und tasser so vermischt^ dal die Verdünner!auge ein kaustisches Verhältnis von etwa 1,8 hatte* Aus dieser lösung mircle der Eotschlamm durch zweimaliges Dekantieren mit stark verdünnter Natronlauge unä la©h.*aschea auf dem Filter abg®"^3111I5* Me 4aalys© des getrockneten Eotschlammes ergab einen Gehalt von 22S6 % JllpG-z und 44 g 8 % $©2%e -&us ^€m ^erhältni© des lonerdägöhaltes des Rotscalaiaaes au dem des Bauxits ergibt sieh eine Ausbeate γοη 90 915 % der im Bauxit vorhandenen nutzbaren fon©rde*
?fe>i@se Beispiele ze±%ßn9 daB di© Ausbeute nur in geringem MaBe vom der Alkalifeonasn tr ation der Aufschlußlauge abhängt» Ebenfalls ist ä®r Binfluß d«r Aufscnlußdauer nur gering! wichtig für die Ausbeute ist vor allem die Aufschlußtemperatur·
Der erheblich© technische Fortschritt dieses V«rfahrens liegt <äarißf daß nur etwa 2/3 der Lauge beim Aufschluß erhitzt zu werden brauchen* Ba der weitaus überwiegende feil des Heizdampf es aber für den Aufschluß und die Konzentrierung der ausgerüiirten Laug© verbraucht wird, feoonso. damit ©twa 3o % des üblichen Daarpfverbrauches eingespart werden*
Die zuzusetzende !enge ausgerührter Aluminatlsug© kann teilwei«» se aurch diejenige Ifenge Katronlauge ersetzt werden, die man dem laufend als Ersatz des beim Bajerverffehren verlorengehender der Hatronlauße zufuhren muß.

Claims (4)

patent; asspriioiie
1) Y#r£ahren zur Gewinnung vqei fonerde aus Bauxit durch Aufschluß rait natronlauge unter Druck* dadurch gekennzeichnet, daß das Mo!verhältnis von latronlscuge aur Tonerä& bei® Aufschluß niedriger gehalten wird als das für die Weiterverarbeitung naoh <ä@m V©rdürmea aotweadige llolTerltältais voa ©twa 1,8.
2) ferf^kresi zur {rewianuag vom foaerd® nach Anspruch 1, dadurch gefceimaeichnet, daß das Mol-Vü-rMltnis yqü lateonlsmge iaax* morterde beim Aufschluß auf etwa 184 gehalten, wird und erst beim "yeräümiea der koasentriertea Auf ©chluSBsuag ©in Molverhältnis voö etwa 1,3 eingestellt wird»
3) Yerfahrefi. zur Gewiasung tob. !Toaerae nach den in sprächen 1 und 2S dadurch gekennsieichnet, daB zum Verdüansia. der konaentrierten Aufs<thlußlÖsung ausser dem wässrigen V©rdüianungsmiistsl , vorzugsweise dsm WasciLwass&r, ausgerührte ,Aluminatlauge und/ oder Natronlauge verwendet wird,
4) Verfahren, dach Anspruch 1 bis *>, dadurch gekennzeichnet,
daß die Au^öonlußlösung umaittelbar aus dem Autoklaven in die Yerdünmxngslösung eingedruckt wird.

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