DEP0011571DA - Verfahren zum Herstellen von gesinterten magnetisierbaren Kernen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von gesinterten magnetisierbaren Kernen

Info

Publication number
DEP0011571DA
DEP0011571DA DEP0011571DA DE P0011571D A DEP0011571D A DE P0011571DA DE P0011571D A DEP0011571D A DE P0011571DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
manganese
iron
cores
ferrite
mixing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Max Dr. Heidenheim Kornetzki
Erich Dr. Heidenheim Moser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen gesinterter magnetisierbarer Kerne aus Manganferrit, wie sie in der Hochfrequenztechnik insbesondere für Hochfrequenzspulen verwendet werden. Solche Kerne lassen sich durch Mischen von Eisen- und Manganverbindungen, vorzugsweise Oxyden, herstellen, wobei durch ein- oder mehrmaliges Pressen die gewünschten Kerne geformt werden, und die Preßlinge dann einem Sinterungsprozeß unterworfen werden. Auf diese Weise lassen sich Kerne erzielen, die auch eine genügende mechanische Festigkeit besitzen.
Es hat sich gezeigt, daß Manganferrite, die durch Mischen, Pressen und Sintern reiner oder wenig verunreinigter Ausgangsstoffe gefertigt sind, eine verhältnismäßig hohe elektrische Güte von mit solchen Kernen ausgerüsteten Hochfrequenzspulen ergeben, wenn man von einer Mischung von etwa 0,2 g At Mangan : 1 g At Eisen bis etwa 0,35 g At Mangan : 1 g At Eisen ausgeht. Die Güte bedeutet dabei das Verhältnis des induktiven Blindwiderstandes zum Wirkwiderstand einer mit einem solchen magnetisierbaren Kern ausgerüsteten Spule bei einer geeigneten Meßfrequenz. Während bei einem Mischungsverhältnis von 0,2 bis 0,35 g At Mangan : 1 g At Eisen die Güte verhältnismäßig groß ist, erhält man im Gebiet von etwa 0,35 g bis 0,7 g At Mangan : 1 g At Eisen eine geringe Güte, dagegen aber eine hohe Permeabilität. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, magnetisierbare Sinterkerne zu schaffen, bei denen eine hohe Permeabilität vorhanden ist, andererseits sich aber auch eine hohe Güte bei Hochfrequenzeisenspulen ergibt.
Es hat sich herausgestellt, daß die Güte der Kerne erheblich steigt, wenn man das für die Ausgangsmischung verwendete Eisenoxyd, das je nach dem verwendeten Material jeweils verschiedene Mengen gebundenen Wassers enthält, vor dem Mischen etwa 1 Stunde lang auf hohe Temperaturen in Luft erhitzt. Die Ausgangsmischung kann dabei noch etwa 2-10 Gewichtsprozent in Königswasser unlösliche Rückstände, vorzugsweise Kieselsäure, in feinverteilter Form enthalten.
Aus dieser Erkenntnis heraus besteht die Erfindung darin, daß zum Herstellen gesinterter magnetisierbarer Kerne aus Manganferrit mit einem Mischungsverhältnis von etwa 0,35 g At Mangan : 1 g At Eisen bis etwa 0,7 g At Mangan : 1 g At Eisen, wobei das Ferrit durch Sintern der gemischten und dann beispielsweise durch Pressen verdichteten Oxyde gefertigt wird, das Eisenoxyd vor dem Mischen oder die Mischung vor dem Verdichten einige Zeit auf etwa 600 bis 900°, vorzugsweise 850°C, erhitzt wird. Zweckmäßig kann bei den genannten Temperaturen etwa 1 Stunde lang erhitzt werden.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung von gesinterten magnetisierbaren Kernen aus Manganferrit, insbesondere für Hochfrequenzspulen, mit einem Mischungsverhältnis von etwa 0,4 bis 0,7 g At Mangan : 1 g At Eisen, wobei das Ferrit durch Sintern der gemischten und dann zum Beispiel durch Pressen verdichteten Oxyde hergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Eisenoxyd vor dem Mischen oder die Mischung vor dem Verdichten auf etwa 600 bis 900°C erhitzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Erhitzen auf etwa 850°C erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhitzungsdauer etwa 1 Stunde beträgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsmischung etwa 2 bis 10 Gewichtsprozent in Königswasser unlösliche Rückstände, vorzugsweise Kieselsäure in fein verteilter Form, enthält.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE962231C (de) Verfahren zur Herstellung eines gesinterten, aus Mischkristallen bestehenden weichmagnetischen Ferritmaterials fuer Hochfrequenzzwecke
DE973822C (de) Magnetkern und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2110489C3 (de) Verfahren zur Herstellung von anisotropen Metalloxid Magneten
DE907995C (de) Ferromagnetisches, hauptsaechlich aus Eisenoxydverbindungen vom Magnetit-Typ bestehendes keramisches Material und seine Herstellung
DEP0011571DA (de) Verfahren zum Herstellen von gesinterten magnetisierbaren Kernen
CH260717A (de) Verfahren zur Herstellung eines magnetischen Kernes, und nach diesem Verfahren hergestellter magnetischer Kern.
DE1646686B1 (de) Verbesserte mangan-zink-ferritkerne
DE2917602A1 (de) Weicher lithium-titan-zinkferrit und damit arbeitendes magnetisches ablenkglied
DE591839C (de) Verfahren zur Isolation von Magnetkernen, insbesondere Massekernen
DE528463C (de) Verfahren zur Gewinnung eines Eisenpulvers von grosser Reinheit
DE2203654A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Ferritmagneten
DE2011331B2 (de) Ferritische werkstoffe fuer hochfrequenzen
DEP0011570DA (de) Spule mit gesintertem magnetisierbarem Kern
DEP0011572DA (de) Spule mit magnetisierbarem Kern
DE1471430C (de) Verfahren zur Herstellung von Ferriten
DE524736C (de) Verfahren zur Bedeckung von metallischen Teilchen mit einer isolierenden Schicht, insbesondere von magnetisierbaren Teilchen fuer Massekerne, vorzugsweise fuer Belastungsspulen von Fernmeldeleitungen
AT241136B (de) Für Mikrowellen einseitig durchlässiges Übertragungsglied für einen Richtisolator und Verfahren zu seiner Herstellung
AT166840B (de) Magnetischer Formling und Verfahren zu seiner Herstellung
DE60214435T2 (de) Pulver-magnetkern und diesen verwendender hochfrequenzreaktor
DE1209477B (de) Verfahren zur Vorbehandlung von Pulvern, die durch Pressen und Sintern zu Formkoerpern, insbesondere zu Magnetkernen verarbeitet werden
CH265894A (de) Verfahren zur Herstellung eines ferromagnetischen Spulenmantels.
DE868421C (de) Magnetisch hochwertiger Sinterkoerper und Verfahren zu seiner Herstellung
DE968608C (de) Verfahren zur Herstellung ferromagnetischer Massekerne aus Eisenpulver fuer Induktivitaeten mit einem nahezu linearen Temperaturgang
DE911857C (de) Toroidspule mit aussenliegender Wicklung und geteiltem Kern aus ferromagnetischem Material
DE537124C (de) Verfahren zur Herstellung von Massekernen aus druckempfindlichen, pulverfoermigen Eisen-Nickel-Legierungen, insbesondere mit 781/2 % Nickel