DEP0011568DA - Meldeanlage, insbesondere Feuermeldeanlage - Google Patents

Meldeanlage, insbesondere Feuermeldeanlage

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DEP0011568DA
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DE
Germany
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control center
detector
earth
transmission line
triggered
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Walter Starke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Publication date

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Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Meldeanlage, insbesondere Feuermeldeanlage mit mehreren in einer gemeinsamen Schleife liegenden Meldern, die mit einer Einrichtung zur Aussendung der Impulse über eine Ader und Erde zu einer Zentrale, sowie Schaltmitteln versehen sind, die den Eingang der Meldung in der Zentrale auch bei gleichzeitig oder kurz nacheinander erfolgenden Auslösung von mehr als zwei Meldern sicher stellen. Dies geschieht dadurch, daß jeder ausgelöste Melder sich unabhängig vom Zustand der Übertragungsleitung an Erde legt und aus einer Wartestellung heraus unter Freigabe der Stromstoßsendevorrichtung nur im Falle einer Verbindung mit der Zentrale weiterläuft; diese Wartestellung nimmt der Melder auch wieder für einen erneuten Weiterlauf im Fall einer Verbindung mit der Zentrale ein, wenn während einer Meldungsgabe eine Abschneidung des Melders von der Zentrale, insbesondere durch Verlagerung weiterer ausgelöster Melder erfolgte.
Bekannte Melder dieser Art haben den Nachteil, daß die den Ablauf des Gebers steuernden Schaltmittel an der Meldestelle, nämlich die Wicklungen des Freigabe- und Impulssteuermagneten nach der Auslösung des Melders in Reihe mit den beiden Adern der Übertragungsleitung liegen und dadurch einerseits mit ihren Widerständen den Schleifenwiderstand der Übertragungsleitung erhöhen, andererseits mit ihrer Induktivität die Impulsgabe verzerren. Ein weiterer Mangel der bekannten Anordnung, bei welcher die Auslösung der Melder über die Meldeschleife erfolgt, liegt darin, daß die Reihenschaltung der Schaltmittel und die Erdung der elektrischen Mitte der Meldestellen durch den Geberkontakt zu Unsicherheiten führen. Da einerseits der Erdwiderstand an den Gebern praktisch stets eine endliche Größe hat und auch an den einzelnen Meldestellen verschieden ist, andererseits die Meldeschleife über sämtliche Melder galvanisch durchgeschaltet ist, ergeben sich, wenn mehrere Meldestellen sich gleichzeitig an die Leitung anschalten, dadurch als ver- schiedene Ableitungen wirkend, unter Umständen verschiedene Stromstärken und sogar verschiedene Stromrichtungen in den beiden Übertragungszweigen. Demgegenüber hat die bekannte Anordnung infolge Einschaltung der Magnetwicklungen in Reihe in die Meldeschleife den Vorteil, daß die Geber auch arbeiten, wenn an ihnen die Erde fehlt.
Dem steht jedoch gegenüber, daß mit Rücksicht auf die sogenannte "Sicherheitsschaltung", bei der jede der beiden Adern der Schleife getrennt für eine Meldungsgabe benutzt werden kann, dennoch immer Erde an den Melderstellen vorgesehen sein muß. Die Erfindung geht daher von der Voraussetzung aus, daß an den Meldern eine zuverlässige Erde vorhanden ist, eine Forderung, die sich mit verhältnismäßig einfachen Mitteln erfüllen läßt. Sieht man dann gemäß der Erfindung Mittel vor, welche eine einseitige Erdung der Batterie in der Zentrale ermöglichen, und schaltet man nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Schaltmittel an den Meldestellen unter galvaischer Auftrennung der Übertragungsleitung erst bei deren Auslösung an eine Ader der Übertragungsleitung an, so ergeben sich folgende wesentlichen Vorteile gegenüber der bekannten Ausführung:
Da die Schaltmittel nur im Erdkreis liegen, belasten sie weder mit ihren ohmschen, noch mit ihren induktiven Widerständen die Meldeschleife. Der Steuerimpuls geht zwar hierbei nicht über die Schleife, sondern über eine Ader und Erde und zwar abwechselnd die a-Ader und die b-Ader, dennoch ist die Überwachung der Übertragungsleitung, z.B. auf Drahtbruch über die Schleife möglich.
Das Einschleifen der Schaltmittel in den Erdungsstromkreis mach den Erdwiderstand bedeutungslos, da dieser nur mit einem Bruchteil des Widerstandes der Schaltmittel (Freigabe- bzw. Impulsteuermagnet), der höchstens in der Größenordnung der rechnungsmäßigen Toleranz derselben liegt, eingeht.
Durch die galvanische Auftrennung der Übertragungsleitung an der Geberstelle und die einseitige Erdung der Batterie in der Zentrale, werden eindeutige Stromkreise hergestellt, welche übersichtliche Betriebsbedingungen zur Folge haben. Die Betriebssicherheit der Auslösemagneten wird dadurch wesentlich erhöht. Außerdem lassen sich mechanisch weniger empfindliche Geber, die einer geringeren Wartung bedürfen, verwenden.
In der Figur ist unter Weglassung aller für das Verständnis der Erfindung unwichtigen Einzelheiten eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
In der Melderschleife mit den beiden Adern a und b mögen die Melder M(sub)1...M(sub)7 liegen, die nach ihrer Auslö- sung mittels ihrer Typenscheibe ihre kennzeichnende Stromstoßreihe zur Zentrale Z geben, wo sie von einer Meldungsempfangseinrichtung aufgenommen und entsprechend ausgewertet wird. Ausführlicher dargestellt ist nur der Melder M4. Die Auslösung erfolgt z.B. durch einen Druckknopf oder einem Auslösemagneten. Dabei wird zunächst der Kontakt 5 geöffnet, wodurch die Übertragungsleitung in zwei galvanisch getrennte Hälften aufgeteilt wird. Durch diese Öffnung des Kontaktes 5 werden bereit laufende Meldungen von anderen, der Zentrale ferner liegenden Meldern dieses Leistungsabschnittes abgeschnitten. Die Zentrale Z wird durch diese Kontaktunterbrechung zurückgestellt, d.h. das Verzögerungsrelais G, das bisher bei der Aufnahme der Impulse erregt war, kommt zunächst zum Abfall. Nach Rückstellung der Zentrale kommen die Überwachungsrelais L 1 und L 2 wieder zum Abfall und schalten das Relais G wieder ein. Durch Umlegen des Kontaktes 1 g und Schließen des Kontaktes 2 g wird die Batterie Bt einseitig geerdet und die Batteriespannung an die beiden Adern a, b der Meldeschleife angelegt. Nach dem Öffnen des Kontaktes 5 beim Melder M 4 schleißen die Kontakte 1 und legen die beiden Wicklungen des Freigabemagneten A an die beiden nunmehr völlig getrennten, teils über die b-Ader, teils über die a-Ader verlaufenden Übertragungskreise an. Der Magnet A zieht an, das Laufwerk des Gebers läuft an.
Während der Meldungsabgabe arbeiten die Kontakte 2 und 3 in bekannter Weise, gesteuert durch die Typenscheibe, impulsmäßig und erregen dabei in der Zentrale impulsmäßig die Relais L 1 und L 2. Durch die Kontakte 3 l 1 und 4 l 2 werden die Impulse auf die Empfangseinrichtung ME in der Zentrale übertragen. Das Verzögerungsrelais G hält sich während der Impulsabgabe.
Bleibt der Magnet A bis zum Schluß der Meldung erregt, so wird während des letzten Impulses auch der Kontakt 4 geschlossen. Nachdem die Kontakte 2 und 3 geschlossen haben, spricht der Magnet V über seine beiden Wicklungen I und II und die getrennten Übertragungskreise zur Batterie der Zentrale an. Die Magnete V und A ziehen selbstverständlich auch über ihre entsprechende Wicklung bei Erregung über nur eine Ader der Übertragungsleitung an. Daraufhin wird Kontakt 5 geschlossen, die Kontakte 1 und 4 werden geöffnet. Die Meldungsabgabe ist beendet. Das Laufwerk gelangt wieder in seine Ruhestellung.
Wird während einer Meldungsabgabe ein dem Melder M 4 vorgelagerter Melder ausgelöst, so wird der Magnet A des Melders M 4 während der Impulsgabe stromlos. Dadurch läuft der Geber in eine Wartestellung, wobei der Kon- takt t geschlossen wird. Dagegen bleiben die Kontakte 2, 3 und 1 geschlossen. Nachdem die Meldungsabgabe seitens des vorliegenden Gebers beendigt ist und an diesem durch Schließen des Kontaktes 5 die Übertragungsleitung galvanisch wieder zur Zentrale durchgeschaltet ist, kann der Magnet A des Melders 4 wieder ansprechen. Die Meldungsgabe läuft wie vorstehend beschrieben ab.

Claims (3)

1. Meldeanlage, insbesondere Feuermeldeanlage mit mehreren in einer gemeinsamen Schleife liegenden Meldern, die mit einer Einrichtung zur Aussendung der Impulse über eine Ader und Erde zu einer Zentrale sowie mit Schaltmitteln versehen sind, die den Eingang der Meldung in der Zentrale auch bei gleichzeitig oder kurz nacheinander erfolgender Auslösung von mehr als zwei Meldern sicherstellen, dadurch, daß jeder ausgelöste Melder sich unabhängig vom Zustand der Übertragungsleitung an Erde legt und aus einer Wartestellung heraus unter Freigabe der Stromstoßvorrichtung nur im Fall einer Verbindung mit der Zentrale weiterläuft, welche Wartestellung er auch wieder für einen erneuten Weiterlauf im Fall einer Verbindung mit der Zentrale einnimmt, wenn während einer Meldungsgabe eine Abschneidung des Melders von der Zentrale, insbesondere durch Vorlagerung weiterer ausgelöster Melder erfolgte, dadurch gekennzeichnet, daß nach Auslösung des Melders die Übertragungsleitung an der Meldestelle galvanisch getrennt wird und zwei voneinander unabhängige Übertragungskreise über eine Ader und Erde hergestellt werden.
2. Meldeanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungen der Arbeitsmagnete des Melders (A, V) nach dessen Auslösung an die Adern der Übertragungsleitung, von der sie im Ruhezustand des Melders galvanisch abgeschaltet sind, angeschaltet werden.
3. Meldeanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltmittel in der Zentrale vorgesehen sind, die es ermöglichen, Meldungen sowohl über beide Adern der Übertragungsleitung in Schleife, als auch bei einseitiger Erdung der Batterie über eine Ader oder über jeder der beiden Adern und Erde zu übertragen.

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