DEP0010373DA - Einrichtung bei Stellwerken mit rein elektrischen Verschlüssen insbesondere Tischhebelwerken im Eisenbahn-Sicherungswesen - Google Patents
Einrichtung bei Stellwerken mit rein elektrischen Verschlüssen insbesondere Tischhebelwerken im Eisenbahn-SicherungswesenInfo
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Description
Im Eisenbahn-Sicherungswesen werden neuerdings für die Umstellung von Weichen und Signalen vorzugsweise Stellwerke mit rein elektrischen Verschlüssen insbesondere Tischhebelwerke verwendet. Diese Tischhebelwerke vereinigen in sich den Stellmechanismus für die Umstellung von Weichen und Signalen und die Gleisschautafel. Das Gleisbild ist auf dem Stelltisch eingezeichnet und mit Hebeln oder Tasten sowie mit Ausleuchtungsschlitzen versehen. Die Übersicht für den Stellwerkswärter wird dadurch wesentlich erhöht und die Bedienung der Anlage auch für ortsunkundiges Personal ermöglicht. Bei einer solchen Anordnung ist ein normaler Fahrstraßenverschluß sowie eine Fahrstraßenfestlegung, wie sie in den gewöhnlichen elektrischen Stellwerken vorgesehen sind, kaum möglich und es besteht nun das Erfordernis, auf möglichst einfache Art und Weise mit Hilfe von Relais, die durch die Tasten oder Hebel gesteuert werden, die Abhängigkeit zwischen den zu den einzelnen Fahrstraßen gehörigen Einrichtungen zu bewirken, und das Stellen dieser Fahrstraße wieder davon abhängig zu machen, daß keine feindliche Fahrstraße eingestellt ist. Gemäß der Erfindung wird die Anordnung so getroffen, daß im Stromkreis des Fahrstraßenstellers (Stellrelais) Kontakte der feindlichen Fahrstraßensteller angeordnet sind und jeder Fahrstraßensteller wieder Kontakte besitzt, die in den entsprechenden Stromkreisen der anderen Fahrstraßensteller angeordnet sind. Eine noch größere Sicherheit wird erreicht, wenn außer den Kontakten der Fahrstraßensteller im Stromkreis desselben noch Kontakte der Fahrstraßenverschließer vorgesehen werden. Der Erfindungsgegenstand ist in den Abbildungen beispielsweise erläutert. Abb. 1 zeigt die Schaltung der Fahrstraßenstel-
ler und Verschließer, Abb. 2 das Gleisbild auf dem Stelltisch. Der Fahrstraßensteller ist mit 10 und seine Kontakte sind mit 11, 12 usw. bezeichnet. 111 ist demgemäß ein Kontakt an einem anderen feindlichen Fahrstraßensteller. Der Fahrstraßenverschließer ist hier ein Stützrelais, bestehend aus zwei Wicklungen 20 und 30. Die Wirkung eines solchen Stützrelais ist die, daß in dem dargestellten Zustand, wo 20 abgefallen ist, der Anker des Relais 30 durch den Anker des Relais 20 abgestützt wird. Daher ist das Relais 30 durch den aufwärts gerichteten Pfeil als angezogen dargestellt, trotzdem der zugehörige Stromkreis durch mehrere Kontakte unterbrochen ist. Auch anstelle des Fahrstraßenstellers 10 kann ein Stützrelais verwendet werden. Man erhält hierdurch eine erhebliche Stromersparnis, weil ein Anker, sobald er einmal angezogen hat, einen Selbstschlußkontakt oder in anderer Weise den zu ihm führenden Stromkreis unterbrechen kann, da er durch den abgefallenen Anker des mit ihm zusammenarbeitenden Relais abgestützt ist. Verwendet man als Fahrstraßensteller ein Stützrelais, so hat man außerdem den Vorteil, daß man sich damit begnügen kann, für die gegenseitigen Ausschlüsse nur Kontakte dieses Fahrstraßenstellers zu verwenden unter Verzicht auf die Ausschlußkontakte des Verschließers, da man nicht mehr zu befürchten braucht, daß der Fahrstraßensteller durch Leitungsbruch, Stromunterbrechung oder dgl. seine Lage ändert und den Verschluß zur Unzeit aufhebt. Wie nun aus der Zeichnung ersichtlich, kann der Fahrstraßensteller 10 nur anziehen, wenn die Kontakte f 1 und f 2 an den entsprechenden Fahrstraßentasten geschlossen werden. Erforderlich ist aber außerdem noch, daß die Kontakte 111 und 121 an den Fahrstraßenstellern
und Verschließern feindlicher Fahrstraßen ebenfalls geschlossen sind. Ist eine feindliche Fahrstraße eingestellt, so würde der entsprechende Kontakt 111 unterbrochen sein. Ist die betreffende Fahrstraße sogar bereits verschlossen, so wäre der Kontakt 121 unterbrochen. Das Anziehen des Fahrstraßenstellers ist also abhängig gemacht vom Kontakt feindlicher Fahrstraßen und er besitzt selbst wieder Kontakte in den Stromkreisen der Fahrstraßensteller der ihm feindlichen Fahrstraßen. Die im Stromkreis der Abb. 1 weiterhin noch vorgesehenen Kontakte sind weitere Abhängigkeitskontakte bzw. Tastenkontakte, die aber im Rahmen der Erfindung nicht einzeln erwähnt zu werden brauchen. Hingewiesen sei jedoch darauf, daß der Verschließer 20 erst anziehen kann, wenn der Kontakt 12 am Fahrstraßensteller 10 geschlossen worden ist und die zugehörigen Weichen umgelaufen sind, so daß im vorliegenden Fall also der Kontakt w 1 an der Weiche geschlossen sein würde. 20 zieht dann an und unterbricht seine Kontakte in den Stromkreisen der feindlichen Fahrstraßen, wogegen der Kontakt 22 geschlossen wird. Damit wird das Wiederanziehen des Relais 30 vorbereitet, das jetzt abgefallen ist und durch seinen Anker den Anker des Relais 20 abstützt. Der Verschluß der Weichen durch den Verschließer erfolgt dadurch, daß der Verschließerkontakt in den Stelleitungen der Weichen besetzt ist. Durch den Verschließer werden diese Kontakte unterbrochen und damit eine Umstellung der Weichen unmöglich gemacht. Da der Wärter aus dem Gleisbild erkennen soll, welche Gleise von Zügen besetzt sind, sind im Gleisbild Ausleuchtungsschlitze c und d vorgesehen, die zum Aufleuchten kommen, sobald die Fahrstraße eingestellt ist. Um dies auf einfache Weise zu erreichen, wird der Stromkreis der Ausleuchtungslampe einer jeden Fahrstraße von dem Fahrstraßenstellrelais gesteuert.
Dadurch, daß der Fahrstraßensteller 10 einen Kontakt 12 im Stromkreis des Fahrstraßenverschließers 20 besitzt und dieser wieder einen Kontakt e(sub)1 im Stromkreis des Signalstellers 40 (Abb. 3), ist dafür gesorgt, daß ein Signal nur gestellt werden kann, wenn die feindlichen Fahrstraßen überprüft sind, dann der Fahrstraßensteller und anschließend der Fahrstraßenverschließer angesprochen haben. Im Stromkreis des Signalstellers 40 befinden sich außer dem Kontakt e(sub)1 noch weitere Abhängigkeitskontakte wie z. B. W(sub)1 und G1(sub)1 an den Gleisrelais.
Claims (4)
1. Einrichtung bei Stellwerken mit rein elektrischen Verschlüssen insbesondere Tischhebelwerken im Eisenbahn-Sicherungswesen, dadurch gekennzeichnet, daß im Stromkreis des Fahrstraßenstellers (10) Kontakte (111) der feindlichen Fahrstraßensteller angeordnet sind und jeder Fahrstraßensteller wieder Kontakte besitzt, die in den entsprechenden Stromkreisen der anderen Fahrstraßensteller angeordnet sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außer den Kontakten der Fahrstraßensteller im Stromkreis des Fahrstraßenstellers (10) noch Kontakte (121) der feindlichen Fahrstraßenverschließer angeordnet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrstraßenverschließer bzw. auch der Fahrstraßensteller als Stützrelais (20, 30) ausgebildet sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis der Beleuchtungslampen für die Ausleuchtungsschlitze einer Fahrstraße von dem Fahrstraßensteller oder -Verschließer gesteuert wird.
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